Beim Hohlgriff an sich sind optisch keine Unterschiede zu erkennen. Auch die Tiefe des Griffs ist bei beiden Messern identisch, so dass auch die Klingenwurzel bei beiden Messern gleich weit (ca. 2,4 cm ab der Vorderkante des PE) in den Griff hinein ragt. Bei welchem der beiden Messer die Klinge „sicherer“ mit dem Griff verbunden ist, kann ich nicht beurteilen. Aber vielleicht erkennen die Experten hier ja anhand der Bilder einen Unterschied. (Lile jeweils rechts bzw. auf dem zweiten Bild)
Vergleich Griff 1 - Lile rechts.JPG Vergleich Griff 2 - Lile rechts.JPG Hohlgriff-Tiefe UC.JPG Hohlgriff-Tiefe Lile.JPG Hohlgriff UC.JPG Hohlgriff Lile.JPG
Der Kompass des Lile ist etwas kleiner, macht aber einen besser verarbeiteten Eindruck. Beim Nachbau wird ein „Survial-Kit“ mitgeliefert, beim Lile ist der Hohlgriff leer. (Lile links)
Kompasse 1 - Lile links.JPG Kompasse 2 - Lile links.JPG
Zum Schluss noch ein Vergleich der technischen Daten, die ich selbst ermittelt habe. Da ich hierfür ein einfaches Lineal verwendet habe, können sich Abweichungen zu anderen Quellen ergeben.
Technische Daten.JPG
Fazit
Als Deko-Objekt beim Messer-Sammler oder Film-Fan ist sicher auch der UC-Nachbau völlig ausreichend, da die wenigsten Besucher die Unterschiede überhaupt bemerken werden. Und ob sich das Lile in der Praxis besser schlägt oder höhere Belastungen aushält, werde ich nie herausfinden. Es wird sicher kein Folge-Review geben, in dem ich teste, mit welchem der beiden Messer sich Autotüren besser durchlöchern lassen. 
Trotzdem bin ich sehr glücklich mit meinem New Lile First Blood, weil es sich – für mich persönlich - einfach „echter“ anfühlt. Da ich nicht nur Messer-Sammler, sondern auch Stallone-Fan bin, müssen bei einem Film-Messer dann auch die kleinen Details möglichst genau mit dem Original übereinstimmen. Und diesbezüglich sind die „Next Generation“-Messer sogar besser, als die ursprünglichen Sammler-Messer, die z. B. bewußt mit weniger Sägezähnen produziert wurden. Letztere haben dagegen (zumindest zum Teil) den großen Bonus, dass sie von Jimmy Lile persönlich gefertigt wurden.
Ob der hohe Preis gerechtfertigt ist, muss jeder für sich entscheiden. Sicher bezahlt man hier nicht nur das Material und die gute Verarbeitung, sondern auch einen großen Aufschlag für den Namen „Lile“. Mit einer drastischen Wertsteigerung wie bei den ersten Lile-Messern rechne ich definitiv nicht. Und falls Miles Welze sich 2009 tatsächlich mehrere Exemplare der Neuauflage zum Stückpreis von $ 3.500 für den Weiterverkauf gesichert hat (das ist nur meine persönliche Vermutung aufgrund seiner vielen Angebote), war das sogar ein Verlustgeschäft. Denn aktuell bietet er die Messer für $ 1.950 an – manchmal auch etwas günstiger. 