Beiträge von Daywalker

    Hallo zusammen,


    hier mal ein Sebenza mit etwas anderem Inlay Material. Blue Calfskin Leather. Genau. Richtig gelesen. Leder-Einlagen. Da hatte Herr Reeve wohl gerade seine "Gucci" Phase oder Anne hat ihm gesagt "mach doch mal was Hübsches für mich, Schatz" :D

    Es handelt sich hierbei um ein "Classic" Sebenza. Diese Ledereinlagen sind auch nur beim Classic verbaut worden. Nicht mehr beim direkten Nachfolger, dem Sebenza 21. Kurz zur Historie. Das "Classic" wurde 2000 bis 2008 hergestellt. 2008 wurde dann das Sebenza 21 eingeführt. Warum "Classic"? Das "Classic" folgte auf das "Regular", welches dem ersten Sebenza, dem "Original" folgte. Das "Regular" hatte eine deutlich andere Griffgestaltung, als das "Original". Das "Classic" hingegen nahm die Formensprache der ersten "Original" Sebenza wieder auf und so nannte man es "Classic".


    Im Gegensatz zum Modelwechsel vom "Regular" auf das "Classic", die optisch deutlich unterschiedlich sind, war das "Classic" dann schon fast ein "Sebenza 21". Der Unterschied ist auf der presentation side kaum zu erkennen. Erst wenn man das "Classic" und das "21" auf die lockbar side dreht, identifiziert sich das "Classic" sofort mit seinem Schriftzug vorn bei der Pivotschraube und den römischen Zahlen "MM", die für "2000" stehen, also den Beginn der "Classic" Baureihe.


    Als das "21" zu produzieren begonnen wurde, gab es dort dann keinen Schriftzug mehr. Erst irgendwann später im Laufe der Baujahre des "21" wurde dann vorn wieder ein Schriftzug aufgenommen und zwar das heute dort noch befindliche "Idaho Made". Die Exemplare des "21" ohne diesen Schriftzug werden darum auch "pre Idaho Made stamp" genannt. Ich persönlich und damit stehe ich wohl nicht ganz allein, hätte auf das "Idaho Made" verzichten können. Aber es tut auch nicht wirklich weh.

    Wenn man ein "Classic" und ein "21" ganz genau vergleicht, dann gibt es noch andere sichtbare Unterschiede. Aber da muss man dann schon etwas genauer hinsehen. Hält man ein "21" und ein "Classic" nebeneinander und schaut sich die vorderen Enden der Griffschalen an, dort wo die Pivotschraube und das CRK Logo sich befinden, dann sieht man das die schrägen "Rampen" beim "21" steiler und etwas länger sind. Schaut man sich die hinteren Griffenden an, dann sieht man dass das "Classic" zwei verschiedenen Winkel an der hinteren Rampe hat. Das "21" nur einen.


    Hier seht Ihr den Unterschied vorn (links ein "Classic". Rechts ein "21"):


    Classic, Bloodwood, Ladder, 10

    und hier das mit den zwei Winkeln an der hinteren Rampe beim "Classic" und die einfachere Rampe beim "21":


    Classic, Bloodwood, Ladder, 11

    Der dritte kleine Unterschied befindet sich an der Aussparung für den Daumen, um mittels Daumenpin die Klinge zu heben. Die Schräge in der Daumenaussparung beim "Classic" ist etwas länger und flacher, als beim "21". Der vierte kleine Unterschied sind die Schrauben. Das "Classic" hat Imbus auf der presentation side und auf der lockbar side polierte gerundete Köpfe. Das "21" hat auf beiden Seiten Imbus-Öffnungen in den Schraubenköpfen. Der fünfte Unterschied ist die Lanyard-Buchse beim "21". Es gab sie nicht von Anfang an, aber irgendwann wurde sie hinzugefügt. Das "Classic" hatte diese Lanyard-Buchse nicht. Der Lanyard wurde einfach durch die beiden Löcher in den Griffschalen gezogen.Innen gibt es noch einen Unterschied: Die gelochten washer wurden erst mit dem Umnumzaan und dem Sebenza 21 eingeführt. Das "Classic" hatte noch vollflächige washer (es sei denn es war zum Überholen später im Mutterschiff, dann wurden natürlich die neuen washer verbaut.).


    Okay. Dies als kleiner Exkurs zu den Unterschieden zwischen "Classic" und "21", die auf den ersten schnellen Blick und ohne dass man die lockbar side mit dem Classic MM Schriftzug sieht, vermeintlich kaum zu unterscheiden sind. Man merkt an diesen Unterschieden, dass bis auf die Lanyard-Buchse die anderen Punkte alle beim "21" im Sinne der Produktions-Effizienz gemacht wurde. Sprich, das "Classic" war minimal aufwendiger, was man dann beim "21" aus Sicht der Produktionskosten etwas korrigiert hat.

    Nun aber zu den Leder-Einlagen. Es hat sie in braun und blau gegeben. Mein Exemplar trägt blaue Einlagen. Hier nun noch die Bilder.


    Viele Grüße,
    Stefan


    Classic, Blue Calfskin Leather, 01


    Classic, Blue Calfskin Leather, 02



    Classic, Blue Calfskin Leather, 03



    Classic, Blue Calfskin Leather, 04



    Classic, Blue Calfskin Leather, 05



    Classic, Blue Calfskin Leather, 06



    Classic, Blue Calfskin Leather, 07



    Classic, Blue Calfskin Leather, 08



    Classic, Blue Calfskin Leather, 09



    Classic, Blue Calfskin Leather, 10

    ......... Außerdem bin ich ein Freund von robusten Achsschrauben und hier ist das 21er eben deutlich zierlicher dimensioniert als das 25er. Ist vermutlich völlig wurscht, da ich bis jetzt nur von abgebrochenen Klingen aber noch nie von einer gebrochenen Pivotschraube gehört habe. Favorit ist bis jetzt das 21er als Insingo.

    Das würde ich auch so sehen. Ob eine Klinge oder Pivotschraube bricht ist glaube ich entweder eine Frage von roher Gewalt und entsprechenden Hebelkräften, oder von fehlerhaftem Material, so dass es vom Zufall abhängt, ob es eine Klinge oder eine Pivotschraube trifft. Wie ich oben schon sagte, glaube ich dass man technische Unterschiede bzgl. Zuverlässigkeit vernachlässigen kann. Für den Klingengang macht es eben einen Unterschied und darum sollte man sich dazu seine Präferenzen überlegen. Die Handlage und Handhabung sind bei einem User sehr wichtig und darum würde ich versuchen ein 25er mal in die Finger zu bekommen.

    Moin,


    Vieles wurde hier bereits gesagt. Ich versuche noch einmal zu ergänzen und bereits Gesagtes wertfrei noch einmal zusammen zu fassen.


    Sebenza 21 = Klassiker, Legende. DAS Chris Reeve, wenn man über folder spricht. Sehr wertbeständig.


    Sebenza 25 = jetzt eingestellt und durch das Large Inkosi ersetzt. Das mag man auslegen wie man möchte. Wurde nicht sehr lange produziert (für CRK Verhältnisse). Vielleicht wird es deshalb mal gesucht werden? Vielleicht wird es aber auch als Vor-Entwicklungsstufe zum Inkosi betrachtet und damit ohne nachhaltige Relevanz bleiben. Unter Sammlungs-/Wertaspekten betrachtet kann man das heute überhaupt nicht einschätzen.


    Wenn man 2 Messer für einen Kauf in Betrachtung zieht und vor allem wenn man sie als EDC benutzen möchte, dann sollte man beide wirklich mal im Vergleich in die Hand genommen haben. Die Fingermulden wurden bereits angesprochen. Die Stellung/Positionierung des Clips noch nicht. Hier gibt es kein "richtig/falsch" oder "gut/schlecht". Fakt ist aber, dass der Clip beim 25er anders positioniert ist, als beim 21er. Das ist hoch-individuell und daher sollte man beide Messer mal direkt in der Hand vergleichen.


