Beiträge von strcat

    Ich lebe genau so wie vorher, wobei ich auch nicht zu einer Risikogruppe gehöre. Nur das ich mich über den Großteil der staubschutzmaskentragenden Teil der Zivilbevölkerung amüsiere.

    Das mit der orangen Farbe unter Wasser ist ein Mythos bzw. Urban legend. Ab spätestens 10m ist die Farbe Orange nicht mehr als solche zu erkennen, sondern einfach nur graubraundreckig. Je nach Salzgehalt und Tageszeit kann man orange und rot sogar nach 5m schon nicht mehr unterscheiden. Zumindest nicht ohne künstliche Lichtquelle, wobei die auch die passenden Kelvin haben sollte um Rottöne korrekt darzustellen. Das mit dem "Blut abschnüren durch zu straffes festziehen der Riemen" gehört auch in die Abteilung "Hört sich logisch an", ruft aber bei jedem Taucher eher ein Augenbrauenhochziehen wie bei Spock hervor. Zum einen wird ein Riemen ~eine Handbreit über dem Knöchel (also oberhalb der Füßlinge) angelegt und der obere Riemen dient letztendlich nur dazu, dass die Scheide oben fixiert ist. Bei Latex-/Gummiriemen werden die also nicht wirklich fest angezogen, da sie ober- bzw. unterhalb der Wade sitzen; halt nur so fest, dass das Messer nicht nach vorne oder hinten rutscht. Das nächste ist dann, dass Kampf-/Rettungs-/Berufs-/Bergetaucher i. d. R. entweder einen Trocken- oder zumindest einen 3mm Neoprenanzug tragen. Da müsste man sich schon mit einem Tourniquet plagen um das Bein abzubinden. Bei längerem Aufenthalt unter Wasser kommt ohnehin nur ein Trockentauchanzug in Frage, da dort auch keine Blasen austreten und aufsteigen können; sonst wäre der ganze Rebreather sinnlos.

    Komplett unbrauchbar is es als Tauchermesser aber auf jeden Fall. Die Sägezahnung is irgendwie ungünstig platziert finde ich (der optische Eindruck kann auch täuschen), denn die Fingermulden sind im Weg und stören wenn man mit der Sägezahnung schneiden will. Sieht aber tacticool aus.
    Da sieht das schon besser/brauchbarer aus: https://www.boker.de/tecnoreef…b34defdde414601acde944627 wobei ich das bevorzugen würde: https://www.boker.de/steel-mar…43c2ba9dfe8eb517ec87d5a70

    strcat das Messer müsste jetzt sovvo sechs Jahre ungefähr vorgestellt sein; jedenfalls deutlich nach 2005. Bericht damals in der K ISOM.


    Möglich das es nach meiner Dienstzeit in die STAN kam, aber ich habe während meiner Wehrübungen seit Ausscheiden keinen damit rumlaufen sehen. Sieht mir auch nicht so aus wie ein typisches BW-Messer; die Fangriemenöse is zu klein für die Faserschnur, an die Kydex kommt dann noch n TekLock dran wodurch der Messergriff dann noch weiter vom Körper absteht, der Griff is nich so griffig (sieht zumindest nicht so aus) und man kann das Messer nicht von beiden Seiten einstecken. Is wie gesagt n reines Bauchgefühl.

    In der 200./300. war das Messer bis 2005 nicht in der STAN. Mag auch nur ich so sehen, aber ein Messer das man nicht von beiden Seiten in die Scheide stecken kann, empfinde ich als nicht wirklich brauchbar bzw. stresssicher. Die Klingenform is aber cool, nur wär mir der Wellenschliff hinten lieber, weil ich da mehr Druck aufbringen kann.

    Bei Pohl "Messer deutscher Spezialeinheiten" ist zu lesen:
    "In der Regel achteten die Fernspäher darauf, dass mindestens zwei Mann im Trupp ein entsprechendes Kappmesser bei sich führten."


    Wenn mit Kappmesser das hier gemeint ist: https://de.wikipedia.org/wiki/Fallmesser dann hat(te) das jeder am Mann; und zwar an einem Fangriemen in der rechten Meterstabtasche. Die Dinger werden/wurden zum Kappen der Fangleinen verwendet, da sie bauartbedingt schnell geöffnet und eingesetzt werden können und ansonsten verletzungssicher (gibt es das Wort überhaupt) verstaut sind.

    Ich kann mir durchaus vorstellen, daß z.B. Fernspäher z.T. noch dieses Messer nutzen, da es für Werkzeuganwendungen (und das ist ja der Löwenanteil der Aufgaben) besser geeignet ist als das AF.


