Beiträge von Micha M.

    War mit Jasmin hier im Wald ohne Rucksack unterwegs-und ohne das kleine Gerber-Beil.
    An einigen Stellen waren an den gestürzten Bäumen Äste im Weg beim Übersteigen.
    Also mal Hackversuche, die sind freihändig bei einem Viereinhalbzöller meist nicht der große Bringer.
    Beim Little Bowie punktet da die hohe und damit massige Klinge, und man kann den Griff gut hinten um den gebogenen Knauf fassen.
    Wirklich erfreulich gute Leistung, und nach mittlerweile einigen derartig gekappten Ästen habe ich jedenfalls fühbar bislang kein Nachlassen der Schärfe feststellen können. Hab heute hier leider keine Tomaten zur Hand :)


    Nach mittlerweile einer Woche täglichen Führens draußen habe ich jedenfalls bislang ein größeres Messer nicht ausdrücklich vermisst und hier oben auch nur an einem Tag mal zwischendurch spaßeshalber das Kizlyar NR-18 mit etwas mehr Klingenlänge aus Neugier zum Ausprobieren mit gehabt.

    Heute dann das Gerber gegen ein Estwing ausgetauscht, deutlich schwerer und größer...
    Es ging einen Weg hoch, auf dem ich über den Weg gestürzte Bäume erwartete und antraf.
    Kleinere Spitzen abgebrochener Äste gingen sehr gut auch mit dem Bowie ab, aber für dickere Äste war das Estwing die bessere und schnellere Wahl. Im Vergleich zum Gerber vor ein paar Tagen brachte das schon mehr Impact.
    Aber es ist eben auch deutlich größer und übersteigt die Grenze, die sich für mich für das wirklich "anlasslose Beilchen" abzeichnet.


    Im Einsatz ist es aber sehr angenehm :)


    Das Messer ist auch heute dabei gewesen, übrigens auch im Schnee nass geworden usw.
    Hab heute den einen oder anderen Ast abgeschnitten, dann auch sehr gern wieder den Wanderpausen-Speck.
    Für längere Schnitz-Tests ist es derzeit ein wenig zu winterlich, aber das Abschneiden der gefrorenen Äste hat der Schärfe bislang jedenfalls keinen Abbruch und der Klinge keinen Ausbruch getan...



    Das Messer lag auch in Handschuhen prima in der Hand.


    Rahmengriff / Schalen : Auch da ist jeder Jeck anders. Ich mochte Tonys Griffkonturen immer, zog aber bei allen Modellen geschlossene Griffe vor.
    Und da fand ich übrigens auch bemerkenswert, daß Tony das problemlos "gelten ließ" und nicht gegen jede andere Meinung oder Vorliebe das "Steckenpferd" seiner Rahmengriffe reiten mußte, sondern sogar als Serienmodell beides offerierte. So würde ich mir das öfter wünschen...
    Aber wenn Du das GBK von der Form des Griffs her schätzt, solltest Du das "Little Bowie" jedenfalls mal probeweise in die Hand nehmen! :)

    Wie gesagt, meine Meinung ist absolut keine Garantie, sondern nur ein Hinweis.
    Auch das Cub, das mich persönlich wirklich begeistert hat, hat nicht ausschließlich Freunde gefunden....


    Daher ja auch die ausführlichen Begründungen, da mußt Du dann sehen, ob das was "in Deine Richtung" sein könnte :)


    Alte Folder: Die hab ich nie "aktiv" gesucht, sondern bin immer nur wach geblieben für entsprechende Angebote.
    Das hat mir mehrere schöne "Klassiker" für erträgliches Geld eingebracht, die hätten alle deutlich mehr gekostet, wenn ich sie zum Tag X unbeding hätte haben müssen.
    Jetzt zu erträglichen Kursen bei günstiger Gelegenheit zugeschlagen, sind das Messer fürs Leben, schön und zuverlässig - und die Kohle dafür ist besser angelegt als derzeit auf jedem Konto :)

    Komm mal wieder zu Besuch, dann machen wir den Pranken-Check!


    Diese sanften Mulden sind prima, das sollte man nicht ändern


    Wenn mehr Fülle für die grosse Hand, dann etwas stärkere Schalen oder eben ein paar mm mehr Höhe.
    Aber dazu miss es erst mal einer ab Gr. 10 ausprobieren...


