Beiträge von Micha M.

    Wollte auch nicht klugscheißen, aber mir ist - ehrlich gesagt - da ganz schön der Stift gegangen.
    Die haben immer wilder herumgeraten, vermutlich hat mich nur mein Bart vor der Verdachtsdiagnose eines Frauenleidens bewahrt :)

    Dieses Jahr weder im Münsterland noch im Schwarzwald Zecken eingefangen, nicht mal absammeln müssen.


    Dafür in Italien (nordöstliche Toskana) Mücken und Bremsen zum Irrewerden. Mückenstiche am lichten Tag bei Wind und in der Sonne. Also Antibrumm und nachts das obligatorische Mückennetz (...wir verstehen nicht, warum das nicht längst viel verbreiteter ist...).


    Bei Zecken liegt das Risiko, an einen Überträger zu geraten, mittlerweile bei heftigen 1:3, gängige Borreliose-Tests erweisen sich häufig als ungenau und fehlerhaft, Borreliose im Frühstadium - in vielen Fällen gibt es eben auch keine alarmierende Wanderröte - kann sich schleichend und unspezifisch entwickeln, und wenn man sich mal mit dem Schadensverlauf einer lange unerkannten Borreliose beschäftigt hat, u.a. irreversiblen Nerven- und Organschäden, mag man eher nicht mehr so gern durch die Wiesen tollen...Impfungen gibt es - im Gegensatz zu FSME - noch immer nicht.


    Einen Kameraden hat das ein Gutteil Lebensqualität gekostet, beinahe auch die Dienstfähigkeit.
    Ich selbst hatte einige verdammt unangenehme und zugegeben angsterfüllte Wochen, bis nach der vierten (!) Blutuntersuchung dann sicher genug war, daß die Hautveränderungen auf meinem Arm letztes Jahr doch nur eine sch...Kontaktallergie von irgendwelchem Pflanzenzeugs am Wegesrand waren und nicht - wie mir 2 Dermatologen nach zig Untersuchungen und Try and Error bis zum Erbrechen orakelt hatten - Anzeichen einer Borreliose in einem sehr späten und schon schadensreichen Stadium waren....


    Ich kann Dir jedenfalls nur raten, "Deine" Borreliose sachkundig und sorgfältig und nicht vom Erstbesten therapieren zu lassen! Alles Gute!

    BITTE entfaltet nicht Eure technisch-rechtliche Fachkunde durch feinsinnige Erwägungen zu rechtlichen Auswirkungen eines leichtgängigen Zweihandmessers! BITTE!
    Denkt daran, daß es Leute gibt, die ernsthaft und bezahlter Weise glauben (oder zumindest karrieregünstig so tun....), es verbessere die Innere Sicherheit in diesen bemerkenswerten Zeiten, wenn man unter dem Banner der Jugendbandenbekämpfung dann graubärtigen Wanderern nach allerlei Neoprenhandschuh-Gepopel noch einen alten Buck-Zweihänder als verpöntes "Einhand-Kampfklappmesser" aus der Tasche ziehen oder die rechtlichen Grundlagen dazu legen kann.


    Übrigens: Ich hab im Urlaub spaßeshalber mit ein wenig Fingerfertigkeit selbst ein SAK einhändig geöffnet: ir-gend-wie, vom Ablauf her quälend, technisch schwachsinnig und mit Verrenkungen wie Joe Cocker beim Singen....aber es soll ja Leute geben, denen selbst das dann rechtliche Bedenken "gestatten" würde, weil sie wissen, welche symbolpolitischen Begehrlichkeiten man damit vielleicht dann auch noch bedienen kann.


    Also bitte keine Steilvorlagen für "Sicherheits"-Heuchler, Leute! :)

    Da ich wegen vorherigen Italien-Aufenthalts meine Eisenwaren in den Schwarzwald paketweise versandt habe, war leider außer dem Nam-Spike kein "Juchten" im Urlaubs-Arsenal (scheute das Versand-Verlustrisiko...).


    Sehr gut geschlagen hat sich das Boye Boat Knife aus "Dendritic 440C" in Custom-Kydex von Wernersen



    Außerdem sehr nützlich: Ein Trio Moras (Camo-Bushcrafter am Rucksack, Companion für Jasmin, Rescue-Companion - Danke, Troll! :) - für die Küche.
    Folder: Al Mar Top Gun, Fox Forest Camping / Military


    Fixed: Sharpfinger, GEK-EDC, RAT3, CRKT Sweet Kiss, Bastinelli Drago Fixed BB, Juchten Nam-Spike.


