Beiträge von Micha M.

    Ja, macht es.
    Es handelt sich um die Hersteller-Zweckbestimmung,und die ist relativ entscheidend.
    Eine HuS-Waffe ist dazu BESTIMMT, verletzend auf Menschen einzuwirken, nicht dazu GEEIGNET.
    Das ist deutsches Waffenrecht, und funktional ist das völlig sinnfrei.
    In einem der letzten veröffentlichten Messer-FBs wurde das Bewerben des Messers als SV-Tool ausddrücklich als Indizierungs-Argument herangezogen und benannt!

    Geronimo, alter Waldschrat, wieder mal geschafft, zu informieren UND zu unterhalten und gewohnt flapsig-locker Kundiges über Eisenwaren rüberzubringen :thumbup:


    Aber "geschummelt" haste diesmal auch :)


    Das mit der Feuerbohr-Kuhle war schon putzig, nem Barfuß-Sandalen-Gutmenschen-Pfadfinder hätt ich es auch so beinah geglaubt, jemandem mit Deiner Messer-Erfahrung aber eher weniger :)
    Die Dinger sind "Index-Kuhlen" und dienen als Finger-Lager beim zügigen Griffhaltungswechsel. Übrigens kann man die komischen "Buchsen" aus ähnlichem Blickwinkel auch sofort verstehen:
    Flexcord durch-"getüttelt" (übrigens vielen Dank, das ist für mich ein echtes Geronimo-Lehnwort!), und man hat sich so ein Ding verlustsicher ans Händchen gepappt, selbst wenn so ein....ääääh....Du würdes es wohl Schwucken-Pfötchen nennen....also sagen wir mal: zartes Händchen wie meines :)


    Jetzt macht das alles natürlich sowohl beim SV-Einsatz großen Sinn (und wurde von Systema-Weitzel eben aus diesem Blickwinkel so erkannt), als eben auch für die von Dir hier in den Fokus gestellten SV-Anwendungen.
    Nun kannst Du nix dafür, daß es in D eine technisch-funktional völlig sinnfreie rechtliche Unterscheidung nach einer willkürlichen Hersteller-Zweckbestimmung gibt. Klar ist das von der Anwendung her Schwachsinn, und was wirksam und sicher macht, hilft im "Guten" wie im "Bösen" - das entscheidet sich erst mit der konkreten Anwendung.
    Und so ist es wieder mal erhellend (und in der Bewertung dieser unserer Waffenrechts-Realität gewohnt deprimierend), wenn ich Dich nun ausführen höre, daß wieder mal das eine oder andere Gestaltungsdetail, mit dem man einen Gegenstand hierzulande gern stigmatisiert, auch für den friedlich-harmonischen Anwendungsbereich eine sehr interessante und bereichernde Sache ist :)


    Beim Choil stimme ich Dir bei diesem Modell zu, das ist imo in der Abstimmung der einzelnen Gestaltungsdetails bei diesem Messer nicht "zu Ende gedacht":
    Handschutzlose Messer, wie sie in dieser Größe bei den Russen im SV-Bereich seit vielen Jahrzehnten eine große Rolle spielen (z.B. Smersh-Messer) profitieren von dieser Fehlschärfe, die bei den Smersh sogar geriffelt ist: Das bietet Schutz vor Selbstverletzung.
    Persönlich glaube ich in der ruppigen und dynamischen Anwendung eines unter fünfzölligen Fighters nicht an den Nutzen einer weit vorderen Haltung unter Fassen in den Choil für Kampfanwendung: Es ist zur Kontrolle der Klingenspitze nicht notwendig, und jedes Aufgeben einer festen Griffhaltung schafft Antichance.
    Vor allem aber hat das Bellator im Gegensatz zu den eher klassisch-nordischen Smersh-Messern oder auch den ebenfalls beliebten Finka-Modellen mit demontiertem Handschutz einen solchen, und der ist gar nicht schlecht.
    Also eigentlich kein Nutzen für eine lange Fehlschärfe an dem relativ kleinen Messer...


