Beiträge von Micha M.

    Wobei sogar Sinn macht, was da so hinterfragt wurde: Man wird tatsächlich weniger wahrscheinlich angegriffen, wenn der Aggressor unsicher ist, ob er mit einem fertig wird. Das ist ein verhaltenspsychologisches Grundmuster, eben "Flucht oder Angriff". Tatsächlich werden z.B. polizeiliche Einsatzkräfte, die ausstrahlen, die Situationsherrschaft zu behalten, seltener angegriffen als schwach und/oder unsicher wirkende.


    WIRD man aber angegriffen, ist es auch gar nicht so schlecht, dem angemessen begegnen zu können. Selbst das Weglaufen funktioniert ja nur, wenn man sich zügiger bewegen kann als beispielsweise die Kontinentaldrift....Nun kann man natürlich sagen, für das Abdrücken einer Faustfeuerwaffe bedürfe es nur der Überwindung von gut 5 kg Abzugswiderstand....Es gilt aber in unseren Breiten als unfein, z.B. einfaches Schubsen durch sofortiges Füsilieren zu beantworten, das zieht Ausschimpfen nach sich und gewissse "Ereigniskarten" ähnlich denen beim Monopoly...


    Falls man also irgendwie levelmäßig unter dem Ballern reagieren muss, ist es gar nicht falsch - sowohl bezüglich Technik als auch Kraft und Schnellkraft - über zumindest ein Grundmaß an körperlichen Fähigkeiten zu verfügen. Sich bzw. andere zu hauen, ist nämlich sowohl von der unmittelbaren Kraftanwendung als auch allgemein-konditionell unerfreulich anstrengend.


    Aber "Taktik" beinhaltet natürlich nicht nur Erschießen, Erstechen (...um mal andere beliebte Hobbies zu benennen...) oder Verkloppen, sondern ist eine Sache des Grundverhaltens,und das wird nicht unwesentlich beeinflußt von der allgemeinen Wahrnehmungs-, Denk- und Handlungsfähigkeit. Nun kann man natürlich auch sauschlapp und mit 200 kg auf einem Sofa hocken und z.B. auch wunderbare und hochgelehrte philosophische Werke verfassen, Fitness ist nicht unbedingt ein zwingender Faktor von Intelligenz. Leider wird man in diesem Zustand aber auch schnell schlapp und müde, und dann klappt es bei Stress nicht mehr so lange und so gut mit dem wachen, schnellen Wahrnehmen und klugen Entscheiden, mit dem ich im Vorfeld vielleicht alle physisch schweißtreibenden Aktionen im obigen Sinne gleich irgendwie vermeiden und anders aus dummen Sachen herauskommen kann....


    Die Klimmzüge und Kniebeugen bringen mir also eine bessere Grundkondition,ich werd nicht so schnell müde, bleibe unter Stress leistungsfähiger und kann effizienter handeln, selbst auf dem Sofa....oder eben im Befehlsfahrzeug einer Maßnahme oder ansonsten auch einigermaßen bewegungslos in einem 24-Stunden-Einsatz....


    Daher trainieren Einsatzkräfte nicht nur das und fürs Hauen, sondern stärken eben auch ihre Fitness, und nützlich ist das unter denselben Erwägungen eben auch für andere taktisch Interessierte :)

    John-117, ich frage mich nur, warum man wegen des verdeckten Tragens eines Hawks "vollkommen zu Recht" mit auf die Wache genommen würde?
    Ich kann mich noch sehr gut an die Zeiten vor dem albernen 42a erinnern. Da durfte man noch große Messer oder auch ein Hawk tragen und wurde nicht mitgenommen, solange man keinen Unsinn damit gemacht hat.
    Und in Ländern wie Österreich, in denen das Messerführen nicht eingeschränkt ist, ist das Ranking im internationalen Sicherheitsvergleich besser als hier in D, wo man zunehmend eher wie ein Insasse behandelt wird.
    Solange der Träger mit dem Hawk keinen Unsinn anstellt, soll er es doch meinetwegen führen, wo er mag.
    Die Leute, die schwere Straftaten begehen wollen, lassen sich durch den 42a nun wirklich nicht einschränken - und ich fühle mich weder beim Arbeiten noch privat auch nur ein Jota sicherer durch diese Norm, privat allerdings gegängelt wie bei einem Knastbesuch....