    Wir sind also auch nicht besser als so ne Comedy-Perle vor nem vollen begehbaren Schuhschrank :)


    Das Boye hat sich sehr gut geschlagen. Bin kein Metallurg und kann nicht wissenschaftlich belastbar aussagen, ob die "dendritische" Struktur des gegossenen 440C nun wirklich so eine Art mikroverzahnter Schneidenstruktur erzeugt. In der Anwendung überzeugt die Schneidleistung aber auf jeden Fall sowohl bei allen Alltagsarbeiten, unterwegs und im Kücheneinsatz, in dem das Messer harten Speck in für mich hinreichend dünne Scheiben metzelt, aber auch nicht vor nem Kürbis schwächelt :)

    Ganz herzlichen Dank, Sven, dass Du Dir "neben" den derzeitigen tollen Projekten die Zeit genommen und außerdem noch das benötigte Material aufgetrieben hast! Die Camo-Stoff-Kydex hatte es mir ja seit Deiner Vorstellung wirklich angetan.


    Was das Messer angeht: Kein Grund zur Sorge, wenn sich da überhaupt wer sorgen sollte, dann der vor dem spitzen Ende :) Das Messer wird getragen und benutzt werden, sonst wär ich nicht so scharf auf die tolle Kydex gewesen...Bei der Auswahl stimmten einfach Preis, Klingen- und Griffmaterial des Five-Five (der Serien-Kunststoffgriff des normalen AF ist nicht "meins").


    Werde dann bei Gelegenheit gern mal ein Bild von Messer und Scheide "an" Kongo-Tarn beistellen :)


    Nochmals herzlichen Dank, bin schon sehr gespannt!!

    Übersehen :)


    Wenn es in diese Richtung gehen soll, ist er dann aber mit dem Varusteleka rustikaler bedient, was ja offenbar durchaus gewünscht ist. Wenn das wieder verfügbar in 11 cm C-Stahl ist, "brauche" ich das vermutlich auch :)


    Peltonen ließ sich ja nicht dazu überreden, eine vier bis viereinhalb Zoll kurze Variante seines Messers aufzulegen, obwohl die sicher auch viele Freunde gefunden hätte....

    +1 für die Modelle bei Varusteleka und das Peltonen M95 oder M07


    Das Sissipuukko M95 ist imo ein ausgezeichnetes Gebrauchsmesser.
    Der Gummigriff liegt auch in nassen/kalten Händen rutschsicher und ergonomich angenehm, das Messer ist mittlerweile wahlweise mit verschiedenen Beschichtungen und sowohl Leder- als auch Kunststoffscheiden zu bekommen, die sehr praxistauglich sind.


    Der Macher Peltonen, ein Ex-Berufssoldat aus Finnland, hat das Messer vom Ausgangspunkt eines klassischen Puukko gestaltet, moderne Materialien verwendet und alle "Schwachpunkte" verändert, die er als professionell-militärischer Anwender an der traditionellen Gestaltung gefunden hat: rutschende Griffe, fehlender Handschutz, zu geringe Klingentärke usw.


    Diese ganze Gruppe der modernen, tactical-inspirierten Puukko-Abkömmlinge, ob von Varusteleka, Peltonen oder z.B. auch bei entsprechenden russischen "Smersh"-Modellen, macht sich sehr gut in der Hand...

    Nachgereicht: Ein Bild des geschlossenen Folders, wie üblich liebevoll eingespielt von Collini :)


    https://www.coltelleriacollini…-black-folding-knife.html


    Bei aller Liebe zu ER und Bevorzugung ihrer Produkte im eigenen professionellen Gebrauch....ich bin skeptisch: da ragt nicht so sehr viel oben und unten von den Flippern aus dem Griff, wenn das Messer geschlossen ist. Bei einer Jeans-Tasche wird das kein Problem werden, bei den weiter geschnittenen Taschen von Einsatzhosen wäre mir das so zuwenig. Und dann ist der möglicherweise als Emerson-Hook funktionierende Flipper auf der Klingenrückenseite nicht mal irgendwie hakenformig oder geriffelt....


    Mir ist schon der des Dart eigentlich zu klein, dieser hier erst recht....

    Das tut es ausgesprochen, und zwar sowohl vom ästhetischen Eindruck her als auch unter funktionalen Erwägungen:


    Der kleine Begleiter wird die Hand gut füllen und dann "Arbeitsspitzen" zu beiden Seiten herausschauen lassen.
    Die Löcher gestatten sehr definierte Wicklungen oder z.B. auch das Anbringen einer Flexcord-Handschlaufe, in die die Hand am Griff hineingreifen könnte, wenn man so etwas mag.


