aber nicht den 40prozentigen, der ist langweilig
roman
aber nicht den 40prozentigen, der ist langweilig
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am Tresen war noch ein Platz neben Chris frei. Hier gibts alles.
Roman
verdammt Markus, Du bist der geborene Perfektionist. Das Messer macht das Auge satt.
Viele Grüße
Roman
ich nehme auch noch einen Absacker bevor ich Richtung Matraze marschiere, ein Pastis wäre genehm, zwei Stück Eis mit einem kleinen Löffel braunen Zucker drin, gut gerührt. Mit dem Zeug im Blut fühle ich mich geradezu wieder gesprächig, ich habe mich schon gefühlt wie Giordano Bruno, den man auf dem Scheiterhaufen verbrannte mit festgebundener Zunge. Seltsam, diese Banausen in Rom haben ihn genau auf meinen Geburtstag im Jahr 1600 zum Schweigen gebracht.
Roman
ich bin zwar auch da, aber ein Frühschoppen fällt für mich aus, ich trinke niemals Alkohol während des Tages, außer ich befinde mich in Schottland, eine Tasse Kaffee ohne Milch und Zucker, gut abgestanden in der Kanne und eine kleine Pfeife wären in Ordnung.
Roman
sei bloß nicht sparsam bei Zigarren, das ist ein Charakterfehler, für mich eine Partagas Lusitania, das ist wenigstens keine für diejenigen, die nur die Weicheizigarren aus Kuba rauchen um ihren Gucci-Slip zu schonen.
Roman
ich zahle jeden doppelten Laphroaig der danach kommt und den Du dann mit mir trinkst. Sobald ich anfange nur noch Dummheiten zu verbreiten bekommt der Wirt meinen Geldbeutel und es geht weiter bis wir von unter dem Tisch aus abwinken.
Roman
Hauptsache ich kann in dieser Kaschemme rauchen und kein Mensch weiß was in den Frikadellen ist.
Ferndiagnosen sind zwar eine sehr gewagte Sache, aber guten Willen muß man unterstützen.
So wie es jetzt aussieht ist das Kind noch nicht in den Brunnen gefallen, Du verfügst über eine Klinge, die sich einfach zu lange im Feuer befunden hat, im Prinzip ist nicht anderes passiert als daß sie sich jetzt in einem Zustand befindet, den man noch nicht "weichgeglüht" heutzutage bezeichnet, aber wohl aus ausgeglüht bezeichnen kann, so wie es in den alten Büchern zu lesen ist.
Du startest ganz einfach einen neuen Versuch. Das Öl ist in Ordnung, es reicht wenn es lauwarm ist. Das Feuer ist das Problem an der Sache, so ein Grillfeuer kann zwar ein Stück Fleisch in ein Eierbrikett verwandeln, aber um diesen Stahl auf Härtetemperatur zu bringen reicht es beim normalen Abbrennen nicht aus. Du mußt irgendwie dafür sorgen, daß Luft ins Spiel kommt, und darauf achten daß diese Luft nicht die Klinge trifft. In Anbetracht des Grillofens wird wohl nicht viel anderes übrigbleiben, als genug Kohlen heiß zu machen, dann die Klinge so plazieren, daß sie keinem direkten Luftstrahl ausgesetzt wird. Abgesehen von diversen metallurgischen Problemen ist es einfach so, wenn die Luft unmittelbar deine Klinge trifft, kühlt sie diese immer wieder ab, das führt zu keinem Ergebnis. Pack wie gesagt die Klinge gut in brennde Kohlen ein, laß sie ein paar Minuten Wärme ziehen und fang dann mit der Luftzufuhr an, ein Föhn dürfte dicke ausreichen, Hauptsache eine Portion glühende Kohle bedeckt die Klinge.
Sobald die Klinge eine Temperatur erreicht, daß sie hellrot erscheint hat man die passende Temperatur erreicht. Ich weiß daß man sich dann schon langsam an der äußersten Härtetemperatur von diesem Stahl bewegt, aber unter einfachen Umständen ist das meistens die sichere Bank, anstatt sich am unteren Bereich zu orientieren. Sobald die Klinge diese Glühfarbe zeigt, kann sie noch ein paar Augenblicke im Feuer bleiben und dann zügig im Öl abgeschreckt werden. Ich würde sie soweit abkühlen, daß Spucke dran kleben bleibt und lustig bruzelt. Normalerweise sollte es jetzt so sein, daß eine Feile, mit der man über die Schneide streicht nicht mehr greift und ein helles Geräusch erzeugt. Sobald das passiert ist alles gut gelaufen, die Klinge hat die Vollhärte erreicht. Das Anlassen kann man zwar am Feuer besorgen, aber das ist eine wackelige Sache, vor allem wenn man es das erste Mal macht, am sichersten legst Du sie in einen auf 200 Grad vorgeheizten Backofen und beläßt sie dort gut zwanzig Minuten, dann kannst Du sie abkühlen, entweder in deinem Öl oder in lauwarmen Wasser. Wenn Du sicher gehen willst, kannst Du sie auch ein zweites Mal anlassen, es wird zwar oft empfohlen, aber unbedingt nötig ist es nicht. Stör dich bitte beim Anlassen nicht an den Glühfarben, bei zwanzig Minuten auf zweihundert Grad wirst Du wohl alle Glühfarben erkennen können, die Klinge durchläuft diese Oxydationsphase auch bei gleichbleibender Temperatur, es besteht kein Grund zur Sorge. Nach dem Anlassen wird eine gute Feile wohl gerade so ein bißchen an der Schneide greifen, dann ist eigentlich alles passiert und deine Klinge befindet sich im Bereich der Arbeitshärte.
Viele Grüße und gutes Gelingen
Roman
wir reden hier von Rohlingen von Messerklingen oder Messerklingen, die sich verzogen haben, das ist doch so weit richtig.
Wenn ich diese spannungsarm glühe, dann sind zwar die Spannungen im Stahl einigermaßen egalisiert, aber er ist immer noch krumm. Wie man das ohne Richten mit einem Hammer hinbekommen kann ist mir ein Rätsel. Wenn ich die Klingen überschleife ist nachher nichts mehr von ihnen übrig, wenn ich sie presse ändert sich gar nichts.
Wenn eine Klinge sich verzogen hat, dann hat man eine Materialstauchung auf der Innenseite der Wölbung, diese Stauchung wird durch Hammerschläge nach dem Erwärmen gestreckt, danach kommt die Bearbeitung auf der Außenseite der Wölbung. Durch Drücken auf eine verzogene Klinge ist es nicht möglich diese Stauchung zu egalisieren, vielmehr stellt man die Außenseite der Wölbung auf eine Zerreißprobe.
Jede Klinge, die geschmiedet wird, die wird beim in Form schmieden immer unter Verzug leiden, sag mir mal ein Mensch wie man das die ganzen Jahrhunderte hindurch ohne Schlagen mit einem Hammer wieder gerichtet hat.
Viele Grüße
Roman
so etwas gibt es nicht, die Mannigfaltigkeit des Möglichen ist fast unerschöpflich. Das einzige was die Richtung vorgeben kann, das ist die Mustersteuerung, diese hat allerdings mit den verwendeten Materialien nur bedingt etwas zu tun. Ferner kann man unterscheiden zwischen Dekordamast und Leistungsdamast, sowie stark zeichnenden Musterungen. Was man findet ist, wie Church bereits beschrieben hat, das Angebot von industriell hergestelltem Damast.
Ich lasse jetzt einmal bewußt Wootz außen vor und habe mich nur auf den verschweißten Verbundstahl bezogen, den wir ja auch Damast nennen.
Viele Grüße
Roman
das Waidbesteck ist einfach nur Kult, und durch und durch renaissancebedürftig.
Viele Grüße
Roman
für einen Jäger, damit ihn nie mehr eine Klinge an einer Wildsau im Stich läßt, sprichwörtlicherweise.
Viele Grüße
Roman
anscheinend gab es doch mehrere Ausführungen des Grundgedankens für dieses Waidblatt. Das Waidblatt von Raban ist eng an eine Knstruktionszeichnung angelehnt, die die Maße für dieses Waidblatt vorgibt. Die Waidblätter von "Waidblatt" finde ich auch fantastisch, sie wirken irgendwie gedrungener und extrem stabil.
Mich würde vor allem die Dicke des Parierelements interessieren und die Breite/Länge der Klinge. Bei mir steht nämlich noch eine Zweimeterschiene aus 1.2842 herum, die hat die Maße 60 mal 12 mm, dann hätte ich endlich mal Verwendung dafür, ohne dauernd immer stückchenweise vorgehen zu müssen.
Viele Grüße
Roman
PS: Die Originale sehen trotz ihres Alters immer noch hervorragend aus, das sind wirklich superbe Messer.
Pfingst, es ist auch durchaus im Bereich des Möglichen, daß die Schneide deines Messers seine Grundschärfe verloren hat und die verbleibende Schneide gar nicht in der Lage ist auf diese feinen Sachen anzusprechen. Man erreicht zwar eine schöne blanke Schneide, aber sie genauso schön stumpf. Vielleicht ist es vonnöten eine komplett neue Schneide einzurichten, die auch in der Lage ist diese feine Schleifereien aufzunehmen. Mit der ganzen Poliererei ist es wie gesagt ohne Probleme möglich die restliche Schärfe wunderschön total rund zu schleifen, was unweigerlich zu einer miserablen Laune und einem stumpfen Messer führt. Das sicherste ist immer ein neuer Grundschliff, dieser ist dann auch mit den feinen Methoden auf jedwede Schärfe zu bringen die man benötigt.
Diesen Grundschliff kann man maschinell, wenn vorhanden, und auch von Hand ausführen. Was man dazu braucht ist ein grober Siliziumkarbidstein, oder wenn gerade nicht zu Hand, ein einfacher Sensenwetzstein. Diese Steine greifen direkt sehr gut auf allen Stählen und erzielen ruckzuck einen bissigen Grundschliff, wenn man nicht aufpasst verursacht so ein Stein auch wunderschöne tiefe Riefen, die das Messer unverkennbar markieren. Aber alles geht nicht, es ist eben nötig mit Bedacht an die Sache heranzugehen, oder sagen wir es einmal so, die Zeit die man in Schleifarbeit investiert die nicht viel bringt setzt man in das vorsichtige Schleifen mit einem solchen groben Stein. Nachdem damit ein neuer Grundschliff angebracht kann man weitermachen mit dieser ganzen Feinschleiferei oder Poliererei.
Viele Grüße
Roman
wie Du dein Messer haben möchtest ist einzig allein deine Sache. Wenn man sich schon die Mühe macht ein Messer zu machen, dann soll es vor allem einem selbst gut in der Hand liegen und so aussehen wie man es sich vorgestellt hat. Diesbezüglich werde ich mich hüten etwas zu schreiben, das ist letztendlich eine ganz private Sache.
Aber was die Feilerei betrifft, da werde ich jetzt einmal ein paar Worte verlieren.
Die Arbeit mit der Schrupp- oder Fächerscheibe ist durchaus keine Sünde, ich benutze diese Scheiben auch um die Schmiedespuren an der Schneide abzutragen, achte allerdings darauf daß mir der Stahl nicht zu heiß wird, sonst macht man sich unnötige Arbeit, es ist durchaus im Bereich des Möglichen daß Stahl dabei so erwärmt wird und an der Luft abkühlt und dann so etwas wie einen ungeregelten Härtevorgang durchläuft. Es ist zwar keine eigentliche Härtung, reicht aber aus um Frust beim Feilen zu bekommen.
Die Schneidenflanken lassen sich sehr gut mit einer Feile Hieb 1 bearbeiten, es macht Sinn zuerst in eine Richtung zu feilen, dann wieder entgegengesetzt, so werden die entstandenen Hiebspuren schon einigermaßen egalisiert. Das weitere Bearbeiten mit einer feineren Feile bringt dann schon erhebliche Fortschritte. Das letzte Feilen erledige ich mit einer Mühlsägefeile Hieb 3, diese hat einen einfachen Hieb und keinen Kreuzhieb. Wenn man im Anschluß um eine alte Feile ein Stück 100er Schmirgel wickelt und wie beim Feilen einmal die eine und dann die entgegengesetzte Richtung bearbeitet ist man schon so weit, daß man an feinere Schleifarbeiten gehen kann. Bis man auf Schmirgel mit der Körnung 400 angelangt ist vegehen nach dieser Methode cirka 2 Stunden, außer es ist eine große Klinge.
Was die Feilen an sich betrifft kann ich nur immer sagen, Qualtiätsfeilen ersparen Frust, Feilen von Pferd z. B. spanen hervorragend und haben wie alle Qualitätsfeilen eine sehr lange Standzeit. Auch noch einmal hier, um Kosten bei der Anschaffung von Feilen zu sparen kann man in diesem elektronischen Auktionshaus nachsehen, bei Firmen die Lagerbestände der Bundeswehr anbieten findet man hervorragende Feilen für kleines Geld. Unlängst habe ich mir fünf Vierkant-Schruppfeilen dort bestellt, die Kosten beliefen sich auf 10 Euro pro Versand für alles zusammen.
So, jetzt schön weitermachen.
Viele Grüße
Roman
ich würde vorschlagen wir gehen einmal Schritt für Schritt vor.
Es wäre angenehm, wenn Du dich einmal vorstellen würdest, das ist wohl keine zwingende Voraussetzung, aber nicht nur ich finde es genehm wenn man weiß wer da gegenüber am Rechner sitzt. Zudem besteht vielleicht die vage Möglichkeit, daß einmal einer in meiner Reichweite wohnt, wenn ich schon in der Diaspora abgemalt bin (was ich offen gesagt aber auch nicht unangenehm finde).
So, da es freundlich weitergeht möchte ich Dir zwar gern sagen wie man diesen Stahl, sofern er eine Klinge geworden ist, härtet, aber es wäre mehr als zweckdienlich wenn ich wissen würde was Dir zur Verfügung steht. Zu deiner Frage, man kann ihn zwar mit einfachen Mitteln härten, aber je einfacher es wird, desto mehr muß man wissen. Also, zuerst einmal Schritt für Schritt.
Viele Grüße
Roman
ich habe deine Frage beantwortet, mehr war ja auch nicht gefragt. Ich sehe es mal so, wenn Du die gleiche Frage woanders gestellt hättest, dann wäre die Antwort vermutlich gewesen, die Suchfunktion zu bemühen. Da wir aber nicht woanders sind, beantworte ich natürlich auch die Frage die Du jetzt stellst.
1.3505 ist ein sehr guter Kugellagerstahl, er ergibt hervorragende Schneiden. Er braucht sich vor keinem der angeblich modernen Superstähle zu verstecken, er ist ein Superstahl. Wenn man ihn schmiedet klingt es hell, der Klang erinnert mich an den Klang den Tamahagane verursacht, während sich die listigen japanischen Schmiede müde machen. Wenn er nicht weichgeglüht ist, dann brauchst Du keine Feile zu versuchen, sie greifen nicht und die teuren Spezialfeilen für gehärtete Stähle muß man nicht unbedingt damit hinrichten. Er läßt sich weichglühen, ich weiß leider nicht was Dir zur Verfügung steht, aber ein gut gefüllter Grillofen mit glühender Holzkohle schafft es über Nacht den Stahl in einen zu bearbeitenden Zustand zu bringen. Da ich einmal blind davon ausgehe daß Du kein Stahlrohr hast das mit Graugußspänen gefüllt ist, muß ein Einschmieren mit Lehm reichen, es soll ein wenig das Verzundern verhindern (er verzundert zwar nicht arg in einem so schwachen Feuer, aber man muß ja nichts heraufbeschwören).
Tja, der Rest ist dann bearbeiten wie die anderen Stähle.
Viele Grüße
Roman
Ja.
Viele Grüße
Roman
das gefällt mir hervorragend, vor allem die Lampe hat es mir angetan, da muß man zuerst einmal drauf kommen.
Super Arbeit.
Grüße
Roman
dann frage ich mich wo Du das Problem siehst ein Stückchen Metallschiene in Form zu bringen.
Viele Grüße
Roman