Beiträge von Micha M.

    Praktisches als EDC und für den verdeckten Einsatz...


    Auch als Klappmesser findet man Dolche, allerdings selten.
    Einer der Klassiker ist der Applegate-Fairbairn-Folder von Gerber (an dessen Gestaltung neben Rex Applegate auch Bill Harsey mitgewirkt haben soll...). Viereinhalb Zoll Klinge mit halber Rückenschneide bieten schon eine wirksame Klinge, tragen sich aber als Folder noch sehr diskret. Ich mag den Klassiker, die ihn noch immer gern als Einsatzfolder führen.


    Daneben ein Böker EFD mit vierzölliger "anderthalbschneidiger" Klinge. Praktisch und im Handling sicher durch den Doppel-Flipper.
    Einziger "Minuspunkt" für mich ist der nicht auf Tipup-Carry umsetzbare Clip, der eine Nutzung des Flippers wie beim Emerson-Wave leider nicht möglich macht. Beim CRKT M16-14 SF funktioniert das sehr gut.....Schade :)





    Und dann hier ein paar fixe Modelle kompakter Bauweise mit großem Alltagsnutzen und diskreten Tragemöglichkeiten:



    Links ein panzerstabiler gesenkgeschmiedeter Russell-Sting aus der ersten Version der CRKT-Fertigung. Auch das nicht nur etwas gegen das Böse, sondern auch fürs Brödel, prima als EDC, soweit rechtlich möglich.
    Weils nicht immer Stahl sein muß, wenns vor allem penetrieren soll, direkt daneben ein schöner alter "Letter Opener" von Blackie Collins (vielen Dank, Wolfgang, eine große Freude...).


    Zum Collins siehe auch:


    Was habt ihr heute bekommen, was morgen? Nr. 11


    Lansky „The Knife“ und andere nichtmetallische Tools



    Dann ein SOG "Pentagon" in der spitzen alten Form, der hier schon meterweise Baguette und das eine oder andere Steak "gemetzelt" hat, während andernorts schon Menschen mit Frau Fograschers Handarbeitsscheren und Stricknadeln gemeuchelt wurden....
    Daneben ein Krudo "Bliss", zwar nicht sehr kurz, aber sehr schlank. Immer wieder mal an der Schlaufe spaßeshalber um die Hand gedreht zum Griffhaltungswechsel (den ich bei ernsthaften Situationen allerdings wenig schätze...beim Spielen schon...), und noch immer könnte ich Klavier spielen.....wenn ichs denn könnte :)


    Zum "Bliss" siehe auch:


    Krudo Bliss



    Direkt daneben wieder ein "Letter Opener" von FAB, bezogen aus einem sehr netten israelischen Shop.


    Siehe hierzu auch mal grundsätzlich zu den Plaste-Pieksern, darunter auch denen von FAB:


    Lansky „The Knife“ und andere nichtmetallische Tools



    Und rechts außen - ein wenig geschummelt, weil DIESER ausnahmsweise die einschneidige Version ist - ein Fox U.T.K., von französischen Einsatzkräften als Backup mitentwickelt und weit häufiger in der zweischneidigen Dolch-Variante anzutreffen.
    Sehr durchdachtes Scheidensystem übrigens...


    Hier sieht man es noch mal, dazu gehört auch noch ein Cordura-Träger, mit dem man die Scheide auch gut am Koppel usw. tragen kann.



    Der Ring dient eher als Ziehhilfe denn für den Finger in der weiteren Anwendung. Als Ziehhilfe funktioniert er auch gut, fürs spätere Handling würde es unbequem...Das U.T.K. passt prima auf eine Einsatzweste oder an einen Einsatzstiefel.

    Auch die Kameraden "von der anderen Feldpostnummer" haben praktische Tools.
    Ihr wisst, mein Bestand an russischen Messern und Gear hat sich in letzter Zeit ein wenig vergrößert, und mir sind dabei viele sehr praxistaugliche und robuste Messer begegnet...


    Hier von links ein Kizlyar Strela, ein Kizlyar Stalker 2, ein Kizlyar Strazh und ein A&R Zlatoust Oprichnik (die "Zivilvariante" des NOKS "Karatel", eines Einsatzmessers operativ-militärischer FSB-Einsatzkräfte mit halber Rückenschneide)




    Alle diese Messer sind robust und stabil und im Gebrauch sehr praktisch. Der Stalker ist ein voll einsatzmesser-tauglicher Dolch mit großer Anwendungs-Bandbreite.


    Das kleine "Strazh", das angeblich unter Beteiligung von und für FSB-Agenten entwickelt wurde, ist ein ausgezeichnetes Beispiel für praktische asymmetrische Dolche (später dazu mehr). Es ist funktional voll EDC-tauglich, liegt gut und sicher in der Hand, trägt sich auch verdeckt wegen der geringen Größe sehr gut. In Österreich wäre das wohl sehr oft mein privates EDC, so ist es ein sehr gutes Backup für den Zivil-Einsatz...




    Das mordsstabile und funktional sehr interessante A&R "Oprichnik" steht übrigens Ledergriff-Mitbewerbern aus dem Westen in nichts nach. Ich habs hier schon vorgestellt und bin noch immer wirklich überzeugt von dem Messer.


    Siehe hierzu auch:


    Feststehende Messer Galerie

    Hier noch einmal ein Fairbairn-Sykes (Cooper) 3rd Pattern (mit geringtem Messingriff), daneben ein Eickhorn Dagger 2000, eine moderne FS-Interpretation, übrigens bemerkenswert stabil. Ich hab mit meinem z.B. schon häufiger geworfen. Das steckt das schlanke Federstahl-Messer gut weg...
    Daneben auch der "Fairbairn-Wulfher", in der Tat dem Shanghai-Dagger recht ähnlich. Ähnlichkeiten lassen sich auch zum Gordon Perrigard zugeschriebenen Modell finden. Das Applegate-Fairbairn-Randall (mal wunderschön von Böker nachgebaut....) ist größer.


    Siehe hierzu:


    http://www.fairbairnsykesfightingknives.com/leather-handled.html


    31274689gs.jpg


    Auch sehr lesenswert mit vielen Bildern und Hintergrundinfos zum FS:


    True Shanghai fighting knife



    Hier zwei Versionen eines EK-Daggers, die alte Variante mit Holzgriff neben dem modernen Modell aus KA-BAR-Fertigung.
    Das alte hat mehr Charme und Seele, aber praktisch ist das neue Modell allemal, dabei sehr stabil und vielseitig. Ehrlich gesagt, würde ich mich im militärischen Einsatz eher für das neue Modell entscheiden.



    31274690ji.jpg


    Beide sind Full-Tang-Alternativen zum FS, bruchsicherer am Übergang von Klinge zum Griff, belastbarer im Spitzenbereich, dafür eine Spur weniger schnell umlenkbar und führig als das FS. Hingegen neigen sie dafür auch nicht zum "Rollen" in der Hand.


    Beide "Familien" sind eher weniger Allzweckmesser, dafür sehr effektive Fighter, insbesondere bei den militärischen Messerkampf-Formen. Diese setzen weniger auf Schnitte, weil der Gegner oft Ausrüstung trägt, die an vielen Trefferstellen nicht wirksam durchtrennt werden könnte. Zudem soll ein militärischer Messereinsatz schnellstmöglich und mit maximaler Wirkung beendet sein, das indiziert eine Bevorzugung des Stichs vor dem seltener und später letalen Schnitt.

    ZU allgemein würde ich das nicht fassen wollen, es gibt ganz unterschiedlich gestaltete Hawks mittlerweile. Längst nicht mehr alle sind ausschließlich als Waffe nützlich. So gibt es z.B. ja auch mittlerweile genug Beispiele von Hawks mit Hammerkopf oder einem hebeltauglichen Spike statt eines nur penetrierenden.


    Ich hab z.B. ein modifiziertes Hawk mit Stahl-Stiel in der Gerätetasche. Das öffnet z.B. bedarfsweise auch mal Kisten oder Verschläge, zerstört die Umhüllung von Tarnladungen, dient als Durchsuchungs-Werkzeug bei "verbautem" deliktischen Gut usw. Die Kombi von Klinge zum Zerteilen und Spike zum Durchdringen und Hebeln ist dabei nützlich.


