Beiträge von Micha M.

    War keine Kritik, Deine Arbeit ist ausgezeichnet, und Du wirst wohl kaum eine Gesamtdarstellung in einem Zug und an einem Tag hinbekommen zu einer Diskussion, die sich zwischen Firmen, militärischen Forschungseinrichtungen usw. seit Jahren hinzieht und immer wieder diametral entgegengesetzte Statements produziert :)


    Aber es wäre eine sinnvolle Abrundung, durchaus gut untergebracht in einem zweiten Schritt.


    Völlig richtig übrigens: Auch DIE urbane Umgebung gibt es so sicher nicht, sondern auch hier unterschiedliche Hintergründe, Materialien, Helligkeitswerte je nach Wetter und Tageszeit. Auch hier ist im professionellen Bereich die Bewertung ja längst nicht abgeschlossen: Während z.B. im urbanen Einsatz befindliche SE-en zeitweise "tactical black" unterwegs waren, hellt sich das momentan bei vielen Einheiten ja auch auf über Grautöne oder das gute alte Oliv/OD, in dem z.B. die "Neuner" jetzt urban wieder häufig unterwegs sind...

    Gefällt mir sehr gut, erinnert ein wenig an Messer von Trace Rinaldi oder Dave Wesner - und das sind bei meinem "Beuteschema" sehr angenehme Assoziationen :)


    Mich wundert das imo relativ geringe Gewicht bei mehr als Viertelzoll Klingenstärke. Mein in der Form recht vergleichbares Ranger Knives RD 9 war da ein Stück schwerer.

    War auch nicht böse gemeint, sondern als dezenter Hinweis für künftige Namensgebungen und Vorstellungen :)


    "Fare pruvulazzu", wie meine sizilianischen Freunde sagen, kann ja beizeiten ein gutes taktisches Mittel sein, aber eben nicht immer :)


    Was man draus machen kann, erschließt sich dem geneigten Anwender, wenn er das Messer und seine Eigenschaften vorgestellt bekommt. Welches "Etikett" dran klebt, macht leider rechtlich einen großen Unterschied - obwohl es praktisch ziemlich egal ist. Denk mal an den friedlichen Sharpfinger und das, was Sonny Barger damit so anzufangen wußte :)


    Bei einigen Messern der letzten Zeit, die von US-Firmen vorgestellt wurden, hab ich mich wirklich geärgert: Einschneidige Messer unter 12 cm, denen man allerhand Potenzial ansehen konnte, wurde gewohnt US-blutrünstig und so überflüssig wie ein Kropf als Waffe beworben, z.B. ein sehr schöner Upswept Skinner von CRKT.


    Sowas ziehen sie dann einmal hier aus einer Kutte und geben sich halt Mühe, dem Träger Stress zu machen - und schauen sich dann die Werbung an und triumphieren: Ah, ist ja als Blankwaffe "gedacht", obwohl es natürlich auch nicht anders aussieht als ein Case Ridgeback, das untrüglich ein Jagdmesser ist.


    Du magst das sinnfrei finden, ich vielleicht auch :)....hilft aber leider nix.


    Interessantes Messer, ganz am Rande :), das Du uns da vorstellst. Mir gefällt es gut...als Gebrauchsmesser, und dann schaut man halt mal, welcher Gebrauch so gerade notwendig wird....


