Führt man ein zweischneidiges Messer mit querliegender Klinge, also mit den Schneiden nach links und rechts, macht die symmetrische Form den meisten Sinn. Man wird dann in ähnlicher Weise nach links und rechts schneiden, z.B. in gegnerische Arme oder Beine, und im Stich weiten die Schneiden gleichmäßig nach links und rechts den Schnittkanal auf.
Hält man das Messer mit aufrechter Klinge, gewinnt eine asymmetrische Klingengestaltung sehr an Sinn; denn man führt dann Bewegungen sowohl vor- als auch rückhändig durch, wie etwa beim Tennisspielen. Und diese Bewegungen sind nicht gleich. Vorhändig wird man bogenförmig schwingen können, rückhändig wird die Schneide aber eher gerade hochgerissen, gerade nach hinten gezogen. Auch für Techniken wie das "Trapping", das "Weiterführen" macht eine asymmetrische Klingengestaltung, insbesondere eine konkave Rückenform, viel Sinn. Ich mag jetzt nicht darüber streiten, ob das praktisch für die meisten Anwender bei mäßigem Trainingsstand nützliche Techniken sind - aber eindeutig ist, daß auch der Durchschnitts-User gerade bei "normaler" Haltung des Dolches wie ein Gebrauchsmesser dieses rückhändig anders bewegen wird als vorhändig...
Hier einmal Beispiele:
Das Blade Systems "Tiger" ist ein "Weiterdenken" des MOD / Dieter CQB Mark 1. Es wurde im TF sehr ausführlich vorgestellt, dort lassen sich alle Überlegungen im Detail nachlesen. Die Zähne dienen, gemeinsam mit den Spikes am Handschutz, dem Abwehren des gegnerischen Angriffs und Umleiten des gegnerischen Waffenarms (um dann Folgetechniken anzuwenden). Das beißt böse und fängt ziemlich gut 
Natürlich kann man aber z.B. gegen einen Block oder eine Abwehr auch einfach den Rücken hochreißen, der vor der aggressiv zufassenden und reißenden Zahnung geschärft ist.
Hier einmal eine detaillierte Darstellung zum "Tiger" auch mit Eingehen auf Aspekte asymmetrischer Dolche:
http://ns2.tacticalforum.de/in…page=Thread&threadID=8090
Ähnliches gilt für den Pygmy Warrior von Spyderco. Man kann hier im TF sehr viel über die "Warrior"-Erwägungen von Taylor / Echanis nachlesen, "Ama-Ebi" hat ausgezeichnet dazu gearbeitet. Auch hier geht es bei der Zahnung eher um Einfangen, Reißen als um die Wirkung als "Wellenschliff". Bei ausgeklügelter Dimensionierung kann man beides haben, wie z.B. bei dem phantastischen Modell, das "Hosch" für "Teachdair" gebaut hat.
Zum Pygmy Warrior siehe auch:
Spyderco Pygmy Warrior nach langer Wartezeit nun verfügbar
Daneben ein ausgeklügeltes Karambit von Wildsteer, das 3C-K, hier mal bewegt:
https://www.youtube.com/watch?v=PCNdW-mbM8w
Karambit-typisch reverse geführt, schneidet die Rückenschneide dann auch z.B. beim Rückschwung des Arms und wirkt so nicht nur nach innen, sondern im Schwung auch nach außen.
Weiteres Beispiel ist der "Raptor" von Blade Systems, dessen Rückenschneide vor allem Backcuts ermöglichen soll, daneben aber auch so wirkt, daß eine manuelle Einwirkung auf den Messerrücken zur gegenerischen Abwehr ausscheidet. Das ist allerdings ambivalent: Wirkt der Gegner auf den Arm statt aufs Messer und schlägt diesen Richtung Hals des Messeranwenders zurück, hat dieser keinen "sicheren Bereich" am Messerrücken, das erhöht die Gefahr, vom eigenen Messer verletzt zu werden.
Das gilt auch in CQC-Situationen mit sehr körpernahem Messereinsatz. Daher gibt es durchaus messererfahrene Anwender, die einschneidige Messer vorziehen oder zumindest nur eine halblange Rückenschneide wie beim alten Al Mar SERE Fixed oder beim o.a. Buck Strider ML bevorzugen...

Hier die Messer noch einmal mit anderem Gear, um zu verdeutlichen, wie kompakt sie sind und damit gut und diskret mitgeführt werden können bzw. an der Einsatzkleidung wenig Platz wegnehmen und an verschiedenen Positionen getragen werden können...

Hier noch einmal, weils so schön ist, das "Tiger", daneben ein sehr stabiles einschneidiges Boot-Knife vom gleichen Macher, das "Yoroi Doshi". Aktuell ist es vorn oben nicht scharf. Die Klinge ist 6,8 mm stark und beruhigend stabil 