    Ach ja, auch ich mag natürlich, wenn ein Messer mal ein wenig "anders" ausschaut, aber Nachteile in der Anwendung solte das nicht gerade bringen. Nur für die optische Vielfalt irgendwelchen Murks zu verbauen, würde ich bei einem Gegenstand nicht mögen, an dem schlimmstenfalls mein A....hängt :)


    Zum Griff: Ja, das mit dem Überstand des Erls macht Sinn, weil man dann die Schalen nicht so sauber anpassen muß. Es bringt auch ein wenig Verdrehschutz in die Sache - darf aber nicht dazu führen, daß das Messer dann bei der belastenderen Anwendung unbeqeum in der Hand wird. Insofern sehr interessant zu hören, daß es das NICHT tut.


    Danke für die Eindrücke! :thumbup:

    Da ich das BM-SOCP in der Dagger-Variante ja seit kurzer Zeit auch selbst nutze, trifft das sehr griffige und nachvollziehbare Review natürlich auf mein besonderes Interesse.
    Die wesentlichen Schlußfolgerungen zum Messer kann ich aus der bisherigen Trageerfahrung sämtlich bestätigen.
    Die Tragemöglichkeiten des BM-Modells sind tatsächlich vielfältig, die Befestigung mit dem Clip leicht und erfreulich zuverlässig. Der Clip ist übrigens beruhigend stramm und muß das ja auch sein, um die Scheide vor einem Abziehen beim Messerziehen hinlänglich sicher zu schützen. Das klappt auch, sowohl in MOLLE, aber auch und insbesondere, wenn das Messer nicht in Schlaufen steckt, sondern z.B. in einer Hosentasche oder Jacken-Innentasche ausschließlich am und durch den Clip Haltekontakt hat.
    Erfreulich bei BM ist auch die Möglichkeit, mehr Klingen-Varianten zur Auswahl zu haben als bei Spartan, insbesondere auch ein Modell mit längerer Schneide als einschneidiges Messer.
    Das erhöht die Vielseitigkeit bei normalen Anwendungen und macht das Messer tauglicher auch im Alltagseinsatz, bringt aber auch mehr Leistung, falls man Alternativ zur ursprünglichen Konzeption doch einmal wirksam schneiden statt primär stechen möchte...


    Da die kürzlich im allgemeinen Bereich generierten beiden Threads ein paar hoffentlich interessante Tragebilder sowie vor allem auch ein paar erwähnte weitere Alternativ-Modelle anbieten, hat sicher niemand etwas daggegen, hier einen Link dazu nachrichtlich einzufügen:


    Zum Tragen als Boot-Knife (was sehr gut funktioniert und zumindest beim Arbeiten für mich mittlerweile eine Alternative zum Spartan Enyo darstellt):


    "Es liegt mir auf der Zunge..." - Meine favorisierte Stiefelmesser-Trageweise


    Der Thread zeigt dabei auch schon "Verwandte", die ebenfalls auf das Ziehen per Ring am oberen Ende setzen, sowohl unter dem Aspekt eines schnellen instinktiven Ergreifens, dabei auch der Erzielung eines schnellstmöglich hinlänglich stressfesten und einwirkungssicheren Griffs des Messers und Fortsetzung dieser Halte-Eigenschaften in der späteren Anwendung...


    Das zeigt Parallelen auf zu Messern wie den HAK-Modellen oder dem Silent Soldier von Brous - insbesondere aber zum ebenfalls von militärischen Spezialisten mitgestalteten Fox FKMD U.T.K., die man in eine Gesamtbetrachtung der Konzeption einbeziehen kann, die über einen unmittelbaren Direktvergleich zwischen den direkt auf Thompson zurückzuführenden Modelle noch einen Schritt hinausgehen würde.


    Folgerichtig zeigt der zweite Thread weitere Modell-Alternativen, falls man Aspekte der Thompson-Konzeption aufnehmen, dabei aber andere Messer verwenden mag...


    Benchmade SOCP günstige Alternative?????



    Eine Anmerkung noch: Die Sache mit dem stressfesten Griff und der Möglichkeit zum instinktiven sicheren Ergreifen in Verbindung mit sehr guten Tragemöglichkeiten macht NATÜRLICH nicht nur im SV-Bereich Sinn. Sie ist auch interessant für Messer in anderen Bereichen, in denen ein Einsatz schnell erfolgen muß und das Messer in Ziehen und Anwendung nicht verlorengehen darf, z.B. bei bestimmten Sportarten....


    Insofern ist ein Blick aufs Review nicht nur dem SV-interessierten mit meinem Info-und Hardware-Beuteschema ans Herz zu legen, sondern auch anderen unter dem genannten Aspekt :thumbup:

    Heiligs Blechle :)
    Zweieinhalb Zoll Höhe hatte ich schon geschätzt, aber drei sind ja echt ne Hausnummer, zweieinhalb Pfund Gewicht auch....da möchte NICHTS im Wege stehen - und sollte es auch nicht. So eine Klinge zerteilt (...ausprobiert bei einem Wildschwein...) z.B. auch einen Rückenwirbel und zertrümmert ihn dabei nicht, sondern erzeugt einen fast schon erschreckend glatten Schnitt...


    Mein Mountain Man ist ein gutes halbes Pfund leichter, liegt damit aber auch schon knapp unter einem Kilo. Bei Romans Messern ist aber immer wieder erstaunlich, wie er die Masse z.B. durch die Griffgestaltung so ausgleicht, daß sich das Messer subjektiv VIEL leichter anfühlt und geradezu erstaunlich führig bleibt. Beim letzten Besuch des "Trolls" bei uns hat uns das bei seinen und meinen "Juchtens" auch wieder einmal verblüfft.....

    Bastian "XPedition" vertreibt die hier, er kann Dir sicher ein paar Links zu Berichten und auch eigene Eindrücke vermitteln.
    Wenn ich dran denke, wie ich für ihn ein Timberline rannehmen mußte, um es für sein Sortiment zu testen und zu bewerten, oder mit welcher Sachlichkeit er auch kritische Diskussionen zu Herstellern aus seinem Sortiment zugelassen hat, kannst Du Dich absolut darauf verlassen, daß er hier nichts einfach nur "loswerden" will.

    Unsereiner erwartet ja schon ne Konfetti-Parade und Schampus, wenn er mal ne Lampe anschließt, ohne daß das Viertel in Dunkelheit versinkt oder dem Nachbarn beim nächsten Schalterkontakt die Haare rauchen...


    Beide Holster gefallen mir wirklich gut, und der rustikale und ein wenig ungleichmäßige Touch des Pancake-Holsters paßt imo viel besser zu so einem Messer als was Perfekt-Gelecktes :thumbup:

    Das UTK ist teurer, soweit ich weiß.


    Größer als der SOCP-Dagger ist dies hier:


    http://www.knifecenter.com/ite…h-Black-Combo-Tanto-Blade


    United Cutlery "Undercover"


    Für die in einem speziellen Thread angesprochene Trageweise auf der Stiefelzunge ist das zu groß, an der Weste, der Ausrüstung oder am Gürtel könnte es konzeptionell aber das BM ersetzen, denke ich....


    Auch auf die "Double Agent"-Modelle von CS kann man einen Blick werfen, das Ziehen über das Greifen in den Ring am Griffende funktioniert da bedarfsweise ebenso. Allerdings ist der Griff insgesamt etwas fülliger und würde in der gleichzeitigen Interaktion mit einer Kurzwaffe wohl eher stören.


    http://www.coldsteel.com/Produ…/DOUBLE_AGENT_SERIES.aspx


    Wenn es - konzeptionell übrigens auch nicht "erforderlich" - nicht schneiden können muß, sondern nur penetrieren soll, wäre DAS hier für mich durchaus eine Alternative, insbesondere für eine Postion auf Schuß-/Einsatzweste usw:


    CS Battle Ring


    http://www.coldsteel.com/Product/92FRD/FGX_BATTLE_RING.aspx



    In diesem Zusammenhang ist vielleicht noch mal daran zu erinnern, daß - wenn es schon eine HuS-Waffe wie der SOCP-Dagger sein darf, weil Einsatzzwecke das rechtfertigen usw., es auch die FGX-Variante (ohne Schneiden!) des CS-Push-Daggers sein darf, weil dieser lt. geltendem FB KEINE verbotene Waffe ist, sondern lediglich eine HuS-Waffe:


    http://www.coldsteel.com/Produ…PB/FGX_PUSH_BLADE_II.aspx


    Konzeptionell sind Ergreifen und Anwendung dann durchaus vergleichbar, allerdings ist nach meiner Einschätzung die gleichzeitige Interaktion mit einer Kurzwaffe bei beidhändigen Haltungen oder Haltung in der Schußhand auch hier deutlich eingeschränkter....


