Beiträge von Micha M.

    Boaah, die ist mir zu gefährlich! :)
    Hab ich die schwarze an, wollen haufenweise fitte Kerle auf mich ballern....andererseits isses taktisch, ohne Frage: Hab ich die beige an, krieg ich sicher in Öffis nen Sitzplatz angeboten.


    Was da so alles mitschwingt im Unterbewußten und in den Wunschvorstellungen, wenn man sich ne praktische Joppe aussucht :)

    Hast Du schon mal hier geschaut?


    Lansky „The Knife“ und andere nichtmetallische Tools


    Beantwortet nicht ALLE Fragen, zeigt aber, was zumindest geht.


    "Schneiden" ist bei Carbon wie auch FGX, Zytel usw. wirklich recht begrenzt.
    Insbesondere gezahnte Exemplare wie das von CS hier in der Vorstellung reichen für ein Brödel oder ne Bratwurst hin.
    Ansonsten taugen diese Tools als Brief- und Paketöffner oder zum Öffnen von nem Blister usw., ersetzen aber eindeutig nicht die Schneidleistung einer Metallklinge, bei den stabileren Exemplaren kann man von richtigem "Schneiden" nicht sprechen, die zerteilen halt, wie das auch ein Geodreieck oder ein Tortenheber machen würde, die ja auch keine Messer sind.


    Da müßtest Du also schon auf Titan oder meinetwegen auf Carbon-Titan-Laminat zurückgreifen, wenn auch das abgedeckt sein soll...


    Ich bekomm die Tage noch ein G10-Messer auf den Tisch, das wird noch ein wenig besser "zerteilen" als die Zytel-Exemplare.

    Dieser Thread ist es absolut wert, immer wieder mal ins Gedächtnis gerufen zu werden!


    Am Mora scheiden sich die Geister, und zuweilen scheint es bei den Anhängern hochpreisiger Messer ja sozusagen zum guten Ton und zur eigenen Rechtfertigung zwingend dazuzugehören, Moras zu dissen.


    Ich hab ja nun einige Vergleichsmöglichkeiten und kenne auch andere erfahrene Anwender mit diesem Background - und ich stimme Dir in Deiner Wertschätzung für das Mora zu. Man wird in dieser Preislage kaum ein anderes ergonomisch so gelungenes und in der Anwendung so praktisches und vielseitig einsetzbares Messer finden wie ein Companion, und selbst bei einem Mehrfachen des Preises eines Bushcrafters muß man sehr lange suchen, um ähnliche Ergonomie und Haptik vorzufinden.


    Jaaa, man kriegt die kaputt. Bei genug Schabernack und Boshaftigkeit kann man sie leicht auch mal abbrechen. Aber auch ohne alberne Eishockeymaske kriegt man bei genug Dummheit und aufgehäuftem Mißbrauch auch ein Zighundert-Euro-Custom kaputt....außer unserer Dummheit (meiner im Speziellen) ist leider nichts unzerstörbar.


    Ich hatte im letzten Urlaub über ein Dutzend Messer dabei, darunter auch mehrere der Ü300-Preisklasse. Einige liegen mir wirklich am Herzen, ich habe sie benutzt, und sie haben ihre Sache sehr gut gemacht. Aber wenn ich mal nüchtern bewerte, hätte ich alle anfallenden Arbeiten auch mit einem Companion erldigt bekommen oder eben einem Bushcrafter oder Kansbol. Bezeichnenderweise sind die Moras auch die einzigen Messer aus meinem Bestand, für deren Gebrauch ich Jasmin begeistern kann, die darüber ohne emotionale Beteiligung aber mit sehr viel Pragmatismus denkt und damit umgeht.


    Natürlich werde ich auch weiter auch hochpreisige Messer kaufen, auch klingenstarke Messer kaufen, auch weitere Customs oder teurere Serienmesser erwerben! Aber mit der Zeit sind in den Bestand eben auch diverse Companions und Bushcrafter, ein Kansbol und auch ein Eldris in diesem besch....froschkotz-spielzeuggrünen Farbton dazugekommen....Sie sind taktisch deponiert, an Rucksäcke geschlauft, ins Auto gehängt, begleiten uns dementsprechend auch überall hin - und machen überall bedarfsweise einen sehr guten Job.


    Jaaa, das Herz hängt bei mir nicht so an ihnen wie an einem Juchten z.B. oder einem BS. Natürlich nicht. Mit denen war eine intensive Befassung beim Entwurf verbunden, und es sind wunderschöne Einzelstücke exakt nach meinem Gusto. Die Moras sind halt eher so etwas wie jedes andere Tool, wie ein Schraubendreher meinetwegen. Aber genau das ist ja neben all unserer Liebe dann doch das Wesen eines Gebrauchsmessers :)

    Wenns nur um einen aus der Auswahl gehen soll, stimme ich Elrich mit dem Chipper zu.


    Gute Elastizität bei gleichzeitigen Eigenschaften, die Klinge genügend hoch aushärten zu können, um eine standfeste Schneide hinzubekommen, würden bei mir hier auf jeden Fall vorgehen vor dem letzten Quentchen Rostträgheit.


    Wir haben hier diese Diskussion ja immer wieder, und ich will mich nicht ZU ausführlich wiederholen.
    Aber es soll hier um nen User gehen, einen "fürs Grobe" dann erklärterweise.
    Da wäre mir wichtiger, keine Brüche oder Chips zu haben - und ich würde auf das Restrisiko pfeifen, vielleicht mal schlimmstenfalls ne angelaufene Stelle mit dem Spülschwamm oder Akopads oder so nem Sito-Pad (verseifte Stahlwolle) und Spülenreiniger mal von nem angelaufenen Stippen zu befreien....


    Und DAS wäre es ja, worüber wir realistisch sprechen, nicht eine "verrostete" Klinge. Regelmäßig nutzen, abgewischt wieder wegstecken.
    Anderersits kann Dir doch auch das o.a. Material bei Kontakt mit den falschen Substanzen, z.B. Säuren, Eiweiß, Blut usw., auch mal anlaufen.


    Wenn Du wirklich damit hacken willst, mit und ohne Schlagholz, dann wird das Messer mit der Zeit eh Nutzungsspuren kriegen. Prima, die adeln das Messer. Gröber darauf einwirken,um mal nen Stippen wegzukriegen, wirst Du wohl kaum müssen.


    Ich hab jetzt mit meinem Juchten M1 den ganzen Urlaub im nassen Waldboden gestochert, Pilze mit ihrem Eiweiß und ihrer Feuchtigkeit geschnitten, Lebensmittel geschnitten...Na glaubst Du, das sieht jetzt sattbraun aus wie ne Tafel Milka?

    Sacha, Du bist ein feiner Kerl, und es tut mir leid um Deinen Verlust.


    Nach einiger Zeit können vielleicht die Geschiedenen und Wiederverheirateten unter uns (...da soll es ein paar geben..) Dich dann irgendwann ein wenig mit der Erfahrung trösten können, dass oftmals nach einem Verlust dann durchaus auch wieder etwas / jemand Gutes nachkommt.

    Sehr schönes Projekt! :thumbup:


    Die Klingenform und insbesondere der Bogen der Schneide zur rückenhohen Spitze hin sowie das Längen-Höhen-Verhältnis der Klinge erinnern mich an mein "Taiga" aus Deiner Fertigung.


    Deine Fox-Version sieht wirklich rassig aus...und das dann noch mit einem vertrauenerweckenden Backlock, tolles Gesamtpaket!

    Ich weiß nicht, frag Idox am besten selbst mal nach Details.
    Er hats ja zerlegt und den neuen eingebaut.
    Hab mich selbst gescholten, weil ich ja immer meckere, weil manche ja UN-BE-DINGT immer ihre Folder erst mal zerlegen müssen..."Siehste, Micha, du Doof, manchmal isses doch gut..." :)


    Insgesamt hat die Sache damit aber eine sehr erfreuliche Wendung genommen. Kürzlich meinte ja einer der Neueinsteiger mal, so ein Thread würd nix bringen. Ich hab da deutlich andere Erfahrungen gemacht über die Jahre. Häufiger mal entweder genau das gefunden, was ich wollte, oder wertvolle Anregungen erhalten, in der Entscheidungsfindung fortzufahren und vielleicht auf was zu kommen, das ich allein so nie ins Visier bekommen hätte.
    Und immer wieder auch aktiver Support oder praktischer Rat :)

    Wieder mal eine Geschichte, die dank TF klasse endet.
    Soviel auch zum zuweilen angezweifelten Nutzen von Beratungs-Threads :)


    "Idox" hat meine Anfrage gelesen und mir angeboten, sich die Sache mal anzuschauen und zu versuchen, einen neuen Glasbrecher einzusetzen.


