Beiträge von Micha M.

    Wenn Dich diese spezielll gestalteten Messer interessieren, solltest Du Dir auch die Gunting-Modelle von Spyderco und Ontario anschauen, manchmal bekommt man ja noch welche. Außerdem natürlich die von Bram Frank selbst.
    Außerdem schau Dir dann mal die Messer und Tools von MaxVenom, Krudo und Bastinelli an.


    Alles in der Formensprache nicht unbedingt "Mainstream" und technisch vielleicht auch nicht was für JEDEN Anwender - aber wenn Dich die Techniken ansprechen, gibt es da viel Interessantes zu entdecken...

    Das Messer ist voll SV-tauglich, und zwar sowohl offen mit Klingen-Anwendung als auch geschlossen insbesondere mit sog. Gunting-Techniken oder auch mit eher für Grobmotorikern wie mir interessanten Techniken mit einer hammerartigen Anwendung der oberen "Nase" am Klingenrücken.
    Offen ist der - moderate - Winkel zwischen Griff und Klinge ergonomisch sehr gelungen.
    Geschlossen bietet das Messer die bezeichneten Möglichkeiten für Schlag- und Drucktechniken mit dem Sporn oder mit dem Knauf.
    Gerade dieser nonletale Anwendungsbereich macht das Messer als SV-Tool für mich interessant und gelungen. Anklamern z.B. ist schnell abgewendet, wenn man jemandem den Sporn auf den Handrücken drückt oder aufs Handgelenk schlägt oder auch mal mit der Kante den Unterarm runter zieht..
    Außerdem kann man bedarfsweise die Klinge auch mittels des Sporns am Gegner aufziehen, CQC ist das mit ein wenig Übung eine interessante Option. Dirk hat es mir mal vorgeführt....

    Gibt es auch noch nicht so lange...


    Dirk Linnemeyer von "Cherusker" hatte damals ein echtes Highlight auf den Markt gebracht.
    Für Leute mit meinem "Beuteschema" ist das einer der interessantesten Folder.
    Und der damalige Preis war ebenfalls attraktiv.

    Das ist ein sehr bemerkenswertes SV-Messer mit ausgezeichneter Ergonomie.


    Übrigens hat Bram Frank, der das Messer damals entworfen hat, das Modell nun unter eigenem Namen wieder neu aufgelegt.


    Für alle, die damals das Cherusker-Modell verpasst haben, also eine "zweite Chance".

    Kein Problem. Einfach unter dem belegten noch ein Loch in die Kydex bohren, genug Rand lassen, damit nichts ausreißt. Ist kein Ding, kann sogar ich :)


    Dann geht das gut mit Paracord, auch wenn Du die Scheide über dem Gürtel trägst. Trägst Du sie hinter dem Gürtel, reicht eh eine Scheide auf einer Seite.


    Noch einfacher: Auf der Schneidenseite senkrecht durch die beiden freien Nietlöcher nen kleinen Kabelbinder straff schlaufen. Da geht dann noch immer der Gürtel zwischen Kabelbinder und Scheide durch, und die Scheide steht auf der freien Seite normalerweise nicht ab. Ist in ein paar Sekunden ausprobiert :)

    Entweder machen wie Teach....oder unten in die Tasche ein Stückchen Paracord einnähen, einfach Futter hochziehen oder umdrehen und mittig anheften. Dann kann man das Unterende der Scheide in der Tasche anbinden, dann bewegt sich weniger als bei Teachs Lösung.
    Besser erreichbar als in der Messertasche ist es in der "normalen" Hosentasche, da müßte es bei ner Cargo auch komplett hineinpassen.
    Oder eben am Gürtel tragen. Die Serienscheide vom Cormorant hat auf beiden Seiten Hohlnieten, das ist günstig: einfach Paracord durchschlaufen, Gürtel dann durch die Paracordschlaufen ziehen. Ist dichter am Mann als bei jedem Clip oder TecLok.

    Sag mal bei Gelegenheit was über das Mr. Blade.


    Man sieht ja doch jetzt immer mehr Modelle dieser Firma....


    Mit dem Ganzo machst Du sicherlich nichts falsch, die haben mich in Sachen Preis / Leistung wirklich angenehm überrascht und werden regelmäßig von mir im unteren Preisbereich empfohlen.

    Neben diversen Modellen von Leo-Köhler (von der klassischen Moleskin-Hose über das Ranger-Modell bis zur KSK-Hose...) trag ich sowohl beim Arbeiten als auch für Outdoor-Aktivitäten fast nur noch die Cargo von Brandit / Surplus.
    So robust wie bequem, preisgünstig noch dazu, z.B. bei Truman, und auch für die etwas stattlicheren Bauchumfänge zu bekommen.