    Ich sehe primär 2 Möglichkeiten:


    1. Auf der Rückseite eines Rucksacks verbauen, ggf.noch mit ner abdeckenden Textillage drüber und lediglich seitlichen Eingriffen, damit es auch nicht auffällt, wenn man den Rucksack abnimmt.


    2. Am Gürtel auf "5 Uhr", also für einen Rechtshänder hinten auf der rechten Hüfte, NICHT über dem Rückgrat (Verletzungsgefahr!), und zwar mit dem Stiel nach oben. Stiel liegt dann parallel zur Wirbelsäule hinten am Rücken an. Den Stiel nach unten zu tragen, ist untunlich, das würde unter Jacken usw. hervorschauen.

    Für mich sicherlich einer DER Tactical-Folder schlechthin...und seit 2000 in der Ur-Version bei mir zur steten Zufriedenheit in Gebrauch:


    CRKT M 16-14, hier mein Neuzugang der Modellvariante M 16-14 SF (mit Alurahmen, doppeltem Flipper und AUS-8-Klinge)




    Hier mit dem "älteren Bruder", dem Ur-M16-14, noch ohne Lawks....Damals, 2000, war das Ding noch richtig teuer, und der Markt war noch nicht so gesättigt mit noblen Tactical-Foldern. Bin lange um das Ding herumgeschlichen, dann auf ner Ausstellung in Dortmund am Böker-Stand schwach geworden - und habs nie bereut :)



    Harold "Kit" Carson, ein Ex-Offizier, hatte das Modell 1999 mit CRKT auf den Markt gebracht, der Carson-Flipper wurde spätestens mit diesem Messer weltbekannt und bei den Anwendern weit verbreitet.


    Die SF-Version verfügt über einen doppelten Flipper und hat ebenso andere Messermodelle inspiriert, weil der doppelte Guard sowohl optimalen Handschutz auch bei sehr dynamischer Anwendung bietet als auch noch andere Vorzüge aufweist, dazu weiter unten...


    Hier erst mal mit einem Doppelflipper-"Cousin", dem Böker EFD....



    Deutlich auch ein technischer Unterschied: Der Clip des CRKT ist auf Tipup-Trageweise umsetzbar. Das ist bei Linerlocks mit ihrem leichten Klingengang nicht durchweg ratsam: Macht man so etwas außen an den Gürtel, kann sich die Klinge teilöffnen bei Stößen, Sprüngen usw. Außen an Kleidung oder Ausrüstung würd ichs so also nicht tragen wollen.....


    Sinn macht die Sache aber bei Trageweise in der Tasche: Dann funktioniert der zweite Flipper nämlich "im Nebenberuf" auch noch als Pseudo-Emerson-Wave und gestattet das Aufziehen der Klinge am Taschensaum im Ziehvorgang:



    Die Geschichte mit den Grifflöchern macht sich auch hier sehr positiv bemerkbar: Man greift mit der Daumenkuppe hinein, hat definierten Halt am Griff und zieht das Messer sehr sicher. Der Taschensaum zeigt den textilen "Preis", den diese Technik verlangt :)
    Auch ansonsten bringen die Löcher eine sichere Ergonomie und erscheinen mir zielführender, als sich z.B. erst ein glattes "Police" zuzulegen und hinterher Skateboard-Tape draufzupappen, weils dann doch ungut flutscht....



    Ich gebs zu: Ich liebe die Dinger :) In Vor-Internet-Zeiten und vor einem angewachsenen Bestand und Mitbewerbern wie Nemesis oder (nach Differenzierung von Einsatzmesser und Öffnungstool) Otanashi Noh Ken war das M16 der alten Bauweise DER EDC-Folder für mich und jeden Tag im "Kindergarten" dabei.