    Ein paar Daten dazu wären fein, was mich als Datenfreak besonders interessiert, sind Klingen- und Gesamtlänge, Klingenstärke und als Zückerli vielleicht auch in Wort zum Balancepunkt, vielleicht gemessen in mm von der Mitte des Handschutzes aus. Das läßt auch "vom Blatt" ganz gut einschätzen, wie das Messer austariert ist, ob es eher wuchtig-vorderlastig ist oder vorn eher leicht und flink :)

    Mich wundert, daß in einigen Beiträgen fast ausschließlich auf die Muster-Unterschiede abgestellt wird, während sich doch auf den Bildern in ruraler Umgebung primär der Wahrnehmbarkeits-Unterschied durch Abheben von der Umgebung nicht durch das Erkennen der scharf umrissenen Kontur ergibt, sondern durch ein Abheben vom "Helligkeitswert" der Umgebung.
    Stellt man beim Betrachten des oberen Bildes im Wald einmal bewußt die Augen auf "unscharf", nimmt man eh keine genaue Kontur mehr wahr - erkennt aber den MC-Träger durch den "zu hellen" Klecks in der Umgebung. Da würde dann in der Praxis der genauere Blick ansetzen...
    Und in anderen Threads wurde genau das auch schon thematisiert und erkannt und das eine oder andere Camo nicht als zu wenig durch Muster konturlösend, sondern konkret schlichtweg als "zu hell" als suboptimal erkannt.
    Praktisch wird dieser Nachteil noch dadurch verstärkt, daß ich mir zum Verbergen regelmäßig eher nicht die lichtexponierteste Stelle aussuchen werde, sondern gerade Positionen mit Schlagschatten usw.
    Das ist imo übrigens auch der Haupt-Nachteil des A-TACS FG, das ich sehr wohl als Freizeitkleidung sehr gern trage, weil es in diesem Anwendungsbereich eben nicht auf "perfekte" Tarnung ankommt und mir ein graduelles Verschmelzen mit der Umgebung dort allemal ausreicht: Während es in direkt sonnenbestrahlten Bereichen mit mitteleuropäischem Grünbewuchs wirklich vom Farbwert her sehr gut paßt, ist es im Schlagschatten regelmäßig zu hell und hebt den Träger dann mehr ab als z.B. das im Grundton dunklere Flecktarn.


    Was ich im Vergleichstest jedoch ein wenig vermisse, ist eine Darstellung in urbaner Umgebung oder zumindest in einer Umgebung, in der auch Baulichkeiten, Mauern usw. vorhanden sind. DAS entspricht ja ganz deutlich aktuell eher der Einsatzsituation im militärischen Einsatz als der wunderschöne grüne Tann.


    Entsprechende Darstellungen würden - wie ich zumindest vermute - darauf hinauslaufen, daß der stärkere Grauwert des MC hier dann wieder gegenüber dem dominierenden Grün Punkte aufholt und die Binsenweisheit wiederholt, daß es das "universelle" Camo dann doch leider eher nicht gibt....

    Reviews und/oder Bewertungen neuer Modelle habe ich ja auch schon gelegentlich gefertigt - und bin wirklich beeindruckt sowohl von Einzelleistungen hier als auch dem Gesamtertrag an Erkenntnissen, Infos, Bewertungen dieses Passarounds. Gerade auch durch die unterschiedlichen Ideen und Anschauungen der einzelnen Tester wird das Ergebnis imo sehr angereichert. Klasse, Sven, daß Du ein Modell in die Runde gegeben hast und hier so objektiv und vielschichtig vorstellen läßt! Und vielen Dank an die diversen Tester für ihre so sorgfältige wie informative Arbeit! :thumbup:

    Wesentlich für die waffenrechtliche Einordnung ist die "Zweckbestimmung" eines Messers, also die Anwendung, für die der Hersteller das Messer vorsieht, für die er sie bewirbt usw. Gerade in aktuellen Fällen der Indizierung übrigens auch kleiner einschneidiger Messer hat Wiesbaden in den Begründungen deutlich gemacht, z.B. auch durch Net-Recherchen diese Hersteller-Zweckbestimmung ermittelt zu haben.


    Man kann also kaum etwas Unklügeres tun, als ein auf 42a-Konformität abzielendes "EDC" dann als Fighting-Knife zu definieren und vorzustellen. Es dann noch ganz friedlich "Camorra" zu nennen, dürfte nicht ungeteilt nur die Assoziation hervorrufen, daß es in gemütlichen Gemeinschaftszellen sicher nur zum besonders feinen Schnippeln des Knoblauchs für Tomatensauce und Fleischklößchen gedacht ist (...obwohl das wirklich eine geniale Szene ist...).


