Beiträge von juchten

    Guten Tag,


    Micha, Du bringst mich wahrhaftig dazu etwas zu schreiben.

    Nach allen taktischen Klingen über die wir uns schon unterhalten haben ziehst Du jetzt, nein, kein Kaninchen, sondern ein Laguiole aus dem Zylinder. Das ist mitnichten, oder "mitneffen", kein Vorwurf, ich genieße auch gerade etwas hochprozentiges aus Tennessee und nicht von Islay.

    Also französisch, eigentlich ist ein Mirabell aus Metz auch aus wohlschmeckenden Früchten gemacht anstatt aus Mais oder Gerste, die ja bekanntlich im Rohzustand nicht an eine Mirabelle rankommen.

    Aber zu den Klappmessern, ein Laguiole ist wie ein sauberes und gebügeltes Taschentuch, man

    braucht es eigentlich nicht, außer man ist dem Schnupftabak zugetan, aber wenn man im entscheidenden Moment einer den Tränen nahen Dame es anbieten kann, zeigt dies doch den wahren Gentleman.

    Wie dem auch sei, das Laguiole ist und bleibt vermutlich eines der brauchbarsten Klappmesser, daß man überall aufklappen kann ohne daß man direkt aneckt.

    Ich wollte jetzt etwas zu den Preisen von Laguiolemessern schreiben, das lasse ich außen vor.


    Aber, wenn einer ein Laguiolemesser sein eigen nennen möchte und über ein paar Werkzeuge verfügt und ein bisschen Geschick, könnte dieser oder diese -Messerbausatz Mineur- in die Suchmaschine eingeben und unter anderem eine Frau Hermanns finden, die ein gut sortiertes Angebot von Laguiole-Bausätzen aus Thiers führt, und nicht nur diese......


    Ansonsten allen einen schönen Sonntag, ich werde mir dieses "Mineur" bestellen und ihm ein paar Horngriffschalen aufsetzen, da schleiche ich schon lange drum herum.


    Viele Grüße

    Roman

    Guten Tag,

    genau so ist es, Robert.


    Jetzt hätte ich fast geschrieben, ...gefühlt war man früher öfter draußen...., natürlich war man in der Jugend öfter draußen als im gesetzten Alter.

    Und natürlich hatte man ein Messer dabei, auf dem oft Herbertz gemarkt war. Was auch sonst, amerikanische Messer waren in Amerika und was es sonst noch gab blieb auch dort wo es war.


    Ein Herbertzkatalog war das Maß der Dinge und im Dorf gab es zwei Geschäfte mit Messern, eins hatte Näh- und Schreibmaschinen, Stoffe, sowie ein paar Messer, das andere Zeitungen, Angelgeräte, Tabak und Messer (das gibt es heute noch, nur keine Angelsachen mehr, dafür Wein, da drück ich mal ein Auge zu, zudem kann man bei einer Tasse Kaffee auch eine Pfeife rauchen, ist ja auch nicht mehr überall).


    Die Herbertzmesser mußten alles mitmachen, was sie auch taten, wurden oft geschärft, weil sie oft benutzt wurden, waren auch oft vermackt, auch weil sie oft benutzt wurden.


    Wie sich die Zeiten ändern, früher musste Stahl 1.4034 für alles herhalten, heute gibt's Superduperstahl und die Messer daraus sehen nur noch künstliches Licht, eigentlich haben wir auch so gut wie nichts mehr zu schneiden, mal abgesehen von den Abenteuern Pakete zu zerschneiden oder ein Blatt Zeitung anzugreifen.


    Ich habe wirklich den Eindruck, früher mehr ein Messer benutzt zu haben. Und früher war nicht alles besser, ich denke da an Zahnarztbesuche mit Bohrern ohne Wasserkühlung.

    Viele Grüße

    Roman 20250506_063144.jpg

    Micha, ich weiß.....

    Dann geht er in den Keller, dort setzt er sich im Bernsteinzimmer auf die Bundeslade und legt die Füße auf eine Kiste mit Kometenwein und fängt langsam an zu lachen...... und liest die Korrespondez von früher laut vor, und etliche Briefe enden mit:

    " to my best friend Alex

    Greetings

    Paul G."


    Danke für das Video.


    Roman

    Guten Morgen mein lieber Alex.

    Für dich hat sich das ja wie von selbst erledigt, für mich allerdings nicht.

    Dank deiner Beschreibung kann ich es mir zwar vorstellen, aber könntest Du bitte ein Bild nachreichen, wir haben ja jetzt auch besseres Licht, im Voraus Dankeschön.


    Viele Grüße

    Roman

    Guten Morgen,

    Die stabilste Spitze ist naturgemäß die, die das meiste Material hat.

    Wenn man eine Drop point-Klinge sehr bauchig anschleift, die Klinge nicht verjüngt, eine breite Spitze lassen, Flacherl, keine Bohrungen, ziemlich rechteckiger Griff, dann dürfte das hinhauen.

    Das Ding ist dann ein Werkzeug und kein Messer, jede Feile ist ästhetischer.


    Und ich bin immer noch Michas Meinung, ein günstiges Klappmesser mitnehmen und vor Ort einen dicken Schraubendreher besorgen, mit so einem Schraubendreher werden mehr Türen aufgemacht als mit jedem kleinen Nageleisen oder einem armen Messer.


    Und übrigens, hämisch bin ich nicht, bestenfalls war es ein verunglückter Witz. Hämisch bin ich eher zu mir selbst, ich sage mir nämlich "was bist Du doch für ein alter Esel, wieder in so einer "abgelutschten Messer-Hebel-Diskussion" zu schreiben.


    Viele Grüße

    Roman

    Guten Tag,

    Das überzeugt mich allerdings .....


    Mein Vorschlag, Klinge aus Federstahl, Drop point, damit man genug Masse an die Spitze hat.

    Griff so dimensioniert um ein Rohr drüber schieben zu können, um die Hebelkraft eines kurzen Messers zu erhöhen.

    Die Klinge würde ich brennend anlassen, so riskiert man ein paar hrc, aber angelassen auf gut 450 Grad bleibt die Gesamtkonstruktion immer noch federnd genug um wieder in Ursprungspisition zurück zu kehren.


    Viele Grüße

    Roman

    Guten Tag,

    Ich komm nicht ganz mit, geht's jetzt um Brechstangen oder um Messer, die wie Brechstangen aussehen oder als Brechstange dienen sollen?


    Wenn man zwei Stahlstangen im Auto hat, dann geht man ans Auto, holt sich eine und macht die Arbeit, dann kann man auch auf das Piddeln mit Spielzeug verzichten, oder, der ganze Kleinkram ist so stabil, daß man ein Rohr draufsetzen kann.


    Ansonsten bin ich auch ein Freund von dicken Schraubenziehern.


    ps: ich stelle mir gerade vor, wenn jemand im Musikforum fragen würde, welche Fahrradluftpumpe sich als Orchesterdudelsack bewähren könnte?


    Viele Grüße

    Roman

    Guten Tag,

    Ich kann und will hier keine endgültige Antwort auf die Frage abgeben, die im ersten Beitrag gestellt wurde, es sind augenscheinlich zu viele Faktoren im Spiel.


    Aber ob man einfach eine Klinge aus einem höherlegierten Stahl in schlankeren Dimensionen nehmen kann um ein Messer mit größeren Dimensionen zu ersetzen, das hört sich zwar aufgrund der Datenblätter einfach an, aber ich wage mal zu behaupten, so einfach ist das bestimmt nicht, zumindest was Stabilität in Hinsicht auf Mißbrauch betrifft.


    Die Klinge aus einem niedrig legiertem Stahl, nehmen wir einfach einen Legierungsbestandteil von 2 Prozent, hätte dann einen Anteil der Eisenmatrix von 98 Prozent, die gleiche, schlanker dimensionierte Klinge einen z B. Legierungsanteil von 20 Prozent und die Eisenmatrix würde 80 betragen.

    Die Rechnung ist natürlich Mumpitz, weil bei dem schwereren Messer die Masse der Eisenmatrix noch größer ausfällt. Die Eisenmatrix ist ja doch irgendwo auch für die Stabilität nicht ganz wegzulassen.