    Auch noch nicht angesprochen wurde der vielleicht größte technische Unterschied: Das fehlende Bushing beim 25er. Auch hier gilt. Alles Geschmackssache. Aber einfach zur Erklärung: Das Bushing in dem die Pivotschraube läuft sorgt beim 21er dafür, dass man beim Klingengang keinen Unterschied merkt, egal wie fest oder lose die Pivotschraube angezogen ist. Okay. Alles hat seine Grenzen. Maximales "Anknallen" der Schraube bringt dann irgendwann trotzdem mal den Klingengang zum Erliegen. Aber man kann die Schraube einfach nach dem Zerlegen, Reinigen und wieder Zusammenbauen des Messers handfest anziehen und der Klingengang ist wie als wenn das Messer aus der Fabrik kommt. Umgekehrt, sollte sich die Pivotschraube lockern, hat das null Wirkung auf den Klingengang. Theoretisch (vermutlich auch praktisch) könnte die Pivotschraube auch rausfallen und das Messer würde immer noch so funktionieren wie mit Schraube.


    Beim 25er fehlt dieses Bushing. Die Pivotschraube ist größer dimensioniert und sie reagiert auf jedes Anziehen oder Lockern, bzw. der Klingengang reagiert. Leute die das wollen und den Klingengang gern selbst einstellen, z.B. weil sie die Klinge mit dem Daumen aufflippen wollen und sie daher sehr leicht laufen soll, die finden das super. Es gilt wohl als gesichert, dass die Pivotschraube beim 25er sich im Betrieb gern lockert. Man müsste sie also wohl nach dem Einstellen auf den gewünschten Klingengang mit etwas Sicherungsmittel oder Nagellack sichern. Die Pivotschraube beim 21er lockert sich nicht im Betrieb (wäre aber auch egal, weil siehe oben.)


    Auch hier muss man ehrlich bleiben und sagen, dass dies am Ende eher Geschmackspräferenzen sind als "gewaltige" technische Vor- oder Nachteile. Auch wenn es gern "Lagerbildung" gibt und die pro 21er den 25er Besitzern gern klarmachen wollen, dass das so ist (und umgekehrt).


    Ich persönlich finde, die Entwicklung des Bushing ist eine grandiose Geschichte, macht das 21er besonders und trägt maßgeblich dazu bei, dass das 21er ein Klassiker geworden ist. Der berühmte "hydraulische Klingengang" des Sebenza ist mit dem Bushing verbunden. Wem das egal ist oder wer sogar einen leichteren Klingengang bevorzugt, der wird an dem 25er seine Freude haben.


    Bzgl. der Optik und der Aussage vom eisbaer unten "In der Gesamterscheinung liegt es (das 21er) deutlich näher am Regular, als am 25." würde ich es wagen zu widersprechen. Hier zum Vergleich


    ein Regular:


    Regular, CGG Meteor Shower, 05


    und das 21er:


    21, TNK flag, spirograph, 01


    Ich finde, die zusätzliche Fingeraussparung am 25er interpretiert optisch eher die wellenförmigen Aussparungen des Regular. Der Klingenrücken fällt beim 25er "langsamer", weniger Steil zur Spitze hin ab, ähnlich der Klinge des Regular. Auch unter dem Aspekt finde ich 25er und Regular näher beieinander, als 21er und Regular. Aber das ist hier nicht wichtig.


    Last but not least noch der Hinweis, dass es in 2013 bereits einen Thread zum 25er gab, der vielleicht einige relevante Infos für Dich enthält:


    Chris Reeve Sebenza 25


    Viele Grüße,
    Stefan

    Falls es doch noch was anderes sein kann, gibt es noch das Benchmade 760 LFTi Bob Lum! Allerdings bist du da auf den Gebrauchtmarkt angewiesen, da discontinued.


    Das kam mir als erstes in den Sinn bei Titan und Tanto...

    Ja. Hatte ich auch mal. Klassiker und heute nicht mehr so leicht zu finden. Aber für den Anzug sicher zu groß.


    760 LFTI Lum, 44.jpg


    760 LFTI Lum, 49.jpg


    Small Sebenza ist eine hervorragende Wahl, sehr nachhaltig und aufgrund der guten Wertstabilität relativiert sich teilweise der höhere Preis. Das Thema mit der Tanto-Klinge würde ich vielleicht noch mal überdenken. Bzgl. der Schneideigenschaften gibt es 2 Lager, für und gegen Tanto. Da will ich gar nicht Partei ergreifen. Das Nachschärfen ist sicher eine größere Herausforderung und die "Öffentlichkeitswirksamkeit" ist mit einem martialischen Tanto eine Andere ;)


    Wenn Du beim Small Sebenza schaust, dann werfe doch mal einen Blick auf die Insingo Klinge. Ich hab's in large. Die Klingenform ist sehr universell einsetzbar und im EDC Betrieb vermutlich tauglicher, als eine Tantoklinge. Nur ein Tipp.


    Bild 8.jpg


    Bild 3.jpg


    Viele Grüße,
    Stefan


    Besseres Bild:


    Bild 9.jpg

    Danke für Euer Feeback!


    Schönes Mountaneer, Rumpeltroll. Eine der elegantesten Klingenformen und Single-Guard schaut auch immer super aus!


    Kaimi72, nicht unbedingt. Man muss sehen, dass das ja ein sehr kleiner Betrieb war, der von Süd-Afrika nach Idaho umgezogen ist. Heute ist CRK im Vergleich zu Benchmade, Spyderco, ZT & Co. ein kleiner Betrieb. Damals war alles noch sehr viel kleiner und überschaubarer. Man konnte sich den Luxus nicht leisten vorhandenes Material einfach zu entsorgen. So gibt es aus dieser Übergangszeit bestimmt zahlreiche Messer, Made in USA, mit Scheide aus Süd-Afrika, oder umgekehrt. Auch die Hex-Cap muss nicht falsch sein. Die ersten handgemachten OPK hatten diese Hex-Cap, was nichts darüber aussagt dass sie beim Übergang zur maschinellen Produktion sofort gstoppt wurden. Vielleicht gab es eine Übergansgzeit, wo die Hex-Caps beim Start der Produktion in den USA aufgebraucht und dann danach zur runden Kappe übergegangen wurde. Hast Du eine Birthcard von dem Messer?


    Viele Grüße und gern noch mehr Fragen und Bilder.
    Stefan


    Bilder-Update auf Seite 2


    Hallo zusammen,


    heute möchte ich Euch mal ein Stück mit zurück in die Vergangenheit nehmen, zu der Messergattung mit der Chris Reeve begonnen hat sich seinen Ruf als hervorragender Kleinserienhersteller aufzubauen. Viele die sich nicht weiter mit Chris Reeve und seiner Firma CRK befassen, verbinden seinen Namen mit dem Sebenza, einem der bekanntesten folder in der Messerwelt und einem echten Klassiker. Die ersten, damals noch handgefertigten, Sebenza ("H-Sebenza") werden auf 1989 datiert. Aber bereits 1984 hat Chris Reeve, damals in Zusammenarbeit mit Al Mar, die Messergattung in der Messerwelt fest etabliert, die man heute zu Recht als das Ur-Survival-Knife bezeichnen kann.


    Es handelt sich um sein One Piece Knife. Der Name ist schnell erklärt. Es handelt sich um ein Messer mit feststehender Klinge, mit einem durch eine Schraubkappe verschlossenen Hohlgriff in dem nützliche Utensilien wie Streichhölzer, Angelsehne, Tabletten oder was auch immer untergebracht werden sollen. Die für damalige Verhältnisse (wir reden hier über Messer die vor über 30 Jahren gefertigt wurden) fantastische Fertigungstechnik, diese Messer aus einem kompletten Stück Stahl zu fertigen, kreierte letztlich den Namen "One Piece Knife". Dies, in Kombination mit dem praktischen verschließbaren Hohlgriff, begründete den legendären Ruf dieser Messer. Später, durch den 1. Rambo-Film "First Blood" bekam diese Messergattung mit dem verschraubbaren Hohlgriff einen ordentlichen Publicity-Schub und seit dem sind Nadel und Faden immer am Mann :D


    Viele Hersteller sprangen auf diesen Zug des "Survival-Messers" mit auf, wollten sich aber den fertigungstechnischen Herausforderung diese Messer aus einem Stück Stahl zu fertigen nicht stellen und so gab und gibt es viele Messer mit verschraubbarem Hohlgriff, die eben nicht aus einem Stück gefertigt werden und damit die Sollbruchstelle zwischen Hohlgriff und Klinge gleich mit eingebaut bekommen haben.


    Die One Piece Knife Serie wurde 2009 mit einem limitierten Jubiläumsmesser feierlich eingestellt. Von 1984 bis 2009 wurde ein riesige Vielfalt an Klingenformen, Messerlängen und teilweise Sonderauflagen z.B. mit einem Bithalter in der Schraubkappe, gefertigt. Im US Chris Reeve Forum haben Sammler mit Unterstützung durch Anne Reeve eine Liste zusammengestellt, welche Variante von wann bis wann gebaut wurde. Das gibt Euch ein Idee über die Vielfalt:
    MK IV 7" Clip point sawback: 1984 - 1994
    MK V 7" Clip point: 1986 - 1994
    Aviator 4" Clip point sawback: 1984 - 2008
    Aviator 5" Clip point sawback ( 50 Knives Made )
    Moutaineer I 4" Single guard clip point: 1985 - Dec. 2009
    Moutaineer II 5.5" Single guard clip point: 1990 - Dec. 2009
    Jereboam MK I 9" Clip point sawback: 1985 - 1994
    Jereboam MK II 9" Clip point: 1986 - 2008
    Shadow I 9" Spearpoint: 1987 - 2008
    Shadow II 7" Spearpoint: 1987 - 1994
    Shadow III 4 " Spearpoint: 1987 - Dec. 2009
    Shadow IV 5.5" Spearpoint: 1990 - Dec. 2009
    Sable I 9" Sabre: 1986 - 2008
    Sable II 7" Sabre: 1985 - 1994
    Sable III 4" Sabre: 1986 - 2006
    Sable IV 5.5" Sabre: 1990 - 2008
    Tanto I 9" Chisel point: 1987 - 2008
    Tanto II 7" Chisel point: 1987 - 1994
    Tanto III 4" Chisel point: 1987 - 1994
    Tanto IV 5.5" Chisel point: 1990 - 1994
    Ubejane Skinner 4.5" Broadblade clip point: 1990 - Dec. 2009
    Pachmayr 7.5" Spearpoint: 1988 - 1990
    Project I 7.5" Spearpoint: 1991 - Dec. 2009
    Project II 7.5" Clip point: 1991 - Dec. 2009
    Kathathu 9" Double Edge ( 50 Knives Made :( 2000 - 2001
    Kathathu 7.5" Double Edge ( 100 Knives Made :( 2000 - 2001
    Kathathu 5.5" Double Edge ( 66 Knives Made :( 2000 - 2001
    Kathathu 4" Double Edge ( 100 Knives Made :( 2000 - 2001
    Nkonka 7 13/16" Sabre Blade: June 2002 - Dec. 2009
    Nkonka 7 13/16" SpearPoint: September 2003 - Dec. 2009
    Nkonka 5.5" SpearPoint USN ( 10 Knives Made :( 2009
    Nkonka 5.5" ClipPoint USN ( 10 Knives Made :( 2009
    MK VI 5.5" Clip Point: 1990 - Dec. 2009
    CRK 28 Year Special Edition Mark IV 7" Sawback ( 250 knives made :( 2009
    Als Chris Reeve mit der Produktion der One Piece Knife in 1984 begann, wurden sie aus einem Stück D2 Stahl gefertigt. In 1987 ging man dann zum A2 Stahl über, der bis zum Produktionsende 2009 beibehalten wurde. Die ersten Serien wurden in Süd-Afrika per Hand gefertigt, bevor die One Piece Knife dann gemeinsam mit den Reeve's nach USA auswanderten und in Idaho weiterproduziert wurden. "Made in South Africa" OPK (Kurzfassung für One Piece Knife) sind heute unter Sammlern sehr gesucht und dementsprechend teuer. In der Regel erkennt man sie an der Schraubkappe, die bei den in Südafrika produzierten OPK eine eckige Form hat. Man spricht auch von "Hex Cap". Später wurden es dann runde Kappen, die ich persönlich etwas ästhetischer finde. Die in USA produzierten OPK sind nicht so teuer wie die Süd-Afrika Exemplare. Aber da sie nun seit 2009 nicht mehr hergestellt werden steigen die Preise eigentlich langsam aber stetig auf dem Sekundärmarkt.


    Obwohl der Schwerpunkt meiner Chris Reeve Sammlung auf dem Sebenza liegt, wollte ich schon lange immer mal ein OPK haben. Ich finde sie sind eigentlich genauso ein Meilenstein der Chris Reeve Historie, wie das Sebenza. Ein Italienischer CRK Sammler-Freund hat seine Sammung auf Mnandi fokussiert, so dass ich ihm dann diese 4 OPK abgenommen habe. Ich bin ganz happy damit, denn sie bilden einen schönen Ausschnitt aus der Vielfalt an Größen und Klingenformen. Ein sehr kleiner Ausschnitt, wie man angesichts der Liste oben erkennen kann. :)


    Zunächst mal ein Gruppenfoto:


    hab ich hier rausgenommen, weil Messer hinzugekommen sind.


    Das längste Messer aus der kleinen Runde, das "Tanto I", ist gleichzeitig auch das Älteste (Baujahr 2001) und hat eine dunklere, schwärzere Beschichtung als die anderen drei. Ich müsste genauer recherchieren, warum das so ist. Ich vermute man hat irgendwann das Beschichtungsverfahren umgestellt.


    Dann machen wir mit dem "Tanto I" auch gleich weiter:


    OPK, Tanto I, 01



    OPK, Tanto I, 02



    Als Kontrast zum Kurzschwert "Tanto I", hier das kleinste Exemplar meines Quartetts, das "Sable IV":


    OPK, Sable IV, 01


    OPK, Sable IV, 02


    Eher das typische Outdoor-Messer, das "Project I". Eine wuchtige Klinge, ideal für kleinere Holzarbeiten für die keine Axt genommen werden muss (oder nicht verfügbar ist):


    OPK, Project I, 01


    OPK, Project I, 02


    Das Highlight meines Quartetts ist das oben erwähnte Jubiläumsmesser zum Produktionsende. Das "Mk IV 28th anniversary". Nur 250 Stück wurden davon hergestellt. Optisch entspricht es für meinem Geschmack dem idealen Survival-Messer, in seiner Mischung aus Outdoor- und Kampfmesser. Hier ein paar zusätzliche Bilder, mit den besonderen Hinweisen zum Jubiläum, auf der Scheide und der Schraubkappe:


    OPK, Mk IV, 01


    OPK, Mk IV, 02


    OPK, Mk IV, 03


    Hier mal ein "Jubilars-Treffen", gemeinsam mit dem 21st anniversary Sebenza:


    OPK, Mk IV, 04


    OPK, Mk IV, 05


    So. Fertig. Wie immer hoffe ich, dass es etwas gefallen hat. Das eine oder andere One Piece Knife hab ich hier im Forum früher mal gesehen. Wer also seins zeigen mag, immer gern her damit. Auch wer Informationen zur Geschichte der Messer oder zur Technologie ergänzen mag, ist herzlich eingeladen diese hier zu tun.


    Viele Grüße,
    Stefan

    :D Coole Story, Oskar!


    Und bei mir war es so, dass ich mein Hinderer ausgepackt habe und gedacht hab "komisch, was liegt denn das noch für eine dünne Titan-Schale mit im Karton?" :P Bis ich gecheckt habe dass das der dünne Stahlliner ist, falls ich mal auf G10 oder CF wechseln will. Na ja. Ein Sebenza zerlege ich mit verbundenen Augen und baue es wieder zusammen. Beim Hinderer bin ich bekennender Neuling. :)


    Viele Grüße,
    Stefan

    Hallo zusammen,


    eigentlich bin ich ja mehr mit dem Fotografieren unterwegs, wo glaube ich meine Fähigkeiten deutlich besser sind, als mit Videos. Aber ab und zu geht auch mal ein Video, wo man Handling und Action eben doch etwas besser darstellen kann, als mit Bilder.


    Ganz eigentlich bin ich überzeugter Chris Reeve Freund und dort vor allem Sebenza-Fan, aber nun durfte mein erstes Hinderer XM zu mir und das wollte ich gern mit Euch teilen. Die Hinderer XM kenne ich aus der Distanz seit sie auf den Markt gekommen sind. Damals fand ich sie doof, weil sie schwer und wenn dann nur sehr teuer zu bekommen waren und weil ich die Firma als irgendwie etwas künstlich gehypt empfunden habe. Vermutlich damals dem Rick Hinderer schon Unrecht getan. Aber die Abgabe (eigentlich) nur an "active duty forces" wie Feuerwehr, Polizei, Rettungskräfte und Militär und die damit einhergehende Verknappung auf der einen Seite und die dann doch irgendwie zu wenigen Händlern und Privatpersonen gelangenden überteuert verkauften Exemplare auf der anderen Seite, fand ich irgendwie ärgerlich. Vermutlich hauptsächlich weil ich keins hatte. Aber egal. :D


    Dann wurde das Bild mit den Schubladen wie "Customs", "Semi-Customs", "Mid-Techs" und "Productions" eine zeitlang immer verworrener und marketing-technisch ausgeschlachtet. In der Zeit haben mich die XM dann gar nicht mehr interessiert. In den letzten 1, 2 Jahren wurde die Produktionskapazität deutlich gesteigert und irgendwann verzog sich dann der Nebel und inzwischen ist jedem klar, dass es "production folder" sind, weitestgehend ohne künstliche Verknappung, sagen wir mal auf Kleinserienhersteller-Niveau. Ich finde das hat deutlich dazu beigetragen, diese Messer zu "erden" und das hat ihnen gut getan. Somit wurde ich wieder etwas aufmerksamer und fand sie eigentlich immer noch ziemlich cool. Nur die vielen Aussagen in den Foren rauf und runter, darüber dass sie schlecht flippen und man doch sehr großzügig mit dem Begriff "Flipper" umgehen muss, um diese Action gut zu finden, das hat mich nach wie vor gestört. Das konnte man mir auch nicht schönreden, nach dem Motto "die XM wollten doch nie Flipper sein." Fein. Warum baut man dann diesen kleinen Hebel dran? Flipper gingen was die Nachfrage anbelangt und damit die Umsätze in den letzten Jahren durch die Decke. Von dem Kuchen wollte man etwas abhaben. Völlig verständlich und okay. Man soll's dann halt einfach nur sagen.


    In letzter Zeit konnte man hören/lesen, dass die Generation 4 nun deutlich besser flippert. Jetzt gab es keine Ausreden mehr. Denn wie gesagt. Cool fand ich sie schon immer und wenn man eins sagen darf: Wenn irgenjemand in einigen Jahren fragt "nenne mir doch mal die alltime classics bei den foldern, also die Messer deren Design, Funktion, Qualität so gut waren, dass sich andere Hersteller daran orientiert haben und dass Kunden diese Messer über sehr lange Zeit nachgefragt haben." Dann fällt mir neben dem Sebenza, einem Militäry oder einem BM 710 sofort das Hinderer XM 18 ein und ich denke das geht vielen hier so. Diesen Verdienst kann keiner dem Rick Hinderer nehmen.