    In der STAN sind bzw. waren das Fallmesser und das Vic, wobei Fallmesser in der STAN aller Luftlander sind wenn ich mich nicht irre. Reichenhaller GebJg hatten Mitte 90/Anfang 2000 noch das AK47 Bajonett dienstlich geliefert bis die Umstellung von G3->G36 abgeschlossen war. Feststehende Messer wie KM2000 und das alte Kampfmesser ("Steckklemmscheide, Metall") werden kaum mitgeführt und schon gar nicht eingesetzt. 90% der Messernutzung beschränkt sich auf Essenszubereitung, Faserseil durchschneiden um eine Wäscheleine zu spannen, Briefe zu öffnen und Verlustmeldungen zu schreiben weil man es zum 42. Mal verloren hat. Gehebelt/Aufgebrochen wird mit geeigneterem Werkzeug und der einzige Vorteil ist letztendlich nur, das es sofort griff- und einsatzbereit ist. Das mit dem Holzgriff ist für luftfahrendes Personal.
    "Dienstlich geliefert" und "von Soldaten eingesetzt" sind zwei paar Schuhe. Ich kenne keinen der so einen Klopper am Plattenträger rumschleppt.

    Ist leider immer noch Offtopic (sorry), aber bei ca. 6min wird doch gesagt, dass bei der 300lm Voreinstellung bei vollem Druck auf den Taster die vollen 1300lm kommen, oder irre ich mich? ?(


    Bei dem Modi "IN" hat man bei Druck auf den Endschalter 300 Lumen Dauerlicht und wenn man Schalter voll durchdrückt, hat man Strobe mit 1300 Lumen. Sollte dem nicht so sein (Handbuch zu dem Ding find ich keins als PDF), dann korrigiert mich. Hat auch nichts mit pauschalem Dissen zu tun, sondern da bezieh ich mich auf das offizielle Video.

    Wieso Bashing? Meine Erfahrungen mit diversen Marken habe ich schonmal hier gepostet und das Nextorch nicht wirklich den besten Support bietet, wurde u. a. im CPF schon einige Male angesprochen (wie auch in diesem Thread schon zweimal). Ich sage auch nicht das Nextorch, Olight, .. schlechte Lampen bauen oder von Haus aus unbrauchbar sind, sondern lediglich das sie den Zusatz "tactical" lediglich auf dem Papier haben.
    Die Nextorch TA30 Operator is da auch so ein Fall. Die Bezel ist jetzt schwarz, damit nichts mehr reflektiert (mal abgesehen vom dem Reflektor, aber hey.. Details..). Die Eigenblendung kann man reduzieren in dem man auf den Modi "IN" (ganz nach links drehen) stellt und dann hat sie 300 Lumen. Und zwar nur die 300 Lumen. Wenn man dann wieder Vollgas braucht, muss man wieder auf den Modi "TAC" ganz nach rechts drehen um dann die 1300 Lumen abrufen zu können. Sehr stresssicher das alles; besonders wenn man nur eine Hand frei hat. Dafür hat sie einen wieder aufladbaren 18650er Akku, der auch Sinn macht, weil die Lampe im Modi "IN" auf Standby läuft und auch Strom verbraucht wenn sie nicht genutzt wird.
    Wenn ein Produkt Mängel hat und/oder der Support nichts taugt, dann darf man das nicht nur, sondern dann muss man das ansprechen.

    Olight, Nextorch, Led Lenser, .. sind anscheinend alles gute Taschenlampen.. solange sie funktionieren und man keinen Support benötigt. Wahrscheinlich sind sie deswegen weltweit bei allen Spezial-/Rettungskräften im Einsatz. Oh.. wait.. Immerhin haben sie 48 unterschiedlich programmierbare Modi, 13 unterschiedliche Strobefrequenzen und werden mit so sinnvollem Zubehör wie "magnetischem Fernschalter", billigstem Stoffholster und aufsteckbaren Filtern ausgeliefert. Da stinken die Funzeln in ihren Blisterverpackungen mit ihren erbärmlichen zwei Leuchtstufen natürlich total ab.
    Ironie-Tags darf jetzt selbstständig setzen; ich bestell mir lieber noch n paar CR123 für meine zum Teil schon 20+ Jahre alten Surefire, damit die Xenon der 6P auch mal wieder brennt.

    Ich hab sie von einem Kameraden bekommen, der sie in den Staaten vor Ort gekauft hat (190 USD in Blisterverpackung). Bilder kann ich nachreichen wenn ich wieder daheim bin, aber das kann noch dauern. Das Alugehäuse liegt gut in der Hand, aber lässt sich nicht so einfach aus der Tasche ziehen wenn sie mit dem Kopf nach unten getragen wird. Liegt einfach an dem geraden Gehäuse der Pro; die normale hat ja am Tail kleine Wülste die das Ziehen etwas erleichtern. Die Lichtausbeute und Reichweite der Pro is aber schon deutlich höher als zur normalen Stiletto.