Vermutlich aus 55Si7 :).....Ich hab ja noch ein altes FS 2000 aus diesem Material, mit 51-53 HRC zwar nicht sonderlich schnitthaltig, dafür aber aufgrund der Sorte und der geringen Härtung wirklich SEHR belastbar! Trotz der ja denkbar schlanken Gestaltung kann das Messer jetzt schon über Jahre solchen Missbrauch wie Messerwerfen schadlos ab, das würde ich mit einem normalen Fairbairn-Sykes nie machen 
Hebeln ist der klassische Fall einer grundsätzlich "mißbräuchlichen" Messeranwendung, die gleichwohl regelmäßig zum faktischen Einsatzmesser-Anwendungsprofil gehört: Man sollte sowas nicht machen, es kommt aber immer wieder vor. In Einsatzlagen muß man z.T. Aufgaben sofort mit den dann verfügbaren Mitteln erledigen, ggf. auch behelfsweise. Und man führt "am Mann" eben differenziertes Werkzeug nur bis zu einer gewissen Grenze mit - schon bei teamweisem Vorgehen kann man da mehr spezialisieren, bei Individualausstattung ist aber manchmal Improvisieren eben nötig...(so haben SE-Teams oft ein Mitglied mit differenziertem Öffnungswerkzeug dabei, im Einzeleinsatz schleppt man das aber nicht alles mit).
Ich habe in meiner großen Gerätetasche sowohl ein Feuerwehrbeil mit Hebel-Spike als auch ein kleines Brecheisen. Trotzdem gibt es immer wieder Durchsuchungssituationen, in denen man so etwas nicht bis an das eigentliche Durchsuchungsobjekt mitführt, andererseits aber auch nicht immer zum Einsatzfahrzeug zurück möchte, wenn es nicht sein MUSS. In solchen Fällen habe ich mir im Einsatz über viele Jahre mit viertelzölligen Einsatzmessern beholfen, z.B. Fulcrum C von ER, um z.B. Kistenbretter aufzuhebeln, Tonnendeckel hochzuhebeln, Fußleisten abzudrücken, Kellertürkanten abzubiegen, um dahinterzuschauen, Gefriergut auf der Suche nach verstecktem deliktischen Gut auseinanderzuhebeln usw.
Niemand könnte fundierter und treffender ausdrücken als Roman, warum ein Messer für so etwas eigentlich nicht geeignet ist - das ist hier erfolgt. Nach eigener Erfahrung ist neben der erträglichen Biegelast vor allem die Spitze der mögliche "Knackpunkt" beim Hebeln. Man möchte schon ein spitzes Messer am Mann haben, kann aber andererseits das Messer zum Hebeln nicht immer so ansetzen, daß man keinen unverträglichen Druck auf die Spitze bringt.
Für mich selbst habe ich nach Jahren des Erprobens (und einer abgebrochenen Einsatzmesserspitze aufgrund eigener Blödheit) dann doch entschieden, in die Individualausstattung ein Hebel-/Öffnungstool zu integrieren, neuerdings ist das bei mir das Eickhorn ABW 1, mit dem ich sehr zufrieden bin.