Beiträge von Micha M.


    Hier mal ein schneller Blick auf einen Neueingang, das Krudo Bliss...


    Specs und Infos vom Hersteller:


    https://www.krudoknives.com/product/bliss-black/


    Das Messer kam via Wolfster von Böker, hier mal weitere Specs:


    https://www.boker.de/fahrtenme…9A0vBUwgQsFrc3MhRH2bcO20n





    Das Messer ist wirklich sehr schlank, dafür allerdings real ein wenig größer, als ich mir das nach den Specs und dem Video (wie üblich mit einem Burschen mit einer größeren Hand als meiner...) vorgestellt hatte. In meiner wirkt es, siehe oben, jedenfalls durchaus "ausgewachsen"...


    Verwendet man die Schlaufe wie "vorgesehen", schützt sie auch bei Auftreffen auf Widerstand wirksam vor Verrutschen auf die Klinge. Ohne die Schlaufe "fehlt" subjektiv der Handschutz. Man könnte den Grip durch Rillen im G10 aber wohl noch verbessern.


    Die Sache mit dem Haltungswechsel Forward/Reverse durch Drehung an der Schlaufe (siehe Video) funktioniert mit dem Messer wirklich recht gut (wenn man sowas mag....). Man muß die Schlaufe nur auf die eigene Handgröße ein wenig feinjustieren. Geschnitten hab ich mich damit auch noch nicht, obwohl es heute schon ein paar Runden rotiert hat, auch so nebenbei...


    Entgegen der Böker-Beschreibung kam das Messer zweischneidig an - was gut für mich war, weil ich es eh so schärfen lassen wollte. So richtig scharf ist es allerdings nicht angekommen, da wird nachgearbeitet werden müssen, auch wenn es ein Dolch ist.


    Die Scheide ist wirklich passgenau und wirkt stabil, hinten dran ist bedarfsweise ein TekLok-Abkömmling mit einer Drucktaste mit Schiebesicherung.


    Alles in allem eher etwas für Liebhaber (bei mir also schon richtig :) ). Es gibt allerdings auch unter den Dolchen alltagstauglichere Exemplare (wie etwa den Ganzstahl-Sting von CRKT/Russell oder das SOG Pentagon), insofern ist die Krudo-Werbung bezüglich des Alltagsnutzens nach meinem Geschmack ebenso ein wenig vollmundig wie die über die Handlage, die andere Hersteller bei vergleichbaren Messern (z.B. Kalista) nach meiner subjektiven Bewertung eher besser gelöst haben.


    Aber es sieht cool aus, funktioniert und läßt sich in der ziemlich tauglichen Scheide dank der schlanken Bauweise an diversen Stellen bedarfsweise an Einsatzklamotten oder -ausrüstung gut (auch diskret) führen. Stabil ist es dabei auch.
    Nach heutigem Ersteindruck damit keine Begeisterungsstürme, aber auch kein Fehlkauf.....Gleich noch ne Runde herumwirbeln, bis Jasmin schimpft :)

    Eine tolle Überraschung hatte "Wolfster" jetzt für mich:



    Langjährige Messer- und Tactical-Interessierte wie z.B. Roman "Juchten" werden sich an einen der ersten "CIA Letter Opener" erinnern, die man hier damals in den raren hier verfügbaren US-Zeitschriften sehen konnte - einen Entwurf von Blackie Collins, den es in 2 Klingenlängen über das Meyerco-label gab. Collins, zwischenzeitlich ja leider verstorben, steht für viele innovative Entwürfe und oftmals für sehr originelle Ideen.


