Beiträge von strcat

    Ich kann mich nur zur Striker HT äußern und die ist für den ihr zugedachten Einsatzzweck nicht brauchbar. Sie ist bequem und das war es dann auch schon wieder. Getragen habe ich die Hose knapp drei Jahre (bin mir nicht mehr ganz sicher) und genutzt wurde sie ihrem Einsatzzweck entsprechend. Nämlich auf der Schießbahn und im Einsatz; also im richtigen Einsatz und nicht Airsoft/Paintball oder Urban Survival. Das wird jetzt kein Flame oder Hateposting, sondern ich sage nur, was mich an der Hose stört. Ganz oben angefangen:


    Die Eingriffe der beiden Hosentaschen sind zu eng, hoch und falsch geschnitten. Wenn man einen Plattenträger/Kampfmittelweste trägt, kann man nicht mehr in die Tasche greifen, weil man "von oben" reingreifen muss. Besser wären Hosentaschen die so geschnitten sind: https://images-dynamic-arctery…SV-MultiCam-Side-View.jpg oder gleich so: https://www.asmc.de/media/image/ee/f4/14/17402-4.jpg Das "Netzfutter" in den Hosentaschen (ich bezeichne das jetzt einfach mal so) kann man sich sparen. Einmal was spitziges transportiert und bzw. etwas doof reingeschoben und dann war es das mit was in die Tasche stecken; es sei denn man braucht es nicht mehr:
    20200728_164944.jpg
    Nähen fällt flach, da es immer wieder einreißt. Evtl kann man das beheben indem man einen Flicken einsetzt, aber das habe ich nicht getestet. Für etwas "gröbere" Messer (in meinem Fall das Benchmade 810 Contego) ist die Hosentasche auch ungeeignet, da der Stoff zu dünn ist und durch das überstehende Ende des Griffes ab-/durchgewetzt wird. Durch den Schnitt der Hosentasche rutscht das Messer auch manchmal Richtung Schritt und das wird dann beim Abhocken unangenehm. Verstärkungen an der Naht gibt es ebenfalls nicht. Helikon-Tex hat eine Verstärkung der Naht und bei 5.11 sind einige Hosentaschen so geschnitten: https://www.511tactical.com/me…69/055/74369_055_07v3.jpg Meine LMSG und 5.11 trage ich seit Jahren mit diesem Messer und da gibt es keine Abnutzungserscheinung; meine Striker HT sieht so aus:
    20200728_164916.jpg


    Die Eingriffe der Seitentaschen sind wie bei sehr vielen Hosen viel zu eng geschnitten. Kniend kann man nicht mehr schnell auf darin untergebrachte Utensilien zugreifen; mit Handschuhen schon mal gar nicht. Gleiches gilt für die "kleinen Gear Taschen" die vorne mittig an den Oberschenkeln angebracht sind. Wenn man darin ein Messer unterbringt, das keinen Deep-Carry-Clip hat, dann drückt sich das überstehende Ende des Messers beim Abhocken/Knien in den Oberschenkel. Magazine für Kurzwaffen habe ich darin genau einmal transportiert und wer mal auf zwei P8/P12 Magazinen lag, wird das verstehen. Ich muss aber auch dazu sagen das die Taschen auch nicht für Magazine gedacht sind, von daher war das eher eine Form von latentem Masochismus in Verbindung mit "ah.. des geht scho.." (Lernen durch Schmerz).


    Die Nähte an sich sind sehr gut, aber durch die schmalen Seiten der Reißverschlüsse kann man sie nur schwer nähen; problematischer sind da schon die "Abdeckflügel" (sry für die bekloppte Beschreibung). Die sorgen zwar wirklich dafür, das die Reißverschlüsse nicht mit Dreck eingesaut werden, allerdings bleiben die auch mal zwischen den Zähnen hängen und verklemmen. Das passiert dann einige Male und dann geht die Naht unten auf und sieht dann so aus:
    20200728_164844.jpg
    Auf dem Bild sieht man auch das die Naht im Schritt aufgegangen ist, aber das schiebe ich mal unter normalen Verschleiß.


    Problematischer sind da schon die Dehneinsätze; die halten zwar relativ lange, aber wenn sie mal einen kleinen Riss haben, dann wird der sehr schnell größer:
    20200728_164749.jpg
    Und für diejenigen die mit "das kann man nähen" ankommen: Das ist eine Kampfhose und wenn ich damit längere Zeit unterwegs bin, dann kann es schonmal passieren das ich mehrere Tage nicht dazu komme es zu nähen.


    Zu den Kniepolstern: Die sind hervorragend! Solang sie nicht kaputt gehen. Die Reißverschlüsse, in die man die "Tactical Knee Pads" (also die weichen Teile" einschiebt, zwicken sich immer wieder mal mit der inneren Netztasche, in der die Kniepolster liegen und schädigen den Stoff. Das hat dann den Nachteil das er einreißt und sich der Riss sehr schnell vergrößert.
    20200728_165217.jpg


    Außerdem strapaziert man die Netztasche auch noch jedesmal wenn man die Hose anzieht. Das eigentliche Problem ist die Tatsache, das man den Reißverschluss auch gerne mal offen lässt, damit die Luft zirkulieren kann; das ist ja auch der Sinn von dem Ganzen. Witzig wird es nur, wenn man dann mal schnell in tiefste Gangart geht und man dann erstmal drei Pfund Sand und die dazu gehörenden Käfer/Spinnen aus der Hose und den Schuhen popeln muss. Meine Knieschonertaschen sehen so aus:
    20200728_165055.jpg 20200728_165049.jpg
    Der Außenstoff der Kniepolster ist in meinen Augen unkaputtbar. Ich lag damit auf Sand, Kies, Schotter, Steinen, Holz, .. und der ist noch immer nicht defekt.


    In die "Arschtaschen" habe ich auch nie was geschoben, da diese ebenfalls viel zu eng sind. Die Unterschenkeltaschen hab ich persönlich nie genutzt, da es mich beim gehen/laufen stört wenn da was drin ist. Der Reißverschluss am Hosenstall ist zu klein/kurz. Man kann ihn zwar in beide Richtungen öffnen, aber das ist trotzdem noch viel zu wenig.


    Wie sich die Hose macht wenn man sie im privaten/zivilen Einsatz trägt, kann ich nicht sagen; da wird sie vermutlich sehr lange halten. Gleiches gilt für gelegentliche Einsätze, aber für den "militärischen Dauereinsatz" ist die komplett unbrauchbar. Das bezieht sich auch nur auf die Striker HT; zu den anderen Hosen werde ich mich nicht äußern, da ich die nicht kenne/besitze. Meine Striker HT hab ich entweder laut Herstellerempfehlung gewaschen oder in die Feldwäscherei gegeben und die hat bis jetzt keine Verfärbungen.

    Ich finde die Helikon Tex UTP/OTP auch nicht wirklich bequem oder gar elastisch. Die 5.11 Traverse bzw. UF-Pro P-40/Striker HT sind da schon um einige elastischer/bequemer, wobei die Striker HT die einzige mit Tarnmuster ist.

    Etliche unterschiedliche.


    Das sind die drei gängigsten Karabiner die ich mal mehr und mal weniger am Schlüsselbund hatte.
    20200618_221641.jpg
    Der Goldene ist ein Schraubkarabiner aus .. k/a.. leicht, windig, .. Materialkarabiner halt.
    Der mittlere Karabiner ist aus Edelstahl und hat eine relativ große Öffnung und passt an jede Gürtelschlaufe. Vorteil von dem Ding ist, das er unten einen geschlossenen Ring hat, wo man seinen Schlüsselbund mit einem Sprengring befestigen kann und der dann immer richtig am Bund hängt.
    Der Karabiner ganz rechts ist relativ klein und deswegen eher umständlich an der Gürtelschlaufe zu befestigen. Die Dinger gibt es auch größer, aber der Schnapper besteht nur aus Draht und hakt sich dann auch schonmal gern aus. Zwar nicht oft, aber kann passieren.


    20200618_221717.jpg
    Bei dem aus Edelstahl ist die Nase und der Schnapper scharfkantig und deswegen bleibt man immer hängen wenn man ihn lösen will.


    20200618_221753.jpg
    Beim Schraubkarabiner ist das nicht der Fall; da ist die Nase einfach nur abgeschrägt und rutscht deswegen sauber über den Stoff der Gürtelschlaufe. Das Problem beim Schrauber ist, das ich zu bequem war den Schraubverschluss jedesmal zu öffnen und zu schließen wenn ich den Schlüsselbund irgendwo eingehängt habe.


    Am Schlüsselbund habe ich seit längerem schon keinen Karabiner mehr. Die kleinen Dinger sind mir zu klein und mit Handschuhen schlecht bis gar nicht zu bedienen und die großen Karabiner sind mir zu groß. Für das Befestigen von Ausrüstung verwende ich meistens ganz normale Schnapper mit verschiedenen Verschlüssen; je nachdem was ich wo befestige.


    20200618_224928.jpg
    Triple-Lock, Triact-Lock, offener Schnapper oder HMS-Schrauber mit Drahtbügel. Am angenehmsten finde ich den Triact-Lock von Petzl, aber den gibt es nur in der Größe "Zu-groß-für-den-Schlüsselbund". Ich würde auch auf das Gewicht schauen. Der Stahlkarabiner ganz rechts ist doppelt so schwer wie die beiden Karabiner links.


    Mit einem einfachen Schnappkarabiner aus Alu ist man in der Regel gut bedient und die halten auch genügend aus.


    Steht auch so im Visier Special 12 Militär-Messer. Es gab "zahllose" Kalaschnikow-Bajonette nach der Wiedervereinigung und die Versuchsmuster gingen an die Kampf- und Minentaucher.


    Ich bezweifle das ein Taucher der VR 34 ernsthaft überlegt hat, das AK-Bajonett beim Einsatz mitzuführen. Dienstlich geliefert war eins von Poseidon Unidive, wobei fast alle mit denen ich auf Übung war, ein Steel Mariner von Böker hatten. Da ist die Scheide zwar verbesserungswürdig, aber das wird eh nur selten benötigt.


    Also das mit dem Kappmesser kann ich so nicht bestätigen. Als ich von Anfang 2000 bis Ende 2001 bei den Fallschirmjägern war wurde das Messer bei der Einkleidung an jeden ausgegeben. Auch die Kameraden die keinen Springerlergang absolviert haben durften das Messer behalten. Bei uns in der Einsatz Kompanie hatten allerdings ca 90% der Kameraden privat beschafft Messer dabei. Sehr beliebt war damals das Gerber Gator.
    Das Kappmesser war ein beliebtes Tauschobjekt bei diversen Übungen mit den Amerikanischen Rangers. Die waren da ganz heiß drauf :) Da hab ich mir einige Benchmades ertauscht


    Ich hab mich auf die Nicht-Luftlander bezogen. Wenn ein Fernmelder den Springerlehrgang gemacht hat, bekam er so ein Messer; wenn er die notwendigen Sprünge nicht geschafft hat oder aus anderen Gründen nicht mehr sprungtauglich war, musste er seine Zusatzausrüstung abgeben. Zur LL Div (Jäger, Späher, ..) kamen eh nur Soldaten die sprungtauglich waren und die bekamen diese Ausrüstung von Haus aus. Verlorene Kappmesser mussten bei uns bezahlt werden, eben weil die Dinger regelmäßig verloren wurden.
    Mein Gerber Gator serrated begleitet mich seit 1993. Ein einfacher zu handhabendes Messer mit rutschsicherem Griff kann man zu dem Preis nicht finden glaube ich.

    Normalerweise habe ich Schlüsselbund, Handy, Zigarre(n), Feuerzeug, Messer, Multitool und Taschenlampe direkt am Mann; also in den Hosentaschen. Optionales Zeug (IFAK, Buff/Shemagh, ..) im Rucksack oder Slingbag. Mit Hüfttaschen werde ich nicht wirklich warm, aber das ist rein subjektiv.

    Na dann glaube ich, dass du beide noch nicht selber hattest, sondern nur deine LEAF. Und selbst das Materialblatt spricht von anderen Obermaterialien bei der normalen und der LEAF Variante und wenn du dir die Beschreibungen zu den Materialien wieder durchliest, dann kommst du auf ein anderes Ergebnis. Das ist aber alles theoretisch und evtl. auch Werbestrategie ;)


    Ich habe die Atom LT und Gen. 2 und von steifer kann da keine Rede sein. Der Unterschied zwischen der alten Leaf und Gen. 2 ist größer als der von der normalen LT und der Gen. 2. Die Leaf Gen. 2 hab ich mir März letzten Jahres neu gekauft und die normale Atom LT hab ich seit vier Jahren glaub ich.

    Etwas robuster sollen die Leaf-Varianten (Militär-Versionen) sein :) Die sind aber auch etwas steifer und wirken sperriger (mochte ich nicht so).


    Die Atom LT Leaf ist nicht steifer und/oder robuster als die normale Atom LT, sondern hat lediglich Halterungen für Kopfhörerkabel und eine Brusttasche. Bei den Goretex-Jacken ist es anders; die haben zusätzlich Patchflächen, aber sind aus TOF DSP Gore: https://www.landsbjorg.is/GetAsset.ashx?id=9419 Ist extrem abriebfest, was sich beim Tragen von Rucksäcken oder Plattenträgern bemerkbar macht. Meine Alpha Leaf hab ich jetzt seit ~10 Jahren und da ist noch exakt gar nichts kaputt, durchgescheuert oder undicht.

    Für extreme Temperaturen habe ich die Vaporlite von 5.11; endet ebenfalls über dem Knie und ist nochmal leichter als die Stryke. Hat aber auch ausreichend Taschen und ist sehr flexibel. Ansonsten mal im Bereich Bouldern bzw. Fahrradshorts suchen (Endura oder ähnliche Hersteller)

    Bei einer Lungenfibrose ist die Lunge ja schon vernarbt und damit war es das dann mit vollständiger Heilung bzw. dem Berufstauchen. COPD entspricht ebenfalls einem Berufsverbot als Taucher, aber da kommt es auf den Grad an; vernarbt ist da erst in schweren Fällen was. Aber ich bin kein Arzt, also von daher nur Halbwissen.

    Ich bin mir jetzt nicht ganz klar was daran schlimm/hart/heftig/whatever sein soll?!
    Wenn man als Berufstaucher eine schwere Lungenentzündung hat, ist man bis zur kompletten Abheilung nicht tauchtauglich. Ich hatte ~2001 eine solche und war anschließend für acht Monate gesperrt. Falls es jemanden interessiert welche Erkrankungen zur temporären Tauchuntauglichkeit bei Berufstauchern führen kann, mal eine kleine Auflistung:
    - Bronchitis,
    - Mukoviszidose,
    - Tuberkulose,
    - Lungenfibrose,
    - Nebenhöhlenentzündung,
    - Pneumothorax/Spontanpneumothorax,
    - Diabetes,
    - COPD bzw.
    - alle Erkrankungen der Atemwege bzw. Erkrankungen, bei denen die Atemwege in Mitleidenschaft gezogen werden können,
    - starkes Übergewicht
    - [ die restlichen ~200 Punkte spare ich mir ]
    Bei Lungenentzündung ist man solange gesperrt, bis die Röntgenaufnahme wieder normal ist und die Lungenfunktionswerte bei mind. 90% liegen (100% ist normal, 80% sind glaub ich Minimum). Das gilt aber nur für Berufstaucher, da die Untersuchung jährlich bzw. nach jedem Tauchunfall von einem nach G 31 zugelassenem Arzt gemacht wird. Sporttaucher brauchen die gar nicht bzw. können die bei jedem Arzt machen lassen.

    Die Exit-Strategie haben einige schon in die eigenen Hände genommen. An den Badeseen und "Naherholungsgebieten" hier in der Umgebung wird schon wieder gegrillt, gesonnt, gefeiert und Party gemacht. Das man sich beleidigen, beschimpfen und bedrohen lassen muss, wenn man sie darauf hinweist das diese noch geschlossen sind, ist ganz normal.