    Sissipuukko: Stimmt, Alex! :)
    Leider ist die Klingenlänge mit mehr als 12 cm angegeben, ich bedauere seit Jahren, daß Peltonen sich nicht hat bereden lassen, eine etwas kürzere Version aufzulegen....


    Terävä: "Jägermesser" ist schon einfacher....im Chat wird ansonsten auch schon mal "Täterätä" daraus, aber auch dann weiß jeder, was gemeint ist :)


    Auf JEDEN Fall wird das 11er in der Wandermesser-Auswahl für den nächsten Urlaub dabei sein!
    Bislang bin ich voll zufrieden damit, ich trags auch urban zuweilen. Und ich teile die Einschätzung, dass das Messer auf jeden Fall auch ne Custom-Kydex wert wäre.

    Höhö, ja, diese Buckel und Mulden, die wie bei einem Küchenmesser "tiefergelegte" Klinge....das wirkt auf den ersten Blick erst mal ein wenig "strange" :)
    Und dann nimmt man es in die Hand - und für sehr viele wird dann aus dem "öööh...." ein "Ohhh!!", weil es sich für sie bestens in die Hand fügt.


    Für mich nach wie vor eines der besten Serienmesser der letzten Jahre in diesem Preisbereich.


    Und bei Dir dann auch noch in den besten Händen :) : Denn der einzige Schwachpunkt für mich an diesem Messer ist die einigermaßen mäßige Serien-Scheide. Und bei Dir hat man dann ja den ganz kurzen Weg zur Custom-Kydex (die sich für dieses Messer absolut lohnt!)

    Ich hätte ja auch noch verstanden, Achi oder Akari mit dem Izula zu vergleichen, falls es eben Burnley und Acid Wash Finish sein soll. Aber das Obake kann man in puncto Gebrauchsmesser-Funktion nur sehr schlecht mit dem Izula vergleichen.
    Sicher, das Obake schneidet, trägt sich sehr angenehm gerade auch IWB - aber für grobere Arbeiten ist die lang ausgezogene Spitze eher wenig geeignet, währen das Izula ein Allround-Arbeitstier ist.


    Außerdem, mal abseits des am Ende herauskommenden Gutachtens-Ergebnisses (es wird ja ausdrücklich auch als "EDC-Knife" beworben), wirst Du mit Sicherheit bei einer Kontrolle bei Antreffen des Obake mit dem durchschnittlich (un-)kundigen Ordnungshüter erst mal ins Diskutieren kommen, während Dir jeder die Gebrauchsmessereigenschaft des Izula sofort abnimmt, wenn er nicht gerade notorischer Messer-Hysteriker ist....


    Wenn Du damit auch mal praktische Arbeiten über dem Level von Paketband-Kappen machen willst, nimm lieber so ein Izula, oder eben ein FK WM 1 oder ein Böker Piranha oder KA-BAR Eskabar oder sonst einen von den hier oft gezeigten "üblichen Verdächtigen" aus dem Neckie-Bereich...


    Ich hab übrigens selbst auch ein Obake und mag das schlanke Ding durchaus - aber eher als Zweit- oder Drittmesser und nicht als "Solospieler". Komischerweise stinkt meins auch irgendwie chemisch, obwohl es schon einige Zeit im Bestand ist (wie auch mein Hissatsu Fixed). Essen schnibbeln möchte damit nicht mal der Micha, der ansonsten auch vor pulverbeschichteten Klingen da nicht zurückschreckt....

    Ja, aber das zeigt Dir sicher auch den Wert von Daten-Angaben.
    Wenn man ein wenig Vergleichsmöglichkeiten und Erfahrung hat, kann man sich doch ziemlich vorstellen, wie sich das Messer dann anfühlen wird. Bei einem so nah vor der Klingenwurzel liegenden Balancepunkt sind die 650 g bequem im Handling.
    Bowies wie der Marine Raider, bei dem der Schwerpunkt so ca. 50-55 mm vor der Hand liegt, oder gar Kukris sind da viel kopflastiger.

    Das ist auch längst nicht so "überschwer", wie man sich das bei ner drittelzollstarken Klinge vorstellen mag. Und der Balancepunkt liegt auch nicht SO weit vor der Hand, daß es sich kopflastig wie ein Hammer schwingen würde.


    Diese Masse und Balance kenne ich von Messern wie dem Armageddon oder meinem Marine Raider Bowie, auch mein BK9 ist nur wenig leichter. Damit kann man noch bequem umgehen.


    Und da Du ja eh zu etwas üppigeren Messer-Modellen neigst und offenbar auch über die körperlichen Voraussetzungen verfügst, daß Dir das nicht zur Belastung wird, hast Du doch alles richtig gemacht.
    Gefälllt mir sehr, Dein Projekt! :thumbup: