Beiträge von Micha M.

    Vielen Dank für Eure fachkundige und anwendungserfahrene Beratung im Herbst! Habe ja bei der anstehenden Fahrzeug-Beschaffung Euren Rat gesucht.


    Es ist ein Mazda CX 5 geworden, der uns heute mit den ganzen neumodischen Abkürzungen diverser Hilfssysteme und einem Wust an Programmiermöglichkeiten für allen denkbaren Schnickschnack erst mal einigermaßen erschlagen hat, sich aber ansonsten prima und vor allem saubequem fährt :)

    Ich fände es vorteilhaft, das Messer in einer möglichst ähnlichen Position zu tragen wie ohne Hüftgurt. Dem Threadstarter, der AUSDRÜCKLICH ein bestimmtes Modell tragen will und das NICHT am Tragegestell, ist auch nicht wirklich mit gutgemeinten und bei anderen Anwendern vielleicht durchaus bewährten Befestigungen am Rucksack- oder Schlitten-Gurtzeug geholfen, ebenfalls nicht mit dem Folder-Vorschlag...


    Meine Idee wäre eine Kydex mit einer "Verlängerung", wie hier auch schon vorgeschlagen. Und diese Verlängerung könnte man so bauen, daß man das Messer daran beim Ziehen nicht hochzieht. Das ginge entweder mit einer flexiblen Verlängerung plus Beinriemen oder einer flexiblen Verlängerung mit aufgenähten starren Stabilisatoren oder mit einem Verlängerungsstück aus Kydex.
    Außerdem kann man das Schlackern weitgehend vermeiden, wenn man das Verlängerungsstück ("Dangler") breit genug und aus hinreichend stabilem Material anlegt, dann verwindet es sich bei normalem Tragen nicht mehr sehr viel. Wir reden hier ja nur um ein Tiefersetzen um den Bereich, daß das Messer dem Hüftgurt nicht mehr im Weg ist.


    Eine Alternative wäre ein Verlängerungsstück aus Kydex. So etwas könnte man sogar drehbar so bauen, daß es wahlweise hinter die Scheide gedreht werden könnte, die dann auch - ohne Rucksack oder Schlitten - normal hoch getragen werden könnte.


    Nachtrag: Falls der Threadstarter einen geraden Taschensaum unterhalb des Hüftgurts hat, läßt sich dort ganz einfach ein BHB-Paddle einhängen. Das Messer säße dann unterhalb des Hüftgurtes, das Paddle könnte ohne Gurt einfach von der Jacke gelöst und in den Hosenbund gehängt werden. Hat sich bei meinem Juchten "M1" jetzt über längere Zeit ebenfalls sehr gut bewährt!



    Das Messer ist viel schwerer als ein F1 in Kydex und schlackert bei geschlossener Jacke nicht unangenehm.


    Noch eine Möglichkeit wäre das Anbringen einer Schlaufe auf der Jacke, in die man ein TekLok einhängen oder durch die man die Scheide führen und z.B. mit Paracord sichern könnte. Das könnte dann bei einer etwas längeren Jacke auf genau der richtigen Höhe unter dem Hüftgurt liegen.
    Alternativ könnte man solche kleinen Schlaufen auch auf den Oberschenkelteil der Hose nähen (lassen) und das Messer dort annähernd wackelfrei befestigen.


    Vorteil solcher Lösungen gegenüber einer Neckie-Lösung wäre die Möglichkeit, auch größere/schwerere Messer so in immer der gleichen Position tragen und immer gut erreichen zu können.

    Es kommt schon ein wenig auf Zweck und Schneidgut an - aber so eingeschränkt auf sehr kleine Messer wurde ich den Sinn von Hohlschliff nicht sehen wollen, Fred.


    Wo eine Einklemmen der oberen Klinge im festen Schneidgut nicht zu befürchten steht, kann das doch durchaus seinen Nutzen entfalten.


    Das obere kleine Messer(chen) gefällt mir gut! :thumbup:

    Centurio, das hängt vom Schneidgut und der Anwendung ab.


    Es gibt ja immer wieder Deppen, die ein normales Katana - am liebsten hübsch verkantet - in ein dickes Vierkantholz kloppen und sich dann über einen Klingenbruch wundern.


    Was man bislang auf sehr vielen YT-Video an Machetentests sehen konnte (und selbst so ausprobiert hat...), belegt die Stabilität dieser Werkzeuge bei gescheitem Umgang. Mit einer Kukri-Machete haben wir schon zur Genüge Stangenholz zugerichtet, da ist die Schnitthaltigkeit das größere Problem als die Stabilität.


    Diese hier macht in puncto Stabilität nicht die "mangelnde" Stärke durch entsprechende Klingenhöhe wett, aber es ist ja auch kein Tool zum Spalten von Holzkloben. Und Gegner in Rüstungen sind seltener geworden....

    Heute angekommen:


    Cold Steel Gladius Machete von Wolfgang "Wolfster", allerliebstes taktisches Gartengerät zum Rundum-Mähen....


    Kommt sonst zuweilen einigermaßen stumpf an, L.T. wird da für seine Videos wohl regelmäßig erst mal kundige Hand anlegen lassen müssen....


    Hat Wolfgang für mich netterweise auch veranlaßt: Das Ding ging zu Markus Reichart, der es wirklich abenteuerlich rasierscharf hinbekommen hat. Tolle Arbeit, Markus, Hut ab! :hatsoff:


    Bin schon gespannt auf den nächsten Workshop, dann darf das Teil mal zeigen, was es kann. Aber wirklich mit der gebotenen Achtsamkeit....


    Wolfgang, vielen Dank! :thumbup:

    Meph, ist "Buffschal" sächsisch und bezeichnet ein Kleidungsstück zur Verhüllung des Gesichts beim Besuch gewisser Etablissements? Sowas soll es im klassischen Japan ja schon gegeben haben :)


    Keltenkrieger: Macht immer wieder Appetit, bin froh, daß ich schon ein Enyo und ein Ghostrike in diesem Segment habe. Die Wicklung wird eleganter, wenn man sie statt um den Gruff mal versuchsweise um den Griff wickelt :)
    Was ich WIEDER mal nicht verstehe ich die Diskrepanz zwischen Messer- und Scheidenqualität, für mich ja wirklich ein altes Thema, siehe auch meinen gestrigen Post 953 hier. Es gibt tatsächlich viel mehr gute Messer als gute Scheiden. Meine eigene Verzweiflung ging da ja schon so weit, daß ich bei einem Serienhersteller eine hoffentlich brauchbare Lederscheide "angeschoben" habe - ansonsten bin ich heilfroh in Werner einen Nachbarn und Freund zu haben :)

    Hat sich bei mir sehr gut bewährt, insbesondere für Tipup-Trageweise.


    Die kleineren ziehen sich bei Tipdown-Trageweise zuweilen vom Bund, wenn man keine "Zähnchen" hinten in den Schlitzen montiert. Das große sitzt sehr definiert und dient ja auch als Kurzwaffen-Paddle....

    Nachschlag: Kydex-Werner hat mir für vier Messer sehr schöne neue Scheiden gebaut :)



    Also hab ich jetzt endlich auch ne richtige Kydex für den Spyderco Pygmy Warrior, die schnöde Boltaronscheide heb ich aber auf, damit ich bei Wechsel von Tipup- auf Tipdown-Tragen nicht erst was umschrauben muß.


    An die Scheide des Raptor GT6 ist ein TekLok montiert, das R.E.D. sitzt auf einem großen Paddle (stabilerer Sitz als die kleineren), weil ich es öfter trage als die schöne, schlanke große Schwester Lucy, die auf einem normalen Paddle sitzt. Abgezogen wird das Paddle aber bei keinem der beiden vom Bund, weil die Messer tipup getragen werden und man sie beim Ziehen eher mehr auf den Bund schiebt als ab davon.
    Durch die Kabelbinder-Montage kann man die Messer höher am Paddle befestigen, als das über die Löcher mit einer Schraubenmontage möglich gewesen wäre. Die Schlitze im Paddle sind durch eingezogene Schrauben mittig blockiert, so daß der Kabelbinder nur noch sehr wenig Spiel am Paddle hat.


    Die Scheiden haben einen genau abgestimmten Ziehwiderstand, geprüft durch Freifall-Versuche an einer Schnur ohne Messerverlust - aber andererseits leicht genug, um das Messer ohne Daumendruck gegen eine "Daumencouch" ohne Gezerre freizugeben. So brauche ich das für Tipup-Trageweise, und Werner hat es wieder mal bestens hinbekommen :)


    Sorry, Bastinelli, aber das ist eine ganz andere Liga als die den Messern beigestellten Scheiden.
    Zu denen von Spyderco sag ich gar nix mehr...


    Danke, mein Freund, für Deine Sorgfalt! :thumbup:

    Du wirst lachen, ich hab ihn letzte Saison angeschrieben und u.a. ein Persian vorgeschlagen. Das ginge ja in Richtung Talwar....Übrigens auch ein Gladius statt nur einer Gladius-Machete, wie man das jetzt auch in ihrem eigenen Forum liest :) Ist ja auch naheliegend.


    Hab nicht mal ne Antwort erhalten :)

    Heute bekommen:


    Ein Boye Basic III Boat Knife



    Es handelt sich um ein altes Modell, ca. 20 Jahre alt und noch aus "Dendritic 440C". Die aktuellen Modelle bestehen ja aus einer Kobaltlegierung.
    Die Boye-Bootsmesser haben bei verschiedenen Vergleichstests maritimer Zeitschriften usw. immer sehr gut abgeschnitten.
    Dieses hier ist jedenfalls rattenscharf, liegt - auch durch die Vertiefungen, in die man gut hineingreifen kann - sehr gut in der Hand und wird sicher auch in der Küche eine gute Figur machen.


    Ich weiß noch nicht so recht, was ich von den "dendritischen" Stahleigenschaften so halten soll, der Gebrauch wird aufzeigen, ob da und was dahintersteckt :)


    Was da in der Scheide goldig schimmert,ist ein eingelassenes Messing-Gehäuse, das vor einem Einschneiden in die Scheide schützt.
    Insgesamt sollen sowohl Stahl- als auch natürlich insbesondere das neuere Kobaltmodell besonders unempfindlich gegen maritime Witterungseinflüsse sein.


    Dem Neuzugang leistet auf dem Bild ein Erinnerungsstück Gesellschaft :)

    Vielleicht argumentieren wir ein wenig aneinander vorbei.


    Kaum jemand wird vorbringen, es habe überhaupt keinen Nutzen, wenn CS jetzt einige bekannte Modelle mit höherwertigem Stahl herausbringt.


    Prima, erfreulich insbesondere für Anwender, die bestimmte Modelle "eigentlich" mochten, sie jedoch wegen Unzufriedenheit mit AUS-8 nicht gekauft haben.


    Aber das ist imo eher eine Frage der normalen "Modellpflege" des Firmen-Portfolios, eine erfreuliche Neuauflage, die dann vor allem von Kundigeren begrüßt wird und so ja auch bei anderen Firmen immer mal stattfindet, z.B. bei Spyderco.


    Auch bei CS ist das ja nix Neues, da gab es Messer gleicher Modelle schon aus San Mai, SK-5, VG-10, Carbon V und sonstwas.


    Aber genau das ist es: Nix Neues! Und das nach einer 2014er Saison, die von vielen ansonsten überzeugten CS-Kunden schon als schwach bewertet wurde. Da gab es viel zum Fechten und kaum was im normalen / taktischen Anwendungsbereich.


    Und dann soll es das jetzt sein? Bekannte Messer "in schnitthaltig"? Schön isses, aber es reißt einen doch nicht vom Sofa, anerkennendes "....joo....", aber eben kein "Booaaah!"


    Daher mein Flehen, daß L.T. da vielleicht doch noch was Tolles aus seinen Pfadfinderhosen-Taschen zaubert und nicht nur lobenswertes Material-Upgrade....

    Das wollen wir mal nicht hoffen!


    Schon 2014 hat sich im Gebrauchsmesserbereich bei CS ja nicht gerade durch besondere Kreativität ausgezeichnet. Reine Klingenmaterial-Alternativen sind bei anderen Anbietern, insbesondere Spyderco, ja eher "Tagesgeschäft".


    Was man nun für Messer wie das Tiger Claw oder das Black Talon aufruft, ist wenig attraktiv und hat mit der gewohnten CS-Preisgestaltung für G10-beschalte Folder unerfreulich wenig zu tun.


    Irgendwie hoffe ich immer noch, daß "die Knaller" noch kommen. Sollte es das tatsächlich gewesen sein, wäre es die zweite schwache CS-Saison in Folge mit dem üblen Nachgeschmack verschossenen Pulvers....Üben wir uns in noch ein wenig Geduld!


    Bislang reizt mich allenfalls das Black Talon, das man bei gleicher Schneidenkontur durch ein wenig mehr oberes "Fleisch" aber auch mal vom Civilian in puncto Stabilität weiter hätte abheben können....