    Sehr interessantes Tool...Austernbrecher, Paketöffner oder wozu man insbesondere im urbanen Umfeld den bulligen kleinen Freund gerade benötigt :)


    Klasse wäre natürlich dazu dann passend eine Tragekonstruktion, die ein diskretes Mitführen bei gleichzeitig zügigem Zugriff auf das Tool gestattet....

    Sie dreht sich wie Deine Argumentation - oder wie Du es für diese brauchst, scheint es :)


    Da predigst Du uns etwas über Sinn, nein: Notwendigkeit, der schlanken Fighter-Klinge...Schon die 205 g des Shrapnel kritisierst Du ebenso wie den Viertelzoll, das man bei der Masse in die Klingenstärke investieren kann.....und zeigst uns dann als Beleg Deines Standpunkts ein völlig überdimensioniertes Tanto, das eher als Wakizashi durchgehen würde und hier auch so (vor-)geführt wird :)
    Was das wohl wiegen mag? Dürfte ja dann für Dich eindeutig ausscheiden als überschwer und damit untauglich...


    Und eine derart massige Klinge bei gerade mal 12-14 Zoll Klingenlänge beweist bei einem Schnittest hinsichtlich eines "Massevorteils" (....so ein Tanto könnte man bei gleicher Schneidleistung auch deutlich leichter bauen...) oder eines Vorsprunngs an Elastizität gar nichts, fürchte ich:


    Bei der Gemometrie und der Aufgabe würde auch etwas aus dem billigsten Monostahl ja nicht brechen. Und auch eine Klinge aus ultrahoch gehärtetem C-Monostahl würde nicht brechen oder die Schneide ausbrechen.


    Man könnte hier also - mal von der Optik abgesehen - antreten lassen, was auch immer man will, einschließlich Bilig-Mitbewerbern a la United Cutlery, solange sie schärfemäßig dreimal durch die gerollte Tatami mitmachen.


    Und "nebenbei" belegt das alles über den Wert einer entsprechenden Bauweise für ein viereinhalbzöliges Messer wieder recht wenig.


    Wo wir gerade bei Härte und Elastizität im Wechselspiel sind: Diese Diskussion oder besser die Tendenzen zu einer dogmatischen Argumentation, nehme ich im Sinne dieses Wechselspiels als unharmonisch wahr. Bei aller Ignoranz des Anwenders irrititert mich, daß Du aufgrund eigener Anwender-Erfahrung die Argumente eines Schmiedes einfach so als Märchenstunde abtust, der mehr Klingen mit ausgezeichneter Leistungsfähigkeit selbst hergestellt hat und die komplexen Zusammenhänge dabei versteht, als wir beiden Praxisanwender zu Lebzeiten beim Benutzen je werden ergründen können.


    Keine unterschiedlichen Schwerpunkte, keine Bandbreiten der Bewertung, keine paralell gültigen Meinungen. Die Messerwelt hat sich durch Kreativität und Vielfalt so breit entwickelt.


    Für mich ist atmosphärisch in diesem Thread sozusagen die Klinge Deiner Argumentation hier in diesem Austausch mißlungen: Du wolltest es ZU hart, und sowas bricht.
    So unnötig wie das ganze Sandwich-Shrapi..


    Damit bin ich dann auch lieber hier raus....

    Wenn Du es schaffst, auf Dauer "DAS" Messer zu finden, erzähl mal, wie Du das gemcht hast :)


    Einige von uns suchen schon seit Jahrzehnten und finden EINS oder DAS ERSTE oder WIEDER EIN INTERESSANTES....


    Und selbst, wenn es DAS ist, bleibt es das vermutlich auch wieder nicht auf Dauer, weil sich Geschmack und Möglichkeiten verändern. Mir z.B. konnte es - auch damals schon nach 3 Jahrzehnten Umgang mit Eisenwaren - vor etwa 10 jahren nicht schwarz und modern und nüchtern und tactical-looking genug sein.....heute liebe ich den Umgang mit Old-School-Modellen mit Lederscheibengriff, verschmähe aber meine guten alten schwarzen Begleiter deshalb nicht. Aber trotz entsprechend mehrfachen Overkills in allen Größen- und Gattungsklassen waren die dann eben nicht mehr "DAS", sondern nur eine Variante neben anderen, die mich ebenso befriedigen :)


    Ach ja: Vorteil des genannten "Observer" übrigens ist die Scheide in Griff-Farbe. Schöne Sache, so ein Messer bedarfsweise Ton in Ton schwarz oder grün für kleines Geld ohne "Nachrüstkosten" bekommen zu können...