Wieso denn widerlich? Deine Wurst füllst Du doch hoffentlich auch eher in Naturdarm als in Plastikpelle ![]()
Schöne Laterne! ![]()
Wieso denn widerlich? Deine Wurst füllst Du doch hoffentlich auch eher in Naturdarm als in Plastikpelle ![]()
Schöne Laterne! ![]()
2 schöne Messer, John! ![]()
Aber jetzt sag mal, was mach ich so anders mit so nem Zachel? Ich hör bei Dolchen IMMER was von "kann man sonst nix mit anfangen"....Ooookay, bei nem Suppressor würd ich das ja auch schon fast unterschreiben...Aber es gibt doch haufenweise Dolche, die sich nicht nur beim Einsatz gegen bewegliche Weichziele gut machen! Denk ich an solch praktische Messer wie meinen Kizlyar Stalker, den Russell Sting, insbesondere auch das SOG Pentagon: da geht ne Menge!
AF: Stabiles, handliches Messer, führig. Warum denn dann "nutzlos", wenns gerade nix zu Meucheln gibt??
Ich nutze mein Pentagon relativ oft für Alltags-Schneidarbeiten. Man muß doch nun wirklich nicht dauernd mit dem Handballen oder dem Popo auf den Klingenrücken drücken, wenn man schneiden will.
Hab ich noch nie verstanden, die Sache mit dem fehlenden "Alltagsnutzen" bei einem beidseitig geschärften Messer - zumal das ja auch noch die Chance bietet, verschiedene Schliffe einzusetzen, wie bei Tauchermessern oder meinetwegen wieder dem Pentagon oder dem Stalker, das bei mir unter "normales" Einsatzmesser rangiert.
An größerem manuellen Geschick kann das ja wohl kaum liegen, das wird jeder bestätigen, der mich schon mal einen Grill montieren sah (Insider-Scherz)....
Ooooh, sowas in fünf Zoll ![]()
Steinigt mich, hätt ich die Wahl, würde ich wohl den Russen nehmen...
Ich geb auf...
Dome, schau Dir mal die Erklärung von R.J. Martin zu seinem Entwurf an.
Ja, das Messer ist einschneidig, und ja, es ist unter 12 cm lang. Aber es ist von seiner speziellen Klingenform her als Fighter gestaltet und wird im Original auch so beworben. Das wird auch nicht automatisch anders, wenn man die Länge des Custom-Entwurfs auf 11,9 cm runterkürzt.
Meine Einschätzung über die "Ansprache" des Messers durch die Polizei ist eine professionelle, ich mach sowas beruflich. Und ich gehöre zu den TF-lern, die die aktuelle Handhabung des Waffenrechts sehr intensiv beobachten - übrigens auch sehr kritisch ![]()
Es gibt bislang keinen Feststellungsbescheid zu dem Messer, und es ist einschneidig und unter 12cm klingenlang. Aber wer von den Fachleuten würde gegen meine Einschätzung wetten wollen, daß bei der jetzigen Tendenz, am liebsten auch Zahnzwischenraumbürsten zu verbieten, weil bei deren Anwendung ja regelmäßig menschliches Blut fließt, am Ende einer solchen Begutachtung wohl herauskäme, daß es sich bei dem Messer um eine Hieb- und Stoßwaffe handelt?
Damit wäre es führungsbeschränkt nach § 42a WaffG, das Führen ohne berechtigtes Interesse oder meinetwgen sozialadäquaten Tragegrund wäre eine OWi.
Das IST allerdings ein Kampfmesser
Das mit dem Führen würde ich mir vor diesem Hintergrund überlegen, 4 von 5 Polizisten werden es Dir nach meiner Einschätzung im Antreffensfall erst einmal abnehmen.
Das Material ist 440C, ungemein pflegeleicht und korrosionsbeständig. Pflegen - außer vielleicht mal abwischen, wenn es schmutzig wird - mußt Du da nichts. Nachschärfen läßt sich 440C auch - aber mein Rat: Wenn Du wirklich nur 1 oder 2 Messer scharfhalten mußt, gönn Dir ein fachmännisches Nachschärfen. Nicht bei nem Schuh- und Schlüsseldienst um die Ecken, sondern von einem Fachmann.