    Es geht mir nur um die Stabilität an sich, Schneidleistung mal außen vor gelassen.


    Aber das ist alles nur Gerede, man müsste beide Klingen den gleichen Belastungen aussetzen, um letztendlich Gewissheit zu bekommen.


    Ich kann jetzt komplett falsch liegen, aber ein Axtgehäuse aus C60 wäre mir lieber als eines aus s90v, rein gefühlsmäßig. Natürlich will ich auch in keinem Flugzeug sitzen, dessen Triebwerksteile aus C60 bestünden.


    Viele Grüße

    Roman

    Ich wollte gewohnheitsmäßig "Guten Tag" schreiben, aber seit dem Anruf von Mandy bleibt mir das sprichwörtlich im Halse stecken.


    Hier im Forum und auf den Treffen hatte ich das unverschämte Glück viele Menschen kennen zu lernen, die mir seit Jahren näher sind als etliche, die ich seit Jahrzehnten kenne.

    Ingo war einer von ihnen. Er war, trotz seines robusten Aussehens, nicht nur ein Feingeist, vielmehr hatte man das Gefühl, einen bisher nicht gekannten Bruder im Geiste zu haben.

    Vielmehr noch, selbst bei etwas so gewöhnlichen wie einem Telefonat, hatte ich den Eindruck seiner Präsenz im Raum. Umsomehr war der persönliche Kontakt jedesmal eine besondere Bereicherung auf allen Ebenen.


    Aber, Holger spricht mir da aus der Seele, Ingo konnte von ganzem Herzen lachen, für viele vielleicht nicht oder wenig von Bedeutung, aber sein Lachen war von einer solchen Kraft und Lebensfreude, das einem nichts anderes übrig blieb als mitzulachen bis die Augen wässrig wurden.


    Daran werde ich immer denken müssen. Mir bleibt nichts anderes übrig, aus der Musik, die Du geliebt hast, eine Textstelle aus einem Lied, daß ein bekannter Sänger gesungen hat, "til the day we meet again"


    Roman

    Guten Tag,

    Du bist der neue Besitzer eines Gerber Command 2, es stimmt soweit, in den Achtzigern gab es diese Messer zu kaufen.

    Das Command 2 war zwar im Katalog, man hat es aber selten gesehen.

    Schade dass der Griff so vermackt ist, die Sonderserien mit dem ganzen heroischen Geschwafel auf der Klinge sind immer gut im Kurs.

    Ich hätte gern die Katalogseite angehängt, wo es zu sehen ist, aber ich weiß nicht ob man dabei gegen irgendwelche Rechte verstößt. Nur soweit, der Werbefotograf, der die Bilder für diesen Katalog geschossen hat, war vermutlich besoffen, die Messer in Camo-Ausführung vor buntem Hintergrund, die Messer mit polierter Klinge vor hellem Hintergrund.


    Noch was, die Messer sind zwar markig beworben, aber für den rauen Einsatz im Feld aus meiner Sicht untauglich. Es ist eigentlich ein Witz, dort wo man öfters einer Kiste mit dem Messer zu Leibe rücken muss als dem Feind, fertigt man ein Einsatzmesser, was relativ leicht aus der mitgelieferten Scheide verloren geht, obwohl diese gut gemacht ist, und einen Spielzeugerl haben diese Messer auch, genau wie das BMF.

    Es wird ja immer die Frage nach der Hebelkraft von Messerklingen gefragt, bei meinem Command 2 hatte ich nur noch den Griff bei einer Querbelastung in der Hand.

    Gut aussehen tuen sie, den Wert halten sie auch, bzw. neigen eher zum Steigen als zum Fallen, das ist immerhin etwas im Gegensatz zu vielen anderen Vitrinen-Assassinen.


    Viele Grüße

    Roman

    wie "Iceman" so treffend formuliert, der Pfeifenstopfer hat Stil.


    Jetzt spielt es mal gar keine Rolle, wer die Idee hatte und wer den Hammer geführt hat, das Ergebnis spricht für sich.


    Viele Grüße
    Roman