Anwendungsnutzen
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Zurück zur zum Beginn aufgeworfenen Frage: bringt so ein Winzling überhaupt einen praktischen Nutzwert?
Oder ist es nur ein nettes optisches Gadget für die Hosentasche oder Schlüsselbund?
Bedarf und Nutzwert sind meiner Meinung nach absolut gegeben. Das zeigen nicht nur interessante Konzepte wie das Cimex von 69° Nord Knives. An dessen entstehen, soweit ich mich erinnern kann, auch Survivalexperte Rüdiger Nehberg beteiligt gewesen ist. Das Cimex ist derart kompakt, dass man es mit der passenden Kydex sogar einfach in die Kleidung einnähen kann. So kann das Messer im Falle des Verlustes der Ausrüstung der letzte "Notgroschen" sein.
Der sich mit diesem Bereich auch beschäftigende Doug Ritter hat das Ritter Survival Knife MK5 entwickelt. Ein Messer das auch im Alltag aufgrund seines Designs sehr praktikabel ist. Einen Testbericht werde ich zu diesem Messer noch schreiben. Doug Ritter hat zu dessen Entstehung auch einen lesenswerten Bericht geschrieben.
Sicher ist die Arbeit mit einem derartigen Winzling in solchen Situationen beschwerlich, aber letztlich trotzdem besser als in dieser Situation kein Messer zur Hand zu haben. Denn "Überleben" ist auch viel Kopfsache. Und manchmal ist das Gefühl einer gewissen Sicherheit, das es etwas gibt, dass ich etwas dabei habe, viel Wert. (Die Experten mögen mich korrigieren, wenn ich derart falsch liege).
Mit einem Stock und einem Stück Schnur oder Seil ist schnell ein behelfsmäßiger größerer Griff angebracht.
Aber auch im Alltag ist eine Sache nur nützlich, wenn man sie dabei hat. So ist ein kleines Fixed schnell mal in die Hosentasche oder Jackentasche eingesteckt und komfortabel zu tragen. Das Gnome ist in der vorderen Jeanstasche kaum zu spüren und stört nicht.
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Im Durchschnitt sind 4-5cm Klingenlänge nicht sehr viel. Ein EDC-Folder bietet meistens doch min. 50% mehr Klinge und irgendwann ist der Anwendungsbereich auch ausgereizt, klar. Große Mengen Pappkartons zerlegen oder viele Brote schneiden möchte ich sicherlich nicht mit einem Neckie.
Wichtig ist auf jeden Fall, dass ein kleines Neckie annehmbar scharf sein sollte. Gerade weil man nur recht wenig Klinge zu Verfügung stehen hat sollte man damit auch vernünftig schneiden können. Eine 5cm lange Klinge ist beispielsweise auf dem Sharpmaker recht schnell zu schärfen und stellt keinen großen Aufwand dar.
Mit 3,5mm Klingenstärke und leichtem Hohlschliff bietet das Gnome eine gute Klingengeometrie. Aufgrund der Sheepfoot-Klinge ist die Spitze weit abgesenkt und gut kontrollierbar.
Pakete und Verpackungen öffnen funktioniert gut. Auch mal ein Brötchen aufschneiden ist möglich. Klar muss das Schnittgut je nach Größe gedreht werden.
Das Fastfood unterwegs lässt sich aber auch mit einem Gnome zerlegen. Die knapp 5cm gut geschärfte Gnome-Klinge zerteilt spielend ohne weitere Probleme ein reichlich belegtes Baquette. Ok, zwei oder drei Mal ansetzen. Aber es funktioniert gut. Bei größeren Mengen der Zubereitung von Gemüse oder Obst sollte schon ein größeres Messer verwendet werden. Das Grillsteak oder die Bratwurst auf dem Waldfest lassen sich auf dem Pappteller auch mit dem Gnome mundgerecht zerlegen.
Sehr nützlich ist es, an dem Messer eine kurze Lanyard anzubringen. Knoten bringen zusätzlichen Grip. Ich passe diese von der Länge her so an, dass der letzte Knoten mit etwas Spannung aus der Hand übersteht. Hält man die Lanyard etwas stramm stabilisiert sich die Handlage zusätzlich. Auch kann man diese bspw. über den Ringfinger ziehen.
Obwohl der Griff des Gnome nur gut 2 Finger Platz bietet liegt es gut und stabil in der Hand. Es lassen sich auch kraftvolle Arbeiten für ein Messer dieser Größe ausführen. Die Griffschalen aus Canvas-Micarta fühlen sich angenehm an.
Vergleich
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Rhino und Gnome
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Rhino, T. Begg Kiridashi (ähnliche Abm. wie Böker Seirenversion), Perrin LaGriffe, Gnome, Atwood goblin, Atwood TT, Shark, 69°Nord Cimex
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Shark, Gnome, CRKT RSK MK5, Simonich BitterRoot
Ähnlich groß ist das Fred Perrin Shark. Bei diesem handelt es sich jedoch um ein Semi-Custom Ganzstahlmesser (440C) mit etwas weniger Schneidenlänge. Das Messer kostet mit ca. 70 Euro mehr als das Doppelte. Ebenfalls ein Ganzstahlmesser (VG-10)ist das Hellion von Nemesis. Dieses liegt jedoch eher kippelig in der Hand. Preislich liegt es etwas über dem Gnome, je nach Bezugsquelle.
Die Messer von Peter Atwood spielen teilweise in der selben Größenklasse, dabei handelt es sich allerdings um Custommesser, welche erheblich teurer sind.
Das Simonich Bitter Root ist ebenfalls ein Ganzstahlmesser (S30V) und etwas länger und schlanker als das Gnome. Trotz des des kürzeren Griffs liegt das Gnome spürbar besser in der Hand. Nicht zuletzt durch die gerundeten Griffschalen.
Auch ein Ganzstahlmesser ist das CRKT RSK MK5 von Doug Ritter. Dieses ist von den Proportionen fast identisch mit dem Gnome. Jedoch bietet es auch keine Griffschalen und somit weniger Griffkomfort. Eine Griffwicklung ließe sich anbringen, jedoch bedarf es dann einer neuen Scheide. Das Messer bietet ansonsten einen ähnlichen Nutzwert. Jedoch hätte CRKT dem MK5 einen etwas höherwertigen
Stahl, welcher schnitthaltiger ist, spendieren können. Das MK5 ist mit 26,96 Euro etwas günstiger als das Gnome.
Das Gnome bietet gegenüber den Ganzstahlmessern zwar keine sehr guten Eigenschaften, es an einem Stock zu befestigen, aber hier liegt auch nicht der Schwerpunkt des Messers.
Fazit
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Das Gnome ist ein pfiiffiges Design von VOX-Knives. Nicht alle, aber viele tägliche Aufgaben lassen sich bewältigen. Es ist sehr kompakt und bietet viel Klinge für die Größe. Viele reagieren sehr neugierig auf diesen Winzling und auch zum feineren Outfit kann man das Gnome getrost einstecken. Die Verarbeitung ist sehr gut. Die Griffschalen sind sauber gearbeitet und angepasst. Das Finish ist im Gesamten sehr sauber ausgeführt. Die Stahlwahl mit 12C27 passt ebenfalls. Wirkliche Kritikpunkte sind nicht zu finden. Bei der Kydexscheide besteht noch etwas Optimierungsbedarf.
Der Knüller ist der Preis von 29,95 Euro. Das ist wirklich nicht sehr viel für dieses Messer. Gerade bei dieser hochwertigen Verarbeitung. Auf einen Tek-Lok kann ich bei der Größe verzichten.
Auch eignet sich das Gnome hervorragend als Geschenk an Freunde oder Bekannte. Gerade wenn man nicht sehr viel Geld ausgeben möchte und trotzdem ein originelles Messer verschenken möchte.
Ein kleiner pfiffiger Allrounder für die Hosentasche!
Vielen Dank fürs reinschauen!