Beiträge von Micha M.

    Heute angekommen:


    CRKT Obake, die CRKT-Serienversion des Kwaiken Fixed von Lucas Burnley


    http://www.crkt.com/obake-luca…xed-blade-neck-knife-2367



    Hier mal mit den aktuellen Mitbewerbern vergleichbarer Maße und Preise, dem CS Gen II - Spike und dem CRKT Sweet KISS


    Sehr guter Ersteindruck! Das Messer kam rasierscharf und nadelspitz aus der Box, die geätzte Beschichtung und der Griff wirken nicht billig, obwohl das Messer im Direktimport wirklich günstig ist. Bei fast identischer Gesamtlänge mit dem Sweet KISS ist der Obake-Griff ein wenig länger, die Wicklung ist gut gemacht und bretthart und bietet eine sehr definierte Handlage. Auch ohne Handschutz darin dem CS Gen II - Spike nicht unterlegen.



    Auch die Scheide ist der des Sweet KISS deutlich überlegen und wird mit einer montierbaren allerdings recht schmalen und dünnen Plastik-Gürtelschlaufe geliefert, bietet aber auch Schlitze und Montagelöcher für andere Befestigungsoptionen.



    Die Spitze ist dünn ausgeschliffen und wirklich empfindlich spitz - das zierliche Obake ist kein Hebeltool oder ein Gasbeton-Prockler - liegt aber sehr gut in der Hand, um normale alltägliche, urbane EDC-Schneidarbeiten durchzuführen. Durch die geringe Größe und die exotische Eleganz ist das Messer vermutlich sozialverträglicher als meine modernen Tacticals.


    Für härteren Gebrauch liegt für mich der Gen II - Spike vorn - aber das Obake hat viel mehr Flair, ist eleganter, wirkt interessanter, aber auch wertiger....und ist imo das interessantere urbane und Büro-EDC. Von den drei entsprechenden Neuzugängen der letzten Zeit ist es insgesamt mein Favorit.

    Hm, als Outdoormesser eher das Task - aber für mich das Shrapnel C....Hab eines der ganz frühen OG-Shrapnels und bin über die Jahre hochzufrieden damit. Ist für mich gemeinsam mit dem Nemesis wirklich DAS Nevergiveaway meines ER-Bestands, hat manch großes ER-Messer "überlebt", begleitet mich noch immer regelmäßig, ist für ein einschneidiges Messer dieser Höhe und Stärke überraschend penetrationsstark und sieht saugut aus :)


    Durch das häufige Führen und das Vertrauen auf dieses Messer wie auch auf das Nemesis sind die beiden eben z.B. für MICH aus der Modellpalette DIE ERs :)

    Ist es auch - aber zu dieser Zeit war ER noch ein Geheimtip, und Maurizio und Mauro haben relativ kleine Serien gebaut, daneben übrigens auch mal eine Messerserie, zu der nie etwas veröffentlicht wurde und deren Exemplare nie auf den offenen Markt kamen.
    Und das erste Doberman hatte eben auch keines der kurz danach herausgebildeten "ER-Alleinstellungsmerkmale", mit denen man eben aus der späteren Medienpräsenz oder eigenem Besitz heraus ER nun assoziiert.


    Es hat ja dann über Jahre weit überwiegend in einer Art Baukastensystem eine relativ eingeschränkte Modellfamilie mit dem typischen Gummigriff mit Zweifingermuld und einer viertelzölligen Klinge mit der typischen oberen Aussparung gegeben (bei den Fixed), bei den Foldern ebenfalls zunächst ausschließlich wuchtige Modelle mit massiven Flugzeugalu-Rahmen.


    Obwohl es das heute auch gibt, wird kaum jemand ER mit einem Messer mit Lederscheibengriff oder einem schlanken Folder mit 3mm Klinge auf Anhieb assoziieren, nicht zuerst jedenfalls.

    Stimme Paul zu, bei den Fixed sollte auf jeden Fall eines der Fulcrum-Modelle dabei sein. Mit Sicherheit die häufigste Assoziation bei jemandem, der "Messer von ER" hört....


    Ansonsten hängt es natürlich von den Schwerpunkten ab, die jemand bei seinen Messerinteressen setzt...
    Für mich sollte auf jeden Fall einer der drei richtig großen Folder dabei sein, also Nemesis, MPC oder 185RAO. Viele Hersteller bauen Folder mit 4mm-Klingen und dünnen Rahmen - ER steht für mich bei Foldern für fette 6 mm, ein halbes Pfund mordsstabiles Metall in der Jackentasche....


    Bei den Fixed...tja, aus praktischen Gründen - wenn man nicht schon ein Fulcrum C gewählt hat - sollte auf jeden Fall ein Shrapnel im Bestand sein, immer noch mein Favorit in der C-Klasse.


    Geht es um etwas absolut Markenspezifisches, sollte auch ein Col Moschin nicht fehlen. Auch das ist eines der Messer, die einfach für ER stehen, wenn man an die Marke denkt.


    Ansonsten halt nach Gusto, Chopper, Kukri oder Fighter, was man halt besonders schätzt. In meinem favorisierten Interessenbereich ist aus der ER-Modellpalette natürlich der Suppressor ein Prunkstück einer ER-Sammlung. Ein One-Purpose-Knife sicherlich, aber was für eins :)

    Ja. Aber so ein Messer kauft man 1x im Leben, wenn man sich nicht aus reiner Freude dran doch noch weitere zulegt (nicht, weil man neue bräuchte). Und Deine Enkel werden Dich zeitlebens mit den besten und leckersten und damit vermutlich auch ungesündesten Sachen füttern und Dir einen Schnaps nach dem anderen spendieren, um den Oppa möglichst bald zu beerben und endlich das tolle Juchten in ihren eigenen Bestand übernehmen zu können :)

    Ja, durchaus eine Option. Der nach hinten gerade Griff ohne "Nase" ist nicht so meins, die Kontur des Frontier Bowie finde ich ebenfalls attraktiver. Von Down Under wird es demnächst übrigens auch noch einen Dreizehnzöller aus 440 C geben, noch ne Nummer größer als ihr Toothpick.


    Aber Du mußt mal Messer wie mein Mountain Man oder Teachs Räubermesser oder das große Messer von Goblin in die Hand nehmen, dann wirst Du nachvollziehen, daß Roman bei "Hunger" nach einem richtig großen Messer wirklich eine sehr naheliegende und attraktive Überlegung ist :)

    Ja, aber das Material ist in puncto Schnitthaltigkeit schon ein Wermutstropfen bei der Geschichte...Ich hab CS-Macheten und weiß, wie abgenudelt dann die Schneiden ausschauen können, wenn es um längere Arbeiten an härterem Schneid-/Hackgut geht. Und ein wenig mißtrauisch macht es schon, daß bei der konkreten Werbung für das Ding eher die Poser als die User als Zielgruppe angesprochen werden. Bei 1095 hätte ich mich wohl kaum bremsen können - so ist doch die Versuchung groß, eher z.B. Roman "von der Kette zu lassen" und bei ihm was ähnlich Großes, Befriedigendes zu ordern, dessen Schneide dann aber weniger oft wiederbelebt werden muß :)

    Noch mal hochgeholt, weil sich mittlerweile ein paar ganz interessante Videos zu den Neuvorstellungen finden.


    Hier mal was zum Magnum Warcraft Tanto von CS. Ich geb zu, da hängt der Sabber an der Unterlippe:


    http://www.youtube.com/watch?v=Yrvd9KzHt7s


    Und hier noch was "Ausgewachsenes": das 1917 Frontier Bowie


    http://www.youtube.com/watch?v=8bBHejauBWE


    http://www.youtube.com/watch?v=uSiSq7WNVGg


    Ooookay, Machetenstahl, ooookay, obskures Holz als Beschalung....insgesamt einigermaßen antiquiert, kein Vergleich mit den modernen großen Militärmessern im Stile von Modern Gladius, Hisshou & Co......aber für mich irgendwie ein attraktives, rustiales Trumm, das mich wirklich reizt...

    Mal vorab ein paar Ersteindrücke - auch für Joachim, der ja einen alltagstauglichen Spike sucht :)


    Frisch im Zulauf: CRKT Sweet KISS, das Nachfolgemodell des Stiff KISS von Ed Halligan


    http://www.crkt.com/eros-small…ding-pocket-knife-K451XXP




    Hier einmal mit Mitbewerbern: dem alten und dem neuen CS Spike, jeweils als Drop-Point....und insbesondere mit dem Vorgängermodell, dem alten Stiff KISS, auf das merkwürdigerweise auch in der Werbung für das neue Modell nicht hingewiesen wird.


    Was hat sich getan? Die Klinge ist stärker geworden und ein klein wenig länger, die linear ansteigende Hauptschneide wurde auf leicht bauchig geändert, statt der normal dimensionierten American-Tanto-Spitze des Vorgängers finden wir nun eine sehr niedrige "Vorderschneide", mit der man auch kleine Radien sehr gut schneiden kann.



    Insbesondere ist auch der Griff niedriger geworden, dafür ist er nun mit Plastik beschalt, das sich ein wenig billig anfaßt. Die Zeigefingermulde ist leider verschwunden, das Messer weist bei seinem doch recht dünnen und niedrigen Griff nun keinerlei Handschutz mehr auf, selbst der alte CS Spike wirkt von der Handlage her im Direktvergleich sicherer.


    Die Plastikscheide hält das Messer zufriedenstellend und läßt sich als Neckscheide tragen, das ist es dann aber auch schon. Das konnte CS schon vor einem Dutzend Jahren beim alten Stiff KISS doch schon besser, da gab es viel mehr alternative Befestigungsmöglichkeiten, vor allem auch einen Clip für Tipup- oder Tipdown-Montage. Beim neuen Sweet KISS nicht mal genügend Löcher für ein vernünftiges Festzurren mit Paracord oder meinen geliebten Kabelbindern. Nicht so sweet...


    Vor allem wirkt der Griff nun, merkwürdigerweise nicht kürzer als beim alten, langjährig bewährten Stiff KISS, subjektiv deutlich kürzer - das mag an der geringen Höhe und dem fehlenden Handschutz liegen, der einen ein wenig mehr Abstand zur Schneide ersehnen läßt.



    Die spannende Frage war ja sozusagen: Ist das Sweet KISS der bessere Spike?


    http://www.coldsteel.com/Produ…ESERIES/Spike_Series.aspx




    Für das CS spricht die deutlich bessere Scheide mit ihren diversen Befestigungsmöglichkeiten, die Wahlmöglichkeiten hinsichtlich der Klingenform - für den Normalanwender auch der sicherere Griff. Beide Messer sind preisgünstig, dafür keine Wunder an Ausstattung und insbesondere in der Materialwahl nicht "erste Sahne", dafür leicht nachschärfbar. Für Anwender über Handschuhgr. 9 dürfte das Sweet KISS auch wegen der Griffdimensionierung die weniger gute Wahl sein, sobald dynamischere Anwendungen nicht auszuschließen sind.



    Das CRKT sieht besser aus als die neuen Spikes, optisch wäre es eher zum Nachfolger des Dawson-Spikes geeignet als die CS "Steakmesser". Für den Normalanwender mit Durchschnitts-Handgröße halte ich das CS-Modell trotzdem für geeigneter. Solange es gesittet zugeht, ist das Sweet KISS aber ein interessantes, im urbanen Bereich dann durchaus EDC-taugliches sehr schlankes Ding. Man muß es halt irgendwie am Anwender oder dem Gear "angepappt" bekommen :)


    Es hat deutlich mehr "Ausstrahlung" als die neuen Spikes - aber es ist keine allgemeine Empfehlung mehr, im Gegensatz zum nun von CS irgendwie "totgeschwiegenen" alten Stiff KISS, das ich seit Jahren überallhin mitschleppe, das alles mitmacht, überall schnell eingehängt ist, mir schon kiloweise Steakhappen und Wurstscheiben und Bündel von Rosmarinzweigen beschert und mich noch nie gebissen hat.


    Ach, dieser ganze neumodische Kram :)

    Weil ne Picatinny-Rail an so einem Teil immer so entsetzlich schnell zuschmiert, dient diese innovative Lösung der Montage von Zielhilfen, Restlichtverstärkern oder taktischen Lampen :)


    Nein, das Loch vorn ist klassisch und dient beim klassischen Küchenbeil oder dem Spalter in der Fleischerei schlichtweg dem Anhängen an nem Haken einer Wandleiste...So greift man das Ding sofort richtig, und es pendelt nicht so sehr wie beim Aufhängen am Griff.

    Da ist man grad mal ein paar Tage weg - und wird so positiv überrascht. Sollte wohl öfter mal wegbleiben :)


    Natürlich suhle ich mich nun in dem angemaßten Ruhm, sozusagen aus meinem Blickwinkel zu Eurem "Think Tank" oder "Brainpool" zu gehören - während es aus Eurem wohl darauf hinausläuft, nur einer dieser pedantischen Nörgler zu sein, der Euch dauernd in Eure interessanten Entwürfe reinquatscht!


    Aber mal Spaß beiseite: Der Meinungsaustausch in der TCU hat schon ein paar sehr interessante Messer hervorgebracht, daneben sehe ich bei und von Euch immer wieder Modelle, die einfach neue Blickwinkel für mich eröffnen, ob nun z.B. mit Andreas' Ganzstahl-Modellen oder der schnörkellosen Eleganz von Holgers Modellen.


    Diesen Austausch finde ich interessant und bereichernd und hoffe nun natürlich, auch hier neue Modelle und interessante Diskussionen zu finden und ebenso das eine oder andere Ergebnis der TCU-Kreativität (mal nicht bezüglich Kochrezepten....) hier mit diskutieren zu können!


    Euch beiden wünsche ich eine lange kreative Zeit und viel Erfolg, auch mit diesem neuen Projekt!

    Faszinierende Ausführungen über die "Normhand" - die ich nicht habe und trotzdem problemlos auch zu diversen Customs mit Fingermulden gekommen bin. Übrigens mit nasavermessenen juchtenblutdrucksteigernden 23 mm....Geht alles, ist auch kein Problem, weder für den Besteller noch für den Macher.


    Solltest Du also "das Grauen des Messermachers sein", was ich nicht ausschließen will, liegt es nicht an den zarten Händchen :)

    Wow! So ein "Crossover"-Modell mit traditionell gefertigter Klinge mit nur moderater Biegung und einem westlichen Griffhaltungs-Gewohnheiten entsprechenden Griff ist GENAU das, was ich mir seinerzeit nach einem umfangreichen Vergleichstest zwischen modernen und traditionellen Modellen gewünscht habe! Gefällt mir ausgezeichnet :thumbup:

    Mir gefällt das Messer, auch wenn ich es mit ca 20 mm mehr Klingenlänge noch harmonischer fände.


    Glücklicherweise ist so ein Messer auch mehr als die Summe irgendwelcher geometrischer Schleifübungen.


    Nach der Entdeckung, daß so ziemlich genau auf der anderen Seite der Welt ein findiger Bursche namens Mike Loder etwas SEHR Ähnliches gebaut hat wie meine Grundüberlegungen zur OR-Serie von Martin von BS und einem sehr befruchtenden Meinungsaustausch mit Dean Rostohar über seine Überlegungen zum Specwog Warrior, die so erstaunlich kongruent waren zu meinen über die BS-Raptoren, habe ich mir auch abgewöhnt, überall sofort "Abkupferei" hineinzuinterpretieren, selbst wenn sich Ähnlichkeiten zeigen. Das Netz hat Hunderttausende von Entwürfen vor unserer Nase zusammengeschoben, man wird zwangsläufig in der Bandbreite des funktional noch irgendwie Sinnvollen dann auch etwas Ähnliches finden....


    So sehr viele Tanto mit 2 Zoll Höhe bei dreieinhalb Zoll Klingenlänge werden das dann aber auch wieder nicht sein :)


    Hinsichtlich der Spitzengestaltung denke ich , daß Ruben einfach darauf schaut, was das Messer dann später tun soll. Das hier ist ja kein schlanker Pieker mit maximaler Penetrationsleistung, wobei man bemerken muß, daß die Spitze geschickt eingemittet ist. Dafür wirkt die Spitze sehr stabil - und das soll sie wohl primär sein. Sieht vom Schliff her für mich übrigens gut aus und erinnert mich an mein Bob Lum Tanto Fixed, auch wenn Ruben das nicht "abgeschrieben" hat, weil diese Form des Spitzen-Schliffs schon ein paar hundert Jahre älter ist :)

    Kleiner Schrade-Nachtrag: Das kleine Hohlgriff-Messer kommt nun auf den Markt, wie gesagt ein A.D.O.-Klon, und es hat 4.5 Zoll Klingenlänge.
    Bislang gesehen als schlanker Dagger und Tanto, nachschlagbar bei Taylor Brands....