Es wäre sinnlos gewesen.
Da wurde etwas Entsetzliches, das allen Menschen in allen Völkern für immer Warnung und Denkanstoß sein müßte, offenbar völlig unreflektiert zu einem "Totschlag-Argument" mißbraucht.
Das ist als Denk- und Sprechweise ebenso dumm-dogmatisch und unreflektiert wie der demagogische Wahnsinn, der die Menschen damals dazu getrieben hat, diesen Irrsinn zuzulassen....
Sehen wir mal ganz davon ab, daß dort vermutlich ganz weit überwiegend normale Gebrauchs-, Wander- oder Jagdmesser im Fenster lagen und nicht jeder Wanderer automatisch zum Horst-Wessel-Lied marschiert, sich nicht in jedem aufzuschneidendem Päckchen eine Ausgabe von "Mein Kampf" befindet (sondern manchmal Kekse von Tante Ruth aus Tel Aviv....) oder jeder Jägersmann auch darauf erpicht wäre, auch Artgenossen waidmännisch aufzubrechen....
All das so grotesk irreal und mit dogmatischen Scheuklappen gesehen, daß man es kaum weiter kommentieren kann...
Aber auch im Hinblick auf die besonders "bösen Kampfmesser", was immer das auch ist: Waren denn dann auch automatisch die jüdischen Partisanen im Unrecht, die sich in Polen und Russland bewaffnet gegen das Verderben gewehrt haben? Waren die Befreier im Unrecht, die durch Waffengewalt den Holocaust beendet haben?
Ist Israel im Unrecht gewesen, sich auch durch Waffengewalt gegen eine Vernichtung zur Wehr zu setzen?
Ja, das ist alles Politik, eine weitere Diskussion hier unerwünscht - aber auch gar nicht notwendig.
Der Mann hatte ganz offensichtlich nicht das Recht, diese Fragen alle so demagogisch mit seinem "Totschlag-Argument" zu "beantworten". Vermutlich war er gar nicht mal ungebildet und die Fakten ihm durchaus nicht unbekannt.
Aber auch ein Ansprechen darauf hätte - so befürchte ich - wohl kaum etwas gebracht....