Schlange der Versuchung - Spyderco Brend / Pirela "Mamba" Flipper

  • Ich finde das Mamba trotzdem gelungen und bis auf diesen Fehler sehr gut verarbeitet.
    Kann jemand aufgrund der Bilder die Ursache für den hakenden Liner Lock finden?
    Verriegelung ist einwandfei, kein Spiel. Nur das Lösen geht eben nicht...

  • Das ist ärgerlich, letzen Endes wird irgendwann der Lock an dem Messer versagen und es bleibt zu hoffen ob es seitens dem Hersteller noch Ersatz dafür gibt.
    Das habe ich inzwischen an einigen hochpreisigen US-Messern gesehen, wo die Materialpaarung zwischen Lockinsert und Klinge einfach viel zu schlecht aufeinander abgestimmt waren.
    Eine grob angeschliffene Klingenwurzel die 15HRC härter ist, als der Lockinsert, arbeitet diesen zwangsweise ab.... Schade :/

  • Um das Thema (für mich) abzuschließen:
    Habe mich jetzt in die Materie eingelesen...ein sticky frame lock kommt doch sehr oft vor (wusst ich gar nicht :rolleyes: ).
    Ich hab die Oberflächen der Klingenwurzel und des Liner Lock entfettet und mit Graphitpuder behandelt. Das hat allerdings
    wenig bis gar nichts gebracht.
    Einen "Sharpie" hab ich nicht im Haus, also mit einem edding 3000 die Kontaktstelle bemalt. Ein paar Mal "bespielt" und erneut
    bemalt; den Vorgang mehrmals wiederholt.
    Ergebnis: Die Verriegelung hakt nicht mehr und geht schon weit flüssiger.


    Was dieser permanent marker nun wirklich auf der Oberfläche macht? Keine Ahnung, aber es wirkt!


  • Was dieser permanent marker nun wirklich auf der Oberfläche macht? Keine Ahnung, aber es wirkt!


    Ich hatte ja meine Vermutung geäußert, das sich Micospähne abreiben und dann den Lock verklemmen. Vielleicht bildet der Edding ja eine Schutzschicht, sodass es zu keiner Bildung von Titanspähnen kommt?


    @santos


    Damit sich der Lock so stark abnutzt, das es zu Problemen kommt, da muss man das Messer sehr sehr oft öffnen und schließen. Meist wandern die Locks doch nur sehr stark, wenn sich durch starke, nicht für das Messer vorgesehene Belastung sich irgend etwas verformt.

    In der Gülle schwimmt die größte Scheiße immer oben.

  • N Sticky entsteht wenn die Oberflächen nicht sauber gearbeitet sind und horizonalte Rillen aufweisen.
    Abhilfe würde sicher pollieren helfen, aber der Sharpy oder jeder auf Lack basiredne Stift der die Rillen füllt ist genau so gut.
    Auf die Dauter aber keine Lösung es sei denn du möchtest jeden Monat nach "Sharpennen" :D

    Ein Brötchen geht selten alleine zum Frühstück


  • Abhilfe würde sicher pollieren helfen


    Im Gegenteil, unter Umständen wird es dadurch nur schlimmer. Das Problem sind der micro feine Abrieb und der Winkel, der beiden Teile zu einander.
    Ich kann nur dringlichst davon abraten den Lock mechanisch zu bearbeiten, in welcher Form auch immer. Unter Umständen richtet man da sehr schnell, einen sehr teuren Schaden an.

    In der Gülle schwimmt die größte Scheiße immer oben.

  • ...das meinte ich ja mit meinen ironischen Kommentaren :)


    Wird hochpreisig von bestimmten Marken verkauft, heißt es erst mal, das sei eben durch die ja angeblich viel bessere US-Fertigung zu entsprechend höheren Löhnen gerechtfertigt.
    Das ist aber auch schon bei vielen "Schnee von gestern", gefertigt wird in China oder meinetwegen Taiwan.
    Dann kommt das "Argument", der Markenname bedeute dann im Zweifel zumindest immer noch eine bewährte Sorgfalt beim Entwerfen, vor allem aber eine gewohnt penible Endkontrolle, weil es ja um den renommierten Markennamen ginge....


    Bei Fällen wie diesem hier liegt jedoch der Verdacht nahe, daß man zumindest im zweiten Bereich da wohl nicht sehr viel getan haben kann - einmal probeweise manuell aufmachen und danach konsequent handeln hätte ja gereicht. Und das ist fatal: Wenn ich an verschliffenen Murks vom deutschen "Traditionshersteller" denke oder hier an einen 400-Ocken-US-Folder mit einem so offensichtlichen Fehler, dann sinkt die Bereitschaft, für die teure "Westfertigung" eben auch mehr Geld auf den Tisch zu legen. Mäßig geprüfte Chinakracher krieg ich nämlich auch für kleines Geld...