    Zuerst einmal hat er - ich mach sowas ja so gut wie nie - das Messer zerlegt und den Verlustgrund ebenso ermittelt wie die Befestigungsweise des eingesetzten Glasbrechers. Das dürfte dann auch "Gearrilleros" Frage / Problem lösen :) :


    Das Ding ist nicht eingeschraubt, sondern eingeschoben und wird von innen mit einer Madenschraube festgeklemmt.
    Bei meinem Exemplar drückte die aufgrund von Fertigungstoleranzen wohl nicht / kaum gegen den Stift, und der ist dann schnöde rausgefallen.



    Also ein Fertigungs- und Produktmangel, eigentlich ein klassischer Reklamationsgrund, bei einem Messer von einem ausländischen Händler und von einem Produzenten mit einem so besch....Umgang mit Kunden auch nur wieder Mordsaufwand und Theater und Auslands-Portokosten....


    Stattdessen hat "Idox" selbst einen neuen Glasbrecher gedreht und den zusätzlich zur unzureichend konternden Madenschraube auch noch eingeklebt mit so einem Industrie-Spezialkleber, der vermutlich auch das Matterhorn da drin festhalten würde.




    Im Ergebnis ist das jetzt mit Sicherheit stabiler als vorher - und der Glasbrecher ist sicher auch aus besserem Material als der verlorene.
    Und als "Zückerli" ist er dann auch noch ein wenig kürzer als der alte, der ziemlich weit herausragte und an dem man dann auch schon mal wegen des Tipdown-Einclippens in der Tasche beim Laufen mit dem Handgelenk entlangschrappte....


    "Idox", vielen Dank, super gemacht, und Du hast mir sehr damit geholfen :thumbup:

    Ihr seid wunderbar! :thumbup:


    Wenn das bei der Entscheidungsfindung durch Münzenwerfen.....ääääh, Medaillenschmeißen.....ööööh....Plakettenlupfen....ach, sch...drauf.......ähnlich lange dauert, bis man ein Ergebnis bekommt, ist das sicher SEHR hilfreich.
    Sicher entscheiden sie über die Baumaßnahmen am Berliner Airport exakt nach diesem System :)

    Oh ja, Münzen als Ausdruck der Verbundenheit kenne ich auch....von meinem "Verein" nehm ich aber auch Scheine :)

    Prima Hinweis! :thumbup:


    Mein Problem bei den GB-Sachen ist, daß es die meist nur in schlanken Schnitten gibt, dicke Engländer werden offenbar nur in Ausnahmefällen Soldaten :)
    Und ich brauch ja wegen des ganzen mitgeschleppten Krams immer möglichst weit geschnittene Jacken und kaufe meine fast immer eine bis zwei Größen größer als normal benötigt, auch wenn man dann halt die Ärmel krempeln muss :)

    Danke! :)


    Ist ja auch praktisch: Ist ja tarnend, umso weniger sieht man von dem komischen Kerl da drunter :)


    Und manchmal wirds auch philosophisch / semantisch :) : Wer sich da an der "Uniform in unserer Zivilgesellschaft" stört (..das soll es geben :) ), übersieht ja, daß diese "Uniform" eben dann nicht uniform ist und gerade er dann ja eine "Uniform" einfordert, nur eben die Version der Zivilgesellschaft: das Bürokraten-Sakko, Glencheck ist ja sozusagen das C&A-Camo der bürgerlichen Truppen...und Hemd und Schlips, möglichst angepaßt und damit einheitlich und einförmig....oder eben "uniform", wie man das ja übersetzt :)
    Wer diesen "martialischen" Look in unserer freiheitlichen Gesellschaft nicht hinnehmen will, übersieht gern zweierlei: Dass er gerade die Gestaltungsfreiheit eingrenzt auf einen tatsächlich sehr unfreien Gutmenschen-Gleichschritt im Erscheinungsbild, und dass er das am liebsten erzwingen würde, also mit einem Übergriff in die Freiheitsrechte anderer - und damit mit einem aggressiven Akt, der sicherlich martialischer ist als das Tragen bunter Sachen.
    Übrigens werden die Weichenstellungen für den Weg in den Krieg, ins Aktiv-Martialische, dann ja auch noch fast immer eben nicht von den Menschen in den bunten Anzügen vorgenommen, die das dann umzusetzen haben, sondern von denen in den korrekten, "ordentlichen", bürgerlichen Anzügen.
    Die Reichsamtsleiter, Staatssekretäre und Ministerialdirektoren, die an der Wannsee-Konferenz teilgenommen haben, hatten übrigens auch sehr ordentliche Anzüge an, zivile...
    Ich schaue mir gerade ein Bild von ihnen an und stelle fest, daß man offenbar an einer spießigen Krawatte und einem korrekten Sakko nicht unbedingt einen anständigen Menschen erkennen kann :)

    David, ich stimm DWH natürlich aus jahrelanger Begeisterung zu, was den Denison angeht.


