Beiträge von Micha M.

    Ja, diesen Effekt kenne ich...überzeugende Konzeption und Datenblatt, ansprechendes Äußeres...und dann spricht so ein Ding in der Hand so gar nicht zu einem.
    Ist auch mir schon mehrmals so gegangen, zuweilen völig überraschend.
    Aber nicht mit diesem hier.
    Da fühlte sich die Hand drumrum sofort wohl, das Messer fühlte sich "richtig" an.

    Ja, das sind seit Jahrzehnten bewährte Messer...für mich einer der "Archetypen" des Fahrtenmessers.


    12 und 15 cm lange Klingen, 3/16 stark und in voller Höhe angeschliffen, praxisbewährter 440C.
    Das Messer schneidet prima mit dieser Klingengeometrie!


    Der Griff paßt in meine kleine 8er-Hand, füllt aber auch eine deutlich größere noch gut aus.


    Unspektakulärer als die Mitbewerber aus den USA und Russland - aber nicht weniger praktisch!

    Ontario: Ja, die sind so rauh und üppig phospatiert, daß sich vermutlich ein industrieller Abbau auf der Klingenoberfläche lohnen würde :)


    Korsar: Ja, meins wurde nachgeschärt, auch oben an der Schor...jetzt ist es allerdings gut scharf, und die Ergonomie und die Stabilität geben einen guten User sehr wohl her.

    A&R Korsar oder Valday; Bark River Boone oder Boone II; Blackjack 5er; sehr sexy: Bark River MACV SOG....


    Wenns schlank und sexy sein darf: A&R Finka


    Kultig: Ontario 499 Pilotenmesser


    Was für Romantiker,leicht über der bezeichneten Länge: John Nowill Israeli Commando Knife

    Wie groß denn?
    42a konform (mit genau 12 cm Klinge) wär ein Linder Mark 1, das ein sehr guter Allrounder ist.


    Auch im 42a-konformen Bereich mit einigen Modellen dabei ist Bark River, allerdings in einem höheren Preisbereich.


    Solls größer sein, gibts wirklich mehr Auswahl, siehe oben. Hab mehrere A&R, die alle gut sind!

    Gungho, so groß ist der Ring nicht, daß man wirklich instinkiv hineingreifen könnte.
    Und das Messer weist nicht mal eine Öffnungshilfe wie Doppelflipper, Frontsporn oder Emerson-Wave auf, um es dann auch gleich aufzuziehen. Bislang sehe ich da konzeptionell also weder Unterschied noch gar Fortschritt zu den vielen anderen schlanken, flachen, geraden Foldern, die man genauso tragen und öffnen kann...


    Das billige Browning Vanquish ist viel näher am SOCP-Design, da greift man in den Ring und hat den Folder dann sicher in der Hand ab Ergreifen, zieht ihn daran instinktiv und zieht über den Frontsporn auf...
    Ich besitze ja sowohl Vanquish als SOCP und zeige beide auch in meinen Workshops....


    Und wenn schon ohne Ring, dann wenigstens so sicher im Ziehen öffnend wie Viper Maga oder auch mein NOKS Mangust-Folder....Letzterer immerhin auch mit 4 Zoll Klingenlänge.

    Klar, das spricht mich auch an - aber ich weiß nicht, warum das jetzt sozusagen "auf einer Linie" mit dem SOCP-Dagger sein soll...


    Der ist klein und durch den Ring instinktiv greifbar und dafür gemacht, eine Situation nicht endgültig zu bereinigen, sondern nur Aufbau von Distanz zum Einsatz der Schußwaffe zu schaffen.


    Ein Viereinhalbzöller ist da schon allein viel "endgültiger" - und das Ergreifen so eines Folders mit Deep-Carry-Clip ohne eine Ziehhilfe wie Ring, Sporn o.ä. insbesondere aus IWB-Trageweisen wie hier gezeigt ist nun alles andere als "intuitiv" und mit schreckbedingt eingeschränkter Feinmotorik machbar...


    Als ich von einem SOCP-Folder hörte, dachte ich zunächst an einen Folder mit Ring am Ende und gerader Klinge, also so etwas wie Browning Vanquish oder FKMD / Marcaida DART.....DAS wäre dann eine dem SOCP-Dagger vergleichbare Konzeption gewesen, nicht dieser viereinhalbzöllige Deep-Carry-Fighter...

    Interessante, allerdings auch vergleichsweise teure Alternative zum Otanashi und zum Ti-Lite...


    Wie bei diesen ist auch hier die Alternative zum Klingen-Einsatz im niedrigeskalatorischen Bereich interessant: Es ist schlank und solide genug zum kompletten Umschließen des geschlossenen Messers und Einsatz zu Kubotan-Techniken...

    +1 fürs Manly Peak Zweihänder.


    Für ganz Grobes hast Du was Passendes im Rucksack.
    Wenn ich recht verstehe, geht es Dir um etwas "am Mann" für Schneidarbeiten, aber eben mit mehr Klingenlänge als bei nem SAK.


    Das Peak bietet eine vergleichsweise lange Klinge (daher auch von mir ausgewählt...) bei gleichzeitig schlanker, tragefreundlicher Kontur. Schnitthaltiges Material, Deep-Carry-Clip und sehr gutens Preis-Leistungs-Verhältnis zeichnen das Modell aus.


    Meins in Camo ist privat öfter dabei und kommt demnächst auch mit in den Urlaub...

    Du meintest so eins?







    Kommt Zeit, kommt Finka....:)


    Wenn der Antrieb allein nicht reicht, sprich darüber mit dem Troll, spätestens nach 10 min. zuckt Dein Finger auf dem Bestell-Button...


    Achte aber darauf, daß es eines mit der größeren Klingenstärke ist, insbesondere in der Bucht bekommt man ja auch viele, die sind aber meist dünner ("Finka 2"! Auch die von Ataka bei Lamnia sind alle dünn.
    Richtig schön, aber etwas groß und vor allem zu teuer, ist dieses hier:


    https://www.lamnia.com/de/p/19…nives-finskiy-nkvd-messer


    Mehr in die Richtung eines Gebrauchs-"Smersh", also eines Finskiy ohne Handschutz, geht übrigens dieses hier von Kizlyar, das man sogar gerade bei Lamnia bekommen kann :)


    https://www.lamnia.com/de/p/37…%D0%BA%D0%B8%D0%B9-messer


    Das hab ich auch schon länger im Visier..


    Üüüübrigens:


    https://empire-knives.de/Finka-NKVD-Karelische-Birke


    https://empire-knives.de/Finka-NKVD-Kork


    Aber ich gebs zu: Ich finde das mit Lederscheibengriff auch schöner :)

    Dann gern hier noch mal was für Dich :)



    Ein "Finka" ist für die Russen ein aus der nordischen Messer-Tradition entlehntes Messer, abgewandelt aus der klassisch-finnischen Puukko-From schon zu einer Zeit, in der Finnland noch als "Karelien" zum Russischen Reich gehörte. Damals trieben dort Banden ihr Unwesen, manche Landstriche dort waren ähnlich verrufen wie heutzutage die eine oder andere Ost-Provinz.


    Und in der russischen Unterwelt erfreuten sich "Finka"-Messer (auch "Finskiy" oder in ähnlichen Schreibweisen) tatsächlich trotz ihrer Herkunft aus dem Gebrauchsmesser-Bereich und wichtigstes Werkzeug nordischer Hirten zu Beginn des 20. Jahrhunderts so großer Beliebtheit als schlanke Todbringer, daß der Besitz bestimmter Formen Privatpersonen lange verboten war: vor allem eben Abwandlungen mit ausgeprägtem Handschutz und größerer Klingenstärke.


    Aus meinem Blickwinkel hat gerade die dann künstlich herbeigeführte rechtliche Differenzierung zwischen dem "guten" Werkzeug-Finka und der "bösen" HuS-Waffe bleibend das russische Messerrecht geprägt: Noch immer wird die Unterscheidung für alle Messer dort primär nach ausgeprägtem Handschutz in Verbindung entweder mit beiseitigem Klingen-Anschliff oder mit größerer Klingenstärke gemacht. Das kann man z.B. gut auf den Produktseiten von Melita-K nachvollziehen, wo Waffen-Formen von den Gebrauchsmesser-Formen getrennt aufgeführt sind.


    http://www.melitak.com/


    (Gruppen "Fighting" und "Universal")


    Noch immer ist es sehr schwierig und mit teuren Einzel-Genehmigungen verbunden, dort als HuS-Waffen klassifizierte Messer hierher zu bekommen, leider! :)


    Natürlich war und ist diese ganze Unterscheidung dort ebenso unsinnig wie hier, und man kann ebenso gut mit einem SOG-Pentagon Baguette schneiden wie Gurgeln - und andererseits eben auch mit einem "friedlichen" Küchenmesser meucheln (nich nur Morcheln..), statistisch kommt das eh so am häufigsten vor. Derartige Narreteien sind aber leider weit und international verbreitet...


    Das hier gezeigte A&R Finka ist eines mit gutem Handschutz und vor allem auch stärkerer Klinge als bei vielen anderen Modellen: Es hat 4 mm Klingenstärke statt der 2 - 2,5 anderer Modelle.


    https://www.lamnia.com/de/p/47…finka-nkvd-messer-leather


    Eingerahmt wird es von zwei "Smersh"-Modellen von NOKS, den Modellen 3 und 4 mit fünf und sechs Zoll Klingenlänge und einer Stärke von 5,6 - 6 mm statt der 3,6 der "entschärften" Versionen.


    http://www.melitak.com/iuni.html/iunisme15.html


    Hier ist die Abkunft von den Puukko-Messern ganz offensichtlich, das sind sozusagen Finnenmesser in taktischer Formgebung, Materialstärke und eben auch mit taktisch geprägter Materialwahl.
    Natürlich ist so etwas als Gebrauchsmesser sehr interessant und nützlich, insbesondere das kleinere 3er ist hier oft im ganz friedlichen Werkzeug-Einsatz...




    Aber die Messer wurden/werden - so sagt man - wegen ihrer schlanken, führigen Form (sehr geeignet für Systema-Techniken) auch von russischen SEen gern verwendet, daher auch ihr Name, der vom russischen "Tod den Spionen!" abgeleitet ist und auf eine zumindest frühere Verwendung bei NKWD bzw. KGB hinweist.
    Glücklicherweise kann man die Dreier und Vierer mittlerweile auch über den russischen Handel bekommen, sie gelten - ohne PE - nicht als Waffe.
    Nach einem Zweier mit ca. vier Zoll Klinge suche ich hingegen erfolglos schon seit Jahren :)