Stähle die zur Klinge taugen, oder taugen könnten, und Zahnbürsten haben eins gemeinsam, sie werden stets neu erfunden. Bei denen einen ist Dr. Best verantwortlich, bei den anderen die Messerhersteller.
Da fällt mir ein, was ist eigentlich aus den alten "Superstählen" geworden, die jedes Mal wenn sie erschienen sind, vom Anwender als optimal für ihre Anwendungen gepriesen wurden, vermutlich berentet.
Wie dem auch sei, Herstellungsprozesse wurden optimiert, aber Stähle wurden nicht neu erfunden. Wenn wir unter Erfinden das Anpassen von Legierungen an die Erfordernisse verstehen, von mir aus.
Superstähle gibt es allerdings doch, dazu gehören die Stähle fast alle. Ein Werkstoff, der von einfachsten Arbeiten bis hin zu den höchsten Ansprüchen, was Härte, Hitze, Korrosion usw. verwendet werden kann muss super sein.
Einzelne davon taugen zur Klinge, allerdings erschließt sich mir immer noch nicht, weshalb hochlegierte Stähle, die eigentlich hinsichtlich der Hitzebelastung konditioniert wurden, automatisch der bessere Klingenstahl sein sollen. Keiner merkt in der Anwendung ob 0,4 oder 4,8 % Vanadium oder Wolfram legiert sind, außer man schneidet so schnell, dass die Schneide anfängt zu glühen...
Was neue Stähle betrifft, ich habe ein Bildchen angehängt, es zeigt den Teil einer Buchseite, der Autor beschreibt dort die beispielhafte Zusammensetzung eines hochlegierten Stahls. Dieser Stahl ist dem s45 gar nicht mal so unähnlich, wie gesagt, die Herstellungsmethoden haben sich verbessert, die Stähle sind bekannt.
Der Autor des Buches ist ein Franz Rapatz, ihn muss man nicht kennen, aber das Buch, aus dem das Bild stammt, ist von 1942.
Viele Grüße
Roman