    Wenn man bei ner Polizeikontrolle "Li carciri" im Auto-Player dudeln läßt, darf man halt nicht erwarten, immer nur für nen Volksmusik-Freund gehalten zu werden...

    Du bist ja auch groß genug, daß links und rechts vom Rückgrat genug Platz ist, um sowas hinten hinter der Hüfte unterzubringen :)


    Ich hab früher große Fixed auch gern hinten quer getragen (und dann eben auch quer übers Rückgrat), lasse das aber jetzt wegen der Gefahr fürs Rückgrag bei Stürzen, Anprall usw. komplett bleiben....

    Ja, die Linienführung hat was, das spricht sogar mich als Friction-Folder-"Feind" durchaus ästhetisch an...


    Aber "rustikal" - und das ist das Ding ja, nicht nur das Etui (das selbst ich mit dem handwerklichen Geschick eines angetrunkenen Dreijährigen wohl so zusammengepfriemelt bekommen hätte...) wird man das wohl mit normaler Herzfrequenz nur nennen, bis man an den Preis erinnert wird:


    Meister Koch hat es geschafft! Er ist offenbar in der Szene arriviert. Schon seine diversen bunten Gimmicks sind ja mutig eingepreist - aber 500 Euro nach Steuern für dieses Messer hier sind ein untrügliches Zeichen, daß er zumindest derzeit seinen Hype wirklich genießen und nutzen kann und das auch tut :)


    Ja, Custom-Folder müssen schon ihren Preis haben, da steckt halt viel Arbeit und notwendige Präzision drin - vor allem, wenn der Lock vernünftig funktionieren und das Messer sauber und spielfrei verriegeln und laufen soll.....Friction-Folder "gehen" da vermutlich nen Tick einfacher.


    Ich finds klasse, daß Du Deinem Gusto gefolgt bist und Dir das gegönnt hast! :thumbup:
    Aber mir fällt es schon bislang unüberwindlich schwer, diese Preishürde für so etwas wie den Spartan Harsey Folder zu überspringen...für nen Friction-Folder aus einem Stahl, der mich bei nem Serien-Zehnzöller nicht mal nen Hunni kostet und dessen Technik eben auch sehr einfach gehalten ist, bliebe das für mich unüberwindlich...

    Au fein, dann hat der Grenni jetzt ja jeden Tag Kindergeburtstag :)


    Operation Enduring Children's Birthday Party


    AFG, Irak, Bin Laden und IS sind ein Scherz dagegen....


    Das Lile auf dem Altenteil, Lillifee rules....die modernen Zeiten sind in unserer Mitte angekommen....:)

    Danke für die Präsentation, Troll! :thumbup:


    Bei meiner Kinderhand bekäme ich vermutlich auch vier Finger um den Griff :)


    Bemerkenswert finde ich die Schneidenlänge, da gibt die Wharncliffe-Form wirklich SEHR viel her bei der geringen Gesamtlänge des Messers...

    Sacha, Glückwunsch zu den Neuerwerbungen. Genau mein Beuteschema :)


    Wäre spannend, wenn Du mal nach ein wenig "Spielen" (...das wirst Du ja hoffentlich nicht lassen können :) ) etwas über das MaxVenom-Messer schreibst, insbesondere der Übergang von der Impact-Tool-Anwendung zum Klingeneinsatz interessiert mich sehr!


    Und das Parabellum ist einfach ein Klassiker. Nicht nur Roman ist davon bekanntermaßen begeistert, auch ich verwende das Messer wirklich sehr gern.