    Was ich übrigens in letzter Zeit aus China für SEHR kleines Geld bekommen und ausprobiert habe, funktionierte übrigens tadellos...

  • Die Vermutung liegt nahe, das die Hersteller nicht wirklich wissen wie sie das fertigungstechnisch in den Griff bekommen können.


    ZT haben mal gesagt, das sie mit dem Stahleinsatz gute Erfahrungen gemacht haben. Deshalb verbauen sie ihn nur noch egal ob es Probleme gibt oder nicht. Damit erschlagen sie halt diese ganze Problematik komplett. Das erspart bestimmt eine Menge Reklamationen.


    Leider ist bei einem Liner Lock nicht so einfach möglich einen Stahleinsatz zu verbauen, da der Liner in der Regel viel zu dünn dafür ist


    @Micha
    zum Thema US Fertigung schau dir mal das Video an und ließ dir die Kommentare durch. Ich musste teilweise sehr schmunzeln.
    https://www.youtube.com/watch?v=N4v4tJmtiik


    Im übrigen sind alle Kizer Messer ohne Stahleinsatz Carbidized. Die haben auch keine Probleme mit Sticky Lock. Warum eine Firma wie Spyderco das nicht hin bekommt , kann ich beim besten willen nicht nach vollziehen.

    In der Gülle schwimmt die größte Scheiße immer oben.

    2 Mal editiert, zuletzt von Solution ()

  • Solution, nach Sachen wie einem gruselig verschliffenen ProTech (...und die werden ja für ihre Fertigungsqualität ansonsten sehr gelobt :) ), einem Mission in der Ausführung "Kavalleriemesser" (weil nach dem Tod des Pferdes auf dem Zachel weitergeritten werden konnte....) und mit einer Schrott-Scheide, diversen klappernden Boltaron-Ärgernissen aus der Fixed-Abteilung von Spyderco oder eben zuletzt mit dem lakonisch-konkludenten "Dannissesebenso" zur praxisuntauglichen BJ-Scheide hab ich auch so hinreichend viele und schlimme Beispiele dafür, daß nicht alles Gold ist, was unter Sternchen und Streifen gedengelt wird :)

  • Ja, sicher funktioniert der lock ohne Einsatz nur perfekt, wenn er eben von Hand perfekt eingepasst wird.


    ZT hat da bei den Serien mit großen Stückzahlen konsequent gehandelt, und sich so viel Ärger erspart.
    Das 301 zB hat bestimmt zu 99% keinerlei Probleme ohne gehabt, als es dann mit dem 560/561 losging, hat man da sehr gut reagiert (soweit meine Beobachtung).


    Das meine ich ja hier in dem Fall, schade das bei solch einer Serie nicht auf sowas geachtet wird. Da sollte man dann entweder sauber einpassen, oder eben die Konstruktion dementsprechend gestalten.



    @MichaM.:


    Achso, dass war ironisch gemeint! :)


    :ironie:

  • @Sutolion


    Das mit der Abnutzung und der Dauer dafür halte ich für ein Gerücht, meist sind es nicht korrekt funktional her- und eingestellte Framelocks die diese Probleme mit sich bringen.
    Letzten Endes soll ein Liner-/Framelock eine Linienberührung herstellen, was man auf dem Bild des Messers hier schonmal nicht erkennen kann.


    Wenn du das Beispiel ZT bringst, ich hatte zuletzt erst eine unangenehme Erfahrung mit einem hochpreisigen ZT limited, um es nicht zu sagen, absoluter Scheißdreck. Kannte zum Kaufzeitpunkt und kenne heute, nur eine "überlieferte Messerhistorie", allerdings nichts genaues.
    Was da dran war oder ist, ist einfach erbärmlich (siehe Anhang).
    Der Lock hat die Klingenwurzel einfach nur totgemacht, rundgenudelt, abgelutscht. Das in einem eher schwabbeligen Linerlock (eingeschraubt) im Carbon.... Gute Erfahrungen ;)


    Hatte bis auf dieses bis jetzt aber nur sehr wenige Messer, die soetwas aufgezeigt haben (altes Böker Brend mit 1mm Liner aus Gimpelstahl, klar....).


    Um nicht zu sagen, nicht alles was glänzt ist auch Gold, da nehm ich mir lieber etwas reguläres (Stahl oder Ti Liner) als soetwas eingesetztes, was man nichtmehr selbst bearbeiten kann, oder auch bearbeiten lassen kann....

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