Beiträge von Micha M.

    Aber Arne, es geht hier ja nicht darum, daß das Messerchen einen "irgendwie satt macht". Genau das hab ich ja beim Vergleich mit einigen Billig-Klappern angesprochen.
    Das Ding hier kostet etwa soviel wie ein CRKT SPEW, ist auch vom Typ her durchaus vergleichbar. Beide werden in China hergestellt. Unterschied ist also erstmal der Markenname, zweitens allenfalls die Einforderung gewisser Qualitätsstandards durch CRKT mit möglichen entsprechenden Kontrollen.


    Nun finde ich aber zumindest bei meinem Exemplar nichts, das nicht einer CRKT-Kontrolle standgehalten hätte. Das Lanyard meines CRKT Sweet KISS war von ähnlich unbefriedigender Qualität wie das des 130B. Und ansonsten hält die Verarbeitung des Messers und der Scheide eben durchaus dem Vergleich mit anderen Erzeugnissen stand, die hier auch nicht pauschal verrissen werden.


    Ich hab ja nix gegen das Chinazeugs, nur weil es dort gemacht wird....sonst könnte ich ne Menge von Böker- und vor allem diversen US-Messern auch nicht mehr kaufen und hier auch nicht mehr vorstellen. Ich hab was gegen Produkte mit geklautem Design oder minderwertiger Qualität. Beides kann ich aber bei diesem Messer hier nicht feststellen.


    Und so, wie ich in der Kochecke nicht nur Steak und Scampi einstelle, sondern auch gebratene Blutwurst und gegrillte Sardinen, WENN sie lecker sind, stelle ich hier auch ein China-"Supermarkt"-Messer vor, an dem ich nix zu meckern finde, dessen Preis-Leistungs-Verhältnis mir gut erscheint und das für mich zwar einen relativ günstigen Kauf darstellt, den ich aber nicht mit irgendwelchen Zugeständnissen an ansonsten eingeforderte Gebrauchsmesser-Qualität aufwiegen muß.


    Und die Kritik an Fakes oder insbesondere auch qualitativ minderwertigen Erzeugnissen ist doch nicht unglaubwürdiger, wenn man Objektivität auch da wahrt, wo man dann eben NICHT meckern kann und muß, sondern eingesteht, daß so ein Ding nicht schlecht gemacht und gut zu gebrauchen ist...

    Ein 1117 ist heute bei mir "aufgeschlagen", gemeinsam mit nem Doppelsatz Spielkarten von KA-BAR - hier der Ersteindruck:



    Geliefert wurde es - blitzeschnelle und mit nettem Goodie - von Outdoormesser.de, daher zapfe ich den Händler hier auch mal wegen der Daten an:


    http://www.outdoormesser.de/ep…ps/62013711/Products/1700


    Das Messer ist sauber verarbeitet und insbesondere auch gut und symmetrisch geschliffen, die Werksschärfe ist wirklich ordentlich. Die Formplastik-Scheide ist offenbar aus ähnlichem Material wie die des Eskabar, bietet jedoch erheblich mehr Befestigungsmöglichkeiten und hält das Messer vor allem abwechslungsweise mal wackel- und klapperfrei, setzt andererseits dem Ziehen aber keinen ZU großen Widerstand entgegen: gut gemacht.


    Das Messer hat eine leicht längere und niedrigere Klinge als das Eskabar, die Maße sind dem von mir geschätzten CRKT Stiff KISS gar nicht unähnlich.



    Man kann also relativ kleine Radien schneiden mit dem Messer.


    Hauptsächlich wird man das Messer aber vermutlich mit dem Eskabar vergleichen, daher hier auch mal dessen Daten:


    http://www.outdoormesser.de/ep…ops/62013711/Products/617



    Erfreuliche 1,3 cm mehr Klingenlänge, die geringere Anschliffhöhe wird zumindest zum Teil durch einen mm weniger Klingenstärke aufgewogen. Die Klinge gefällt mir von ihren Abmessungen her wirklich gut und wirkt mit ihrer kleinen Rille natürlich auch wie eine kleine Erinnerung an "das" KA-BAR. Insgesamt sieht das schon recht attraktiv aus auf eine etwas nostalgische Art.


    Was mich weniger überzeugt, ist der Griff, der trotz etwas mehr Länge "hinbekommt", nicht so angenehm und vertrauenerweckend zu sein wie der insbesondere höhere des Eskabar. Ach, was für ein schönes und praktisches kleines Ding das geworden wäre, wenn Mike Perrin auch für dieses Messer seinen Izula-Griff "ausgegeben" hätte!


    So, wie es jetzt ist, schiebt man - ohne Wicklung - den Griff erst mal irgendwie unentschlossen zwischen den Fingern umher, irgendwie eine sinnvolle Haltung unter Nutzung von Daumenauflage und Zeigefingermulde suchend, ohne in den Griff eines Dreifingermessers zu verfallen. Nach der reinen Länge würde das für mich als vollwertiger Vierfingergriff reichen, die Hand will sich da aber - zumindest ohne Wicklung - nicht so recht wohlfühlen.


    Also Wicklung drum - ist immer noch weniger "satt" als der Izula-Griff, geht jetzt aber.


    Neckie? Na ja, auch hier liegt die Wirkung nicht allein in der Länge, der Vergleich mit den CS Spikes wurde ja schon gezogen. Die 1117er-Scheide ist aber deutlich breiter, insgesamt ist das für mich grenzwertig groß zum Umhängen und ruft eher nach einer Platzreservierung in einer Hosen- oder Jackentasche, würde aber auch an den Gürtel passen.....


    Das 1117 hat für mich deutlich mehr "Pepp" als das Eskabar, ist mit seiner verkleinerten Marine-Messer-Klinge schon gelassen "sexy" und taugt dabei größenmäßig erfreulich gut als EDC....Wenn ich aber wüßte, mit dem mitgeführten Messer richtig viel arbeiten zu müssen, wäre dann doch wieder das wenig aufregende Arbeitstier Eskabar eher meine Wahl....
    Also wieder mal ein ähnliches "Abwägungsproblem" wie z.B. für mich auch zwischen CS Gen2-Spike als vernünftigem, dafür aber wenig "aufregenden" Arbeitsgerät und dem CRKT Sweet KISS mit seiner deutlich interessanteren Ausstrahlung, die man imo im Direktvergleich mit praktischen Nachteilen bezahlt.....


    Trotzdem bedauere ich den Kauf nicht, in 42a-Zeiten neigt man ja eh dazu, im Zweifel lieber so ein Rudel kleiner Fixed verteilt mitzuführen, da wird sich für das irgendwie coole 1117 schon ein Platz finden, und man muß ja auch mit dem EDC nicht jeden Tag ne Rotte Holzfäller oder Viga und T! verpflegen oder ein Fort und ne Stabkirche schnitzen.....

    Nix! Altmodische Brille für den altmodischen Micha :)
    Ich hab 3 Stück von diesem Modell.
    Und teure Sonnenbrillen kauf ich eh nicht, weil ich Depp dann mit Sicherheit Messer oder Schlüsselbund zur Brille in die Innentasche meiner Kongo-Joppe stopfe. Sowas ist für mich im Zweifel eher Verbrauchsmaterial :)

    Und hier mal zur Ergänzung ein Real Steel 130B, die Wharncliffe-Variante...



    In der Größe zwischen einem Enyo und einem BB Drago Fixed liegend, hat das Wharnie den gleichen Griff wie sein 130A-Brüderchen, aber eben im Unterschied schnurgerade 65 mm Schneidenlänge, ziemlich hohl aus 4 mm zumindest angeblichem D2 geschliffen, und das sehr sauber und symmetrisch....


    Das Messer ist größer als ein Folts Minimalist und eine Spur kleiner als ein Folts SPEW, die Klinge ist dabei insbesondere im Spitzenbereich stabiler als beim SPEW. Die Spitze ist somit wirklich alltagstauglich stabil, das Messer schneidet trotzdem auch gaaaanz vorn erfreulich gut - und wird sich bei dieser Klingenform entsprechend auch bis zur Spitze gut abziehen lassen...




    Die Handlage gefällt mir besser als beim Minimalist, wobei das etwas fludderige Lanyard aus zu dünnem und billig anzufassenden Material für mich nicht wirklich nötig ist....vielleicht kommt es ab oder wird ersetzt. Der kleine Griff faßt sich aber nicht übel, die Schalen bieten guten Halt, die Übergänge zum Erl sind kaum mit dem Nagel tastbar.


    Die Scheide paßt wackel- und klapperfrei und hält das Messer auch tipup sicher. Wieder einmal etwas, das für einen Bruchteil des zu vergleichenden Preises besser gemacht ist als Boltaron&Co. von Spyderco, auch von Böker Plus hatte ich schon Scheiden, die man eher mal zum Nachbessern hat geben wollen als das Ding hier vom "Chinakracher"-Messer.


    Insgesamt hab ich schon für schlechter gemachte Messer deutlich mehr Geld bezahlt, egal woher sie angeblich oder tatsächlich kamen.


    Ich hab hier ja schon öfter mal losgeschimpft, wenn "Chinakracher"-Liebhaber sich in Geiz-ist-geil-Mentalität jeden Mist andrehen ließen, ausgenudelte Schrauben und Verarbeitungsmängel einfach immer mit dem Argument hingenommen wurden, dafür seien diese ganzen "Messel" eben wunderbar billig....und ich sie dann nach kurzer Zeit entweder vermüllt sah oder im Bündel zum Wiederverkauf angeboten sah, sozusagen fast schon nach Gewicht wie Schrott.....
    Bei diesem kleinen Ding hier für etwa 35 Ocken Listenpreis find ich aber in dieser Preisgruppe bislang im Ersteindruck nix zu meckern. Alltagstaugliches Design, ordentlich verarbeitet.


    Die Größe eignet sich für viele Trageweisen, z.B. gut für vertikal cross auf 11 Uhr....oder für eine Montage hinter einem Brillenetui oder einer Handytasche...Möglichkeiten über Möglichkeiten für das scharfe kleine Ding :)



    Denis, vielen Dank fürs Review, das mich auf den Artikel aufmerksam gemacht und mir die ersten Infos geliefert hat :thumbup:

    Und damit man auch mal schauen kann, wie wunderschön so ein Shillelagh von Roman dann fertig ausschauen kann, hier mal zwei Bilder von meinem...




    Die Maserung des Knaufs sieht toll aus, der Schaft strahlt nach Romans Behandlung in dem auf den Bildern sichtbaren Braunton...Hin und wieder mal ein wenig Fett aufs Holz, das reicht als Pflege völlig hin.


    Das Holz ist bei sehr hoher Stabilität überraschend leicht, selbst bei dem Durchmesser dieses Stocks hier. Wegen der Eisenspitze ist dieser hier mein Begleiter bei Wanderungen im Wald oder im Winter - sehnsüchtig warte ich auf einen weiteren mit einem Gummistopper als Spitze für den urbanen Gebrauch. Der wird dann meinen City Stick ablösen.


    Ich gewöhne mir immer mehr an, so einen Stock wirklich ständig im Alltag mitzuführen. Den entsprechend Interessierten kann ich Romans Shillelaghs wirklich überzeugt ans Herz legen. Was für seine Messer gilt, gilt auch für seine Stöcke: Sie haben einfach Seele :thumbup:

    Griffvolumen: Ich werde es zeitnah vergleichen und vorstellen, Joachim. Ich hab - wie gesagt - ein "normales" Modell hier und kann sie nebeneinanderlegen....


    Günni: Na ja, kommt auf den Vergleich an. Die normalen kosten natürlich deutlich weniger - aber der ER Commando Dagger ist tatsächlich um die Hälfte teurer.


    Insgesamt kommt man irgendwie von diesem zeitlos-schönen Design nicht weg. Habe noch kürzlich gelesen, daß Spartan Blades gemeinsam mit Les George ebenfalls einen FS plant, als Full-Tang-Version. Erste Bilder waren vielversprechend. Aber auch die werden sich das dann wohl recht gut bezahlen lassen :)


    http://bladebomb.com/spartan-b…aborates-with-les-george/

    Wenn es nicht nur um Grünzeug gehen soll, ist Condor schon keine schlechte Adresse. Die Combat Machete und der Heavy Hog Sticker sind noch halbwegs kompakt und sehr brauchbar. Mit der Combat Machete hab ich sogar schon geworfen....
    Von KA-BAR gibt es mit dem Cutlass und der Grass Machete auch zwei weitere interessante kompakte Kandidaten.
    Noch ein wenig kürzer wäre ein CS Smatchet, unter diesen Aspekten auch bedenkenswert....

    Au, au.....ich KONNTE es nicht lassen....gerade geordert:


    http://www.hillknives.com/CD-02/CD-02.htm


    Hill Knives Commando Dagger 02


    Jaaaaa, ich hab natürlich schon ein FS, und einen Eickhorn Dagger 2000 auch....aber das ist eben einfach ein zeitlos-schönes Messer, und Hill, bzw. Herr Van den Heuvel, schleift nun mal unwiderstehlich gut....


    Auch Jasmin war wieder mal keine "Notbremse"...."Ach, das ist aber schön, kauf Dir das!!"

    Die ist doch schnell gefunden....stell Dir vor, Du mußt mal ganz schnell für die Ritter vom Nie ein schönes, frisches Gebüsch erlegen....
    Ist doch nicht unwahrscheinlicher, als daß Dir auf einmal ein häßlicher, untot ausschauender Kerl mit fahrigen Bewegungen begegnet - und Du hinterher eh nur feststellst, daß Du schon wieder den Allibert zerkloppt hast :)

    Hier mal eine interessante Neuvorstellung:


    http://www.kabar.com/knives/detail/203


    3/16 Klingenstärke, stoßtaugliche Spitze, 1095er Stahl....klingt für mich alles ziemlich interessant.


    Die Scheide macht mich nicht so recht froh, ansonsten ist das Ding einigermaßen spannend - und wir zur Abwechslung mal nicht mit Zombie-Geschwurbel vermarktet, "Abenteuer" schluck ich da her noch als Kaufanreiz fürs Gartengerät :)

    Corporal Bill kannte ich bislang nicht, obwohl er ja irgendwie ein Leidensgenosse zu sein scheint....Allerdings hat e r eben zwei rechte Arme, während es bei mir ja nur zu zwei linken Händen gereicht hat.
    Hingegen kann ich mir vorstellen, daß der gute Bill ein Messermacher Wunschtraum ist, nachdem man ja kaum einen Hersteller findet, der eine seitenwahlfreie oder ansonsten linkshändertaugliche Scheide hinbekommt :)
    Die ganze Geschichte muß jedenfalls zweifellos zeitlich n a c h der "Raumpatrouille" spielen. Erstens hat das Messer keinen Bügeleisengriff, zweitens wurden die Schalen ja offenbar aus den zwischenzeitlich besiegten Frogs hergestellt.
    Bis auf die Schalenfarbe gefällt mir das Messer sehr gut, die Dimensionen erinnern mich an mein Fulcrum C (jetzt aber mit einem sogar in Romans Hände passenden Griff...), so etwas trägt sich problemlos, und man kann wirklich "universell" etwas damit anfangen, sicher nicht nur als Raumsoldat.


    Schönes Messer, gewohnt launige Vorstellung :thumbup:

    Stimmt, Klaus, das ist ein echter Nachteil!
    Da ich das ebenso empfunden habe - insbesondere, nachdem ich das Messer einmal bei einem Trollbesuch befingern durfte - mußte es danach ja auch für mich unbedingt ein Ganzstahl von Andreas sein, in meinem Fall dann das Maiken 2.0.


    Bei beiden Messern ist der Griff so gut geformt und so sorgfältig gearbeitet, daß man wirklich keine Wicklung oder Schalen vermißt. Reeve oder Spartan können das nicht besser.


    Durch solche Griffe und die Balance mit der Klinge haben die Messer eine sehr angenehme Haptik, sie fühlen sich satt, vertrauenerweckend, gut und "richtig" in der Hand an.