Oachkatzlschwoaf: Damit wollte ich nicht DICH hochnehmen, sondern die Hersteller, die ja wirklich so argumentieren wie die Ölkonzerne.
"Proudly made in USA" überzeugt mich selbst übrigens auch nicht automatisch. In einem anderen Thread hab ich ja schon auf Negativbeispiele hingewiesen, bei mir z.B. bei Mission, ProTech usw. Und auch bezüglich Design und Endkontrolle ist der US-Name offenbar keine Garantie, trotz US-Namens finde ich z.B. die Spyderco-Fixed-Scheiden notorisch schlechter als so manches, das ich für kleines Geld "beim Chinesen" schon gekauft hab... Wenn man sieht, was die im Folderbereich heute schon für nen Zwanni anbieten können und was sie anbieten, wenn es dem Kunden auch nen dreistelligen Betrag wert ist, muß sich da keiner westlich Frisco verstecken.
Völlig richtig: Man muß schon sehen, daß das US-Steuersystem völlig anders funktioniert, z.B. gibt es dort im Grundsatz keine bundeseinheitliche "Mehrwertsteuer",manche US-Bundesstaaten erheben gar keine, bei denen, die sie erheben, liegt sie viel niedriger als hier. Auch der Anteil der Sozialabgaben ist deutlich anders. Das gestattet dem US-Händler andere Kalkulationsaufschläge und bedeutet für den deutschen Wiederverkäufer, erst mal fast 30 v.H. an Gesamt-Einfuhrabgaben draufzurechnen und dann in die hiesigen Kalkulationen eben unsere Bedingungen einzubeziehen.
Das ist nicht die "Schuld" des Herstellers. Andererseits höre ich zuweilen, Hersteller würden deutschen Zwischenhändlern zuweilen Preise anbieten, die eher denen der günstigen US-Versandhändler entsprechen, denen sie diese Messer also offenbar deutlich günstiger überlassen als europäischen....
Auch das ist längst so hingenommen im Wirtschaftsleben, und wir zahlen ja selbst für bei uns selbst hergestellte Autos oder Medikamente drastisch mehr, als die Hersteller dafür von EU-Nachbarn oder Amis haben wollen....Wir sind halt so blöd und zahlen das dann...
Und da man ja zur Gewinnmaximierung der Eigentümer der exportorientierten Wirtschaft derzeit unsere Kurse in Grund und Boden fährt, sofern das wegen der gigantischen EU-internen Vermögensumverteilung von Allgemein- auf Bankenvermögen noch nötig ist, machen sich diese Dinge dann aufgrund eines grottigen Umrechnungskurses hier noch schmerzlicher bemerkbar. Ich erinnere mich auch noch gern an den einen oder anderen "Schnapp" bei einem Dollar-UK von 1,42 