    Wolfgang hat tatsächlich so ein Exemplar als "Lagerfund" entdeckt, sich über mein Interesse und diesen kleinen Test sowie mein Engagement in den Workshops für meine Kollegen gefreut, denen ich natürlich auch solche nichtmetallischen Tools dabei vorführe.....und mir diesen hier tatsächlich geschenkt :)


    Meine (kleine) Hand passt voll um den Griff, dafür ist die Klinge eben relativ kurz, hier einmal ein Vergleichsbild mit den hier bereits vorgestellten Modellen:



    Die Klinge ist spitz und wirkt sehr hart, auch die Kanten wirken erheblich hart, alles sehr brauchbar...
    Im Gegensatz zu den meisten anderen Mitbewerbern verfügt das Collins-Modell über eine einrastende Steckscheide.
    Insgesamt kann man das Tool z.B. auch als Kubotan verwenden.


    Wie das China-Modell verfügt auch das Collins-Modell über einen Clip am Griff.


    Hier einmal die Aufnahme in den Kreis des sonstigen "Plastikspielzeugs"



    Und hier sozusagen mal taktisches Blech- und Plastikspielzeug...



    Das Collins wird wie die anderen Kunststoff-Tools (und diverses andere....) auch in den Workshop-Fundus gehen.


    An Wolfgang meinen herzlichen Dank, das war wirklich eine Freude! :thumbup:

    Wenn die Kabelbinder dünn und schlank genug sind, lassen sie sich erfahrungsgemäß so gut anziehen, daß das nicht mehr verrutscht.


    Ansonsten könnte man im Kantenbereich der Scheiden, wo der Stoff am Rand überlappt, vorsichtig eine kleine Öffnung vorstechen und dann das angespitzte Ende eines schlanken Kabelbinders an 2 Stellen durchführen. Wenn der richtig angezogen ist, ist da kaum noch seitliche Last drauf, aber rutschen kann dann einfach nix mehr.


    Zweite Möglichkeit: Die Tasche recht weit ofen nahe des Scheidenmunds vorn aufsetzen und hinten an 2 Stellen die hintere Befestigung der Gürtellasche an der Scheide entsprechend durchstechen und den oberen der beiden Kabelbinder dort hinten durchführen.


    Dritte Möglichkeit: Statt Kabelbinder Industrie-Starkklett-Pads an Scheide und Tasche kleben.

    Ah, klasse :)


    Von den Stiff KISS hab ich auch schon seit "Ewigkeiten" 2, die mich schon sonstwo hin begleitet haben...
    Was die schon alles an Alltagsschneidarbeiten und Essenszubereitung geleistet haben, läßt mich immer schmunzeln, wenn hier wieder mal einem Modern Tanto der Alltagsnutzen abgesprochen wird :)

    Absolute Zustimmung verbunden mit erneutem Dank für die wunderbaren Bilder! :thumbup:


    Harsey setzt für mich wirklich Referenzwerte für die Haptik/Ergonomie von Serien-Fixed.


    Mein altes GB 5.5, noch mit der ursprünglichen Version der 3D-geformten Schalen und glücklicherweise noch in Foliage Green gewandet, ist ein ausgezeichnetes Messer.


    Randbemerkung: Für wen CR etatmäßig einfach nicht drin ist und wer trotzdem selbst die Harsey-Ergonomie erproben mag, kann auch bei Gerber mit dem Big Rock etwas zum Einsteigerpreis finden, ebenso bei den CRKT/Ruger-Modellen Accurate oder Go'n'Heavy.
    Alternativ zum Spartan Harsey Folder käme entsprechend auch ein Fantoni HB in Betracht.


    Was Harsen "en Detail" herausholt, wenn er will, zeigt für mich der Direktvergleich beim Böker AF-Normalmodell und dem AF 5.5, das Harsey eindeutig nicht nur überarbeitet, sondern verbessert hat.
    Ergonomisch ist das wirklich eine andere Klasse.

    Ethan Becker hat schon ein paar hochinteressante Entwürfe zu bieten.
    Auch wenn dann Reviews immer wieder mal unterschiedlich ausfallen - da muß man wohl auch immer den Faktor mit einrechnen, dass auch ein gutes Messer nicht in jedermanns Hand gleichermaßen zum Anwender "spricht" .....