    Und die moderne Version (wenn ich auch als alter Nörgler, Nostalgiker und altmodischer "Fortschritts"-Feind vielleicht nicht GANZ objektiv bin und das alte Modell irgendwie wertiger verarbeitet finde, immerhin hat es nun auch schon mehr als 15 Jahre Gebrauch klaglos überstanden...) hält immer noch für mich in der funktionalen Spitzengruppe der wirklichen taktischen Arbeitswerkzeuge mit.


    Kein "Super-Stahl", schnöder AUS-8, der aber sehr gut schärfbar ist und bei mir wirklich schon so allerhand geschnitten hat....kein Titan-Rahmen, sondern Alu, dafür aber auch preislich für Leute erschwinglich, die nicht primär messeraffin sind.....kein IKBS, keine Washer aus irgendeinem Weltraum-Kram, aber immerhin notorisch besser flippend als so manches Hinderer.....


    "Kit" Carson, leider schon 2014 zu den himmlischen Heerscharen versetzt, hat sich für mich mit dem M 16 bei Anwendern meines Beuteschemas wirklich ein "taktisches Denkmal" gesetzt. Endlich hab ich mal den schon lange gehegten Plan umgesetzt, dem Ur-Modell ein modernes Brüderchen zu spendieren...

    Muß ja nicht Hochglanz sein wie bei der Luxusversion. Aber ein normales Finish wie etwa bei Street Beat sieht auch nicht sofort verhunzt auch, auch wenn man das Messer benutzt - und hätte besser zum Design gepasst, finde ich...

    Mich stört das Finish.
    Micarta begrüße ich, die Schalen aus gestockter Birke waren ja nicht so mein Ding....


    Aber Böker hätte bei diesem Entwurf bei der polierten Klinge oder zumindest bei einem etwas eleganteren Finish bleiben sollen.


    So sieht das Ding aus wie ein feuerverzinkter Ferrari :)

    Leute, nur mal als Anregung: Das hier hat mit der Ursprungsfrage ja nichts mehr zu tun...
    Was hier nun wieder anfängt, ist die "Grundsatzdiskussion" über preisgünstige China-Messer vs. US-Markenmesser.
    Das ist wirklich sehr vielschichtig, es kommen Aspekte ganz unterschiedlicher Preisgestaltung hinein, außerdem die bekannten Bedenken wg. "Abkupferns", außerdem Behauptungen zur "Gleichartigkeit" von Messern einerseits aus der150-Euro-Preisklasse mit einem 20-Euro-Messer.


    Ich glaube nicht, daß wir das hier "lösen" werden oder auch nur könnten. Und wir werden auch nicht für jeden Anwender "die" letztgültige Antwort finden. Es wird hier immer Anwender geben, die die US-Folder vorziehen und sicher auch bei vielen Modellen dann auch präzisere Fertigung usw. belegen können (zumindest bei Benchmade, während ich an andere US-Hersteller denke und mir da schon weniger sicher bin). Es wird andererseits Anwender geben, die für ein Messer als Ge-/Verbrauchsgegenstand mit einem Ganzo bestens bedient sein werden.
    Ganz kompliziert werden die Vergleiche auch, wenn man an China-Produktionen denkt, die dann unter US-Labeln laufen. Und seit Jahren diskutieren wir hier auch offen über "Design-Anleihen" und finden in diesem sehr diffizilen Bereich mit seinen in der Praxis vorkommenden diversen Abstufungen auch wieder keine allgemeingültige Antwort.


    Wir werden das auch hier und jetzt wieder nicht schaffen.


    Der Threadstarter ist mit einer fachlichen Antwort längst bedient. Lassen wir ihm doch entspannt seinen Standpunkt, in Preis-Leistung und für seinen eigenen individuellen Anspruch mit einem Ganzo bestens bedient zu sein. Und er läßt der anderen Fraktion ihren Anspruch, für bestimmte Markenhersteller eben auch mehr anzulegen und selbst auch von der Qualität und Preiswürdigkeit ihrer Messer überzeugt zu sein.


    Was den "Unsinn" angeht, an ein 20-Euro-Messer dann 50-Euro-Schalen bauen zu lassen: Na kommt, jeder Jeck is anders. Wenn dem Starter dieses Messer voll gefällt und ihm das das Upgrade wert ist, ist doch alles ok.


    Lasst uns den nun wieder begonnenen Grabenkrieg also beenden, wir werden auch hier wieder diese "Schlacht" nicht entscheiden oder gewinnen :)

    Ah, vielen Dank!
    Ja, solche eine Balance unter dem Zeigefinger oder meinetwegen im Guard macht den Gebrauch im Alltag sehr bequem und angenehm und macht das Messer führig.
    Mehr Vorderlast bei großen Klingen bringt dafür mehr Schwung in den Hieb.
    Aber das Arvensis ist ja kein Chopper, sondern ein Allrounder, damit macht diese Balance absolut Sinn.


    Hätte ich in dieser Größenklasse nicht schon solch einen "Overkill" im Bestand und viel zu wenig Gelegenheit, die Messer mal "sich austoben" zu lassen, würde ich wohl bei diesem auch sofort wieder schwach :)

    Schönes Projekt, das Arvensis hier vorzustellen! :thumbup:


    Und gut begonnen :)


    Das Messer ist mir unmittelbar bei seiner Marktvorstellung sofort positiv aufgefallen. Für einen Sibert-Entwurf lohnt sich eh imo immer ein genauerer Blick, das galt für Sudden Impact und Subversive, für das BM 755 und Adamas, aber mit Sicherheit auch nun für dieses Messer.


    Den oberen Guard dürfte man bedarfsweise gut übergreifen können, zudem dürfte die seitliche Auflage am Handschutz auch insgesamt ein Umgreifen des Handschutzes unterstützen, durch den man das Messer dann mit sehr guter Kontrolle "kurz" halten kann für feinere Arbeiten.


    Übrigens auch "beruhigend" zu sehen, daß man mit ein wenig Sorgfalt auch aus Boltaron taugliche Scheiden bauen kann, vielleicht sollte man mal eine nach Golden schicken :)


    Emil, eine bitte für Datenfreaks wie mich: Kannst Du evtl. mal ausmessen, wieviel mm vor dem Handschutz der Balancepunkt des Messers liegt? Dann kann man sich die Tarierung bzw. das Ausmaß an Vorderlast genauer vorstellen. Danke! :)

    Das für etwa 20 Jahre zu Beginn des vorigen Jahrhunderts vom US-Traditionshersteller Marbles hergestellte "Canoe" mit seiner schlanken Clip-Point-Klinge und vor allem der charakteristischen breiten Hohlkehle war wohl einer DER US-Jagdmesser-Klassiker schlechthin.


    Es hat sowohl viele Folge-Entwürfe direkt beeinflußt als vor allem auch viele spätere Designer von Kindheit an beeinflußt und mitgeprägt, die dann wiederum eine Generation später weitere Klassiker gestaltet haben. Nicht zuletzt einige der hier immer wieder gern gesehenen "Vietnam-Knives" basieren nicht zuletzt aus der Prägung von Ben Baker und anderen durch Jagdmesser der 1920er von Marbles, spätere Randall-Modelle usw....Auch das heute ebenfalls selbst legendäre "US Navy and Marine Corps Utility Knife MKII", das wir heute nach einem seiner Produzenten als "KA-BAR-Knife" kennen, resultiert übrigens ja letztlich aus dem um die Jahrhundertwende aufgelegten Jagdmesser "1219C2".....


    Bark River hat das "Canoe" nun auferstehen lassen - schlank, mit Full tang und insgesamt zumindest für mich sehr "sexy" :thumbup:


    https://www.youtube.com/watch?v=dMxf-mHQ2LA



    http://www.barkriverknives.com/index/canoe/


    Das Messer ist schon im Handel, in den Links finden sich auch diverse Specs:


    https://www.knivesshipfree.com…ives-canoe/?sort=priceasc


    http://www.dlttrading.com/bark…n-canvas-micarta-matte-77


    Einziger Wermutstropfen für mich ist die Scheide, die mir so GAR nicht gefallen mag, die aber immerhin in braun oder schwarz und in Links- und Rechtshänderversionen erhältlich ist. Da hätte ich mir eine Scheide gewünscht, die mehr vom Griff frei läßt...


    Insgesamt erinnert das Messer an die ähnlich konturierten russischen "Finka"-Modelle, die dort zu einem ähnlichen Zeitpunkt aufkamen und sich in Russland über Jahrzehnte großer Beliebtheit erfreuten.


    Im Gegensatz zu den A&R-Finkas liegt die Klingenlänge des "Canoe" jedoch unter 12 cm, die Hersteller-Zweckbestimmung als Jagdmesser / EDC paßt auch glatter in die hiesigen aufgeregten Messer-Vorschriften...


    Insgesamt weckt das Retro / Old School - "Canoe" mit seiner charakteristischen breiten Hohlkehle und seiner schlanken, gestreckten Form bei mir auf Anhieb Begehrlichkeiten, bei einer anderen Scheide wäre es wohl schon geordert...

    Ganz ungeteilt kann ich in Euer Loblied nicht einstimmen, obwohl ich andererseits fast täglich in Haix-Stiefeln herumlaufe, da der High-Walker ja bei uns auch dienstlicher Einsatzstiefel ist.


    Wirklich sehr positiv: Selbst der vielen Anwendern sicher für tägliches auch privates Tragen zu "üppige" High Walker wird bequem wie ein Hausschuh. Ich hab die Dinger schon diverse Male länger als 24 h ununterbrochen angehabt, trage sie sommers wie winters....das macht man freiweillig eher nicht mit einem nur mäßigen Schuhwerk, wenn man Alternativen hat. Auch die Lederqualität - wie hier schon von einem Fachmann angesprochen - finde auch ich beachtlich: In all den Jahren habe ich es tatsächlich noch nie geschafft, einen Haix irgendwo im Leder kaputt zu bekommen, bevor die Sohle dann doch restlos runtergelatscht war.


    Aber ich sehe auch Schwachstellen, die über lange Zeit auch nicht abgestellt wurden: Auch hier wurden schon Sohlen-Querbrüche angesprochen, das betrifft offenbar auch ganze Chargen von Einsatzstiefeln in meinem "Verein", ein weit verbreitetes Phänomen offenbar, das oft schon ziemlich schnell eingetreten ist. Zudem verfügen die High Walker über eine andere Sohlenmischung als die Trekking-Stiefel (die halbhohen "Bergstiefel") und haben insbesondere bei Nässe und Glätte imo erschreckend wenig Grip. Ich hab mich damit schon böse auf den Allerwertesten gelegt und oft genug entsprechende kollegen- und jasminunterhaltende Wiederholungen nur gerade so eben noch vermieden. Die Trekkingstiefel sind deutlich griffiger.


    Diese Schwächen der Sohlen wurden über lange Zeit nicht abgestellt.


    Und diesbezüglich kann ich Eure Begeisterung über den Kundenservice absolut NICHT teilen: Meine Erfahrungen habe ich mit entsprechenden genauen Darstellungen der Firma akribisch mitgeteilt. Nun war meine Erwartung nicht, daß die sofort alle an den Bund gelieferten Botten zurücknehmen - aber eine Antwort hätte ich doch erwartet. In anderen Fällen habe ich bei anderen Waren und Firmen durchaus festgestellt, daß zumindest eine inhaltliche Befassung mit meiner "Beschwerde" stattgefunden haben mag oder man zumindest diplomatisch so getan hat, als habe man drüber nachgedacht. Hier gabs nicht mal nen Dank für den Erfahrungsbericht, überhaupt keine Antwort....