    Von allen bislang alternativ vorgestellten Modellen erscheint mir - von seinen Möglichkeiten her, NICHT seiner Zweckbestimmung!! - das Bird & Game noch das geeignetste Modell für eine faktische Ersetzung. Und es hat den eindeutigen Vorteil einer Nichtwaffen-Eigenschaft, die dann auch - im Gegensatz zu der einen oder anderen hier ansonsten vorgestellten Alternative -die private Verwendung in D nicht einschränkt. Für unsere Schweizer Freunde wäre es auch ein Vorteil, daß das Messer ja keine symmetrische Dolchklinge aufweist :)

    Crusader: Der Rest an Sichtbarkeit stört mich persönlich nicht.
    Das wäre aber eine interessante Sache für diejenigen, die auf diesen Aspekt mehr Wert legen.
    Tatsächlich kann ich mir gut vorstellen, eines dieser einschlaufbaren Zipper-Systeme vor einem dann zwischen Zipper-Einlage und Zunge befestigten Messer anzubringen. Die Scheide wäre dann komplett verdeckt. Das wäre insbesondere eine interessante Sache für Messer wie UTK und SOCP, die dann ja nur mit dem Ring am oberen Ende knapp herausragen müßten...

    Gute Güte, bin ja auch nicht James Bond :)


    Aber es ist halt eine Sache der Gewohnheit geworden und macht auch zivil/privat Sinn:
    Ein Primärmesser mag man ja auch mal in der Jacke haben, wenn man draußen unterwegs ist.
    Legt man die ab, muß man umpacken. Oder man hat das Primärmesser am Gürtel oder in der Hosentasche und dann ne dicke Winterjacke drüber, mag aber auch nicht unbedingt ein Koppel mit nem Messer über der Jacke tragen. So hab ich aber zumindest immer das Boot-Knife gut zugänglich dabei...
    Ich trag das jedenfalls fast ständig so, nicht nur beim Arbeiten :)

    Einmal ist es der Preis, dann ist der SOCP eben auch noch konzeptionell sowas von eindeutig eine HuS-Waffe, daß er auch rechtlich nicht in jeder Situation "von Vorteil" ist....


    Daher warte ich mit großem Interesse auf dieses schöne Ding, das eindeutig ein Jagdmesser ist...


    Cold Steel Bird and Game


    http://www.coldsteel.com/Product/20AZ/BIRD_GAME.aspx


    Auch die Vorbilder, aus denen es entstanden ist, waren nie etwas anderes als Jagdmesser, nämlich die diversen "Bird and Trout"-Ringmesser verschiedener traditioneller und moderner US-Hersteller


    Wem es also nur um ein entsprechend schlankes Messer mit Ring am Griffende geht und wer damit dann machen möchte, was er mag, ohne sich vorher irgendwelche SV-Werbung anzutun, muß nicht unbedingt auf BM, Spartan oder Bastinelli/Marcaida zurückgreifen :)

    Seit vielen Jahren meist mit mehr als einem Messer unterwegs, trage ich schon SEHR lange auch häufig ein Messer am/im Stiefel. Da ich fast täglich hohe Schnürstiefel trage (...lustiger Gegensatz: während manche Kollegen froh sind, endlich in Halbschuhe zu kommen, bin ich bei den wenigen Halbschuh-Gelegenheiten immer wieder froh, in meine Boots zu steigen :) ), ist dazu technisch auch eigentlich jeden Tag Gelegenheit...



    Die Position am Stiefel wäre für mich NICHT die für einen Solospieler - bei aller Diskretion ist diese Position in manchen Haltungen nicht schnell, bequem und diskret genug zu erreichen. Als Trageposition für ein Sekundärmesser - ergänzend zu einem auf Hüft- oder Brusthöhe getragenen Primärmesser - hat die Position aber Vorteile:
    Das Messer ist von der Position her im Sitzen in Fahrzeugen oder am Tisch gut zu erreichen, wo der Zugang zu einem Primärmesser ggf. durch Sicherheitsgurt oder Platzmangel behindert wird. Auch in einer Situation, in der ein Angreifer - insbesondere durch Draufliegen - meinen Torsobereich blockiert (am Boden) kann ggf. ein Sekundärmesser am Bein noch erreicht werden.