    Das TacTool hat ja über die Jahre sozusgen Maßstäbe gesetzt und war Vorbild für viele Nachkömmlinge, natürlich in verschiedenen Größen. Aber ohne den unsinnigen 42a läge sowas sicher wieder in meinem Auto....
    Das BK21 Becker-Reinhardt-Kukri kommt den Vorstellungen von einem "Crossover-Modell" zwischen klassischen Eigenschaften und westlich-modernen Haltungs- und Anwendungsgewohnheiten SEHR nahe. Da wäre ein Direktvergleich zwischen dem Messer und Deinem KA-BAR Cutlass z.B. mal eine sehr spannende Sache.
    Und falls Becker doch einmal die Vorbehalte aufgeben sollte, die er bislang vor einer Neuauflage des Brute hatte, würde ich wahrscheinlich auch wieder schwach....


    Bei den kleinen Modellen mein Tip: Fang bei den Basics an und hol Dir ein Eskabar, das ja eine Kombi aus dem Izula und dem Becker-Necker ist.
    Imo das "bessere Izula" wegen der größeren und vielseitigeren Klinge!
    Dabei ohne die Unbequemlichkeiten des hinteren Griffendes des Neckers.
    Vernünftige Kydex beistellen, Paracord um den Griff tüddeln - tolles rustikales EDC!!

    Das erzähl ich Euch hier ja schon seit Jahren :)
    Ich hab ja noch eins aus Camillus-Zeiten, von Werner in Kydex gewandet.


    Das BK-9 ist, was Gebrauchseigenschaften angeht, eindeutig mein Lieblings-Serien-Zehnzöller.


    In dem großem Haumesser-Vergleichstest, den ich vor einigen Jahren durchgeführt habe, hat es sich wirklich ausgezeichnet geschlagen.


    Es ist wirklich ungewöhnlich führig und praktisch für diese Größenklasse und punktet in seiner Vielseitigkeit, war aber auch überall in den Einzelleistungen in der Spitzengruppe mit dabei.
    Und mittlerweile kann man ja sogar bedarfsweise Micarta-Schalen dazukaufen, die man noch individuell anpassen kann, falls der Kohlefaser-Griff doch noch Wünsche offen läßt.
    Ich kenn die eine oder andere Kritik an den Kanten und Schraubenbohrungen am Griff, das war durch meine Anwendungsgewohnheiten (Handschuhe) aber für mich nie ein Thema.


    Bei mir sind ja schon mehr als ein Dutzend Zehnzöller durchgelaufen, mit den Erprobungsmodellen noch ein paar mehr....Die meisten sind wieder gegangen, das BK-9 bleibt.

    Du wolltest eine Beratung für eine Jacke, hast zwei als Beispiel genannt, die Du aber eben nicht gekauft hast. Du hast NICHT vorgegeben, die gesuchte Jacke müsse praktisch identisch mit den gezeigten sind, nur vielleicht billiger. Du hast sogar gefragt, was wir von den gezeigten halten.


    Daraufhin hast Du Vorschläge bekommen, die mit Bedacht ausgewählt waren.
    Selbst wenn die jetzt nicht ideal im Ergebnis für Dich waren, wäre ein Anschauen jedenfalls nicht falsch für den Entscheidungsprozess gewesen,oder?


    Stattdessen kam dann mehr oder minder der Tadel, wir seien zu blöd herauszufinden, daß Du eben nicht BEISPIELSWEISE so eine gezeigte Marpat-Joppe haben willst, sondern genau die, oder eben doch nicht so genau, sonst hättest Du sie ja.....


