Beiträge von Micha M.

    Heute kam Trollpost:



    5 Portionsfläschchen Aquavit mit verschiedenen Aromen.....und ein Mora-Dachpappenmesser mit noch länger ausgezogener Spitze als bei dem bei mir schon vorhandenen Modell. Jaaaaa, es waaaren mal 5 Fläschchen.....und neben dem Handwerker-Mora ohne waffenrechtliche Indizierung sehen Crossbill und selbst Matriarch recht bieder aus :)


    Herzlichen Dank, Troll - das war vorgezogene Bescherung :rentier:

    Ein Freund hat mir gestern ein Bild eines Fixed gezeigt und mich gefragt, ob ich Modellnamen oder Hersteller kenne.
    Ich hab das Messer schon auf US-Händlerseiten gesehen, komme aber einfach nicht mehr drauf, wer das Modell herstellt...
    Leider habe ich keine Bilderrechte - aber vielleicht reicht eine Beschreibung, denn das Messer ist durch seine Biegung eigentlich ziemlich "eigenständig":


    Full-Tang Modell, Griff ist nach hinten/unten linear abgeschrägt. Schwarze aufgesetzte Griffschalen mit 2 hellen Schrauben/Nieten, Erl bildet einen sichtbaren Rand unter den kleineren Schalen.
    Sehr tiefe Zeigefingermulde, Klinge wie Reverse-Tanto oder Wharncliffe (Spitze fällt nach vorn/unten diagonal linear ab), etwa so lang wie das Messer.
    Griff und Klinge sind leicht zu den Enden aufwärts gebogen, als hätte man das Messer an den Enden genommen und in der Zeigefingermulde zum Klingenrücken/Griffrücken hin gebogen....
    Das Ganze sieht von der Kontur her so aus, als sei die Klinge vom Griff "gespiegelt", die Spiegelachse verläuft durch die tiefe Zeigefingermulde.


    Kann uns jemand vielleicht erleuchten? :)

    Joachim, das ist keine Gotteslästerung, sondern liegt auf der Hand :)


    Ich hab ja von beiden Messer - und die Kydexe von Andreas sind eindeutig besser.
    Die wurden mittlerweile bei meinem Maiken auch von alten Kydex-Hasen schon ausdrücklich gelobt :)

    Es ist schon ein wenig peinlich, wenn man in der Vorstellung so richtig einen auf "dicke Hose" - und sei es die aus Nomex - macht und daherkommt wie ne Mischung aus "Ein Ruhrpottler sieht rot", SEK und Elite-Bodyguard - und dann nicht mal die Begriffe des Handwerkszeugs drauf hat, über die man als "Tactical Medic" so angeblich fachkundig spricht.....das Dingen heißt "Tourniquet"


    Die bisherigen Beiträge sind gespickt mit Begriffen aus dem professionellen Einsatzbereich, andererseits wird der Privatcharakter Deines Backgrounds betont und ein Nichtvorliegen von Gewinnstreben - was nix anderes heißt als "ne ordentliche Etablierung als Freiberufler hab ich auch nicht".


    Das hier vorgestellte Messer ist übrigens das SEK II, das ist einschneidig.Und als kleiner Hinweis: Das doppelschneidige ist eine HuS-Waffe und unterliegt den Tragebeschränkungen des § 42a WaffG. Das eigenhändige "Aufspüren und Eliminieren" eines Rechtsbrechers ist derzeit kein anerkannter Tragegrund für Zivilisten, nur mal so nachrichtlich....

    Heute angekommen:


    Gerber Ghostrike....mal in einem Ausdruck zusammengefaßt: Low-Budget-Enyo :)



    Ähnliche Konzeption, erfreulicherweise zumindest am Griff ein wenig größer und am Übergang zur Schneide auch deutlich sicherer - aber, dem Preis geschuldet, mit deutlich geringerer Qualitätsanmutung: weniger wertiger Stahl, dünnere Klinge, keine Kantenrundung à la Reeve / Spartan, Kunststoff der Scheide ein wenig billig anmutend. Jedoch auch diverse Befestigungsmöglichkeiten, gute Handlage,



    sicherer Halt in der Scheide. Die Sache mit der Gummibeschichtung des Rahmengriffs macht sich auch recht gut. Interessanter kleiner Allrounder, weitab von einem primären SV-Messer, eher Allrounder als Alternative zum Izula oder Eskabar für im Direktimport rund 40 Ocken....





    Und dann ne "alte Hippe"....nee, aber ein bewährtes Hawkbill: Byrd Crossbill mit glatter Schneide



    Deutlich stabiler als ein Matriarch - und trotz eines nur etwa ein Drittel des Matriarch-Preises betragenden Direktimport-Kurses deutlich wertiger aussehend und in der Hand wirkend als die doch recht fragile Spydie-Klingenspitze und der mich persönlich immer unangenehm an Kaugummi-Automaten erinnernden Waffelplastikgriff. Hier mal in einer Hippen-Runde (oder einer hippen Runde....).
    Auch in der Hand macht es sich gut, solange es nur in der Hand liegt und nicht steckt :)






    Und noch was Nostalgisches :) Nachdem ein feiner Kumpel mir so etwas zum Üben und Vorführen schon einmal besorgt hat, habe ich Gefallen daran gefunden: Buck 119 Special, eben ein Klassiker....Hier mal zwischen einem SOG Recon Bowie und einem BJ 1-7 Commando Handle (eben einem Randall 1-7-Klon...)



    Ich mag das Special und das ne Nummer größere General mit ihrer nostalgischen Form und dem gutmütigen 420HC, den man richtig gut scharf bekommt....

    Selbst wenn ich "nur" dazu unterrichten würde, hättest Du Unrecht :)


    Aber es geht hier ja um persönliche, individuelle "No-Gos", und so ist das hier - neben dem Charakter als öffentliche Netz-Plauderei - ja auch inhaltlich nicht der Ort, um das zu vertiefen.


    Jedem eben nach seinem Geschmack :)

    Heut ist wohl mein Harmonietag, Chris.
    Zustimmung in allen Punkten :)


    Übrigens habe ich durch nichts anderes soviel über Messer als Gebrauchsgegenstand und über das Wechselspiel zwischen bestimmten Detailgestaltungen und ihren technischen und ergonomischen Auswirkungen lernen können wie durch meine intensive Befassung mit Messern als HuS-Waffe.

    Profi-Gutmensch, da malen wir doch mal beide ein dickes Kreuz auf den Kalender für einen Tag völliger Harmonie in der Sache ;)


    Bis auf irgendwelchen ersichtlichen "Schrott" fällt mir ebenfalls kaum noch ein kategorisches No-Go ein.
    Früher war ich absolut auf Tactical-Hardcore eingeschworen, Ledergriffe wären mir da schon nicht "ins Haus" gekommen, von Horn oder Knochen mal ganz zu schweigen....Heute genieße ich wunderschöne Old-School-Modelle, z.B. von Al Mar und SOG, insbesondere habe ich aber durch "Juchtens" Messer den Zauber von Old-School-Gestaltung nicht nur objektiv schätzen, sondern auch subjektiv lieben gelernt. Meinetwegen bewertet den zunehmenden Reiz nostalgischer Modelle gern als Vergreisungs-Beweis :)


    Sheepfoot und Wharncliffe habe ich früher nicht geschätzt, besitze aber heute auch Messer mit dieser Klingenform und weiß ihre Feinschneideigenschaften bis in die Spitze durchaus zu schätzen.


    Insbesondere stilistisch hat sich mein Messergeschmack mit den Jahren wirklich verändert.
    ZU schöne, mit Dekor überladene Messer sind für mich aber zumindest derzeit noch ein No-Go, ebenso Messer mit für mich unpassenden Farbgebungen (Zombiegrün oder "Mülllmann" z.B.) ebenso wie ZU modisch-poppige Gestaltungen. Wird ein Serienmesser mit einer unpraktischen Scheide angeboten und die Beistellung einer Custom-Scheide würde das "Gesamtpaket" unangemessen teuer machen, war das für mich auch schon häufiger ein Kaufausschlußgrund. Ersichtlich ZUVIEL für den Hype um bestimmte Markennamen draufzuzahlen, schließt für mich auch regelmäßig den Kauf aus, ein gewisses "Handgeld" für die innovative Gesamtleistung eines Labels zahl ich dann aber im Einzelfall auch mal drauf.


    Ansonsten muß das Messer mich konzeptionell interessieren, und - lacht ruhig! :) - es muß in der Hand "zu mir sprechen". Gedankliches Nachvollziehen ist wichtig - aber vor allem muß sich ein Messer in der eigenen Hand "richtig" anfühlen, es muß individuell "Sinn machen", das muß kein maximaler mechanischer Allround-Alltagsnutzen sein. Überzeugt es mich konzeptionell nicht, kommt es nicht, "spricht" es dann nicht zu mir, bleibt es nicht - egal, ob Old School oder ultramodernes Tactical.
    Was geblieben ist, hat Bandbreiten zwischen hochwertigen Customs bis zu "Chinakrachern" (ja, auch mal einem Fake, wenn es ordentlich gemacht ist....), von Feilenstahl oder Ex-Lkw-Federn bis zu PM-Klingen, von DLC-Beschichtung und G10-Schalen bis zu polierter Klinge und Horngriff.

    xnkrtsx: Magst Du mitteilen, wo man aktuell ein Persian bekommt?


    Merc: Höhö, als ich Deinen Post sah, wollte ich sofort nach einem Review jammern :)
    Interessantes Messer, freue mich, daß Du das auch gleich vorgestellt hast! :thumbup:


    Hawk666: Hm, das imponiert mir allerdings auch. Ist wirklich auch ein schönes und sicher langlebiges Geschenk.


    DWH: Zumindest die "nostalgischen" Al Mars würde ich auch nicht wieder abgeben. Zu den modernen mit jederzeitiger Wiederbeschaffungsmöglichkeit kommt nicht die gleiche Herzensbindung auf, aber dieses Fixed oder den großen alten Folder mag man wirklich nicht mehr hergeben....

    Ein sehr spannendes Projekt - und ausgezeichnet umgesetzt! :thumbup:


    Schon den Umbau der serienmäßigen Dicok-Klinge durfte ich ja ein wenig verfolgen, dabei hat mir viel Freude gemacht, mit welcher analythischen Sorgfalt alle Gestaltungsdetails auf den Prüfstand gestellt und nach Deinen Erfahrungen und Vorstellung weiter optimiert wurden.


    Gerade bei Deinen Tauchermessern kumuliert ja sozusagen Dein spezifischer Perfektionismus: sowohl als Handwerker als auch als Taucher strebst Du da die für Dich bestmögliche Gestaltung mit viel Einsatz und Geduld an, das nötigt allemal Respekt ab!


    Die Gladius-Spitze erscheint mir als gelungener Kompromiss zwischene einer Beitelspitze, mit der man z.B. Muscheln abmeißeln kann, und einer penetrationstauglichen Spitze für andere Anwendungen.


    Was Du "Nachbau" der Klinge nennst, optimiert ja erstens hinsichtlich des Materials die Eigenschaften des Messers weiter, zweitens zeigen Details weitere Verbesserungen wie z.B. eine weitere Verbreiterung und Stabilisierung der Gladius-Spitze, die Du ja bei der Original-Klinge aus dem Grundentwurf herausschleifen mußtest.


    Rat und Bitte: Leite bitte Bilder Deiner Modifikation an Extrema Ratio weiter. Ich weiß, daß Maurizio und Mauro immer auf der Suche nach Optimierung ihrer Modelle sind. Hier werden Detaillösungen angeboten, die mindestens bedenkenswert sind, zumindest nach meiner Einschätzung aber Wirksamkeit und Anwendungsbereich dieses Tauchermessers aber auch optimieren.


    Klasse Arbeit, Chapeau!

    Hier mit dem Namen "Judge" ausgerechnet ein Messer mit ausgeprägtem Hohlschliff vorzufinden, gibt natürlich einen veritablen TF-Insiderscherz ab :)


    Unser "Judge" hier hat ja eine beinahe sprichwörtliche Abneigung gegen Hohlschliff....
    Vermutlich windet er sich gerade in Krämpfen, riskiert Serien-Rippenbrüche bei einer Dreifinger-Herzmassage durch Viga und kann nur durch Einträufeln hochgeistiger Medizin durch das "Sumpfmonster" (....trink das, min Jong...) vor dem Verenden gerettet werden.....(Petrus und Luzifer unisono zu ihrem jeweiligen Vorgesetzten: "Noch nicht, Cheffe, der meckert hier nur rum...").


    Das Problem mit dem 440A sehe ich ebenfalls weniger im Material als der WB. Trotzdem würde ich ein Messer mit durchaus attraktivem Design in 440C begrüßen und glaube auch nicht, daß der Preisunterschied hinsichtlich des Materials das Modell unattraktiver machen würde, wenn das Messer andererseits dadurch an Gebrauchswert und Belastbarkeit gewinnt.

    Rolf, ich hab ja das gleiche Modell und verstehe Deine Freude! :thumbup:


    Meph:Und Du schämst Dich gar nicht? :) Nee, ich auch nicht. Ich hab auch ein paar der praktischen preisgünstigen Helfer. Das tut meiner Liebe zu höherpreisigen und auch mal maximalrobusten Eisenwaren keinen Abbruch. Und wenn es nicht gerade um das "Fällen" von Straßenschildern geht, sondern um die vielen kleinen alltäglichen Schneidarbeiten, machen diese Messer "ihr Ding" - bezeichnenderweise sind das so ziemlich die einzigen Messer aus meinem Bestand, die auch Jasmin gern benutzt :)