    Das ist wirklich ein toller Schnitt, schlägt alles in Richtung Parka um Längen.
    Da ja in dieser Saison Camo absolut in ist auch in "untaktischen" Klamottenläden (meine Süße trägt neuerdings Woodland vom hippen Label Superdry....), habe ich schon darüber nachgedacht, da mal jemanden auf den Geschmack zu bringen zu versuchen. So ein Denison ist noch mal ne Nummer cooler geschnitten als ne normale M65 finde ich.


    Extrem praktisch geschnitten ist er auch, die aufgesetzten Taschen sind groß, und sie sind sicher verschlossen. Die beiden großen Innen-Brusttaschen fassen auch ein großes Mobiltelefon.....bedarfs- und ausprobierterweise aber auch ne Pistole :)
    Unter den Denison krieg ich mein großes Einsatzkoppel mit allem Kram, ohne daß man etwas davon sieht.


    Die Hosen dazu sind im Vergleich eher gewöhnungsbedürftig mit ihrem weiten und sehr hohen Schnitt, aber eben auch sehr bequem und ultrarobust.



    Ja, die Sachen altern natürlich, meine Klamotten sind mittlerweile über 60 Jahre alt - aber noch immer in ständigem Gebrauch. Und haben unzählige Wäschen überstanden. Glücklicherweise hab ich ja einen Stapel von den Buxen und 3 Denisons :)












    http://www.tacticalforum.de/in…b396598a6f9706ed4dc64d5d0


    http://www.tacticalforum.de/in…3a1b6a07dc369c005b08eea55


    http://www.tacticalforum.de/in…a80d42646f055a2e2306a641f


    http://www.tacticalforum.de/in…23864a4b3a81e1c5b87a4711b


    Der 'Bilder von unterwegs' Thread


    http://www.tacticalforum.de/in…ce83b79cb469bb08d499ee866

    DWH, hin und wieder kann man auch noch mein geliebtes Kongo-Tarn der belgischen Falli-Anzüge auftreiben, ja ebenfalls Brushstroke....
    Wobei da dann das Muster nicht der einzige Kick ist.
    Meine Klamotten sind ja Jahrzehnte alt und bei mir dann jetzt auch noch in ständigem Gebrauch.
    Wäre natürlich spannend zu wissen, ob die Neuauflage da mithalten könnte....


    Das Rooivalk von Begadi geht in eine ähnliche Richtung...

    Grooves oder einfache Querrillen wären sicher auch bei diesen Schalen hier nachträglich zu machen.
    Natürlich könnte man auch Custom-Scales draufmachen.


    Was an dem Ding zweifellos "sexy" wirkt, ist die "Katzenzungen"-Form der Klinge, wie bei alten Gerber-Dolchen, und die Hohlkehle.


    Weitere Überlegung zur "Nachbearbeitung" wäre ein Runden des hinteren Endes, falls man kein Schlagelement haben mag, sondern lieber dort eine Auflagefläche für die unterstützende zweite Hand will....Auch das wäre kein Hexenwerk.


    "Bekannte Gründe": Ja, ärgerlich genug.....Nicht weil man dann nix zum Meucheln hätte....Wer das will, findet eh immer etwas "Geeignetes" - sondern weil man dann die Chance verliert, ein praktisches Gebrauchsmesser auf beiden Seiten mit nützlichen Schneiden-Varianten zu versehen, siehe Prinzip Tauchermesser. Da hat das ja auch reine Werkzeugfunktion, außer eben in Bond-Filmen (...die aber offenbar die "Sachkunde" einiger damit Befasster darstellen...).


    Mein SOG Pentagon hat hier im Haus jedenfalls schon Kompanien von Brödels und Baguettes geschnitten, mit der glatten Seite dann auch schon mal das eine oder andere Steak - aber noch keinen Schurken :)