Beiträge von Micha M.

    Wenn Dir der vordere Abschluß der Schalen bei anderen Messern zu langweilig und einheitlich ist, könnte das hier eine Alternative sein:


    Blade-Systems MAXimum Attacker - MAX


    (Post 3)


    Blade-Systems „Tiger“ – Versuch der Fortentwicklung eines berühmten Konzepts


    (Post 4)


    Blade-Systems MAXimum Attacker - MAX


    (Post 30)


    Eine vorn im Bogen nach vorn unten gezogene Vorderkante der Schale erlaubt ein seitliches Auflegen des Daumens auf die Schalenkante parallel zur Klinge. Das ist sehr bequem. Es kombiniert die Möglichkeit eines sehr präzisen Navigierens des Messers über den Daumen wie beim Säbelgriff mit der Griffsicherheit des Hammergriffs.


    Und Mainstream ist es auch nicht :) Obwohl es bestens funktioniert und sich bei mir schon seit Jahren bei diesen Modellen bewährt, findet man dieses vordere Griffende kaum mal bei einem Serienmodell...

    Die Verarbeitungsqualität der bei Viper und Lionsteel gefertigten Modelle ist imo sehr gut, das R.E.D. hat imo ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. Insbesondere die Verarbeitung der Kanten ist in dieser Preisgruppe ungewöhnlich gut.
    Vier dieser Messer habe ich nun schon länger im Gebrauch (GT6, Lucy, R.E.D. und Drago Fixed). R.E.D. und Drago Fixed davon auch häufig im "Schneidbetrieb" nachgeschärft usw. Die WB hat noch keine Schwächen gezeigt.


    Die "Max"-Modelle (z.B. Karamdrink, Assaulyte Compact) liegen preislich darunter und sind "kosmetisch" etwas einfacher gestrickt, auch hier habe ich aber noch nie Klagen über die WB oder grobe Verarbeitungsmängel gehört. Man muß hier eben sehen, daß diese Messer keine 70 Euro kosten...


    Ebenfalls etwas rustikaler als die in Italien gefertigten Messer sind die Modelle wie Cal Persane, Rancunier oder Moonkiss oder auch der Raptor Squelette. Auch deren Klingenmaterial (12C27, Alenox) sehe ich nicht auf derselben Höhe wie den N690 der vorgenannten Modelle, diese Messer sind aber auch nicht für "große Aufgaben" im Schneidbetrieb ausgelegt.


    Ich habe sehr überzeugte Reviews über die Bastinelli-Modelle geschrieben, insbesondere über das R.E.D., und verwende sie nach wie vor gern und überzeugt. Das R.E.D. ist für mich immer noch eines der besten Serienmesser der letzten Jahre.


    Als Schwachpunkt sehe auch ich allerdings die "falsch herum" gefalteten und relativ dünnen Taco-Kydexe von Bastien. Da die Biegekante der Taco an der Schneidenseite liegt, besteht auf längere Sicht die Gefahr des Einschneidens dort, zudem ist der Halt der Messer nicht immer optimal. Allerdings sind die Scheiden dafür sehr flach und eignen sich z.B. sehr gut für IWB-Tragen, bei dem es dann auch weniger ausschlaggebend auf festen Retent in der Scheide ankommt. Wirklich zerstört habe ich übrigens dann auch keine der Serienscheiden, die Besorgnis blieb aber immer.


    Meine drei Raptoren habe ich allerdings allesamt nachträglich in Custom-Kydex von Wernersen eingekleidet, sie sind es allerdings bei ihren Preisen auch immer noch allemal wert. Beim Picolomako war allerdings dann der Preis plus Kydex-Beistellung für mich ein K.O.-Kriterium, das Drago Fixed habe ich von Beginn an bei Tourangelle damals in einer Sonder-Edition mit einer wirklich guten grünen Custom-Kydex für einen geringen Aufpreis gekauft, das war für das kleine Ding so geraaaade noch zu verkraften :9
    Ich trags nun aber auch oft, verziert mit einem schönen Bead von Kumpel "Wulfher"


    Hier mal Links zum Thema:


    Bastinelli / Akeron La Sanction


    Bastinelli Fixed Bilderthread


    Bastinelli Raptor L "Lucy" mit 3D-Griff, Lionsteel-Produktion


    Bastinelli Cal Persane


    3x Bastinelli


    Und hier sehr umfangreich über das R.E.D.


    "Bastinelli Creations" R.E.D. Mid-Tech - das rockt!

    Ja, der an Sibert erinnernde Griff wirkt stimmig und sieht übrigens auch sehr gut aus.


    Die Anschliffhöhe bei 1 reicht völlig aus, finde ich. Bei einer derart hohen Klingenhöhe reicht der halbhohe Anschliff völlig aus, um bei einer 3/16 starken Klinge eine gute Schneidleistung für einen Allrounder zu erzielen und dabei gleichzeitig eine Schneide zu erhalten, die auch noch genug aushält.
    Man darf ja nicht vergessen, daß das sozusagen in "mm Anschliffhöhe" einem viel höheren Anschliff einer niedrigeren Klinge auch vom sich ergebenden Winkel her entspricht.


    Belässt Du es beim halbhohen Anschliff wie bei 1., wäre sogar noch genug Platz für eine Hohlkehle :)
    Komm, ein Tequila und noch ne Runde Photoshop, dann gefällt Dir das sicher auch :)


    Bei der Spitzenform könnte ich mich mit Version 1 ebenso anfreunden wie mit Version 3. Die konkave Daumenauflage bei der 3 gefällt zumindest mir dabei sehr gut.
    Deine Zweifel an einer "reinen" Sheepfoot- oder Wharncliffe-Klinge haben ja auch schon andere Macher geteilt un dann die Spitze ein wenig angehoben, wie schon bei Deiner Version 1 ja auch erfolgt ist.

    Den Wert eines höheren Braunton-Anteils sehe ich ebenso. Das interagiert ggf. auch mit dem "Helligkeitswert" (falls man das mal so nennen kann...) der Grüntöne.
    In einem benachbarten Camo-Thread wurde ja schon herausgearbeitet, daß bei vielen Camos die Grüntöne für hiesige Verhältnisse oft zu hell sind. Die passen dann zwar perfekt in eine sonnige Umgebung mit vollem, sattgrünen Bewuchs, aber weniger in eine Umgebung mit viel sichtbarem Boden- und Rindenanteil, lichterem Blattwerk...und das Ganze bei bedeckterem Himmel. Das gilt natürlich erst recht im Winter.
    Ich seh das praktisch z.B. immer, wenn ich A-TACS FG trage: Bei starker Belaubung und in der Sonne quasi unsichtbar, bei bedecktem Himmel und mehr Brauntönen im Hintergrund aber eindeutig zu hell...


    Nun muß man natürlich zusätzlich sehen, daß man sich in einer Einsatzsituation Deckung eher in der Nähe von Stämmen, Mulden usw. suchen wird - mit entsprechendem Brauntonanteil, ggf. Graustufen - auch im Winter. Und man wird sich eher in den Schlagschatten von Bäumen, Erhebungen usw. zurückziehen, als sich ins gleißende Licht zu stellen.


    Und ein etwas höherer Braunton-Anteil sowie eine insgesamt etwas dunklere Gestaltung der Grüntöne wird auch bei Wechsel in aride und auch in urbane Umgebung vorteilhaft sein - wobei sich für mich erweist, daß es die "eierlegende Camo-Wollmilchsau" trotz vollmundiger Werbung dann doch ebenso wenig gibt wie bei Messern. Bei allen Allroundern muß man notgedrungen Abstriche in den Spitzenwerten gegenüber den Spezialisten machen...

    Funktional sehe ich es wie Roman.
    Man wird auch nie ALLE mit einer bestimmten Form "glücklich" machen, hier wird eben die Fraktion besonders angesprochen, die auf santoku-ähnliche Klingen steht. Und es gibt ja mittlerweile wirklich eine Reihe von Modellen, die sich mit ähnlicher Grundform im Alltag gut behaupten, nicht nur in der Küche.
    Alle diese Modelle hatten ein eher optisches "Problem" zu bewältigen: Nicht ZU sehr nach Küche auszuschauen. Das mag funktionell keine Bedeutung haben, aber das Auge kauft ja doch mit...
    Zwei Lösungen, umd die in der Seitenansicht möglicherweise etwas "langweilige" große Fläche der hohen Klinge und ihre "Küchenmesser-Kontur" ein wenig aufzulockern, finden sich wahlweise bei dem einen oder anderen Mitbewerber und wären auch hier erwägenswert:
    1. Eine konkav eingesenkte obere Daumenauflage statt der geraden Auflage, das lockert die Kontur auf und gibt ein wenig "Rasse" für den Umriss...wie etwa beim Colubris
    2. Eine Hohlkehle, ausgesprochen nicht als "Blutrinne", sondern zu optischen Auflockerung der Flanken. Das funktioniert doch bei massig ausschauenden Klingen sehr gut, nicht nur bei Medford...
    Und bei 3/16 Zoll Klingenstärke hat die Klinge auch genug "Fleisch" zu bieten, so eine Hohlkehle optisch ansprechend auch tief genug einzusenken...

    Gern geschehen.


    Liegt auch "touri-günstig" an der Via San Giovanni, die als Fußgängerzone in Nord-Süd durch San Gimignanos historische Altstadt läuft. Ist ca 220 m nördlich des südlichen Stadttors und Beginns der Fußgängerzone auf der östlichen Straßenseite. Noch 100 m weiter auf der Piazza della Cisterna gibt es übrigens dann noch zum Abkühlen des Gaumens (wenn schon nicht der Begehrlichkeiten) auch sehr gutes Eis....

    ....lieben Besuch: vom Troll, der nicht nur sich selbst (was schon allemal gereicht hätte!) mitgebracht hat, sondern gleich auch noch ein bissiges Wellenschliff-Mora für Jasmin :)


    Also erst mal ein wenig Fachsimpeln...




    ...dann gemeinsam getafelt....





    ....und es muß ja nicht immer Marzipan sein :)...





    Schließlich noch die anwesenden "Juchtens" (eine gemeinsame Leidenschaft...) zu einem Familienbild vereint:




    Es war uns wie immer eine Freude, Rolf.
    Komm erstens gut nach Hause und zweitens bald wieder! :)

    Klasse, Ben.


    Man mußte sich seinerzeit an die Modelleinführung ein wenig gewöhnen, das sah irgendwie anders aus als SMF oder AR :)
    Ging mir mit dem Fixed-Brüderchen auch so - ungewöhnlich "dünn", ergonomisch geformt....
    Aber das Ding leistet seit Jahren gute Neckie-Dienste bei mir.

    Das sind ja sehr gute Nachrichten, Sven!


    Insbesondere das von Dir vorgestellte Camo-Verbundmaterial in Verbindung mit Deiner ausgezeichneten Fertigung wecken da ja wirklich aktuelle Begehrlichkeiten. So würde ich durchaus auch gern mal eines meiner Messer "einkleiden" lassen :)


    Und natürlich schon mal gute Erholung!

    Na, zu DIESEN Begehrlichkeiten hab ich durch überzeugtes Lob nur zu gern beigetragen!
    Meins leistet mir ausgezeichnete Dienste.


    Tolles Messer, und das Design scheint wirklich vom Neckie bis zum Zwölfzöller sozusagen "universell" zu passen und tolle Ergebnisse hervorzubringen.


    "Spike" im Sinne der Dawson-Vorbilder würde ich dieses nun nicht mehr unbedingt nennen, auch "Miniatur" trifft es ja eigentlich bei einem Messer mit einer Klingenlänge wie z.B. ein FK F1 nicht mehr so ganz genau.


    Das Messer läßt jedenfalls mit dieser etwas höheren Klinge auf den ersten Blick die Verwandtschaft mit den "Vietnam-Bowie"-Vorbildern erkennen - und viel eher noch mit wiederum deren Vorbildern, den alten US-Jagdmessern der Väter-Generation der Vietnam-Bowie-Gestalter.


    Und das hier ist ja auch keine "Miniatur" im Sinne total kleingezoomter Unter-Dreifinger-Messerchen, sondern ein Vierzöller mit einer sehr breiten Trage- und Anwendungspalette, ob nun als Boot-Knife oder als Gürtelmesser...und in jedem Fall EDC-tauglich.


    Klasse Idee, die sehr attraktive Idee der Klingengestaltung nach dem (mittlerweile Langzeit-) Projekt von Romans "Vietnam-Bowie"-inspirierten Klingen wie meinem Old Merc, dem M1 und den verschiedenen "Pour Combat"-Modelle, verschmolzen mit der sehr alltagstauglichen Größe der Spikes...und außerdem ausgestattet mit einem der legendär guten Ledergriffe aus dem Hause "Juchten".


    Ich glaube, das mit den Begehrlichkeiten wird nicht geringer, wenn man nun auch noch diese Gestaltungs-Alternative zum Wickelgriff so präsentiert bekommt :)


    Klasse! :thumbup:

    Laßt Euch bloß nicht ärgern, Jan und Biglinobaneaux! :)


    Selbst bin ich ja Lampen-Grobmotoriker und diesbezüglich auch murphy-gläubig und kann fürs Arbeiten nichts gebrauchen, das mehr als 2 Lichtmodi hat :) Mir war ja schon die Olight Warrior zu "komplifiziert"....


    Aber das ist schon ein faszinierendes Thema, und selbst ich weiß den Wert einer guten Lampe überzeugt zu schätzen, die man dann auch immer dabei haben kann.


    Ich kenn das ja noch aus Zeiten der großen Maglites, die her zum Hauen als zum Leuchten taugten und die tagsüber nie einer dabei hatte und dann auch prompt in Kellern und dunklen Nebengelassen im Dunkeln stand.
    Bis wir dann endlich auch dienstlich "taktische" Lampen geliefert bekamen, hatten natürlich gerade die Engagierten längst ihre eigenen privatbeschafft. Das wird bei "Grünweiß" auch nicht anders gewesen sein....

    Danke für die Infos, darauf habe ich mit großem Interesse gewartet! :thumbup:


    Ebenso gewartet wie auf die Markteinführung des Messers, ich hatte ja ein wenig vorab davon schon erfahren und war sehr begehrlich darauf, das dann auf dem Markt präsentiert zu sehen.


    Leider hat die Sache für mich sozusagen einen doppelten Schwachpunkt: Der Preis ist imo im Vergleich zum R.E.D. zu hoch - und insbesondere zu hoch vor dem Hintergrund, daß wieder einmal eine Custom-Kydex hinzugefügt werden müßte.
    Daß die Scheiden die Schwäche bei den Bastinellis sind, beweist sich leider erneut.
    Meine drei Raptoren habe ich ja wegen der dünnen Wandungsstärke, des großen Umrisses und vor allem der "falsch herum" ausgeführten Faltung auch nach einiger Zeit durch Custom-Scheiden ersetzt, auch hier sind die Messer selbst ausgezeichnet...


    Aber mit Versand und Custom-Kydex kommt man für ein Gesamtpaket dann hier sehr schnell auf 230 Euro - und das ist imo zuviel.


    Schade drum....

    Klasse, Euch alle kann man nur beglückwünschen!


    Roman hat ja echt wieder gezaubert...


    Benathar: Das ist ja wirklich "großes Kino"!


    Das Schwert ist großartig, und das kleine Kukri ist wirklich sehr interessant und besonders - irgendwie eine Kreuzung aus Kukri, Mini-Smatchet und Hibben RTF-Recon.

    So ein Telnjaschka trägt sich wirklich sehr angenehm. Ich hab welche in der traditionellen Ausführung mit langem Arm und auch mit kurzem. Insbesondere die dicke Qualität mit langem Arm trage ich sehr gern.


    Korsar: Seit einiger Zeit mag ich ja diesen "altmodischen" Look mit Lederscheibengriffen, Metallbolster und -knauf, Lederscheide usw. Daher fällt das Korsar genau in mein derzeitiges "Beuteschema" als "Old School Tactical". Swohl die Klingenform als auch die Hohlkehle geben dem Messer wirklich ein rassiges Aussehen.
    Bemerkenswerterweise gefällt es Jasmin auch sehr gut, sie hat sogar - als ich ihr ein Bild zeigte - sofort gesagt, ich solle es mir kaufen.


    Die Ergonomie ist allerdings wirklich "auf der Höhe der Zeit", das ist richtig gut gemacht. Der Ledergriff füllt die Hand optimal aus, der Winkel des Griffs paßt sehr gut, das PE ist so geformt, daß man den Daumen sehr gut hinten anlegen kann, ist aber auch kurz genug, um überzugreifen.