    Jimping: man kann auch so bedarfsweise weiter vorgreifen, für normale Anwendungen stimmen imo so die Positionen und Winkel.

    Zur Haptik hatte ich oben schon etwas geschrieben.
    Zumindest bei meiner Handgröße drückt da nichts, nichts scheuert.
    Die Hand findet in den Ek-ähnlichen 2 Reihen von Mulden überall Orientierung.


    Schauen wir uns das mal bei den üblichen Griffhaltungen an.
    Gerade stärker konturierte Messer, hier mit Biegung und Bauch, neigen oft dazu, nur EINE Standard-Haltung wirklich gut zu unterstützen und andere weniger, oder bestimmte andere Haltungen zumindest zu erschweren.





    So ein Säbelgriff ist natürlich dafür prädestiniert, insbesondere die Forward-Haltung im Hammer- oder Säbelgriff optimal zu unterstützen, und das funktioniert, wie man oben sieht, hier auch ausgezeichnet. Im Hammergriff liegt der Daumen in der vordersten oberen Mulde oder vorn seitlich am Handschutz.
    Im Säbelgriff kann man eher hinten greifen und den Daumen gegen die leichte obere Rampe des Handschutzes legen oder weiter vorn greifen, den Handschutz übergreifen und den Daumen aufs Jimping auflegen. Alles bestens bei mir!


    Aber auch die Handlage im normalen Reverse-Grip Edge-out, also mit der Schneide nach außen, wird überall gut unterstützt, ob man nun den Daumen hinten an den Knauf aufs kleine hintere Jimping legt, wie man das besonders beim Durchstechen sehr widerstandsfähigen Schneidguts machen wird, oder ob man reverse den Griff im Hammergriff umfaßt, immer findet man eine gute Position und Orientierung.




    Was mich gewundert hat, positiv, war die Eignung des Griffs selbst für Edge-in-Haltungen, also mit der Schneide forward nach oben oder reverse nach hinten, wie man etwa das Messer halten würde, wenn man von einem Verunfallten weg dessen Gurt durchschneidet oder wenn man zum Kappen ein Seil zu sich heranzieht.




    Man sollte denken, Bauch und Biegung würden das behindern, ich habe aber auch da angenehme und belastbare Positionen gefunden.


    Durch Form und Handschutz in keiner Griffhaltung die Neigung zum Rollen, Verrutschen nach vorn oder hinten oder zum Verdrehen bei Belastung.
    Für mich ist der Griff einfach klasse! :thumbup:

    Praxistauglich auch die Scheide aus relativ starkem Leder.





    Die Schlaufe ist groß genug, um auch mein Lochkoppel mit Verschluß ohne Gehampel durchzuführen.
    Zwei Reihen von Löchern, um für schmalere Gürtel das Spiel der Schlaufe zu begrenzen, muß man bedarfsweise selbst bohren und sich das Prinzip bei Randall abschauen.


    Und das Umbiegen des Leders am oberen Rand der Schlaufe ist auch nicht meine Lieblingslösung - das trägt unnötig auf und bildet mit den Jahren einen Angriffspunkt für Risse und Brüche.
    So etwas kann man viel flacher und haltbarer machen, indem man die Hinterseite der Schlaufe aus einem zweiten Lederstück flach annähnt oder noch besser mit 2 Hohlnieten flach annietet, die dann auch gleich noch alternative Befestigungspunkte liefern.


    Solche Hohlnieten hätte ich gern auch an beiden Seiten des Munds der Scheide gesehen, wo sich mit den Jahren sonst gern mal eine Naht lockert oder man in Naht oder Ränder beim Versorgen des Messers mal einschneidet. Und schon hätte man weitere Befestigungspunkte....


    Und schließlich ist die Scheide leider nicht seitenwahlfrei wegen der konturierten Spitze und wegen des Sicherungsriemchens..
    Unten rund oder viereckig geht auch, ist dann nämlich seitenwahlfrei. Und so einen Sicherungsriemen kann man auf der Rückseite auch drehbar annieten und vorn über links oder rechts auf einem mittigen Druckknopf schließen lassen....


    Alles kein Hexenwerk, aber selten zu finden, nicht nur hier nicht, sondern auch bei viel teureren Messern oder Scheiden.
    Es gibt insgesamt viel mehr gute Messer als gute Scheiden, obwohl die mindestens ein Drittel des Gesamtnutzens des Messers ausmachen....


    Während man bei Kydex und Cordura stetig weiter entwickelt, bleiben bei Leder die meisten Hersteller auf dem Stand von vor 100 Jahren einfach stehen.


    Insgesamt also ordentlich gemacht, sauber gearbeitet, für Rechtshänder gut praxistauglich - aber konzeptionell eben mit dem leider üblichen Potenzial für Verbesserungen :)

    Was man oben schon sehen kann, sind die sauberen Passungen der Schalen am Griff. Weder Schalen noch Erl haben sicht- oder fühlbare Überstände....




    Da haben wir hier schon mehr als doppelt so teure Messer aus hochgelobter US-Fertigung gehabt, die mit weniger Sorgfalt gemacht waren.


    Auch andere Details freuen, wie z.B. das längs wie quer kantengebrochene Jimping, das auch ohne Handschuhe nicht schabt oder kratzt, aber gute Orientierung bietet:



    Dabei bleibts aber insgesamt (für mich angenehm) rustikal, das ist kein Schneewittchen, das den Wald im Glasvitrinen-Sarg verpennen und nur auf dem Datenblatt glänzen soll, das ist ganz eindeutig ein User und sieht auch so aus, meinetwegen beim unter der Lupe ein wenig rustikalen Finish an der schönen oberen Schor:



    Die ist so dünn ausgeschliffen, daß man sie bedarfsweise auch nachträglich schärfen lassen könnte, im Lieferzustand bleibt sie aber Schor, nicht Rückenschneide:



    Und zwischen Jimping und Schor und auch an der Schor selbst hat man es dann mit dem Kantenbrechen nicht übertrieben, das hat man wesentlich smoother am Jimping selbst gemacht.
    Weiter vorn reichts problemlos zum Funkenreißen mit einem Feuerstahl....gerade ausprobiert, zugegeben aber ausschließlich für Testzwecke und für Euch, draußen ziehe ich noch immer mein Bic vor :)

    Wo wir bei Maßen sind:


    Der Griff ist lediglich ca. 16 mm (so etwa einen Dreiviertelzoll) stark und gewinnt seine praktischen und haptisch-ergonomischen Eigenschaften eher aus der Höhe / der Kontur.
    Da bleibt Tony sich also treu, auch beim GEK-EDC haben iwr einen ziemlich flachen Griff vorgefunden, der aber hoch und konturiert war und so immer genug Orientierung und Schutz vor Verdrehen lieferte.



    So auch beim "Little Bowie" - ein flacher Griff, der aber eine traditionell aus Säbelgriffen abgeleitete Form hat, die erst einmal durch die Kontur punktet: Vorn ein recht tief heruntergezogener Handschutz. Legt man gegen den seitlich den Daumen an, kann sich nichts drehen. Daran hindert auch der mitttlere untere "Bauch" des Griffs und zuletzt dann auch der hinten heruntergezogene Knauf. Zudem schützen Knauf und Handschutz auch sehr überzeugend vor einem Herausrutschen nach vorn oder hinten....wie gesagt, den "Spaß" mit dem Öl und dem Wassereimer spar ich mir da gleich, weil ich das Ergebnis schon kenne...:)


    Die Effekte der Kontur verstärkt Tony durch die 3D-Gestaltung der Griffschalen, mal auch für mich sehr spannend mit einem so von mir noch nicht erprobten Konzept:
    Ich kenne einen "seitlichen Bauch" wie bei Reeve, er dann gleichmäßig in alle Richtungen die Hand füllt, das ist ergonomisch sehr angenehm, und Reeve bleibt für mich mit seinen alten Griffen sozusagen Referenz für das, was an angenehmer Haptik bei Serienmessern überhaupt geht.


    Tony arbeitet nun mit je zwei Reihen seitlicher Mulden auf beiden Seiten, vier oben, vier unten auf jeder Seite, also zur Standardanzahl der Finger außerhalb von Sägewerken passend...
    In die schmiegen sich unten Finger ein, oben der umgelegte Daumen. Man muß auch nicht unbedingt mit allen Fingern eine Mulde "erwischen", das fällt meiner kleinen Hand hier eher schwer unten....
    Stört aber nicht, es reicht mir völlig, Zeige- und Mittelfinger zu positionieren und oben den Daumen.


