Beiträge von Micha M.

    Schwierig, hier Aussagen nur unter Materialhinsicht zu treffen und dabei die konkret an den Klingen durchgeführte Wärmebehandlung nicht mit anzusprechen - gerade bei den beiden genannten Sorten.


    Ich hatte schon D2-Klingen, mit denen ich z.B. hinsichtlich Schärfbarkeit nicht wirklich zufrieden war. Frühe US-Haumesser aus D2 (insbesondere Kershaw Outcast) neigten härtebedingt zu besonderer Prellschlagempflindlichkeit....Andererseits habe ich mit dem D2 des GEK-EDC sehr gute Erfahrungen, eben auch aufgrund der sehr guten Solinger WB, die sowohl aus D2 als auch aus 440C wirklich viel herauskitzelt.....


    Auch bei 1095 kenne ich Beispiele für schlechte WB, das gibt dann Ausbrüche wie von Papi geschildert - andererseits hab ich seit Jahren z.B. ein Ontario Marine Raider Bowie mit geschärftem Entenschnabel und dadurch auch fein ausgeschliffener Spitze. Damit hab ich auch schon in astiges Holz gehackt, ohne der Spitze damit irgendwelche Schäden zuzufügen.


    Ich habe sehr viele Messer aus C-Stahl und schätze sowohl das feine Gefüge als auch die Elastizität der Klingen....

    Hab ich jetzt auch mal...und hab ihm mitgeteilt, daß ich mein erstes dienstfreies WE seit einem Monat zwar zähneknirschend, aber entschlossen um die Zeit für die Erstellung einer Anzeige verkürzen werde, wenn wir dieses 17 Dollar (!!)- "Stlidel" am Abend noch als Strider offeriert bekommen :)

    Im vorliegenden Fall behauptet ein Inländer, ein Strider zu verkaufen. Das schmückt er noch schön damit aus, es stamme aus seinem eigenen Bestand, und zwar seit 3-4 Jahren....So lange gibt es diesen Fake meines Wissens allerdings noch gar nicht.
    Insgesamt könnte das ein Versuch sein, sich durch unrichtige Angaben einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen.....man sollte prüfen lassen, ob hier kein Betrug vorliegt :)

    TF-Inspiration ist von der Chronologie und unter Berücksichtigung industrieller Umsetzungszeiten natürlich die naheliegende Idee, klingt aber nicht so romantisch.


    Für mich ist das ganz klar das "Papi-Dirk-Commemorative-Knife"!! :thumbup:

    Stimmt, verräterisch ist natürlich, daß beide Messer die Klinge links und den Griff rechts haben. Außerdem sind die Einflüsse des nun gezeigten Vorbilds eindeutig daran zu erkennen, daß Klaus die Idee schamlos abgekupfert hat, vorn so ein spitziges Ende anzubringen und vor allem auch ganz pfiffig den linken unteren Bereich anzuschleifen :)

    Immer interessant, so eine Messervorstellung von Dir zu sehen! Danke! :thumbup:


    Wirklich ein Rätsel, warum ein Hersteller wie Spyderco mit hohem Anspruch an die eigene Herstellungsqualität so notorische Probleme mit dem Beistellen vernünftiger Scheiden hat. Dieses ganze Boltaron-Geflöt ist ja schon ein Running Gag, jetzt auch noch Leder mit zumindest subjektiv geringer Qualitätsanmutung. Da hab ich mit der wirklich ordentlichen Lederscheide für das Bob Lum Tanto Fixed ja echt Glück gehabt :)


    Insgesamt verwundert natürlich nicht, daß bei Deinem Anforderungsprofil so ein Puukko gut abschneidet, nicht nur im Wortsinne :). Zumindest eines mit einem so hohen Anschliff, denn dieser entspricht ja hinsichtlich der Anschliffhöhe dem eines halbhohen Flachschliffs. Und die Materialwahl kommt ja Deinen Wünschen nach Pflegeleichtigkeit und Schnitthaltigkeit vermutlich gut entgegen....Allerdings hätte man sich da in diesem - meiner Meinung nach für ein Serienmesser dieser Art SEHR hohen - Preissegment noch etwas Besseres gewünscht. Momentan halte ich das Spyderco Puukko für überteuert, auch bei einem realistischen Direktimport-Preis von ca. 240 Euro....


    Du hast doch Talent für den "kleinen Teufel im Ohr", Amigo! :)
    Warten wir also auf ein Müller-Puukko?? Interessant wäre es, wenn das Material im Bereich der sekundärfasenlosen Schneide die seitlichen Einwirkungen und Knochenkontakt im jagdlichen Gebrauch potentiell mitmacht...


    Tante Edit mit einem Nachtrag: Was mir an der Vorstellung besonders gefallen hat, ist diese Entspanntheit bei den vermittelten Standpunkten. Du sprichst ja mit großer Erfahrung über die einzelnen Aspekte - sowohl als Outdoorer, Jäger als auch als Messermacher - trotzdem wirkt nichts dogmatisch, im Gegenteil betonst Du die individuelle, subjektive Färbung des Standpunkts.
    Wir haben hier ja zuweilen schon ganz nett miteinander gestritten, aber bei solchen Vorstellungen wie dieser merkt man, daß man trefflich ÜBER etwas in unserem gemeinsamen Interessengebiet streiten kann, ohne MITEINANDER zu streiten :thumbup:

    DarkAsgard: Schöne Entwürfe, voll am Puls der Zeit und sichtlich inspiriert von den Messermachern, die ich im Tactical-Bereich ebenfalls international weit überdurchschnittlich spannend und inspirierend in ihrer Formensprache finde: AmericanKami, Bastinelli, Szabo, Derespina, zuweilen Brous (wie mit seinem Stryker...).


    Es ist nicht als Spitze gegen Dich gedacht (und wird sicher auch nicht so ankommen!), sondern als großes Lob an Deine offenbar sehr begabte Tochter, daß ich den unteren Entwurf für den spannendsten halte! :thumbup:

    Ohne eine Diskussion aufkommen lassen zu wollen, also schon noch in Bootsmanns Sinn, aber trotzdem zur für mich notwendigen Klarstellung:
    Ich wollte dem "Buchsenklopper" hier nicht den Mund verbieten, wie käme ich dazu? Er ist ein Freund und trägt seit langer Zeit aktiv dazu bei, daß das TF ein so guter Ort für mich ist - auch durch den Austausch nicht kongruenter Meinungen.


    Wir haben im Anschluß noch ein wenig geplaudert - und nicht gezankt :)

    Frank, ein echt "grüner" Beitrag :)...Wir brauchen einen Flugzeugträger, um überall kräftig mit den zwangsbewaffneten Brunnenbauern Frieden stiften zu können, aber er muß natürlich "Käthe Kollwitz" heißen - und das ganze Unterdeck wird ein Gruppenraum, weil die Piloten sich ja gefälligst völlig traumatisiert fühlen müssen, wenn sie ihr Ziel treffen :)


    Sowohl Tidus als auch Jens verstehen ganz offensichtlich zuviel vom Thema, um eine Axt zum Christbäumefällen so zu gestalten, das "Werkzeug" ist ein hochinteressantes und nach den Bildern ausgezeichnet gearbeitetes - aber es folgt der Tradition einer historischen Blankwaffe.


    Tidus: Ihr habt Euch ja ganz offensichtlich viele Gedanken über Schaftlänge, richtige Dimensionierung des Blatts, geeigneten Schneidenwinkel usw. gemacht. Das wird ja auch aus den Unterschieden zur "Winterwacht" deutlich. DAS würde mich brennend interessieren!


    Magst Du nicht einmal vorstellen, nach welchen Erwägungen Du zur jetzigen Bemaßung gekommen bist? Das wäre sicher spannend für jeden Blankwaffeninteressierten!

    Wir sind hier so aufgeschlossen und aufgeklärt, daß die Moderation - im Gegensatz zu anderen Medien dieser Art - eine Präsentation zuläßt. Auch eine Diskussion über diese Messer wird hier NICHT verhindert. Und es hat ja auch schon Bezugnahmen auf die Erprobung von Billigmessern gegeben, z.B. auf Tests von BFG auf YT. Und schließlich ist hier auch offen die "Stlidel"-Debatte führbar gewesen.


    Also sollte man nicht so tun, als sei das TF NICHT auch in dieser Sache aufgeschlossen.


    Andererseits ist es eine souveräne Moderationsentscheidung, WIEVIEL Platz man der Präsentation von Fakes einräumen mag und wo man im Vordergrund den Besitzerstolz des Erwerbers sieht und wo dann doch die Werbewirkung im Vordergrund steht, und sei es im Ergebnis.
    Es bringt zu diesem Punkt auch nichts, hier nur formaljuristische Aspekte wie den von Strider nicht gestellten Antrag auf Grenzbeschlagnahme zu bewerten, wenn sich die Redaktion in ihrer souveränen Definition eigener Anständigkeit BEIDEN Interessen verpflichtet fühlt (denen der interessierten Anwender, aber auch denen der Geschmacksmuster- und Warenzeicheninhaber, ob mit oder ohne formales Schutzrecht) und eine Position und ein Maß sucht, das beiden noch gerecht wird.


    Ich persönlich ziehe da meinen Hut vor dem Chief und dem Team!


    Und, Buchs, eigentlich ist doch die Frage längst beantwortet nach einigen einschlägigen Tests: Gibt man den Chinesen genug Geld in die Hand, bauen sie nicht mehr aus Dosenblech. Ob D2 dann auch wirklich D2 ist, wenn Strider eben Stlidel ist, ist eine andere Frage. Aber es ist ein offenes Geheimnis, daß die höherpreisigen Exemplare mittlerweile so gut geworden sind, daß selbst Leute mit viel Erfahrung immer weniger Unterschiede in der Qualitätsanmutung entdecken. Warum jetzt und hier zu diesem Punkt weitere Steine ins Wasser schmeißen und der Moderation das Leben sauer machen, nachdem der Erwerber doch offenbar gut mit Balins ausgewogener Reaktion leben kann??

    Custom: Empfehle ebenfalls Martin Stierlin von Blade-Systems. Seine HP ist momentan nicht sehr aussagekräftig, aber Du kannst Dir hier in seinem UF viele sehr gute Messer anschauen. In dieser Größenklasse hat er beispielsweise das MOZ und das Yoroi Doshi für mich gebaut, die beide ausgezeichnet geworden sind. Der Preisrahmen gibt es her - und Du mußt KEINE Kompromisse mehr machen, das Messer wird exakt auf Deine Bedürfnisse und Maße zugeschnitten.


    Wenn Du etwas maximal Robustes handgefertigt haben möchtest, lege ich Dir außerdem Roman "Juchten" ans Herz. Er hat in dieser Größenklasse für mich das Taiga und das M1 gebaut, die Du hier auch beide im Forum wiederfindest.


    Falls es etwas von ER werden soll, würde ich für diesen Verwendungsbereich wegen der fein ausgeschliffenen Spitze eher nicht zum Col Moschin Compact raten - eher zu Messern wie dem Task C oder dem Fulcrum C.


    Der Emfpfehlung für das GEK-EDC kann ich mich ebenfalls anschließen - damit schöpfst Du die "erklärungsfreie" Klingenlänge voll aus, das Messer ist nicht als Fighter konzipiert und beworben, sondern ausdrücklich als Gebrauchsmesser (im Gegensatz z.B. zum Col Moschin C) und hat eine hohe, robuste und sehr vielseitig einsetzbare Klinge. Die Wärmebehandlung des Materials ist ausgezeichnet.


    Wenn es Dir um Outdoor und extrem hohe Schnitthaltigkeit geht, solltest Du auch mal einen Blick auf die Fixed von Müller aus CPMS90V werfen.
    Etwas kleiner als angepeilt, dafür aus sehr interessantem Material und zu einem sehr guten Kurs angeboten, ist das Böker Arkansas Hunter satiniert nach einem Dozier-Entwurf...

    Seit ich die wunderschönen Vietnam-Bowies gesehen hab, die Roman für sich und Teach gemacht hat, hab ich das Interesse an den Serienmodellen verloren - obwohl das wirklich sehr schöne Messer sind. Mein SOG Recon-Bowie ist aus SK-5, bei einer Wahl würde ich es für so ein Messer dem AUS-8 vorziehen.

    Wenn es richtig kalt wird diese hier, Fjällräven Nordic Heater:





    Liegen die Temperaturen darüber, sind es üblicherweise Rollmützen, was so neudeutsch eben Watchcap heißt, je nach Wetterlage in drei verschiedenen Materialstärken, bei "Normalwetter" gern auch Piratentuch aus olivgrünem Dreieckstuch.


    Aber bei mir darf es ja auch gern "tactical" aussehen, und sei es retro-tactical :)