    Ebenso beleidigend für Dich ist offenbar die wirklich höfliche Bitte von David gewesen, Dein Vorbringen zumindest ganz grundsätzlich durch das eine oder andere Satzzeichen zu strukturieren - eben genau aus DEM Grund, damit man Dich besser versteht (...was Du ja offenbar gern gehabt hättest...).
    Dass er Dir einen Anbieter für Marpat-Joppen rausgesucht hat, zählt scheinbar gar nicht...Was soll er denn noch machen, Dich ans Händchen nehmen und Dir in die Jacke helfen?


    Es geht ja hier nicht um die Kandidatur zum Pulitzer-Preis oder zum Literatur-Nobelpreis, aber die Leute geben sich hier sehr wohl Mühe, Dir zu helfen und bitten nicht um Unmögliches, sondern EIN WENIG Sorgfalt. Und Du schmollst nur....


    Und NEIN, ich kann auch nicht alles. Mein handwerkliches Geschick entspricht dem von Roman, wenn man ihm Hände und Füße fessselt und einen Stiefelbeutel über den Kopf zieht, mein zeichnerisches dem eines betrunkenen Dreijährigen. Zuweilen werd ich hier von Kumpels damit aufgezogen, völlig okay. Vor kurzer Zeit hab ich hier freundlich nach einer Problemlösung gefragt, weil ich selbst zu blöd bin, mir nen Glasbrecher zu drehen für mein Mark 1. Ergebnis waren diverse hilfreiche Vorschläge, und nun geht das Messer die Tage zu nem feinen Kerl, der mir einen machen will.


    Also komm mir bloß nicht damit, hier würde sich keiner Mühe geben, und so ein Thread sei hier nicht hilfreich.


    Nimm Dir nen Keks, das beruhigt. Und kauf Dir ne Kongotarn-Joppe, die hab ich bei jedem Wetter an und hab seinerzeit auch bei 107 Kilo bei unter Einsachtzig ne Passende gefunden. Wieder nicht der Hit? Na gut!

    Und mit dem Post hat es dann geklingelt :)


    Auch bei mir ist nun das A&R "Oprichnik" angekommen, das schon vor einigen Tagen den Troll erreicht hat.



    Es ist die A&R-Version des angeblich bei FSB-Einsatztruppen (Spetsnaz der GRU, ALFA des FSB) verbreiteten Einsatzmessers NOKS "Karatel". Das "Karatel" ist hier aufgrund der sehr komplizierten und aufwendigen Exportvorschriften der Russen für Messer mit Waffeneigenschaft so gut wie nicht zu bekommen, taucht mal eins auf, z.B. bei baltischen Händlern, sind die Preise unangemessen hoch. Zudem ist die durchschnittliche Fertigungsqualität der A%R-Modelle wohl besser und die Härtung zuverlässiger.


    Insofern dürfte die hier vor Jahren aufgeworfene Frage nach einer Verfügbarkeit eines entsprechenden Modells geklärt sein, soweit es um Funktionalitäten geht und nicht nur um Etiketten...


    NOKS "Karatel" vs. A&R "Korsar"


    Quelle und Specs hier:


    https://www.lamnia.com/de/p/11…-oprichnik-messer-leather


    Das Messer wurde noch zum Angebotspreis Anfang der Vorwoche geordert, die Lamnia-Lieferung hat geklappt wie stets.


    Der Griff füllt die Hand sehr gut, ist aber glücklicherweise auch meiner kleinen Hand nicht ZU mächtig (hatte angesichts der Zufriedenheit des Trolls mit seinen Pranken schon Bedenken...).
    Unterschiede zum "Karatel" liegen im Anschliff, der hier an der Hauptschneide einen kleinen Absatz wie bei einem Nightmare Grind aufweist, während das "Karatel" durchgeschärft ist. Der Absatz stoppt aber nicht.
    Die "Schor" oben ist einigermaßen beilscharf, ich werde meins oben und unten noch mal komplett fachmännisch nachschärfen lassen.
    Der Balancepunkt liegt im PE, das Gewicht des Messers macht sich damit nicht unangenehm im Handling bemerkbar.


    Hier mal eine ebenfalls positive Kritik des "Martialist" Phil Elmore zu dem Messer:


    http://themartialist.net/ar-op…k-from-russianblades-com/


    Ich habe hier auch noch ein "Korsar", das einige Jahre bei Böker "gereift ist und das ich dann im Shop entdeckt habe - wie bei anderen russischen Herstellern ist wohl leider auch bei A&R feststellbar, daß die Lederqualität der Scheiden ein wenig nachgelassen hat. Die des "Oprichnik" ist immer noch gut gearbeitet und aus ordentlichem Material, aber alles ist ein wenig dünner als bei dem alten Modell.



    Insgesamt ist das aber immer noch gut gemacht - und läßt durch Ausschlaufen des Koppelschuhs u.a. auch die die Option zum Einclippen der eigentlichen Scheide sehr körpernah mit dem vorderen Gürtel-/Boot-Clip.


    Auch das Messer ist sehr ordentlich gearbeitet und steht m.E. den erheblich teureren US-Mitbewerbern in nichts nach.
    Es macht mit seinen 6 mm Rückenstärke und der russentypisch-stabilen Bauweise einen sehr zuverlässigen und vertraueneerweckenden Eindruck.


    Mit der auffälligen Klinge und der bulligen Bauweise sicher nicht "Everybody's Darling", für mich aber eine sehr schöne und interessante Bereicherung meiner Sammlung, in der es ja auch eine in letzter Zeit angewachsene Familie russicher Einsatzmesser gibt, u.a. dieser hier. Allesamt NKWD/KGB/FSB-Tools aus verschiedenen Jahrzehnten, zeitlich beginnend mit dem "Finka", dann mit Modellen wie dem NOKS "Smersh" und schließlich differenzierten Tools für urbanen und Feldgebrauch mit urbanen Modellen wie dem Kizlyar "Strazh" oder den NOKS-/Melita-K-Foldern (von denen man ja sagt, daß die Leibwächter des russischen Präsidenten so etwas zur bestandenen Abschlußprüfung erhalten :) ) und Modellen für den Feldeinsatz wie eben dem "Oprichnik".



    Und das sicher wieder ziemlich micha-typische Teil :hatbart: war dann auch noch ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk meiner Süßen! :love:

    Über den Urlaub bei mir aufgelaufen...noch ein paar "Wanderplünnen" in A-TACS FG und "Abkömmlingen" anderer Label.



    Umhängetasche, Field Cap, schmaler Gürtel, Feldbluse von Köhler...
    Dazu Handschuhe, leider nicht auch in A-TACS, aber das Multicam passt recht gut dazu.


    Und dann "endlich" auch für Micha ein eigenes Izula, grün mit grüner Scheide.
    Die Schalen waren mir zu hell, also ganz pragmatisch mit dem Edding nachgefärbt auf "Ranger Green".
    Hab ich mit dem RAT-3 auch schon gemacht, hält gut. Funktioniert gut mit dem rauhen Micarta, zieht bleibend ein.
    Muß jetzt nur noch durch "Wurstfinger-Patina" ein wenig nachdunkeln....


    Als Solospieler wäre mir das Izula zu klein, daher unterwegs und auch im gestrigen EDC dann doch eher als Zweitmesser dabei, Teamleader war das mir größenmäßig eher zusagende RAT-3


    Für mich ist eindeutig das Eskabar mit Izula-Griff und Becker-Necker-Klinge die bessere EDC-Wahl, dann mit beigestellter Custom-Kydex.

    Mal nach vier Wochen mit sehr ärgerlichem "Ergebnis" hochgeholt....