    Das geht, weil die Mulden sehr moderat sind und ihre jeweiligen "Kanten" auch - die aber eben gar nicht kantig sind, sondern sehr harmonisch gerundet. Da sind keine kantigen Stellen an den Übergängen zu fühlen, auch nicht in meinen eher zarten Händchen, in Handschuhen gleich gar nicht.





    Das erinnert mich an das Konzept von John Ek an seinen geraden, handschutzlosen Griffen.


    Ich werde nachher noch zur Ergonomie kommen, die sich daraus ergibt, und In-Hand--Bilder der gängigen Griffhaltungen zeigen.


    Es funktioniert, und zwar bei mir sehr gut.
    Ich muß aber immer an dieser Stelle an meine Handschuhgröße von lediglich 8 erinnern, das ist unterdurchschnittlich für eine Männerhand.
    Ich kann mir daher vorstellen, daß jemand mit einer 10er- oder 11er-Pranke vielleicht 5 mm mehr Griffhöhe gewünscht hätte, man muß das malan anderen Anwendern vergleichs-erproben....

    Zuerst mal zur aufgeworfenen Frage des Schliffs:




    Die anderthalb Zoll hohe Klinge (im geraden Bereich vor der Schor) ist etwa einen Zoll hoch angeschliffen.


    Beim Darübergehen mit den Fingern hatte ich erst den Eindruck eines sehr leichten Hohlschliffs, hab dann aber einen geraden Messerrücken angelegt und mittig im Anschliff keinen konkaven Spalt zwischen dem angelegten Teil und der Flanke des Schliffs gefunden. Also flach.
    Man muß hier die große Klingenhöhe beachten, die auch bei dreiviertelhohem Anschliff einfach "trotz" der 5 mm Klingenstärke viel Platz hat, dünn zuzulaufen. Der eine Zoll der Anschliff-Höhe entspricht ja der kompletten Klingenhöhe vieler schlankerer Messer....

    Beim Wandern heute mal den Folder angepasst auf ein schönes Bowie-Duo.....zum Condor / Lennartz "Little Bowie" diesmal das Lionsteel / Poppel "Gitano"...und anlasslos-EDC-weise auch das kleine Gerber-Beilchen im Rucksack,das dann gleich ein paar Äste an über den Weg gefallenen Bäumen kappen durfte :)



    Und im Gaststuben-EDC heute der Professional-Soldier-Klon gemeinsam mit dem in meinem Bestand neuen Müller Linerlock, das sich bei ersten Alltagsarbeiten übrigens sehr gut macht.



    Die bunte Fenix beim Wandern und die Winkel-Nitecore am Abend blieben in den Taschen :)

    Heute war das "anlasslose Beilchen" auch wieder im Rucksack, ohne vorherige Pläne, irgendwas zu fällen :)


    Und hier oben hats ja einige Bäume umgeweht vor 2 Wochen, die liegen z.T. noch immer quer über den Wanderwegen.
    Heute auf einem Weg vier querliegende Bäume angetroffen.
    Wollte man über den Stamm steigen, störten einige Äste, manche davon schon ein Stück vom Stamm weg abgebrochen, da sollte man eher nicht drauffallen...
    Also das kleine Gerber ausgepackt - Hahaaaaa! - und ohne Kampf und Krampf direkt am Stamm die Äste weggehackt, so daß sie weder gefährlich noch im Weg waren. Da punktete das dünne scharfe Blatt....

    Die Frage ist so legitim wie nicht allgemein zu beantworten....


    Aber der Tenor stört mich, 1075 ist kein Dosenblech, und übersetzt man mal von AISI in den Werkstoffnamen, dann wird eben C75 daraus, und aus so etwas hat man über Generationen zuverlässige Messer gebaut.


    Die Philosophie dahinter, diesen Stahl auch jetzt zu wählen, ist die Robustheit und Elastizität einerseits und die gute Schärfbarkeit und vor allem Nachschärfbarkeit auch mit einem einfachen mitführbaren Schärfgerät.


    Nein, Hund, Du mußt Dich darauf nicht einlassen und kannst Dich in die Fraktion der PM-Fans einreihen, wir werden Dich nicht bekehren und werden auch diese Frage nun nicht plötzlich "allgemeingültig" lösen wie auch die Frage von C-Stahl oder rostträgem Stahl grundsätzlich nicht.


    Aber so eine S90V-Klinge z.B.würde ich unterwegs nicht wieder scharf bekommen, wenn ich damit etwas anstellen müßte, was auch sie abstumpft - die hier kriege auch ich wieder scharf.
    Wie gesagt, man MUSS sich dieser Philosophie nicht anschließen, aber immerhin beweist sie sich seit Jahrhunderten.


    Ganz abwegig finde ich die Frage dann aber auch nicht, nicht im Sinne einer Alternative von 440C, wobei ich das nicht übel fände - aber zumindest in Richtung von 1095 oder meinetwegen mit anderem Namen C100.
    Ich habe viele Messer aus diesem Material, u.a. von Ontario, die sich in der Praxis gut bewähren und sich ebenfalls mit einfachen Mitteln wieder schärfen lassen, jedoch schnitthaltiger sind als C75.


    Das wäre zumindest eine Überlegung wert, finde ich.....


    Tante Edit spendiert noch ein Bild von Wanderpausen-Speck, an dem das Messer weder zerscherbt noch abgestumpft ist :)


    Sehe ich wie Du.
    Bei uns zuweilen, aber da konnte ichs "erklären".


    Wenn ich daheim einkaufen gehe, ist eh Jacke oder Bluse drüber, aber es wird auch nicht krampfhaft versteckt. Und wenn jemand was sieht und fragt, daheim oder hier nach dem Wandern oder dabei, bekommt er eine freundliche Antwort.


    Das ist ja ein Werkzeug, und ich will unt tue seit fast 5 Jahrzehnten nichts Böses damit :)

    Wander-EDC: Am Koppel über der Joppe das neue "Little Bowie", am Schultergurt gewohnt das Parabellum.
    War zu gewohnt, um dran zu denken, es gegen einen schlankeren Folder in diesem Duo auszuwechseln, was bei dem ebenfalls üppigen Partner Sinn gemacht hätte...



    Und abends Gaststuben-EDC, also ohne Koppel, sozusagen Vintage mit dem hübschen altmodischen kleinen Sheffield-Bowie und dem Kupfer-Mercator...


    Idox, ich fand z.B. mein Juchten M1 oder mein GEK-EDC nie "kastriert", das passt besser zu den zwangserziehenden Panikern & Pistorius :)


    Bei diesen Messern war primär nicht der Kotau vor dem albernen 42a ausschlaggebend, sondern der Wunsch, einige Eigenschaften großer Messer in ein Format zu übertragen, das auch bei einem breiteren Publikum noch als EDC-tauglich angesehen wird.


    Ich hab ja Vertreter aus der Siebenzoll-Klasse in größerer Zahl, und Messer wie das M1 wurden mit Bedacht ja sogar dann auch noch mal im großen Format gebaut, das wäre da z.B. mein "Old Merc". Wo ich einen Siebenzöller führen und verwenden will, bin ich also versorgt.


    Aber es ist eben auch lange verbreitet - auch in Ländern mit weniger ideologisch-neurotischem Messerrecht - im EDC-Bereich eher mit Messern der Vier- bis Fünfzoll-Klasse umzugehen, und in vielen Ländern werden Outdoorer, Bushcrafter, Überlebensmesser für Piloten usw. ebenso in diesem Format gebaut wie normale Gebrauchs- und Jagdmesser.


    Ich mag große Messer sehr, aber manchmal will ichs ein wenig kompakter, das gilt nicht nur für das GBK undd jetzt eben das "Little Bowie".
    Ich mochte z.B. auch immer mein GB 5.5 irgendwie lieber als das Vollformat in der Hand.


    Insofern sehe ich es eher so, daß Messer wie das M1 oder jetzt eben das "Little Bowie" einen echten, natürlichen Bedarf decken, keinen aufgezwungenen.
    Und wenn sichs ergibt, geh ich wieder sehr gern mit dem MOD Pattern Survival Knife oder Juchtens Legions-M3 hier in den Wald :)


    Um ehrlich zu bleiben: Ich erkenne freilich den Vorteil an, dieses Messer auch über der Joppe am Gürtel behalten zu können, ohne mich mit irgendeinem Ordnungshüter dann unten im Ort über sozialadäquate Tragegründe auseinandersetzen zu müssen, das will ich gar nicht leugnen. Ich trag meine Wandermesser bekanntlich offen.....Aber hier oben ist eher kein absehbarer Erklärungsbedarf, und es macht mir momentan auch hier einen Riesenspaß, mit dem "Little Bowie" unterwegs zu sein :)