Beiträge von Micha M.

    Mir gefällt es ebenfalls sehr gut! :thumbup:


    Keine der damaligen Überlegungen verliert ihre Gültigkeit durch das Kürzen der Klinge, noch immer sehe ich in der Gestaltung die beabsichtigten ergonomischen Vorteile.


    Und die Proportionen stimmen auch noch bei dieser kompakten Version.


    Joachim, wünsche Dir viel Freude mit dem Messer! :)

    Danke! :)


    Ist über die Eigenschaft als Einhandmesser hinaus auch noch wohl unstrittig ne HuS-Waffe....also nur unter den Einschränkungen von 42a draußen führbar.
    Ich habs am Freitag mal einem nicht so messeraffinen Kollegen gezeigt - da sorgt dann insbesondere die Klingenform doch für allerlei Besorgnis :)

    Beim geschlossenen Messer ragt allerdings schon aus meiner Kinderhand wenig heraus - das Cherusker LLC als großer Cousin faßt sich geschlossen deutlich wirksamer, man kann beim Maga auch unterhalb des Hakens kaum wirksam den Griff fassen, wenn der Haken forward vor der Hand liegen soll, wie es beim LLC möglich ist.






    Das Umfassen des „Hakens“ ist auch keine echte Lösung für den Forward-Einsatz des geschlossenen „Maga“, das faßt sich einfach nicht definiert und belastbar genug so…



    Reverse läßt sich das Maga aber relativ gut als Kubotan führen und schwingt dann bedarfsweise entweder auf oder kann "am Mann" aufgezogen werden...Auch hier ist das längere LLC aber eindeutig im Vorteil






    Der Griff füllt die Hand zwar gut, das hätte man aber auch flacher durch einen längeren und oder etwas höheren Griff ebenso hinbekommen. Und den hätte man deutlich flacher bauen können als jetzt beim Maga, das im Vergleich zu flachen Framelocks wie dem Otanashi Noh Ken eigentlich unnötig aufträgt.





    Insgesamt ist das „Maga“ in der derzeitigen Größe für mich also eher ein Ultima-Ratio-Tool als eines für einen abgestuften Einsatz auch mit nonletalen Schlag- oder Drucktechniken, wie sie z.B. sehr gut mit Messern wie dem LLC, dem Extrema Ratio Nemesis oder dem CRKT Otanashi Noh Ken möglich sind….Aber als Ultima-Ratio-Tool ist es ein sehr ernsthaftes und wirksames Messer…
    Der Stahlclip (nur Tipup, seitenwahlfrei) hat eine sinnvolle Spannung, baut jedoch ebenfalls ein wenig hoch.


    Im Griff befinden sich Indexkuhlen, über einer davon liegt der Clip, der zwar entsprechend gemuldet ist, mich persönlich jedoch beim Indexing stören würde.


    Ansonsten stimmen beim Griff und der Klinge alle Winkel, Spitze(n) und Schneide sind immer genau da, wo sie im besten Fall sein können. Senkt man die Spitze, bis die Vorderschneide einigermaßen waagrecht liegt, liegt sie noch weiter unterhalb der Außenlinie der Finger als beim Bastinelli RED.




    Ein sehr spezielles und sehr interessantes Messer zumindest für uns zart Gebauten – mit Steigerungspotenzial:


    Mein Traum-Maga wäre ca. 15 Prozent größer, Framelock mit gegenüberliegender G10-Platine, insgesamt also deutlich flacher bauend und auf jeden Fall hinter dem „Haken“ am Griff mit vier Fingern zu umschließen. Dann dürfte die Klinge auch gern in 3/16 Zoll ausgelegt sein (was für Buchs irgendsowas knapp unter nem halben Zentimeter wäre :) ).

    Der Griff ist ergonomisch sehr gut geformt - allerdings ist er erstaunlich klein.




    Das Messer liegt in meiner Hand (Handschuhgröße nur 8!) wie dafür gemacht, für Stefan oder Jörn würde es da aber wirklich eng....Die Handlage forward und reverse ist für mich ausgezeichnet beim geöffneten Messer.






    Das Messer selbst ist der Entwurf eines Kampfkünstlers, Boris Manasherov, mit der gleichen Erblast geschlagen wie alle anderen innovativen Designer in diesem Bereich auch: Messer werden in diesem Bereich seit vielen Jahrhunderten eingesetzt, und das ist ein Bereich, in dem man sich schon immer größte Mühe hinsichtlich Funktionalität gegeben hat. Wenn der Arsch des Trägers davon abhängt, entwickelt man halt nicht erst seit gestern Ehrgeiz.


    So kann man kaum erwarten, daß Meister Boris für sein (Krav) Maga-Messer auf einmal selbiges von Grund auf neu erfunden hat - aber er hat sozusagen beste Zutaten zu einem neuen "Messer-Gericht" kombiniert, das in der Summe überzeugt:




    (Hier einmal mit den augenfälligsten „Seelenverwandten“, dem Cherusker / Frank LLC und einem Blade Systems Raptor)


    Bei der Klinge ein wenig Kershaw/Onion Offset, ein wenig Fox/Rostohar Specwog Warrior und ein wenig Blade Systems Raptor, immer mit derselben Grundidee, die auch vorher schon mehrfach parallel gedacht wurde und so wirklich nicht den Eindruck macht, geklaut zu sein - nur folgerichtig.






    Das Ausziehen eines Recurve zu einer "Unterspitze" und das Ausbilden einer penetrationsstarken Primärspitze (ob nun Modern Tanto, Gladius oder Spearpoint) führt zu einer Kombination von Eigenschaften penetrationsstarker Messer im Stich mit Eigenschaften von Hawkbill- und Karambitklingen im Schnitt / Hieb.






    (Hier einmal ein Bildbeispiel mit einem besonders penetrationsstarken Messer, dem CRKT Otanashi Noh Ken, und einem Karambit mit Hawkbill-Klinge, dem S&W Karambit. Letzteres übrigens ein „Billigmesser“ mit jedoch erstaunlich guter Ergonomie und nach ein wenig Feineinstellung mit ausgezeichnetem Klingengang, der sehr gut auch ein Tipup-Aufschwingen der Klinge in Reversehaltung ermöglicht…)



    Der Klingenrücken ist konkav und endet hinten in einer hakenförmigen Rampe, die gleich zwei Zwecke erfüllt: Ein Haken für das Trapping wie beim MOD Dieter ATAC Stinger, der jedoch nicht so angespitzt ist, gut in der Tasche getragen werden kann und dort wie ein Emerson Wave funktioniert. Der Trapping-Haken ragt heraus wie für Gunting, gemeinsam mit der Form des Griffs merkt man da doch auch Anleihen an Bram Frank und das Cherusker LLC.



    Unten an der Klinge ist ein Carson-Flipper angebracht, der in geschlossenem Zustand weit genug oben aus dem Rahmen herausschaut, um auch in dickeren Einsatzhandschuhen nicht zu "versinken" und dank Hebelwirkung für ordentlich Schwung sorgt.


    Der treibt die Klinge dank IKBS (noch so eine Anleihe, die Sinn und Spaß macht ) aus dem Griff wie Outburst & Co., dabei aber ohne jede Antichance von Federn, Rasten usw.


    Öffnungshilfe Nr. 3 ist eine geriffelte Vertiefung in der Klingenflanke, die wie ein Spyderhole funktioniert, und zwar ebenfalls wie "gefluppt" dank IKBS. Der Detent Ball ist dabei gut eingestellt und weder verwaschen im Klingengang noch so knackig, daß man erst mal stark ziehen müßte.


    Den Liner finde ich allerdings typisch italienisch, also sehr schlank und elegant und eigentlich abenteuerlich dünn. Ein Folder zum Bau von Holzforts käme mir so nicht ins Haus - für diesen Anwendungsbereich geht es an, die Finger werden zusätzlich durch den Flipper vor einem Zurückklappen der Klinge geschützt.



    Dank unermüdlicher Anstrengung von Bastian "Xpedition" traf kürzlich bei mir ein:





    Viper Maga V 5912 SFC
    (Carbonschalen, Stonewash-Klinge mit Teilzahnung im hinteren Bogen


    http://www.viper.it/it/tattica/maga.html


    http://www.coltelleriacollini.…r-v5910fc-knife-6484.html



    Klingenlänge mm: 95
    Klingenstärke mm: 3,5
    Klingenmaterial: Böhler N690
    Grifflänge mm: 124
    Griffstärke netto mm: 15
    Griffmaterial: G10 (Varianten mit anderen Griffmaterialien sind verfügbar)
    Gewicht g: 156
    Clip, rostfreier Stahl


    Danke, Bastian, für die Beharrlichkeit und übrigens auch den sehr fairen Kurs!


    Ersteindruck: Sehr sauber gearbeitet, alle Kanten gerundet, alles paßt sehr gut, läuft bestens. Der Eindruck, den bereits das Bastinelli RED aus gleicher Fertigung erzeugt hat, bestätigt sich deutlich: Viper baut Messer mit erheblicher Qualitätsanmutung zu sehr erschwinglichen Preisen. So eine Kantenbearbeitung findet man ansonsten bei Reeve oder Spartan - und die lassen sich das anders bezahlen....


    Das Messer kommt höllenschaarf aus der Schachtel, rasiert mühelos und bietet mit der „Unterspitze“ am Ende der vorderen Schneide einen extrem leistungsfähigen Ansatzpunkt sowohl für flachen Oberflächenschnitt als auch für einen wuchtigeren Hieb…Die Klinge läuft vom ersten Aufflippen an seidenweich, ein „Einspielen“ wie bei einigen anderen Messern im Bestand oder wie bei IKBS-gelagerten Klingen häufiger zu lesen ist hier gar kein Thema.

    Gestern angekommen: 2 handliche und in ihrer Ganzmetallbauweise fast schon ein wenig nostalgische Cuttermesser von OLFA.


    Besonders das größere der beiden Messer gefällt mir sehr gut, die längere und stabile Klinge macht sich nicht nur bei flachen Oberflächenschnitten gut, sondern taugt auch zu kleineren sonstigen Alltags-Schneidarbeiten.



    Es gibt eine speziellen Thread dazu:


    Scharfe Grüße aus Japan – oder die vielleicht stilvollsten Box Cutter, die es für kleines Geld gibt: Olfa Kiridashi Craft Knives CK-1 & CK-2


    Für das größere der beiden Messer gibt es von mir jedenfalls eine klare Empfehlung! :thumbup:

    Die Cutter sind auch bei mir angekommen - und gefallen mir ebenso wie ihre schlanke 9mm-Schwester, die ja schon länger bei mir mitfährt.


    Vor allem der etwas größere CK-2-Cutter hat es mir angetan, durch die längere, auch recht stabile Klinge ist das wirklich ein sehr vielseitiges Messer, nicht nur für flache Oberflächenschnitte geeignet.


    Übrigens hab ich die Feststellschraube auf die andere Seite umgesetzt, so läßt sich das Messer von Rechtshändern noch einfacher bedienen.


    Na ja, ich hab ja kleine Wurstfinger :) Wenn die Handschuhgröße eher eine Sache der LÄNGE der Hand und der Finger ist, wird es wohl gehen.....


    Vergessen gerade: Das Messer ist höllenscharf :schdr:


    Und ganz ehrlich: Wenn ich mir anschaue, was Viper da im Preisbereich von ca. anderthalb "Scheinen" abliefert, Carbonschalen, Kantenrundung, IKBS, allgemeiner Verarbeitungssstandard, dann frag ich mich wieder einmal, WAS man da bei der einen oder anderen angeblich so noblen US-Marke dann genau bezahlt, wenn man für solche Messer zwischen einem und zwei Hundertern mehr auf den Tisch legt....

    Dank unermüdlicher Anstrengung von Bastian "Xpedition" ein


    Viper Maga V 5912 SFC
    (Carbonschalen, Stonewash-Klinge mit Teilzahnung im hinteren Bogen


    http://www.viper.it/it/tattica/maga.html


    http://www.dolcimascolo.com/sh…bra-carbonio-v5912sfc.jpg


    http://www.dolcimascolo.com/sh…bra-carbonio-v5912sfc.jpg


    Danke, Bastian, für die Beharrlichkeit und übrigens auch den sehr fairen Kurs!


    Ersteindruck: Sehr sauber gearbeitet, alle Kanten gerundet, alles paßt sehr gut, läuft bestens. Der Eindruck, den bereits das Bastinelli RED aus gleicher Fertigung erzeugt hat, bestätigt sich deutlich: Viper baut Messer mit erheblicher Qualitätsanmutung zu sehr erschwinglichen Preisen. So eine Kantenbearbeitung findet man ansonsten bei Reeve oder Spartan - und die lassen sich das anders bezahlen....


    Das Messer selbst ist der Entwurf eines Kampfkünstlers, Boris Manasherov, mit der gleichen Erblast geschlagen wie alle anderen innovativen Designer in diesem Bereich auch: Messer werden in diesem Bereich seit vielen Jahrhunderten eingesetzt, und das ist ein Bereich, in dem man sich schon immer größte Mühe hinsichtlich Funktionalität gegeben hat. Wenn der Arsch des Trägers davon abhängt, entwickelt man halt nicht erst seit gestern Ehrgeiz.


    So kann man kaum erwarten, daß Meister Boris für sein (Krav) Maga-Messer auf einmal selbiges von Grund auf neu erfunden hat - aber er hat sozusagen beste Zutaten zu einem neuen "Messer-Gericht" kombiniert, das in der Summe überzeugt:


    Bei der Klinge ein wenig Kershaw/Onion Offset, ein wenig Fox/Rostohar Specwog Warrior und ein wenig Blade Systems Raptor, immer mit derselben Grundidee, die auch vorher schon mehrfach parallel gedacht wurde und so wirklich nicht den Eindruck macht, geklaut zu sein - nur folgerichtig: Das Ausziehen eines Recurve zu einer "Unterspitze" und das Ausbilden einer penetrationsstarken Primärspitze (ob nun Modern Tanto, Gladius oder Spearpoint) führt zu einer Kombination von Eigenschaften penetrationsstarker Messer im Stich mit Eigenschaften von Hawkbill- und Karambitklingen im Schnitt / Hieb.


    Der Klingenrücken ist konkav und endet hinten in einer hakenförmigen Rampe, die gleich zwei Zwecke erfüllt: Ein Haken für das Trapping wie beim MOD Dieter ATAC Stinger, der jedoch nicht so angespitzt ist, gut in der Tasche getragen werden kann und dort wie ein Emerson Wave funktioniert. Der Trapping-Haken ragt heraus wie für Gunting, gemeinsam mit der Form des Griffs merkt man da doch auch Anleihen an Bram Frank und das Cherusker LLC.


    Unten an der Klinge ist ein Carson-Flipper angebracht, der in geschlossenem Zustand weit genug oben aus dem Rahmen herausschaut, um auch in dickeren Einsatzhandschuhen nicht zu "versinken" und dank Hebelwirkung für ordentlich Schwung sorgt.


    Der treibt die Klinge dank IKBS (noch so eine Anleihe, die Sinn und Spaß macht :) ) aus dem Griff wie Outburst & Co., dabei aber ohne jede Antichance von Federn, Rasten usw.


    Öffnungshilfe Nr. 3 ist eine geriffelte Vertiefung in der Klingenflanke, die wie ein Spyderhole funktioniert, und zwar ebenfalls wie "gefluppt" dank IKBS. Der Detent Ball ist dabei gut eingestellt und weder verwaschen im Klingengang noch so knackig, daß man erst mal stark ziehen müßte.


    Den Liner finde ich allerdings typisch italienisch, also sehr schlank und elegant und eigentlich abenteuerlich dünn. Ein Folder zum Bau von Holzforts käme mir so nicht ins Haus - für diesen Anwendungsbereich geht es an, die Finger werden zusätzlich durch den Flipper vor einem Zurückklappen der Klinge geschützt.


    Der Griff ist ergonomisch sehr gut geformt - allerdings ist er erstaunlich klein. Das Messer liegt in meiner Hand (Handschuhgröße nur 8!) wie dafür gemacht, für Stefan oder Jörn würde es da aber wirklich eng....Die Handlage forward und reverse ist für mich ausgezeichnet beim geöffneten Messer, beim geschlossenen Messer ragt allerdings schon aus meiner Kinderhand wenig heraus - das Cherusker LLC als großer Cousin faßt sich geschlossen deutlich wirksamer, man kann beim Maga auch unterhalb des Hakens kaum wirksam den Griff fassen, wenn der Haken forward vor der Hand liegen soll, wie es beim LLC möglich ist. Reverse läßt sich das Maga aber relativ gut als Kubotan führen und schwingt dann bedarfsweise entweder auf oder kann "am Mann" aufgezogen werden...


    Ansonsten stimmen beim Griff und der Klinge alle Winkel, Spitze(n) und Schneide sind immer genau da, wo sie im besten Fall sein können. Senkt man die Spitze, bis die Vorderschneide einigermaßen waagrecht liegt, liegt sie etwa soweit unterhalb der Außenlinie der Finger wie beim Bastinelli RED.


    Ein sehr spezielles und sehr interessantes Messer zumindest für uns zart Gebauten :)


    Bilder und evtl. detailliertere Vorstellung folgen...

    Von der Qualität, die die Firma neben der Materialwahl irgendwann einmal bekannt gemacht hat, muß man wohl mittlerweile ein paar Abstriche machen:


    Mission MPU in A2-Stahl


    Habe vor ein paar Monaten dann auch mal nach einem A2-Vierzöller gefragt, also einem Modell MBK in A2, das war nicht mal mehr eine Antwort wert.


    Wicklung ein wenig verzurrt, ordentlich schärfen lassen, vernünftige Scheide fertigen lassen - sehr schönes Messer, eins meiner Neck-Lieblinge. Aber der Lieferzustand ab Werk war doch sehr enttäuschend....

    Das gelassene Video gefällt mir :)


    Ist doch interessant, sich einfach auch mal "nur" ne Empfehlung anzuschauen, wenn sie von jemandem mit entsprechender Anwendungserfahrung und Vergleichsmöglichkeiten stammt.


    Das Messer ist mir bereits mit der Aufnahme ins Böker-Sortiment ebenfalls positiv aufgefallen.
    Größe und Kontur erinnern mich an das Otanashi, das ja bekannterweise aktuell einer meiner Folder-Lieblinge ist. Flacher schmaler Framelock-Folder mit großer, aber schlanker Klinge....


    Sehr attraktives Messer, finde ich.

    Warum soll ein großer Folder nicht sinnhaftig sein? Gebrauchsmesser sind ja nicht durch die Bank nur kleine Zachel in Pittermesser-Größe :)


    Obwohl nur etwa anderthalb cm länger als ein Police 3, sieht das Tatanka wirklich mal richtig "ausgewachsen" aus, mir gefällt das. Glücklicherweise kein FRN, ein Lock, das an den sehr zuverlässigen Tri-Ad von CS erinnert....und das in Kombi mit einem ordentlichen Klingenstahl mit besserer Schnitthaltigkeit als das AUS-8 von CS, dessen Domäne bis auf wenige Serien-Ausnahmen ja bisher die Folder über 5 Zoll Klingenlänge meistens waren.


    Sind die Hosentaschen tief genug (wie eben bei meinen Cargobuxen im Unterschied zu vielen Jeans mit geringer Taschentiefe), ist die reine Messerlänge übrigens für den Tragekomfort nicht so sehr das Problem, wenn das Messer entsprechend flach baut. Scheint beim Tatanka also so zu sein, das ZT hat ja deutlich mehr Volumen. Mein Hold Out 1 mit immerhin 6 Zoll Klingenlänge trägt sich wegen der sehr flachen Bauweise auch erstaunlich bequem.

    Allemal ein guter Einstieg! :thumbup:


    Informative Daten, bei denen ich nur eine Gewichtsangabe noch vermißt habe.


    Scheide: Ja, das gewohnte Boltaron-Ärgernis eben. Ganz schlimm bei vielen Street Beats, schon ein wenig erträglicher beim Pygmy Warrior - aber immer noch nicht einzusehen, warum Messer in der Preisgruppe der Spydies so etwas "nötig" haben :)


    Objektivität / subjektive Eindrücke / Bewertungen: Bis auf Datenangaben sind zwangsläufig alle Einschätzungen, Bewertungen usw. auch eine Sache persönlicher Vorlieben, des eigenen Stils, der individuellen Erfahrungen usw. Du hast hier wirklich transparent gemacht, wie sich Deine Wertungen begründen, also mach Dir keine Sorgen über Subjektivität.

    Sinn unserer Runde hier ist ja gerade der Austausch, meinetwegen ein Anbieten von Informationen und Meinungen. Insofern finde ich nicht abwegig, uns an dieser Suche auch durch diesen Suchthread teilhaben zu lassen und das nicht alles heimlich für sich allein abzuwickeln.


    Man muß ja "ferrets" Auffassungen überhaupt nicht teilen, um die Reaktion (oder Nichtreaktion) von öffentlich dazu Angesprochenen interessant zu finden. Dabei wäre ja auch eine offene begründete Absage nicht uninteressant gewesen, und "ferret" hätte die sicher hier auch nicht entfernt.


    Mir ist bei der ganzen Sache wurscht, ob Messer "eigentlich" für die Zwecke gemacht und geeignet sind, für die "ferret" sie verwenden will. Mehr als die Hälfte meiner Messer sind so dimensioniert, daß sie sich eben auch für Dinge eignen, die man mit einem Messer "eigentlich" nicht machen sollte. Es gibt sozusagen eine ganze Gattung von Messern, die ja gerade davon lebt, auch für Dinge verwendbar zu sein, für die ein Messer normalerweise nicht das Tool erster Wahl wäre.


    Zudem gibt es haufenweise Beispiele klassischer Einsatztoolgestaltung, in denen es gerade der Wunsch nach extremer Messer-Mißbrauchsfähigkeit war, der zur konkreten Gestaltung geführt hat. Man denke an das berühmte Tac-Tool von Becker, an Wilsons Cop-Tool oder an das sehr praktische Tanto von Jens Kubesch in meinem Bestand, das ich immer dann in die Mannausstattung nehme, wenn es absehbar bei einer Durchsuchung etwas besonders Widerstandsfähiges zu öffnen gilt. Die ABW-Tools gehen ja in eine ähnliche Richtung und zeigen ebenfalls ihre andere Messer übersteigenden Qualitäten gerade außerhalb "normaler", "vernünftiger" Messeranwendung.


    Und die ganze Sache hat ja auch noch eine vielen hier bekannte Vorgeschichte....Wir alle kennen wohl genug Beispiele von gelinde gesagt vollmundiger US-Werbung von Machern, die "unzerstörbare" Einsatzmesser versprechen, die ihren eliteninjasealgleichen Träger selbstverständlich auch nicht verlassen würden, wenn er damit Bin Laden eigenhändig tunnelkratzend erst einmal aus Tora Bora hätte herauspopeln müssen.....


    Anspruch und Wirklichkeit....sprücheweise irgendwo Bunkerbuster, nur gibt es nirgends auch dort positives Feedback, wenn es dann ganz schnöde nur darum geht, daß da einer (was notwendig, clever oder blöd oder wenig geeignet sein darf und sein kann...) irgendwelche Baufugen damit freipopeln will.


    Und es geht ja hier nicht darum, daß man dafür sinnigerweise lieber ein ABW oder einen Meißel oder einen billigen Schraubendreher nehmen könnte oder sogar sollte - ich finde trotzdem interessant, wenn dann letztlich doch keiner so etwas bauen möchte, nur weil es sich ersichtlich "vor der Zeit" verbrauchen wird.


    "ferret" kriegt jetzt hier wieder Feuer - dabei wäre es für mich viel spannender gewesen, irgendsoein hochgepriesenes "undestructable always reliable tool" mal nicht in einer einzigen sinnlosen Aktion solange überlastet zu sehen, bis man es dann doch endlich abgebrochen hat (....was man ja komischerweise in der Szene offenbar viel eher tun darf, insofern sollte "ferret" vielleicht einfach mal so ne alberne Eishockeymaske aufsetzen und einen sinnfreien "Destruction Test" ankündigen, statt so entlarvend ehrlich zu sein zuzugeben, daß er über einige Zeit eine Reihe zweifelhafter Sachen in der Bandbreite der bei ihm auch praktisch vorkommenden Praxisanwendungen durchführen will...). Er wär hier damit viel besser "angekommen"


    Was mir großen Spaß macht, um mal eine lockerere Formulierung dafür zu wählen, daß mir etwas Sympathie und Respekt abnötigt), ist die coole Reaktion von "torben" :thumbup: Der hat ja nun wirkliche Schätze in seinem Bestand - und zeigt für "ferrets" vielleicht nicht im engeren Sinne messergeeignetes, aber in seinem Alltag realistich vorkommenden Anforderungsprofil und der Tatsache, daß sich das Messer absehbar recht schnell daran verbrauchen wird, mehr Verständnis als die meisten von uns hier. Das gefällt mir!