    Blackhawk sowohl mailweise direkt als auch über die HP angemailt, übrigens auch mit Dienstadresse - kein Support, keine Bezugsquelle, schon gar kein neuer Glasbrecher, nicht mal ne Antwort.
    Insbesondere Letzteres ist einfach eine Unverschämtheit, zumal 2 getrennte Mails wohl kaum beide verlorengehen. Noch ärgerlicher, weil der Hersteller natürlich andererseits gern an meinen "Verein" einige tausend Serpas vertickt hat....


    Leider passt das in mein Erfahrungsbild über den "Dialog" mit US-Firmen bei Produktmängeln (und ein herausgefallener Glasbrecher ist einer, finde ich....).
    Eine höfliche und sachliche und im besten Fall hilfreiche Antwort war da bislang für mich wirklich die Ausnahme (die es aber auch gab), und ich weiß eigentlich schon,mich entsprechend zu artikulieren....


    Immer wieder Zeugs "proudly made in USA", das dann in der Ausführung eher Murks war, was dann aber von den Herstellern geflissentlich uninteressiert ignoriert wurde, ob nun verschliffene Klingen, stumpfe "Kavallerie-Messer" (auf denen man bei Verlust des Pferdes bequem hätte weiterreiten können...). Ärgerliche Cordura-Scheiden, die aussahen wie aus einem China-Kaugummiautomaten gefallen und nur durch ihre Arroganz vor dem Zerfall bewahrt wurden, lächerlich unzulängliche Kydexe oder klappernde Boltaron-Ärgernisse.....auch mal Stiefelmesserscheiden, die sich jedesmal gleich mit vom Stiefel abzogen, wenn man mal hinbekommen hatte, das Messer einigermaßen aus dem albern komplizierten Sicherungsmechanismus auszuwickeln....


    Sowas kann alles mal im Einzelfall vorkommen in der Ausführung, wobei einen dann eindeutige Konstruktionsmängel schon eher nachdenklich machen.....Aber als Hersteller nimmt sich dessen dann auch an, wenn man es sich schon nicht "zu Herzen" nimmt.


    Aber eine Kritik an US-Produkten, und dann noch von einem offenbar als minderwertig, unkundig und unwichtig eingeschätzten europäischen Kunden (wobei sie meine Kohle eigentlich dann doch immer gern genommen haben....) scheint als empfundene Gotteslästerung oder einfach nur lästige Unwichtigkeit überall entweder im Müll zu landen oder jedenfalls wenn überhaupt mit "langen Zähnen" und wenig hilfreich beantwortet zu werden....


    Diese ganzen "absolutely best" 120Percent-Clowns möchte ich gern mal zu Marc und Tobias bei Böker schicken, SEHR gern in ein Kundendienst-Bootcamp, damit sie mal sehen, WIE man sowas anständig macht.

    Melde mich aus dem Urlaub zurück und sehe das Bild mit großem Interesse und ebensolchem Respekt vor Romans Sachkunde, wieder einmal.


    Vor einigen Jahren habe ich traditionelle Khukris aus Nepal für Michael Held getestet und war beeindruckt von ihrer Leistung und Stabilität. Aber die dortigen Gestaltungen folgen eben den Traditionen und Anwendungsgewohnheiten, und mein "Wunschtraum" war eine Art von Crossover-Modell mit den Vorteilen handwerklicher Fertigung klassischer Art, jedoch mit geringerer Klingenbiegung und einem Griff, der eher westlichen Haltungs-Gewohnheiten entspricht.


    Keine Ahnung, ob ich damals einmal diesen Bericht mit Roman diskutiert habe - aber das Ergebnis ist genau das, was mir damals vorgeschwebt ist....nicht als Ergebnis meiner Anregung zweifellos, sondern seiner eigenen Erkenntnis und Sachkunde.


    Klassische Fertigung, Verwendung der alten Formen - und sanfte Heranführung an unsere modern/westlichen Vorlieben. Das ist für mich nicht nur als Schmiedekunst sehr lobenswert, sondern darüber hinaus auch als sehr spannendes Projekt in unserem gemeinsamen Interessenbereich! :thumbup: