In der Sammlung meiner kleinen Küchenhelfer fehlte mir leider bislang das CRKT Crawford-Kasper "Dragon".
Momentan ist das praktische Schneidbrett-Messerchen, das sich allerdings am Buffet auch gut als Olivenpieker macht, vielerorts für rund 30 Euro zu bekommen, da konnte ich nicht widerstehen, Ihr kennt ja meine Vorlieben...
Fast immer wird in der Literatur ja die Herkunft und der Zweck dieses Messers völlig falsch angegeben, sozusagen eine der "Urban Legends", die uns biestige Messerfeinde, u.U. sogar mit Doppel-Vornamen, immer gern unterschieben....
Daher hier kurze Worte zur tatsächlichen Herkunft:
Lynn CRAWFORD, die sich mit ihrem "Cookingchannel-TV" Verdienste um US-Kulinarisches erwirbt und deren Fähigkeiten primär im Produzierend-Gestalterischen liegen, war auf der Suche nach einem leichten Schneidwerkzeug, mit dem man auf dem Küchenbrett oder der Schneidfläche des Barbecue-Wägelchens so allerlei schnell und mühelos zerschnippeln könnte. Sie sorgt dafür, daß die adipösen Freunde aus Übersee ihr Durchschnittskampfgewicht nicht allein mit Fritten, unterarmdickem Pizzaboden und labbrigen Burger-Brötchen halten....
Siehe auch:
http://www.cookingchanneltv.com/chefs/lynn-crawford.html
Bei der Entwicklung tat sie sich mit Lynne Rossetto KASPER zusammen, deren Schwerpunkt eher in Präsentation und Anwendung liegt und die ebenfalls publizistisch mit ihrem Blog dazu beiträgt, daß selbst Dinge, wie sie Amis mit schottischen Namen ersinnen, durch edles Werkzeug und schönes Ambiente wunderbar gastlich wirken könnten....wo Lynne fehlt, sehen diese Erzeugnisse dann aus, wie wir sie hier von Leuten klätschig auf Plastikbretter geschmissen kriegen, die uns nur höhnisch auslachen würden, verstünden sie unsere zornig verzweifelte Rückfrage nach Ähnlichkeit mit den Dingern auf den Werbeplakaten....
Siehe hierzu:
http://www.splendidtable.org/bio/lynne-rossetto-kasper
Das Ergebnis der Kooperation von Crawford und Kasper kennen viele Messerfreunde, die Hintergründe aber nur wenige....
Das Ergebnis ist erstaunlich leicht und liegt sicher in der Hand. Es ist so spitz, daß man damit bequem allerlei aufspießen kann....Oliven, Käsewürfel oder auch diese lustigen kleinen Frikadellen, von denen man im Einzelfall Erstickungsanfälle kriegt, die man aber trotzdem immer wieder isst....
Die Schneide ist, Wharncliffe eben, gerade und bis gaaanz vorn scharf und auch scharfzuhalten. Die Klinge ist dabei vorn recht dünn ausgeschliffen. Das Messer ist also eher nicht gut dafür, z.B. die Wirbel eines Wildschweinrückens vor dem Auftragen auseinanderzuhebeln....auch keine anderen Wirbel.....meinetwegen die im Rehrücken. Also immer schön um die Knochen drumherumschneiden 
Übrigens belegt auch der Name der Klingenform eindeutig den kulinarischen Hintergrund:
http://www.thewharncliffe.co.uk/Pages/default.aspx
Für den obigen Kurs macht man da nix falsch, so einen schlanken, spitzen Küchenhelfer kann man doch immer gut gebrauchen 