    Ging auch nicht gegen Dich, Balin! :)


    Friction Folder sind nicht mein "Ding", aber das gilt ja auch für einige andere Messer-Arten, die ihrerseits jedoch ihre Liebhaber haben - und das ist gut so!


    Und andererseits lassen uns ja auch die Gebrauchsmesserfans und die Freunde klassischer Gestaltungen unseren Spaß an dem einen oder anderen in der Formgebung und im Stil eher auf "Tactical" oder SV getrimmten Messers, mit dem sie selbst wenig anfangen wollten....

    Selbst das zieht den Sinn von "Routinen" nicht grundsätzlich in Zweifel, zudem ist es ein doch etwas anderes Level...


    In High-Risk-Bereichen macht es sicher Sinn, sich tatsächlcih körperlich davon zu überzeugen, Gegenstände meinetwegen zurückgelegt zu haben, wie etwa bei Flugzeugreparaturen oder chirurgischen Eingriffen. Auch eine Waffe sollte man vernünftigerweise nicht im Vertrauen darauf ungeprüft handhaben, sich der Routine unterworfen zu haben, sie nie geladen ins Fach zu legen.


    Allerdings ist es ebenso dann eine "Routine", sie wirklich nie zu handhaben, bevor man sich körperlich vom Ladezustand überzeugt hat.


    Und es reduziert immer noch die Fehlerquellen, wenn man auch vorher eben diese "Routinen" einhält und z.B. ganz bewußt IMMER die Waffe entlädt, die aus dem Patronenlager entnommene Patrone ins entnommene Magazin zurückführt und sich durch einen Blick vor dem Zurücklegen davon überzeugt, daß das Magazin wieder voll geladen ist.


    Beim EDC vor jedem Verlassen des Hauses wirklich für alle Gegenstände eine bewußte "Vollzähligkeits- und Funktionskontrolle" durchzuführen und vielleicht auch noch ne Strichliste abzuhaken, hätte aber dann doch vielleicht etwas leicht Neurotisches. Und die Routine, alle benutzten Gegenstände unverzüglich nach Gebrauch wieder am Stammplatz zu versorgen, macht das oft auch ziemlich entbehrlich. Vor allem mindert es auch das Verlustrisiko von Gegenständen durch Liegenlassen.

    Jeder Jeck ist anders....:)


    So GAR nicht meins.
    Ist für mich so, als würde man wegen bescheuerter Autogesetze wieder auf den Ochsenkarren klettern.
    Da würde ich mich jedes mal ärgern, wenn ich das Ding benutzen würde :)

    Gemessen wird linar, darüber herrscht wohl Konsens.
    Das wird u.a. auch dadurch gestützt, daß in einzelnen internen "Bewertungshilfen" ausdrücklich darauf hingewiesen wird, daß z.B. eben NICHT die Schneidenlänge zählt, sondern die Länge der Klinge bis zur Griff-Vorderkante. Natürlich nicht aus Toleranz gegenüber Messerträgern, eher im Gegenteil: Das sollte man bei langen Ricassos usw. berücksichtigen. Außerdem nicht verbindlich festgelegt ist leider, ob die kürzest- oder längstmögliche Gerade zählt, wenn die Griffschalen vorn abgeschrägt sind.
    Da kann man zwar die These vertreten, daß die - wiederum interne - Begründung der Längenbegrenzung mit der letalen Stichwirkung nur Sinn macht, wenn man den möglicherweise penetrierenden Teil berücksichtigt, sicherer Grund ist das aber nicht und wird sicherlich wieder vom emsigen Herrn M. mit allerlei feinsinnigen Ideen angefochten, darunter im Regelfall viele, um deren Kreativität ich die Wiesbadener beneide, weil ich auf sowas auch nach gut 4 Jahrzehnten Befassung mit dem Thema Messer nie gekommen wäre :).
    Unterm Strich nach derzeitigem Praxisstand also: Gerade messen, aber an der Stelle der größten linearen parallel zur Klingenachse gemessenen Länge...