Wobei Du mit dem Nachdenken darüber in bester Gesellschaft bist ![]()
Es gibt durchaus auf ein Sicherheits-Maximum bedachte Anwender, die Liner-Locks ohne Zusatzsicherung zumindest im Hard-Use-Bereich ablehnen. Rein technisch ist Walkers Konzept des Liner Locks NICHT das belastbarste technisch mögliche System.
Wenn es also GANZ heftig werden soll, kann man - unter dem Datenblatt-Maximalaspekt sozusagen - darüber nachdenken, vielleicht auch was mit dem guten alten Backlock (ggf. noch mit Zusatzsicherung wie bei ER) oder ein Cold Steel mit Tri-Ad-Lock in den Bestand aufzunehmen. Auch der Axis-Lock (Benchmade) macht im Praxisgebrauch selbst bei den sehr preisgünstigen Ganzo-Nachbauten einen sehr zuverlässigen Eindruck.
Der andere Weg wäre Beibehaltung des Liner Locks als Verschlußsystem - und ein Modell mit Zusatzsicherung für Hard-Use. Es gibt verschiedene Systeme, sehr bekannt ist das LAWKS von CRKT, das nicht neben den Liner greift, sondern die Rotation der Klingen-Hinterseite blockt. Oder die "brachiale" Lösung von ER, einfach ein Loch durch Rahmen und Klingenwurzel zu bohren, durch das man bedarfsweise blockend einen Splint schieben kann, auch da dreht dann nix, selbst wenn der Liner "aufgeben" sollte ![]()
Die Freunde des möglichst geringen Liner-Wegs bis zum Verriegelungsstand sollten zuweilen einmal folgendes bedenken: Ebenso groß wie die technische Besorgnis des Durchwanderns und dadurch ausgelösten Hangs zum Kollabieren bei hohem Druck ist die eines versehentlichen Lösens im Gebrauch. Bezeichnenderweise setzt die Zusatzsicherung von Gerber (beim AF-Combat-Folder z.B.) NICHT zwischen Liner und Bewegungs-Endpunkt an der Flanke des zweiten Liners an, was ein Durchwandern verhindern würde - sie setzt auf dem "Rückweg" an und setzt sich HINTER den Liner, um ein Zurückdrücken auszuschließen. Bei diesem von Praktikern gestalteten System wird das also im Praxisgebrauch bei diesem Verschlußsystem offenbar sogar als das größere Risiko angesehen.
Das spricht eher für "Dein" Messer als dagegen ![]()





