Beiträge von Lakota

    Wird man als Fahrzeugführer angegriffen, muß man zudem bedenken, daß die Möglichkeiten einfachen mechanischen Einwirkens auf einen

    Leute, wo lebt ihr? Südafrika?


    Wenn man hier als Fahrzeugführer angegriffen wird, dann von einem anderen Auto.
    Was es mit der Ausrüstung im Auto zu überleben gilt, sind Pannen und Unfälle.

    Ich hab nun beileibe keine Survival Cars, aber in jedem Auto eine Warnjacke (nicht -weste). Gelb oder Orange, wasserdicht, gefüttert, mit Reflektoren und Kapuze. Z.B. sowas

    Na ja, dass kannst du so nicht sagen, nicht jeder kennt den Messermarkt so gut, dass er das Messer direkt als Fälschung oder Nachbau identifizieren kann!

    Kenntnis des Marktes ist bei Kopien völlig irrelevant und obige Aussage von mir bezog sich ja gerade nicht auf Fälschungen. Beim Kauf eines Böker Magnum Satin Leaf weiss der Messerfreak ggf. dass er ein Silvestrelli-Design gekauft hat, er glaubt aber nicht es sei ein Viper Timeless. Der Ahnunglose hat nicht mal ne Ahnung wo Maniago liegt. Er hat also einfach ein Messer gekauft.



    Ich behaupte auch nicht, dass es in Ordnung ist, ein geschütztes Design zu kopieren. Ich sage lediglich, dass das nicht mein Problem ist. Eine Fälschung hingegen kann sehr wohl zu meinem Problem werden. Deshalb ist hier eine deutliche Unterscheidung angebracht.


    Ausserdem behaupte ich, dass so wie kein Messerdesigner sich sein Design tatsächlich schützen lässt. Wenn er das nicht tut, braucht er sich auch nicht beschweren. Tut er's doch, muss er halt geeignete Schritte einleiten. Wie einfach oder kompliziert das generell oder im Einzelfall sein mag: Wieder nicht mein Geschäft, nicht mein Problem.


    Hättet ihr besagtes neues Produkt eurer Firma schützen lassen, wäre auf eure Anforderung hin Staatsanwaltschaft und Zoll auf der Messe tätig geworden. Wer das unterlässt, darf sich nicht beschweren. Wettbewerb ist halt nur im Wolkenkuckucksheim fair.

    Ob's nun lizensiert oder ein Rip-Off ist, kann und will ich nicht beurteilen, stattdessen ein kurzer Erfahrungsbericht.


    Leider hab ich das ESEE 3 grad nicht greifbar, aber aus der Erinnerung heraus gleicht es dem schon sehr. Das Messer ist schwer, gefühlt grifflastiger als das ESEE, der Griff ist wie beim ESEE relativ klein. Unterarmrasur ohne Probleme. Der Aufdruck "China" lässt keine Zweifel an der Herkunft aufkommen.


    Beim genaueren Hinsehen fiel mir dann auf, dass die Beschichtung auf einer Seite an der Schneide teilweise recht schlamping aufgebracht war. Ich schnappte mit also einen Haselstecken und fing an ihn anszuspitzen. Nun ist Hasel nicht grad das härteste Holz, trotzdem fing die Beschichtung an abzublättern.


    Neugierig geworden nahm ich ein herumliegendes Steakmesser und das Ergebnis von ein bisschen schaben ist auf dem Foto (halbwegs gut) zu sehen. Auf der Rückseite wo die Beschichtung keine offensichtlichen Fehler aufwies, lies sie sich auch mit dem Messer abkratzen.


    Verwendung bei der Lebensmittelzubereitung (einschl. rote Arbeit) verbietet sich damit für mich automatisch, solang noch Reste der Beschichtung auf der Klinge sind. (Und das wird noch lang sein, weil ich zu viele gute Messer hab, als das ich auf das USMC jemals zurückgreifen müsste).


    Das kurze Haselintermezzo tat der Rasurschärfe übrigens keinen Abbruch, was zwar noch nichts über die Qualität des 440C (wenn's denn wirklich einer ist) und sehr wenig über die Schnitthaltigkeit sagt, aber ich hatte diesbezüglich schon schlechtere Messer.


    Die Scheide macht einen brauchbaren bis guten Eindruck, Plastikeinsatz ist vorhanden, in der Fronttasche hat ein Leatherman Charge Platz, Rückseite mit Molle-Befestigung, Linkshändergeeignet.


    Alles in allem ein Messer, das ich nicht vermisst hätte, aufgrund des Preises aber wohl für manchen eine Alternative zum 3x so teuren ESEE.


    Und man kann's ja auch positiv sehen: Das ESEE schaut nach nem Jahr Outdoor noch aus als käm's frisch aus dem Karton, wohingegen das USMC schon nach ner Viertelstunde Batoning den Eindruck erweckt, als hätte der Besitzer von Vietnam bis Irak alle Kriegseinsätze damit durchgestanden. :D

    Nichtsdestoweniger sind auch solche Eins-zu-eins-Kopien (ohne gefälschtes Markenzeichen) ein deutliches Ärgernis.

    Ein Ärgernis ja, aber erstmal nur für den Hersteller des Originals. Für den Verbraucher sind sie eine legitime Möglichkeit billiger an ein Messer zu kommen das ihm gefällt. Dem Kunden gegenüber wird mit offenen Karten gespielt. Und dass ich mir die Wettbewerbsprobleme eines Produzenten zu eigen mache, fällt mir im Traum nicht ein. Mein Geschäft, mein Problem. Dein Geschäft, dein Problem.


    Anders die Fälschungen. Die sind für Hersteller und Kunden ein Problem, weil damit beide beschissen werden.


    Wenn man sich hier also über Kopien unterhalten möchte, gern, warum auch nicht. Aber doch bitte nicht unter der Überschrift dieses Threads.

    Schöne Klarstellung, danke dafür.


    Worauf ich aber eigentlich raus wollte ist, dass einige Leute hier ganz offensichtlich nicht zwischen Kopie und Fälschung unterscheiden können.


    Ein Viper Timeless aus China mit dem Aufdruck "Magnum by Böker", verkauft als "Satin Leaf" ist eine Kopie aber keine Fälschung.


    Ein Böker Scout mit dem Aufdruck "Böker Manufaktur Solingen" aus der chinesischen Qualitätsschmiede ist eine Fälschung (und eine Kopie).


    Sich darüber aufzuregen, dass Hersteller A ein Design von B nachbaut und unter eigenem Label anbietet halte ich für ... sagen wir mal fruchtlos.

    Genau, Böker und Co. haben Lizenzen, deswegen Lizenzbau.

    Abgesehen davon, dass ich die Aussage schon mal für ziemlich vermessen halte: Woher beziehst du dein Wissen und wer genau ist "und Co."?


    Hätte Böker z.B. eine Lizenz für den Nachbau des Viper Timeless gekauft, hätten sie es vermutlich eher als Böker Manufaktur rausgebracht und kaum in der in China zusammengekauften Magnum Linie. Aber frag einfach mal bei Tecnocut und oder Böker nach.

    Ein äußerst praktisches kleines Teil!
    Bei mir fährt ja häufiger mal ne etwas schwerere Tasche auf dem Beifahrersitz mit :), da ist es ein Segen, das Klugscheißer-Piepen wegzubekommen....

    Warum einfach wenn's auch umständlich geht.


    In der Werkstatt vorbeifahren und das Piepsen endgültig abschalten lassen hat mich bisher regelmässig nix gekostet.

    Bei gewissen jagdlichen Abläufen mit der kalten Waffe kann ein erlösender Kehlschnitt das momentan beste Mittel sein. In dem Falle würde ich jegliche Schleifkerbe verwünschen. Wenn man zum ziehenden Schnitt ansetzt hakt man mit der Schleifkerbe in der Decke und verursacht schreckliche Verzögerungen und vermeidbaren Stress. Einziges "Positivum" der Messermacher ist zufrieden, er denkt an das leichtgängige Schleifen, als verantwortlicher Jäger denke ich aber vordergründig an die Kreatur. Warum haben praxisorientierte, nordische Messer wohl keine Schleifkerben?

    Ganz ehrlich: Ich weiss nicht, wo du deinen Jagdschein gemacht hast und was man dir da beigebracht hat. Ich jedenfalls kann mir keinen "jagdlichen Ablauf" vorstellen, bei dem ein Kehlschnitt (den ich als tierschutzrechtlich sehr bedenklich einstufe) einem Blattfang oder dem Abnicken vorzuziehen wäre.


    Das eine Schleifkerbe irgendwelche Verzögerungen oder Stress verursacht, halte ich auch für an den Haaren herbeigezogen. Da ist eine Klingengeometrie wie die der Randalls weitaus kritischer.


    Und zuletzt: Der Messermacher braucht eine Scheifkerbe am allerwenigsten. Die ist allein für den Nutzer da.

    Also "handgeschmiedet" und Leo-Damast find ich für 50€ jetzt wirklich kein schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis... :thumbup:

    Dass der Damast handgeschmiedet ist, dürfte keine Überraschung sein. Dass der Flaschenöffner handgeschmiedet ist, halte ich für recht unwahrscheinlich. Der ist viel eher aus den Produktionabfällen ausgestanzt.


    Mehr als nen Fünfer wär mir so ein Teil ganz sicher nicht wert, aber ich mach Flaschen auch mit dem auf, was grad da is.

    MSP Droppoint : http://www.mueller-messer-shop…messer%20MSP%20D%22/D-G10


    Mit ein wenig Glück ab und an zu deinem Preis zu bekommen :) Einige Jäger hier aus dem Forum nutzen es und sind sehr angetan.
    Wenn ich mich nicht irre (bitte verbessert mich) : Geronimo und Nightprowler.

    Da war ich zu langsam, deswegen zum MSP bloss ein +1 von mir. Wenn man sich die Arbeit machen will, die Schalen selbst aufzukleben, liegt es als Bausatz unter 200€.


    Auf das Ausgangsposting bezogen bloss noch kurz die Frage, wozu ein Outdoormesser nichtreflektierend sein sollte? Notwendigkeit einer Beschichtung ist beim S90V des MSP nicht gegeben und grad ein Outdoormesser würde ich immer reflektierend wählen. So ersetzt das Messer im besten Fall den im Zweifel doch eher fehlenden Spiegel. Ist dann halt statt taktisch praktisch.

    Bsp: nur mal eben zum Kumpel fahren und zu wissen man muss eigentlich nur von der Tür bis zum Auto; man könnte also auf Mütze, Schal und Handschuhe verzichten. Aber was, wenn man eine Panne hat? Mag sich übervorsichtig anhören. Aber bei minus 5 Grad auf den ADAC wartend muss ich wenigstens nicht frieren :)

    Im Auto liegen deshalb Jahr und Tag eine Fleecedecke und ne regendichte und passabel gefütterte Warnjacke.