    An eine leichte Kapuzen-Wende-Schlupfjacke hatte ich auch schon gedacht, eine Seite in Greenzone, eine in einem niedrigkontrastigen Splinter aus 2 Grautönen....
    Splinter mit den geraden Kanten deshalb, weil es in urbaner Umgebung mit Bauteil-Kanten, Fugen, Trägern usw. eben auch viele gerade Formationen gibt. Und ein Grau ähnlich dem der Farbtöne der Strider-Stripes, also gedeckt, nicht zu hell, im Unterschied relativ niedrigkontrastig.


    In der Bebauung sozusagen wie der sprichwörtliche Hausmeister im Kittel in seinem natürlichen Habitat, also für eher urbanes Gelände sozusagen Kaczmarek-Camo :)


    Das wäre vermutlich auch in arider, felsiger Umgebung nicht schlecht zu gebrauchen...

    Finds aber klasse und durchdacht, daß beides geht...
    Könnte sein, daß bei sehr hochgezogenen Oberschenkeln dieses 90-Grad-Cross sogar ein wenig bequemer ist als die angesprochene diagonale Cross-Trageweise, weil das Messer dann flach über dem Oberschenkel liegt...

    Ja, aber erstaunt Euch nicht ebenfalls, daß dieser Bereich derart "vernachlässigt" wird?
    In modernen Auseinandersetzungen spielt nicht mehr nur ein "Geländegewinn" mit Bewegung über Land eine Rolle, sondern in großem Ausmaß auch die Kontrolle über Städte und Infrastrukturanlagen mit Bebauung. Aktuelle Kriegsberichterstattung zeigt weit überwiegend Kombattanten in Stellungen unter Nutzung von erhaltenener oder zerstörter Bebauung, NICHT auf dem "platten Land" bzw. im Wald usw. Auch die Bewegung erfolgt weit überwiegend in bebauter Umgebung, über Straßen usw., nicht mehr überwiegend zu Fuß über Land.
    Einmal ganz abgesehen von SE mit polizeilichen Aufgaben, die sich weit überwiegend in urbaner Umgebung ansiedeln, gibt es also auch einen bedeutenden, wenn nicht sogar mittlerweile in der Bedeutung modernen militärischen Einsatzes überwiegenden Anteil im militärischen Aufgabenbereich. Trotzdem bezieht sich die Camo-Diskussion noch weit überwiegend auf die Tauglichkeit im ruralen Einsatz, ob es nun in der Buddelkiste oder im Dschungel sein mag...

    Sie sollte - und wird :) - gerade auch bei so einer Trageposition so funktionieren, daß sie das Messer ohne zuviel Verkanten und "Geruckel" auch ohne Daumenrampe freigibt! Denn dann kann man das Messer bedarfsweise von 5 Uhr auch in reverse ziehen: Hand einfach ungedreht um den Körper führen, Griff erfassen und ziehen....
    Daß das alles auch ohne Daumenrampe funktioniert, ist insbesondere auch wichtig, wenn das Messer tipup getragen werden soll, wie ich das oft auf 3 Uhr mache - auch dann kann man mit dem Daumen nicht gegendrücken...

    ER stellt die kleinere Version nun auch auf der HP vor:


    http://www.extremaratio.com/ca…/category/23/?___store=en


    Auch in den Handel ist es mittlerweile gekommen:


    http://www.polizeibedarf.ch/pi…F1-Heavy-Duty-Folder.html


    Warten wir mal auf das größere Modell, das dann eine Flipper-Alternative zum MPC werden könnte....


    Was mich allerdings immer noch zumindest optisch irritiert, ist dieser "Klotz" zwischen Zeigefinger und Klinge, in dem die Schiebesicherung verbaut ist....Viel Abstand bis zum hinteren Schneidenende, wenn man mit Kraft schneiden will...


    Bin umso gespannter auf die ersten Anwender-Erfahrungen!