Beiträge von Micha M.

    Bei den meisten Modellen geht der Erl ja auch komplett durch den Griff und schaut hinten als Schlagelement wieder heraus (außer beim Selvans). Also müßte man ja eigentlich eh auch den Erl modifizieren.


    An Deiner Stelle würde ich Robert von SARTOOLS einmal fragen, im ER-Tuning hat er doch schon oft genug gezeigt, was er drauf hat.


    Aber mal aus allgemeinem Interesse "dumm" gefragt: Welche Verbesserung versprichst Du Dir durch das Kürzen? Besseres verdecktes Tragen? Der Griff ist ja mit 14 cm nicht ausgesprochen überlang, und hinten herausragende 2 oder 3 cm sind beim Anwenden auch nicht im Weg. Ich hab ja nun schon "Kinderhände" und hatte auch schon ERs mit Standardgriff. Ich ziehe zwar den Kompaktgriff auch vor, aber auf einen aufwendigen Umbau würde ich es selbst nicht anlegen wollen....

    Heute kamen die drei bestellten Messer aus Murat Kleins Jubiläumsaktion an


    15 Jahre 15 Messer Jubiläums AKTION


    Die 3, 12 und 13 waren bestellt, das 13 wird für meinen eigenen Gebrauch bei mir bleiben.


    Sehr positiver Ersteindruck!


    In der Hand ein wenig größer, als es auf den Bildern rüberkommt, bei 5 mm Klingenstärke und max. 38 mm Klingenhöhe direkt vor der Rampe ist das Messer sehr stabil und liegt vertrauenerweckend satt mit einem halben Pfund Nettogewicht in der Hand. Es rasiert mühelos und hätte mich beim ersten Ausprobieren fast gebissen, wenn ich nicht gewohnheitsmäßig so "zärtlich" mit meinen scharfen Schönen umgehen würde :)


    Durch den hoch angesetzten Griff und die hohe Klinge liegt die Schneide sehr schneidfreudig vor der Hand, durch die Griffneigung noch begünstigt.


    Der Hammer aber vor allem: die Handlage.
    Geneigter Griff, 3D-geformte Schalen, seitlich und nach unten ein sanfter Bauch, am Griffende ein Schwalbenschwanz - also das klassische Handschmeichelprogramm. Die Kombi mit der Griffneigung verbessert dieses Ergebnis noch durch ein optimales Gefühl im Handgelenk.


    Ich hab ja auch schon bei Custom-Projekten Wochen an für meine Hand maßgefertigten Griffen mitgetüftelt, von Pappschablonen bis hin zu verzweifelt zum Aushärten angeflehten Knetgummi-Modellen.....Haptisch angenehmer hätte ich das auch bei einer exakt auf meine Handgröße ausgemessenen Fertigung bei dieser Grundform nicht hinbekommen. Das heißt andererseits, daß Leute wie Viga oder Bagheera vielleicht erst mal mit ner Schablone testen sollten - und bei Maßanfertigung vielleicht ein wenig zugeben lassen.


    Murat, Hut ab, wirklich gediegene Arbeit und ein sehr rassiger Entwurf! :thumbup:


    Werde das Messer nach ein wenig Anwendungserfahrung gern in Murats UF noch etwas näher vorstellen...


    Kann Euch die Jubiläumsmesser jedenfalls nur ans Herz legen!

    Falls der Standardgriff gemeint ist: Der ist aus Forprene-Vollmaterial ohne Einlagen.


    Ich würds trotzdem lassen mit dem Kürzen, ich hätte Sorge, da wieder eine ausreichend gleichmäßige und glatte Oberfläche hinzubekommen. Bricht so etwas mal, zeigt sich meist eine rauhe, ungleichmäßige Textur. Ob man da mit Abschmirgeln wie bei Absatzgummi klarkommt, ist die große Frage :)


    Je nach Modell würde ich dann eher darüber nachdenken, ob man den langen nicht durch den kurzen Griff ersetzen lassen kann...

    Die Stahlwahl schränkt es ein...und es ist die Frage, ob man ein so großes Messer z.B. aus PM-Stahl bauen "muß" oder sollte, wenn es ein guter Kohlenstoffstahl gerade in diesem Bereich so langbewährt immer geschafft hat....


    Mir fiele da z.B. noch das zwölfzöllige CS Warcraft-Tanto ein, 5 cm länger als Mindestmaß, aber leider nur 5 mm stark...


    Wenns was großes zum Arbeiten sein soll, würde ich ein Becker BK9 empfehlen, oder ein Rangerknives RD9 vielleicht, ggf. auch ein Ontario Combat Survival Kukri oder ein CS Gurkha Kukri....


    Eine Möglichkeit wäre auch ein Laredo oder ein Trailmaster von CS, wenn es eine etwas traditionellere Gestaltung sein soll, oder auch ein Case Bowie.


    Alles kein "Superstahl", aber Messer, die nicht nur beim Anschauen Spaß machen, sondern auch in der Hand was leisten.


    Ontario legt übrigens dieses Jahr noch einen sehr netten Chopper auf, müßte ebenfalls ein Zwölfzöller sein mit genug Masse - aber auch kein "Superstahl". Das zehnzöllige Marine Raider Bowie von Ontario macht in der Hand auch Spaß, eines meiner Lieblingsmesser.


    Etwa in der Größe liegt auch das KA-BAR Cutlass, auch "schnödes" Material - aber wirklich Performance bei rund 11 Zoll Klinge :)
    Außerdem wird KA-BAR vermutlich dieses Jahr das Becker-Reinhardt-Kukri neu auflegen, auch zwölfzöllig, moderat gekrümmt und mit "westlichem" Griff - ein sehr interessantes Modell in dieser Größenklasse...


    Aber, mal ganz ehrlich: Du willst was "wirklich Unvernünftiges", also eigentlich was "Vernünftiges", etwas, das einem einfach jedesmal ein Lächeln ins Gesicht zaubert, wenn mans in der Hand wiegt.


    Das schreit doch eigentlich nach so etwas hier:






    Sowas geht allemal auch mit Micarta-Griff :)


    Und glaub mir, ich hab in der von Dir gesuchten Größe und Art deutlich mehr als ein Dutzend Messer besessen und hab immer noch gut ein halbes Dutzend davon - und hab entsprechenden Vergleich. So ein "Juchten" ist einfach ein anderes Gefühl in der Hand :thumbup:

    Da müßten ja auch haufenweise Wohnungen frei sein....Balisongs, Stoßdolche, Springmesser....alles erlaubt. Folgt man der "Logik" unserer Gesetzgeber, müßte sich das Bergvolk also längst gegenseitig ausgerottet und Wohn- und Lebensraum im Süden für eine ganze Stahlwaren-Völkerwanderung freigemacht haben.


    Ist das NICHT so, müssen es wohl doch andere Faktoren sein, die sich dort von denen bei uns noch ein wenig unterscheiden :)


    Tu felix Austria....

    Arne, ich hab ja nicht geschrieben, daß ich oft und weit jogge - aber eben nie "nackt" :)


    Weißt doch, manchmal muß ich ja dann doch sporteln, und sei es für den "Kindergarten".


    Natürlich wird in meinem Fall auch die Leichtathletik zur Schwerathletik, sowohl wegen der zu bewegenden Masse als auch der aufzuwendenden Mühe :)


    Und ein Messer in der Badehose muß allein schon wegen der biestigen, zähen kleinen Kerle in den Ruderbooten und mit diesen spitzigen Lanzen sein, die mich beim Planschen penetrant verfolgen.

    Ich kann mich Hosch nur anschließen: Du solltest beides nicht sein lassen :)


    Beide Messer wirken jeweils für sich stimmig, ihre jeweilige Konzeption und Erscheinung geschlossen und handwerklich überzeugend umgesetzt.
    Beide haben sowohl technisch als auch stilistisch je nach Anwendungsbereich, Trageweise, persönlichen Vorlieben des Anwenders usw. ihre eigene schlüssige "Berechtigung", und ich könnte nicht entscheiden, ob eine der Alternativen "besser" oder "fortgeschrittener" wäre als die andere.


    Dabei gebe ich zu, daß ich die Entwicklung Deiner "Handschrift" bei den Ganzstahlmessern und die nunmehr erreichte handwerkliche und stilistische Qualität schon sehr bemerkenswert finde und mir diese "Handschrift" auch ausnehmend gut gefällt und - für mich - mit international bekannten Namen durchaus mithalten kann :thumbup:

    Top! :thumbup:


    Viel Arbeit, die Schalen per Hand in 3D so symmetrisch zu gestalten, ohne Preßform oder Computerfräse....aber es ist die Arbeit wert. Sieht wirklich nach Handschmeichler aus! Es gibt imo kaum eine angenehmere Haptik als bei dieser Form.


    Auch ansonsten sehr gelungen, natürlich gefällt mir auch die Daumenmulde :)

    Ich bin letztens auf einem Seminar meiner "Firma" beiläufig gefragt worden, ob ich denn auch aktuell etwas "zum Schneiden" am Mann hätte - meine Antwort war eine Abwandlung der bekannten Rule No. 9 : Ohne geh ich nicht mal austreten....
    Das beantwortet das "ob"


    Zum "was": Meist ein Neckie wie CRKT Sweet KISS, CRKT Obake, Strider ED-E8, Spartan Enyo oder Gerber Ghostrike.
    Bei Sporthosen mit festerem Bund ggf. auch Messer wie das Ghostrike oder ein kleines Mission oder andere kleinere leichte Messer aus meinem Bestand mit einer Kydexklammer zum Aufschieben auf den Hosenbund.


    Selbst in die Badehose passen sehr kleine leichte Messer wie z.B. das Real Steel Wharncliffe oder das Bastinelli BB Drago Fixed.

    Ist noch ein wenig früh, ist ja gestern erst angekommen :)
    Fuhr sich aber heute bei Neuschnee schon sicher und angenehm. Und bequem ist es :)
    Und es hat beim Händler, der es vorher kurze Zeit genutzt hat, im Schnitt und Normalbetrieb weniger Sprit verbraucht als mein Fiesta, soviel zu "unnützem Möchtegern-Geländewagen-Spritfresser".


    Fühle mich aber noch ein wenig überfordert von dem ganzen "Schnickschnack" da drin, die ersten Apollo-Missionen sind sicherlich mit weniger Elektrik-Trick losgeflogen, und die Abkürzungen der ganzen Systeme und Sonstwas-Assistenten prasseln auf einen ein wie die Kürzel auf einer Tagung der US-Generalstabschefs...Dementsprechend ein fettes Manual, das mir mit den ganzen dort dann ja ebenfalls angesprochenen Fehlermöglichkeiten Ungehagen einflößt. Werde hoffentlich das Notwendige kurz vor dem Wiederverkauf des Autos begriffen haben, vom Möglichen mal ganz abgesehen.


    Ich wollte keinen Offroader, aber eben ein zuverlässiges, noch halbwegs bezahlbares Serien-Auto mit bequemem Platzangebot, Einstiegsposition und hoher Sitzposition und bequemem Langstrecken-Fahrverhalten. Also eher Oppa-Micha-Schaukel als Midlifecrisis-Testosteron-Schüssel.
    Habe den Eindruck, da hab ich nicht so schlecht gewählt.


    Insgesamt geht für mich aber die Auto-Entwicklung (wie auch die von Telefonen, Unterhaltungselektronik und anderen Lebensbereichen) an meinem persönlichen Bedarf einigermaßen vorbei. Ich will kein 500-Seiten-Manual lesen, um mein Auto zu verstehen. Ich will nicht jeden Mist programmieren können. Ich brauche nicht mal elektrische Fensterheber und habe mit diesem Auto tatsächlich erstmalig eins damit, es gab gar keine Möglichkeit, darauf ebenso zu verzichten wie auf haufenweise weiteren Kram, der mich nur verwirrt.


    Das Ding soll doch nur fahren, und zwar bei ordnungsgemäßem Wartungsintervall ohne jegliche Störung und mit moderatem Kraftstoffverbrauch und Schadstoffausstoß. Auch das schließt den einen oder anderen spartanischen Hardcore-Puristen aus, um diese Kritik gleich zu beantworten.


    Jetzt kauft man so einen rollenden Warn- und Hinweisanzeigenträger, der mir Reifenwechselintervalle anzeigt und - glücklicherweise über Umdrehungszahl und ohne Sensoren - den Reifendruck mißt und mir mit dem achtundsiebzigsten akustischen Sondersignalton vermutlich noch die Pinkelpause nahelegt....aber bei einigen Modellvarianten nicht mal ein Reserverad hat, sondern nur so ein blödes Reparatur-Kit, das mir bei den beiden Autobahn-Reifenplatzern,die ich überstanden habe, einen Dreck genützt hätte...


    Und wenn ich in einen Telefonladen gehe, mir erst mal ein paar Minuten fassungslos den Sermon üblicherweise eines höflichen jungen Mannes mit irritiertem Blick auf mein Kongo-Tarn anhöre und ihm dann sage, ich will keine Apps und keine Ölfunddrölfzig-Megapixel-Kamera und kein frühstückstablettgroßes Display, sondern gefälligst einfach ein scheiß Telefon, zum Telefonieren, nur dazu, am besten feuerverzinkt und so stabil, daß ich Ochse es auch in eine Pfütze fallen lassen, es zigmal vom Schreibtisch schubsen oder hoffentlich sogar mit dem Auto überrollen kann (jaa, ich hab es schon gemacht...), schaut der mich an wie den Trottel, der ich ja tatsächlich bin.


    Wenigstens hab ich es geschafft, kein Navi aufgeschwatzt zu kriegen. Ich lese Karte, weiß dafür, wo ich gerade bin und was um mich herum ist, wie die Ortsteile in meinem geliebten Ruhrpott zueinander liegen und ob ich gerade im Norden oder im Süden einer der Städte bin, während meine jungen Mitstreiter sich zwischen hochwichtigen Whats-App-Nachrichten vom Navi ans Händchen nehmen lassen und bestens orientiert sind....in der Bedienung von Handy, Kamera und Navi, aber nicht in Essen oder Gelsenkirchen.

    Ambivalenter Post :)


    Einerseits eine Freude, das Messer ausgehfertig zu sehen - andererseits eine Gemeinheit, uns hier wieder hecheln und sabbern zu lassen....


    Das ist wirklich ein wunderschönes Ding, auch wenn ich anderes Schalenmaterial vorgezogen hätte...