Wenn das "Anwendungsprofil" so ist, wie es sich nun abzeichnet, wird es eh nicht so schnell an Schärfe verlieren. "Die Messer allgemein von Böker" haben hinsichtlich Material - und damit auch Schnitthaltigkeit - eine große Bandbreite, 440C gilt aber für ein Gebrauchsmesser als gut schnitthaltig und ist bei guter Wärmebehandlung beim Herstellen des Messers ein gutes, seit vielen Jahren bewährtes Material.
Für Outdoor-Arbeiten ist so ein Messer eher nix, von der rechtlichen Seite ganz abgesehen. Da müßte also dann noch was her. Aber wenn Du Freude an Messern hast, wird das eh kommen ![]()
Helbrecht, ein wirklich schönes Messer, meinen Glückwunsch ![]()
Ja, das mit den Griffen geht mir bei Stöcken oder Messern von Roman auch so: Da sieht etwas aus wie zufällig der Natur entnommen - und paßt dann doch ergonomisch perfekt. Mit Sorgfalt und Erfahrung ausgesucht und angebracht...
Magst Du für die "Datenjunkies" unter uns noch ein paar Maße und das Nettogewicht nachtragen? ![]()
Stimmt, Kibo....Aber Du weißt ja, wie es ist...Da steigt einer in das Thema ein, orientiert sich natürlich auch meinetwegen an Videos. Da zersemmeln sie erst mal nen Stamm. Schlagholz-Einsatz MUSS auch unbedingt sein ![]()
Und dann haben sie ein Messer, das ihnen eigentlich für das wirkliche tägliche Mitführen dann doch zu groß und zu schwer ist....und lassen es meist zu Hause.
Mal eben ne Rute schneiden und beschnitzen, Späne schaben usw. - geht alles auch mit dem RED, wissen wir beide...Und als fixes EDC in der für die meisten von uns üblichen urbanen Umgebung ist - bei all meiner Liebe zu viertelzölligen großen Messern - für die allermeisten Anwender sowas Schlankes wie ein RED die bessere Wahl als ein Marine Raider. So war das gemeint.
Ein wunderschönes Messer ![]()
Mir ging es wie den meisten hier - als ich das erste Bild vor einiger Zeit sehen durfte, dachte ich zunächst an ein eher schlankes, schnelles Messer in der Größe eines Buck Kalinga vielleicht....Als Roman dann nebenbei erwähnte, es sei an der Wurzel mal eben 2 Zoll breit, war ich baff ![]()
Ein Achtzöller, größer als ein Al Mar Warrior!!
Sowas kann man natürlich nicht jedermann zugänglich machen....nicht daß da irgendein ungeprüfter backofenerwärmt-heißblütiger und rumaroma-perauchter Wüterich im wallenden Zorn einen allzu frechen Marzipan-Junkie mal eben durch einen förchterlichen bogenförmigen Hieb gemeuchelt hätte!
Auch der Besitz eines Juchten-Sax galt Roman wohl noch nicht als ausreichender Charakterbeweis...Da muß man ja erst mal schwer was schwingen, hier reicht - so sieht es aus, ein "Abwinken" mit dem Krummdolch, um "auf einen Griff" den Betroffenen herausfinden zu lassen, wie die Sache mit den Gärten und Jungfrauen - oder eben Malik, dem Höllenengel - sich in der Praxis so anläßt.
Also wurde der Troll geprüft und hat in einer Geduld- und Charakterprobe, die indianischen Initiationsriten nicht nachsteht, seine Geduld und Langmut im "schwedischen Zustelltest" erst einmal beweisen müssen. Kein Postamt in Schutt und Asche gelegt in der Wartezeit, keine Sax-Beschwerde an irgendeinem Post-Ole, allenfalls ein wenig gesteigerter Öl-Verbrauch im zulässigen Bereich und zum Stressabbau zuweilen mal nen Sören von der Straße gebrüllt....Also gut, dann durfte der "böse Perser" im hohen Norden auch ausgeliefert werden ![]()
Rolf, Glückwunsch!
Das Messer ist traumhaft. Du hattest mehr Mut als ich üblicherweise und hast Roman "lange Leine" gelassen. Auf solche Details wären Du oder ich vermutlich nicht gekommen.
Roman, meinen Respekt vor Deiner Arbeit muß ich wohl kaum noch ausdrücken - aber das Messer ist wirklich ein Sahnestück geworden, sowohl im Gesamtbild als auch den Details. :hatsoff:
Zunächst: Wenn Du etwas suchst, mit dem Du beim Camping und sonstigen Outdoor-Aktivitäten möglichst sinnvoll und effektiv arbeiten kannst, suchst Du kein "Kampfmesser". Auch ein Outdoormesser oder meinetwegen ein Feldmesser können in der Vitrine beim Warten auf den nächsten "Außeneinsatz" ansehnlich ausschauen - sind aber keine "Kampfmesser".
Mit einem spezialisierten "Kampfmesser" wirst Du - gerade auch als Einsteiger und allenfalls durchschnittlich geübter Anwender - bei Alltagsarbeiten nicht so glücklich wie mit einem auf Vielseitigkeit und primär auf Werkzeuganwendungen ausgelegten Messer.
Du weißt noch nicht wirklich genau, WAS Du möchtest, hast auch wenig Vergleichserfahrung - das ist vielleicht noch ein wenig früh für ein Custom-Messer. Du würdest Dich wundern, wie lange man über bestimmte Details in der jeweiligen Gestaltung nachgrübeln kann und welche Unterschiede sich - je nach Anwender, Stil, Anwendungsbereich usw. auch ganz individuell - schon aus kleinen Änderungen solcher Gestaltungsdetails ergeben können. Ich habe für andere Anwender und mich oder als Entwurf für Custom-Macher sicher mehr als zwei Dutzend Modelle mitgestaltet und lern noch immer dazu ![]()
Anderseits solltest Du auch keinen "Schrott" kaufen, irgendwelche Dosenblech-Billigmesser, die Dich dann nur enttäuschen.
Du solltest Dir ein gescheites Allround-Messer kaufen, es sind hier schon einige Beispiele genannt worden. Man kann hier über Messer wie ein RAT-4, ein Fällkniven F1, ein Bark River Gunny oder Bravo 1, ein Peltonen Sissipuukko M07 oder M95 oder auch ein Eickhorn / Lennartz GEK EDC nachdenken. Soll es wirklich sehr "tactical" ausschauen, wäre z.B. auch ein Extrema Ratio Task C keine schlechte Wahl - aber kein Pugio. Das ist kein Arbeitsmesser und wird Dir bei der Outdoor-Anwendung vermutlich weniger gut dienen als ein Task!
Bis auf die beiden Peltonen-Modelle sind das alles Messer unter 12 cm Klingenlänge. Du wirst als Einsteiger im Kontrollfall kaum so differenziert argumentieren können, daß das wirklich stressfrei ausgeht. Außerdem kann es selbst für einen erfahrenen Anwender lästig werden, der hysterisch besorgten Umwelt immer erst mal was erklären zu müssen. Vor allem aber hast Du mit einem auch im Alltag immer gut mitführbaren Messer den Vorteil, daß Du es immer dabeihaben und entsprechend schnell Anwendungserfahrung sammeln kannst. Der tollste Achtzöller - und ich LIEBE große Messer! - nützt Dir nix, wenn er in der Vitrine liegt und Du ihn draußen nicht zur Hand hast! Und Du wirst voraussichtlich ja nicht ausziehen und Bäume fällen oder ein Fort bauen wollen.
Bleiben noch ein paar Euro übrig im Etat, kauf Dir zusätzlich noch ein Mora und vergleiche immer wieder mal, welche Aufgaben Du mit einem leichten, dünnen und welche besser mit einem etwas stärkeren Messer persönlich besser erledigen kannst.
Deiner Haut wirst Du Dich im Notfall mit jedem dieser Messer erwehren können, ohne daß sie als "böse" Fighter abgestempelt sind.
Soll es ein Einsatzmesser sein - auch die sind fast immer eher ein Werkzeug, gottseidank...- und primär nicht für mißbräuchliche Anwendungen, sondern zum Schneiden eingesetzt werden, emfpehle ich ebenfalls, wie auch schon Vorredner, das Bastinelli RED. Das Messer erträgt nicht soviel Mißbrauch wie ein viertelzöliges ER Task, aber es schneidet sehr gut, liegt sehr schlank und sicher in der Hand, läßt sich ausgezeichnet mitführen und macht sich wirklich in vielfältigem Einsatz gut: vom "Küchendienst" über alle möglichen sonstigen Werkzeug - Schneidarbeiten bis hin zur Möglichkeit, sich im schlimmsten Fall damit auch seiner Haut zu erwehren....
Das alles sind Messer, die man auch nicht wegschmeißt, wenn sich dank gewachsener Erfahrung vielleicht die Vorlieben ein wenig ändern oder man dann doch mal ein Custom-Modell in Angriff nimmt. Also kein auf längere Sicht verschwendetes Geld.
Na ja, ein wuscheliger Bommel hätte ihn dann beim Tragen immer unter dem Kinn gekitzelt.
Das mit der Größe hat sich erst ergeben, als Viga als kleiner Bub in den Zauber-Met gefallen ist....
Die Familienähnlichkeit drängte sich beim lieblichen Lächeln auch förmlich auf...:)
Interessantes Messer! ![]()
Das Design gefällt mir ausnehmend gut, am Material gibt es nichts zu meckern, die Verarbeitung scheint sehr wertig....Und mit 105 mm Klingenlänge hat man da auch schon was in der Hand ![]()
Habe das Modell noch nirgends gesehen und freue mich über diese Vorstellung nach dem ersten kurzen Blick bei den "Neuerwerbungen"!
Grenni, lass gut sein! Selbst wenn Du Dir jetzt für Deine aktuelle Mißbrauchs-Diskussion mit Ferret hier umfrageweise Muni zusammensuchst und herumkommt, daß 85,4 Prozent aller Messerbesitzer damit niemals im Boden popeln oder nen Fassdeckel weghebeln würden, klärt das für mich noch immer nicht die Frage, ob man allzu vollmundige US-Werbung nicht trotzdem mal beim Wort nehmen darf.
Weltuntergangs-Messer, bei denen dann aber vorsorglich-fürsorglich darauf hingewiesen wird, es sei natürlich zu vermeiden, zum 800-Dollar-Schätzchen irgendwas Spitzig-Metallisches in die Tasche zu stecken, könnte ja böse Kratzer geben....
Warum willst Du denn Mainstream ermitteln, wenn diese Messer doch gerade so penetrant damit werben, eben KEINE vernünftigen Mainstream-Schneidwerkzeuge zu sein, sondern was für den Minderheiten-Prozentsatz der Bekloppten, für die der zitierte Weltuntergang eben auch mal Fugenpopeln mit einschließt? :). Natüüürlich, wenn die Elite-Ninja-Seal-Ranger heißen, machen sie alles mit dem Messer, einschließlich Kameradenrettung und Geiselbefreiung, und das Messer kann das selbstverständlich ab, aber Fugenkratzen würden die selbstredend nicht als vernünftige Elitekrieger ![]()
Vermutlich würde dann so eine Umfrage in breiterem Rahmen der Durchschnittsbevölkerung auch ergeben, daß es eh völlig krank ist, solche Messer überhaupt zu kaufen. Aber wir "verrückten" Extrema Ratio-, Strider- und meinetwegen auch Medford-Käufer, ohne mich zu letzterem zählen zu wollen, wollen doch auch gar nicht Mainstream sein...
Also auch kein Klick vom Micha, der übrigens auch schon mal ein Einsatzmesser beim Hebeln abgebrochen hat, es hätte besser wissen müssen, aber so gern an die Schmuggelware ran wollte, daß das einfach sein mußte ![]()
Chris-le, sehr interessanter Folder!
Kannst Du vielleicht ein paar Daten nachliefern, insbesondere Klingenlänge?
Mal wieder zwischen die Stühle setzen :)....mein Stammplatz...
Bootsmann: Aus Technikersicht absolut zutreffend. Allerdings hätte ich - wenn wir alle das immer so betrachten würden, einen Al Mar - Folder und eine Werkzeugtasche. Strider, Medford & Co. würden nicht so aussehen, wie sie es tun, wenn man Messer so verwenden würde, wie man es sollte. Es ist aber nicht nur so, daß diese Messer zielgruppenorientiert in einer bewußt testosteronlastigen Ästhetik gestaltet sind...Man wirbt auch penetrant gerade mit ihrer Leidensfähigkeit. Das macht alles überhaupt keinen Sinn, wenn man Messer ausschließlich als Schneidwerkzeug und mit technischer Vernunft verwenden mag.
Nun können wir augenzwinkernd anerkennen, daß das eben auch nur Werbung ist, wir das eh nicht glauben, uns aber das angeblich "unzerstörbare" Äußere dann rein theoretisch-äußerlich so anturnt, daß wir einen Haufen Kohle für die Werbereize von Maulhelden-Protzerei ausgeben. Bei einer bestimmten Automarke - ich werde sie aus Angst vor Schadenersatzansprüchen nicht nennen - glaube ich ja auch bei jedem beengten, eingemauerten Drinsitzen und trotz meiner in modernen Zeiten unterdurchschnittlichen Einsachtundsiebzig gebeugten Knien, die seien eindeutig mehr für die Testikel als den Hintern gebaut......
Oder wir lassen uns eben drauf ein. So....Wo ziehen wir nun die Grenze des noch "zulässigen" Mißbrauchs - und wie reagieren wir darauf, wenn jemand ein Messer so gebraucht, daß er es auch VERbraucht? So ein Metzgermesser hält ja auch nur begrenzte Zeit, beispielsweise, sogar bei ausschließlich "regulärem" Gebrauch.
Geht es noch reißerischer als bei Medford? Sowohl in der Gestaltung als auch insbesondere der Werbung?
Okay, natürlich hat der Vertragsfreiheit und muß sich nicht auf jeden Interessierten einlassen - aber es hat eben auch ein Geschmäckle, wenn einer mit SEHR großem Ego daherkommt und herumposaunt "Ich habe ne Garantie ohne Wenn und Aber, aber...."
Andererseits: Wenn ich als Anwender erkennen muß, daß meine regelmäßige Anwendung einen Folder normaler Bauart überfordert, ich aber weder einen Custom-Folder speziell nach diesem Anwendungsprofil bauen lasse noch mich auf ein Fixed oder gar schnödes Handwerkzeug aus rein persönlichen Gründen einlassen mag, kann man darüber nachdenken, ob ich so eine großspurige Garantiezusage in Anspruch nehmen mag oder nicht....
Was aber imo g a r nicht geht, ist sich auf einen Messermacher zu kaprizieren, diesen dann aber mit "Blah..." Zitaten herunterzuputzen, solange man noch kooperieren mag. Das ist geringschätzig, allein aus so einem Grund würde ich als Macher dann schon die Zusammenarbeit einstellen. Ich bringe vermutlich "meine" Macher regelmäßig an den Rand der Psychose (...was ich gelassen sehe...), gehe aber immerhin mit Respekt mit ihnen um, wenn ich sie schon verrückt mache. In einem Fall haben der Macher und ich das Projekt einvernehmlich abgebrochen, auch das aber in gegenseitigem Respekt. So sollte das sein....Kann ich gar nicht mit einem, arbeite ich auch nicht mit ihm und will kein Messer von ihm.
Ich lehn mich mal zurück, warte auf Ferrets Medford und schaue mir dann mal an, bei konkret welchen Arbeiten das gelieferte Messer einknicken wird, wenn es das wird. Ist das dann konkret etwas, das KEIN Messer aushalten muß, kauft Ferret sich was Neues, und meine Anerkennung für den Hersteller wird nicht leiden. Geht das Ding schon bei "normalem Mißbrauch" über die Wupper, denk ich mir meinen Teil ![]()
Unbescheidener Post 2 der Neuerwerbungen, aber dieses Messer ist einfach einen eigenen Post wert, verzeiht mir also:
Mein Juchten "Old Merc"
Mit Roman habe ich ja schon seit mittlerweile mehreren Jahren über die klassischen Vietnam-Bowies gefachsimpelt. Mittlerweile hat er ja einige wunderschöne Messer in ungefähr den Abmessungen der klassischen Vietnam-Bowies gefertigt, also mit Klingenlängen zwischen sechseinhalb und siebeneinhalb Zoll, aber quasi von Beginn an haben wir auch über davon inspirierte Modelle mit anderen Klingenlängen nachgedacht. Vielleicht auch vor dem Hintergrund, daß die alten Jagdmesser mit oberen Bögen, die die Schöpfer der klassischen Vietnam-Bowies inspiriert haben, auch nicht alle gleich lang waren - und es z.B. mit Modellen wie dem Randall 4-8 auch spätere Modelle mit anderen Klingenlängen und ähnlicher Gestaltung der oberen Bögen gibt, die einen genaueren Blick wert sind....mehr als das, es gibt da einige wirklich schöne Messer ![]()
Mit dem M1 hat Roman mir vor geraumer Zeit ein sehr kompaktes und ultrarobustes Messer mit 8 mm Rückenstärke und 12 cm Klingenlänge gebaut. Ich weiß bis heute nicht, ob mich die Klinge, die bei kompakter und alltags- und wandertauglicher Länge für mich den Charme der Vietnam-Bowie-Form sehr schön einfängt, oder der Ledergriff mehr faszinieren soll. Durch diesen Ledergriff habe ich sozusagen "Blut geleckt" - so etwas Ergonomisches und Angenehmes habe ich bislang an Ledergriffen noch nicht in der Hand gehabt. Die "Kehrseite" der Fertigung eines nasatauglich-präzisen exakt auf 23 mm bemessenen Fingermulden-Radius, die ich in schrillen Schreien und Wutanfällen in der Schmiede, mindestens aber mittelalterlich finsteren Flüchen zu erahnen vermag, habe ich schnöde ausgeblendet und genieße einen Griff, der paßt wie ein Maßhandschuh
Das Messer führe ich mittlerweile seit geraumer Zeit und bin vollauf zufrieden damit!
Von Beginn an haben Roman und ich aber auch über größere Modelle nachgedacht, auch größere als das besagte Randall 4-8....und haben über die gattungstypischen Bögen an einem Neun- oder Zehnzöller gesprochen.
In letzter Zeit hat sich dieser Gedanke zunehmend konkretisiert. Aus einem besonderen Anlaß heraus wollte ich mir in diesem Jahr ein besonders schönes Messer gönnen, gepfiffen auf 42a und EDC-Tauglichkeit, es sollte einfach ein Messer sein, das ein fettes Lächeln auf mein ebensolches Gesicht zaubern sollte bei jeder Gelegenheit, bei der ich es zur Hand nehme.
Am Ende der Vorplanungen kristallisierte sich ein Entwurf mit elfeinviertel Zoll (285 mm) Klingenlänge bei einer maximalen Klingenhöhe von 48 mm und einer Rückenstärke hinaus, die sich von 8 mm an der Wurzel auf unter Viertelzoll im vorderen Bereich verjüngt. Dabei war mir besonders wichtig, zwar ein Messer in der Zwölfzöllerklasse zu bekommen, das jedoch möglichst leicht und führig sein sollte. Mit dem ebenso klingenlangen Mountain Man habe ich ja bereits ein großes, wuchtiges Bowie mit einer Schwungmasse im Kilobereich.
Der vordere Rückenbereich ist geschärft (12 cm, vierdreiviertel Zoll), der nächste Bogen mit ebenfalls 12 cm ist eine Schor, könnte aber bedarfsweise leicht nachgeschärft werden. Durch diese Gestaltung und das Verjüngen der Klinge nach vorn hat Roman trotz der beachtlichen Maße das Kunststück fertiggebracht, das Gesamtgewicht des Messers auf vergleichsweise federleichte 22 Unzen / 625 g herunter zu bekommen, das finde ich phantastisch. Messer wie das TOPS Armageddon oder das Ontario Marine Raider Bowie wiegen bei mehr als anderthalb Zoll geringerer Klingenlänge ebensoviel!
Die Bögen, wie das gesamte Messer, sind Roman ausgezeichnet gelungen, das Messer ist für seine Größe ungewöhnlich führig und wirklich SEHR scharf.
Der nur 11 cm lange Griff paßt nach Maß in meine "Kinderhand", durch die relativ tiefen und beidseitig herumgezogenen Fingermulden ist das Handling auch bei schnellen Schwüngen sicher. Trotz des vergleichsweise sehr kurzen Griffs liegt der Schwerpunkt des Messers lediglich am Ende des mittleren Bogens und damit nur 45 mm vor dem PE, das ist nicht zuviel Vorderlast...
Die Scheide, die in ihrer Stabilität dem Messer nicht nachsteht, ist unten so breit ausgeformt und symmetrisch gestaltet, daß das Messer darin seitenwahlfrei getragen werden kann, die Gürtelschlaufe ist zweigeteilt und gestattet wahlweise tiefes oder hohes Tragen am Gürtel.
Tja, da hab ich heute dagesessen wie ein Bub unter dem Weihnachtsbaum - und mich auch so gefreut ![]()
Roman, das ist wirklich saubere, gediegene Arbeit, die ich zu schätzen weiß.
Vielen Dank auch hierzu für Deine Sorgfalt und Geduld, die unerschütterliche Ruhe beim Präzisions-Mulden-Feilen und dem Studium epischer Pflichtenheft-Kompendien im Format einer Apollo-Bauanleitung ![]()
Sag selbst, ist das nicht ein schönes Duo geworden?? Hut ab! :hatsoff:
Die meisten von uns kennen glücklicherweise mittlerweile einige Juchten-Messer, es ist aber leider weniger bekannt, daß Roman auch so wunderschöne wie praxistaugliche Gehstöcke nach Art der irischen Shillelaghs herstellt. Die Auswahl der Rohlinge erfolgt mit großer Erfahrung und Sorgfalt, die Trocknung in seiner Schmiede erstreckt sich z.T. über Jahre, die Bearbeitung erfolgt in der Tradition der klassischen Herstellung.
Das Ergebnis ist ein Gehstock, der seinen Besitzer bei einem Mindestmaß an Pflege viele Jahre begleiten kann. Mein erster Stock von Roman ist mittlerweile auch durch zwei Winter mit mir gegangen, hat größere Temperaturwechsel mitgemacht, ist naß geworden usw. - und zeigt keinerlei Schäden. Gepflegt wird er allenfalls mal mit Trockenwischen, gelegentlich gehe ich mit einem geölten Tuch darüber...
So ein Stock begleitet mich immer öfter, mittlerweile führe ich fast täglich einen mit und gewinne ihm vielfältigen Nutzen ab, ohne ins Detail gehen zu wollen ![]()
Romans Stöcke lösen dabei auch ein spezifisches Problem für mich: Es gibt nur sehr wenige Stöcke auf dem Markt, die mir in ihrer Gestaltung, ihrem Stil, der Stabilität und der Anwendungsmöglichkeiten wirklich zusagen. Stöcke wie den African oder den Chinese Walking Stick oder auch den Irish Blackthorn von CS mag ich nicht wirklich in urbaner Umgebung tragen, der Irish Blackthorn sieht an mir aus wie Rübezahls Wanderstecken....Andererseits ist mir der CS City Stick, eigentlich ein sehr gutes, führiges und stabiles Modell für den urbanen Gebrauch, einfach zu elegant zu meinem Feldzeug. Außerdem hat er den Nachteil, daß er - obwohl er natürlich keiner ist! - ausschaut wie ein Stockdegen. Wenn dann ein obskurer Schrat mit Einsatzstiefeln und einem offen getragenen Neckie sowas beim Stadtbummel schwingt, überkommt dann doch den einen oder anderen Ordnungshüter die vage Lust, mal am Knauf zu schrauben, um zu schauen, ob er da was Scharfes herausdrehen kann...
Bislang war dieses Problem nicht ganz gelöst für mich, da der erste Stock von Roman für den urbanen Einsatz für mich nicht wirklich optimal war...
Aber nun!
Mein Wanderstock von Roman mit der sehr gut greifenden Eisenspitze hat ein schlankes, schönes und wunderbar führiges Brüderchen für den urbanen Gebrauch bekommen, einen Stock mit Gummispitze.
Auch wenn es Roman das Herz gebrochen haben mag (vermutlich er sich eher über den langbärtigen Kongo-Schrat kaputtgelacht mit seinen Opa-Allüren....) brauchte ich so einen Stock, denn in der Stadt brachte die massive Eisenspitze des anderen Stocks eher Nachteile und hätte wohl z.B. in Italien auch die Denkmalschützer und Ordnungskräfte unnötig erzürnt
Dafür ist sie im Wald und insbesondere im Winter wunderbar, greift immer gibt ausgezeichneten Halt und Abstützkraft.
Der schlanke neue Stock paßt auch viel besser zu meinen rustikalen Feldklamotten als der City Stick, den ich zwischenzeitlich verwendet habe - ein wirklcih sehr guter und führiger Stock, aber eben auch unpassend elegant zu Feld-Oliv oder Kongo-Tarn....
Der Shillelagh, wunderbar gerade gewachsen und mit einem ergonomisch so gut passenden Knauf, als habe in mir die Natur sozusagen in die Hand wachsen lassen, ist mit seinen gerade mal 380 g drastisch leichter als der Stock mit Eisenspitze mit gut 600 g Gewicht und auch als der City Stick mit seinen rund 480 g. Trotzdem habe ich an seiner Stabilität keinerlei Zweifel. Der neue Stock ist ausgezeichnet führig, wirkt nicht ZU leicht, liegt aber ganz "unbeschwert" in der Hand - perfekt nach meiner Vorstellung für den urbanen Gebrauch.
Einen Gentleman wird das nicht aus mir machen, aber näher herankommen werd ich dem wohl auch nie ![]()
"Nebenbei" ist der Stock auch noch sehr schön, der Knauf ist - wie auch bei seinem "breitschultrigeren" Bruder - sehr schön gemasert (rechts der neue Stock):
Roman, danke für Deine Mühe, Sorgfalt und Geduld bei der Auswahl und Bearbeitung. Das Ergebnis ist jeden Tag Wartezeit und jede Bearbeitung wert. Danke, daß ich so etwas von Dir bekommen konnte.
An Euch meine Anregung, Roman nicht nur auf seine tollen Messer und Blankwaffen anzusprechen, sondern auch auf so einen Gehstock!
Und meine "Einladung", Eure Juchten-Shillelaghs hier dann auch vorzustellen!
Heute war sozusagen auf einen Schlag vorgezogener Geburtstag und Weihnachten. Zwei Pakete von Roman "Juchten", schon mittags telefonisch angesagt von meiner Süßen...und Micha war zappelig wie ein Blag. Dann heute auch noch Überstunden, das Auspacken mußte bis um 19:30 warten. Aber das Warten hat sich gelohnt, und ganz unbescheiden werde ich zwei Posts bei den Neuerwerbungen dafür verbraten ![]()
Im ersten Paket war mein Mountain Man, von Roman schneidfreudiger umgeschliffen und nun wirklich böse scharf. Die Kombi aus annähernder Rasierschärfe bei fast 12 Zoll Klingenlänge und etwa einem Kilo Gewicht flößt Respekt ein, selbst wenn man schon lange mit großen Messern umgeht. Roman, das ist klasse geworden und ist nun genau so, wie ich es mir gewünscht habe!
Nun ist das Mountain Man ja mit nem knappen halben Meter Länge wirklich ein ausgewachsenes Messer - der Karton war aber doppelt so lang...
Mein Wanderstock von Roman mit der sehr gut greifenden Eisenspitze hat ein schlankes, schönes und wunderbar führiges Brüderchen für den urbanen Gebrauch bekommen, einen Stock mit Gummispitze.
Auch wenn es Roman das Herz gebrochen haben mag (vermutlich er sich eher über den langbärtigen Kongo-Schrat kaputtgelacht mit seinen Opa-Allüren....) brauchte ich so einen Stock, denn in der Stadt brachte die massive Eisenspitze des anderen Stocks eher Nachteile und hätte wohl z.B. in Italien auch die Denkmalschützer und Ordnungskräfte unnötig erzürnt
Dafür ist sie im Wald und insbesondere im Winter wunderbar, greift immer gibt ausgezeichneten Halt und Abstützkraft.
Der schlanke neue Stock paßt auch viel besser zu meinen rustikalen Feldklamotten als der City Stick, den ich zwischenzeitlich verwendet habe - ein wirklcih sehr guter und führiger Stock, aber eben auch unpassend elegant zu Feld-Oliv oder Kongo-Tarn....
Der Shillelagh, wunderbar gerade gewachsen und mit einem ergonomisch so gut passenden Knauf, als habe in mir die Natur sozusagen in die Hand wachsen lassen, ist mit seinen gerade mal 380 g drastisch leichter als der Stock mit Eisenspitze mit gut 600 g Gewicht und auch als der City Stick mit seinen rund 480 g. Trotzdem habe ich an seiner Stabilität keinerlei Zweifel. Der neue Stock ist ausgezeichnet führig, wirkt nicht ZU leicht, liegt aber ganz "unbeschwert" in der Hand - perfekt nach meiner Vorstellung für den urbanen Gebrauch.
Einen Gentleman wird das nicht aus mir machen, aber näher herankommen werd ich dem wohl auch nie ![]()
"Nebenbei" ist der Stock auch noch sehr schön, der Knauf ist - wie auch bei seinem "breitschultrigeren" Bruder - sehr schön gemasert (rechts der neue Stock):
Roman, danke für Deine Mühe, Sorgfalt und Geduld bei der Auswahl und Bearbeitung. Das Ergebnis ist jeden Tag Wartezeit und jede Bearbeitung wert. Danke, daß ich so etwas von Dir bekommen konnte.