    Bei einem vollen Ausrüstungsprogramm verbleibt am zur Positionierung "kostbaren" Torsobereich evtl. auch nicht der Platz für ein Sekundärmesser, vor allem aber sind es die oben genannten Aspekte einer Zugänglichkeit auch bei einer von der Norm abweichenden Körperposition, die für das Boot-Knife als Sekundärmesser sprechen können.
    Nimmt man den Aspekt eines Messerzugriffs durch die Messer-Sekundärhand bei anderweitig blockierter MesserPrimärhand hinzu, bietet sich für den Messer-Rechtshänder ein Tragen am linken Stiefel an.


    Bei mir persönlich kommt hinzu, daß ich als Messer-Rechtshänder kurioserweise Linksschütze bin, somit das Primärmesser rechts und die Kurzwaffe links trage - dementsprechend folgerichtig nach den o.a. Überlegungen ein Sekundärmesser am linken Boot.


    Nun kennt so ziemlich JEDER, der schon mal nen Western gesehen hat, die Trageweise eines Boot-Knifes entweder im Schaft des Stiefels oder außen am Schaft befestigt genau seitlich, links also auf "9 Uhr". Das hat zwei Nachteile:
    IM Schaft getragen, neigt die Sache dazu, nach einigem Marschieren ggf. zu drücken und/oder zu scheuern. Zweitens gilt dazu das von Tony Lennartz kundig irgendwann Eingeworfene: In enger Umgebung, bei Durchqueren von Vegetation usw. neigt das Messer bei dieser Position, besonders bei äußerer Befestigung, schlimmstenfalls dazu, sich irgendwo zu verfangen oder verloren zu gehen....


    Bequemer ist zudem die Position IM Schaft auf "7 Uhr" statt auf "9 Uhr" - also zwischen Außennöchel und Achillessehne. Dort ist - anatomisch bedingt, meist genug Raum im Stiefel, und das Drücken gegen die Knochen wird deutlich reduziert. Das von Tony erwähnte Risiko wird reduziert, jedoch nicht ausgeschaltet.
    Sicherer wäre allenfalls eine Trageweise auf "5 Uhr" links, also zwischen Innenknöchel und Achillessehne.
    Das mag aber nicht jeder beim Laufen haben.


    Alle diese Positionen haben zudem den Nachteil einer vergleichsweise schlechteren Zugänglichkeit (beim Tragen auf der Innenseite zudem ohne breiteren, "öffnenden" Stand) insbesondere durch die andere, in meinem Fall die rechte, Hand.


    Nun ist es unter dem Aspekt der möglichst alle Lebenssituationen abdeckenden maximal flexiblen Zugänglichkeit zum Messer natürlich eine gute Sache, das Boot-Knife bedarfsweise auch mit der anderen Hand ohne "Gehampel" greifen zu können.


    Zusammenfassend: NATÜRLICH kann man ein Boot-Knife in diesen Positionen tragen, auch ich mache das mit solchen, die sich für die nachfolgend vorgestellte Trageweise größenmäßig nicht eignen, immer noch und gern. Mit dem kleinen BJ Halo Boot Knife habe ich mir ja auch erst kürzlich eines für diese klassische Trageweise gekauft und trage es nun gern, nachdem ich die Mängel der Scheide behoben habe...Aber es geht mit einem geeigneten Messer bequemer und vielseitiger:


    Das Messer wird - wie oben abgebildet - vorn auf der Stiefelzunge mit eingeschlauft.
    In dieser Position drückt und scheuert gar nichts, auch bei 30 km zu Fuß.
    Ich bin damit schon durch allerlei gekrochen, ohne je eins zu verlieren.
    Und das Messer ist mit beiden Händen sehr gut zu erreichen.


    Wird das Hosenbein über dem Boot getragen, ist das Messer vergleichsweise gefühlt besser zugänglich als in der klassischen Seiten-Trageweise (das Messer ist dann übrigens auch fast nicht zu sehen). Über der Hose getragen, ist die Zugänglichkeit gefühlt ebenfalls gleichauf bis besser, bei Ergreifen mit der "anderen" Hand auf jeden Fall besser.


    Natürlich habe ich das nicht erfunden, sondern mir durch Vorbild angeeignet, bin von dieser Trageweise aber nach jahrelanger Praxis sehr überzeugt. Den "Mehraufwand" beim Stiefelschnüren bemerkt man bei eintretender Gewohnheit übrigens bald fast nicht mehr :)


    Oben auf dem Bild mein absoluter Normalgebrauchs-Favorit für diese Trageweise gemeinsam mit einem Neuzugang, der diese Position beim Arbeiten nun wohl öfter einnehmen wird:


    Spartan Blades Enyo und Benchmade SOCP


    Hier noch mal im Direktvergleich...



    Das Spartan ist für den Alltagsgebrauch vielseitiger, zudem ist es keine HuS-Waffe und damit auch problemlos "wandertauglich". Der SOCP-Dagger ist hingegen ein SEHR gutes Backup-Tool und läßt sich durch den Ring bestens instinktiv schnell und sofort sicher erfassen und ziehen...


    Ein paar Links zu dem Messer finden sich hier:


    Was habt ihr heute bekommen, was morgen? Nr. 11



    Und hier eimal eine Auswahl der Messer, die sich seit geraumer Zeit durch ihre Größe und Bauart sowie die Befestigungsmöglichkeiten besonders bei mir für diese Trageweise qualifiziert haben:



    Ganz oben das Spartan Enyo, darunter Raidops CQB-F4 (glücklicherweise noch eines der alten :) ), Benchmade SOCP Dagger, Fox FKMD UTK (Single Edge), darunter ein HAK-Klon, Gerber Ghostrike und Extrema Ratio N.K. 3


    Randbemerkungen: SOCP und UTK folgen einer ähnlichen Grundkonzeption, das Scheidensystem des UTK ist klasse, die Ergonomie allerdings der des SOCP imo unterlegen. Die Scheide des HAK-Klons (insgesamt ein Zwanni....) ist imo deutlich besser als jedes Boltaron-Ärgernis von Spyderco, das ich schon in der Hand hatte. Das Gerber ist ein praktisches kleines Ding, auch der Preis ist gut, und der gummierte Griff liegt wirklich sehr brauchbar in meiner Kinderhand. Und ich oute mich als "tactic-eitel" und gestehe gern, daß ich das ER N.K.3 schon sehr gern zu Dark-Camo-Plünnen trage, weil das sehr gut miteinander harmoniert. Auf "Tactical" nicht nur funktional, sondern auch ästhetisch zu stehen, heißt ja nicht, KEINEN Geschmack zu haben, sondern nur einen anderen :)


    Interessieren würde mich natürlich, ob auch jemand von Euch diese Trageweise praktiziert - mit welchem Messer und mit welchem Eindruck.

    Seit ein paar Tagen im Bestand:


    Benchmade SOCP Dagger



    Macht sich SEHR gut auf der Stiefelzunge, mehr dazu in einem eigenen Thread...


    "Es liegt mir auf der Zunge..." - Meine favorisierte Stiefelmesser-Trageweise




    Hier aber schon mal etwas informativ und bewegt Bebildertes zum Messer und zum Konzept:


    Vorstellung:


    https://www.youtube.com/watch?v=3y-crXJ7DNA


    Anwendungskonzeption zivil-LEO-MIL


    https://www.youtube.com/watch?v=mUAOE4CH-WA


    https://www.youtube.com/watch?v=jctUT_IJ0lQ


    https://www.youtube.com/watch?v=ph5whJuAaks


    Und ein Review...


    https://www.youtube.com/watch?v=U48ht1ezLVI


    Eigenes kurzes Fazit als Ersteindruck:
    Trägt sich bestens auf dem Einsatzstiefel, läßt sich von Stiefel, Gürtelhöhe oder Weste durch den Ring instinktiv sofort sicher greifen und ziehen. Weniger vielseitig und alltagstauglich als - in der Stiefelposition - sein Hauptkonkurrent Spartan Enyo, aber ein SEHR gutes Backup-Tool...

    Zwar nicht "gewaltig", aber mit der Zeit doch dreistellig geworden...aber das war ja wohl auch mit nem Schmunzeln so als Überschrift gewählt :)


    Nach wie vor doch ne Menge Rotation, anlassbezogen, privat/dienstlich, Abstimmung mit den jeweiligen Klamotten....und auch unter dem Aspekt des Ausprobierens und Dazulernens, durchaus aber auch der Tageslaune.


    Insbesondere beim Arbeiten hat sich aber ein "harter Kern" herausgebildet, der immer wieder mitkommt, bzw. zumindest einzelne Messer daraus:


    Folder: Extrema Ratio Nemesis, CRKT Otanashi Noh Ken
    Stiefellasche: Spartan Blades Enyo
    Fixed: Extrema Ratio Shrapnel