    Manchmal gibt dann Vater Zufall den letzten Schubs und so stolperte ich bei einem deutschen Händler über ein XM 3,5 in Voll-Titan Ausführung und auch noch mit Spanto-Klinge. Sozusagen das Ur-Design des Xm 18. Generation 4 und der Händler versicherte, dass es hervorragend flippert. Was konnte also schiefgehen? Also bestellt und noch ein ganze Batterie blau anodisierte Titan Hardware sowie das HInderer Tool dazu und fertig.


    Seit gestern ist es bei mir und ich bin sehr angetan. Funktional alles top. Flippert bestens und das Design und dieses "lass ich arbeiten" Finish machen einfach Laune. Also. Ich hab nach langer Zeit meinen Frieden mit dem Hinderer XM 18 gefunden, obwohl ich es nie wirklich angefeindet habe. Aber doch irgendwie beseite geschoben. Nun freue ich mich darüber ein schönes Exemplar zu besitzen und hab es deshalb mal kurz abgefilmt. Nach längerer Zeit mal wieder ein Video auf meinem kleinen Kanal. Höre gern Euer Feedback.


    VIDEO


    Viele Grüße,
    Stefan

    Ich hab so einen Washer noch nie gesehen. Aber es ist auch ein 25, oder? Da bin ich nicht so fit.


    Die Änderung bei der Rockwell-Härte wurde schon Mitte 2013 eingeführt. Lustigerweise hatte man bei CRK vergessen dass auf den Birthcards zu ändern. Anne Reeve hat sich dann im September letzten Jahres in einem US Forum dafür entschuldigt:


    "This is a moment where CRK has to take a humble "cap in hand" and apologize for a failure of communication between our technical side and our customer service side. Yes, around mid-2013, the RC hardness on all the folding knives (Damascus excluded) was changed from 58-59 to 59-60. Our guarantee cards, brochure and website did not reflect that change. We are not happy about this lack of communication and are in the process of updating the relative published material.


    Chris made the decision after reviewing the performance of S35VN at both hardnesses. He has always been a proponent of a slightly lower HRC to ensure shock absorbency and ease of sharpening. When he was convinced that blades at 59-60 would perform extremely well and meet all of his criteria, the change was gradually implemented. Bear in mind this is a possible spread of only 3% and a likely change of only 1% in the hardness and not a major change at all.


    Anne"

    Und noch was von mir. Sebbi in Salzburg:


    Bild 8.jpg


    Viele Grüße,
    Stefan

    Thomas recherchiert meiner Meinung nach seine Artikel sehr sauber und gerade er achtet sehr darauf, sich korrekt zu verhalten. Die Aussage dass das 0777 aufgrund schlechter Verkaufszahlen eingestellt wurde steht in "". Ich deute das als kleinen HInweis darauf dass es damals vielleicht eine offizielle Aussage von ZT war. Das composite wurde eingestellt weil die produktionstechnischen Herausforderungen mit der Kombi aus Mono- und Damaststahl zu groß waren. Die sagen wir "Verlegenheitslösungen" mit dem M390, um die Fan-Gemeinde nicht völlig zu enttäuschen, waren sicher ebenfalls von vornherein begrenzt konzipiert, womit sie eigentlich auch bei ZT in die Kategorie der limited editions fallen. Die Story rund herum um das Microtech Matrix ist ebenfalls korrekt.


    Dass dieser Streit zwischen ZT und Micotech schon länger schwelt ist in der Tat bekannt. Schreibt er ja auch. Die Patentklage ist allerdings aktuell. Insofern ist der Artikel auch hier korrekt. Ich kann an dem Artikel nichts Falsches finden und dass man Stories aus der Messerwelt für einen Messerblog verarbeitet ist doch Sinn der Sache. Oder?


    Grüße,