    Auch draußen unterwegs ist zumindest ein Hawk mit Hammerfläche oder hebeltauglichem Spike durchaus eine Alternative zum normalen Handbeil, wenn man voraussichtlich keine zu schweren Hackarbeiten absolvieren muß. Mal etwas zurichten, entasten usw. geht mit nem Hawk ebenso wie mit nem normalen Handbeil.

    Wie wärs denn mit dem Hogue X-5 als Vierzöller?


    Oder ein Andre de Villiers Pathfinder MilSpec, Stealth Hummer oder ein Ronin?


    Natürlich auch ne rustikal-zuverlässige Wahl in wertiger Verarbeitung:
    Extrema Ratio Glauca oder ein HF 1


    Ein gutes altes M16-14 Titanium Big Dog ist Dir vielleicht nicht wertig genug, insbesondere vom Stahl her, aber eben auch grundsolide....


    Wenns stilmäßig in Richtung Strider gehen soll, warum nicht z.B. ein Microtech DOC?


    Weitere Kandidaten:


    Spartan Blades Pallas


    Spyderco Pirela Mamba


    Maserin Police


    Da ist jetzt nix "Überdesigntes" dabei, nix "Aufgebrezeltes" fürs Miami-Vice-Sakkotäschchen, das würde alles auch in Michas Kongojopppe passen und sollte hinsichtlich "Charme rustikaler Messer" halbwegs passen...


    Ach ja, wenn der Etat es dann noch zuläßt, mach Dir den Spaß und kauf ein sicher etwas weniger Hochwertiges, dafür eins mit viel rustikalem Charme für kleines Geld mit Flipper und Emerson Wave, derzeit eindeutig einer meiner Lieblings-Folder und oft beim Draußenspielen im Kindergarten dabei:


    NOKS Mangust :)


    Klappmesser-Galerie


    Was habt ihr heute bekommen, was morgen? Nr. 11


    Seh ich ebenso, Idox.
    Ich trags ja auch gern über der Jacke, vor allem bei den Wandertouren.
    Das Wabe Green macht mich neugierig/ungeduldig, eine der Scheiden von Sven, die aktuell in Arbeit sind, kommt in dem Muster...

    Klasse geworden, Stefan!


    Das mit dem Vernieten sieht ja nicht nur gut aus (mal abgesehen davon, dass es Dir das Nähen "erspart" hat....), sondern bringt mit den Hohlnieten auch den Vorteil, beste variable Befestigungsmöglichkeiten fürs Tragen zu haben.


    Ich hab so eine Lösung gelegentlich auch schon für reine Lederscheiden vorgeschlagen, die m ü s s e n für mich auch nicht zwingend immer genäht sein, Vernieten mit genügend geringen Abständen würde mir da funktional völlig ausreichen. Komischerweise haben die Macher das bislang immer irgendwie angewidert-empört von sich gewiesen, Nähen scheint irgendwie "Ehrensache" zu sein.
    Vielleicht ändert Dein Thread das ja, das wäre eindeutig ein Gewinn! :thumbup:

    Idox, dahin hatte ich vorhin auch schon verlinkt :)


    Wie gesagt, ich mag die richtig kurzen Shorts auch nicht, andererseits wärs wohl eher was für den "Gefahrensucher", Leute von der Legion oder vom australischen SAS mit "Hallo, Mädels" zu begrüßen :)
    Man KANN also schon auch als erwachsener Mann sowas anziehen, ohne zwangsläufig wie ein verlaufener Erstklässler oder Lynn Thompson auszuschauen :)


    Aber die Brandit 3/4-Shorts ist so lang, daß der Saum bei mir gut bis zum oberen Rand der Einsatzstiefel geht.....also eher kein Look wie "Mein schönstes Ferienerlebnis" oder "Village People" :)
    Ist aber trotzdem bei richtig hohen Temperaturen mal eine luftige Alternative dazu, die langen Cargos halt wie sonst immer in den Stiefelschäften zu tragen.

    Mir sind viele Shorts auch zu kurz, bei den "3/4-Shorts" oder "7/8-Shorts" bin ich aber fündig geworden.


    Mein Favorit dabei für kleines Geld: Brandit 3/4 Industry Vintage, z.B. hier:


    https://www.asmc.de/Bekleidung…intage-3-4-schwarz-p.html


    Meine "natürlich" in Dark Camo :)


    https://www.truman.de/Hosen/Ho…von-Brandit-darkcamo.html


    Sind auch was für stattliche Schenkel - und halten was aus.
    Ich trag Brandit sehr häufig auch in Einsätzen.
    Die Taschenorganisation ist zuweilen nicht so ausgeklügelt wie bei den Nobel-Marken, ich komme aber gut damit zurecht.

    Es würde, wenn das eigentliche Messer die Eigenschaft einer HuS-Waffe hätte, nicht nur in D unter 42a fallen, sondern wäre wohl dann eine verbotene Waffe nach WaffG..
    Hingegen ist es Messern OHNE eigene Waffeneigenschaft schon erlaubt, so auszuschauen. Z.B. gibt es einschlägige Feststellungsbescheide über Lippenstift- und Feuerzeugmesser mit einfacher einschneidiger Klinge ohne Waffenmerkmale - und die wurden NICHT indiziert.


    Das steht und fällt hier also mit der Frage, ob das Messer nach seiner Hersteller-Zweckbestimmung und seiner Beschaffenheit eine HuS-Waffe darstellt. Das muß hier bei einer kurzen, einschneidigen Klingengestaltung keinesfalls "automatisch" unterstellt werden.


    Hingegen kommt man, davon abgesehen, schon auf den Gedanken, Hauptzweck der Formgebung sei es, in einem Gepäck-Scanner nicht aufzufallen. Wäre ein spannendes Exponat für mich, vielleicht besorg ich mir eins für die Workshops....

    War es nicht eine Versuchung, den Choil gegen ne kleine Schleifkerbe zu tauschen und das unsinnige Loch wegzulassen? Ging Dir ja sicher nicht um einen "Abklatsch", sondern ein weitergedachtes Modell....??


    Schon seit längerer Zeit diskutiere ich mit verschiedenen Messermachern ein Projekt eines "gekürzten" Fairbairn-Sykes, am liebsten mit Lederscheibengriff. Kürzere FS-Versionen gab es als Einzelstücke im 2. WK, zuweilen zur Weiterwendung umgeschliffener Original-Exemplare nach Bruch der Spitze, zum Teil aber auch ganz gezielt "ohne Not" gekürzt oder mit entsprechend kürzerer Klinge gebaut, um das Messer insbesondere für den verdeckten Einsatz besser konspirativ führbar zu machen. In Fachkreisen berühmt sind z.B. die Exemplare, die Peter Mason geführt hat....


    http://www.fairbairnsykesfight…com/capt-peter-mason.html


    Auch bei den Custom-FS findet man Beispiele für längenmäßig reduzierte FS-Abkömmlinge:


    http://www.fairbairnsykesfight…com/custom-fs-knives.html


    Meine eigene Vorstellung war die eines auf auf 5.5 Zoll gekürzten Modells, diese Länge passt bei mir noch gut unter Denison / M65. Das Projekt schlummerte dann geraume Zeit...



    Vor ein paar Tagen hat Forumskumpel Wulfher bei einer Chat-Plauderei dann eine Überraschung angekündigt...und die hat er mir wirklich bereitet. Heute schlug sie im "Kindergarten" auf und machte mich - ehrlich gesagt - ziemlich baff zum einen wegen der Qualität des von ihm als "vor zig Jahren mal so nebenbei selbst gebauten" Dolches, zum anderen wegen der frappierenden Nähe zur Wunschvorstellung meines Projekts.



    Nun ist sein Messer allerdings nachweislich über 20 Jahre alt, insofern hab ich da "im Geiste" eindeutig von ihm abgeschrieben, nicht umgekehrt :)


    Das Messer mit Lederscheibengriff und Messingmonturen liegt mit sattem Gewicht in der Hand und ist grundsolide gebaut.
    Dekorativer Clou des Knaufs ist ein hinterer Abschluß mit einem Patronenboden.




    Die Klinge ist nur leicht länger, als ich mir das im Projekt ausgeknobelt hatte - sie hat ziemlich genau 6 Zoll. Passt aber! :)
    Wanderte heute sofort an den Gürtel und verschwand unterm Hoodie :)




    Jörg, ganz herzlichen Dank, das Messer ist wirklich wunderschön und passt sehr gut zu mir.


    Nun hab ich ein Fairbairn-Sykes, ein Applegate-Fairbairn und nun auch ein Fairbairn-Wulfher! :thumbup:



    Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll...