Beiträge von Daywalker

    Hallo zusammen,


    das ultimative Review zum "Difensa" ist wohl das hier:


    Review Spartan Blades Harsey Difensa


    Mir haben die Messerdesigns der noch recht jungen Firma Spartan Blades sofort gefallen, als die Firma die Messerszene betreten hat. Sehr "tactical", aber nicht so ausgelutscht und bekannt wie an jeder Straßenecke zu sehen. "No nonsens knives", aber mit einem Schuss Extrovertiertheit. Relativ schnell bekam die Marke einen hervorragenden Ruf, was Verarbeitungsqualität oder neudeutsch fit & finish anbelangt, was ich übrigens anhand meines Exemplares nur bestätigen kann. Die offenbar hervorragende Wärmebehandlung des meistens eingesetzten S35VN und die daraus resultierende hohe Schnitthaltigkeit sprachen sich genau so schnell herum, wie die sehr widerstandsfähige Beschichtung. Beides übrigens Themen die Ajax in seinem sehr ausführlichen Bericht auch hervorhebt.


    Die meisten hier kennen es vermutlich. Nicht immer gelingt es eine nüchterne Kosten-/Nutzen Gleichung aufzumachen und alles nur durch die "Brille der Vernunft" zu betrachten. Ist vielleicht auch bei einem Hobby, wo es doch auch sehr viel um die Emotion geht, nicht immer der beste Ansatz. So war es hier bei mir und dem Difensa. Ich weiß nicht ob ich für dieses Kaliber eines fixed Verwendung haben werde und die Klingenlänge macht es ja unter den Rahmenbedingungen in Deutschland auch nicht wirklich einfach, damit bei vielen Gelegenheiten vor die Haustür zu gehen ..... Ich hab sogar - und das als Chris Reeve Fan durch und durch - mein CRK Nyala verkauft, weil es mir etwas zu fad daherkam. Dabei wäre es für meine Einsatzzwecke sicher locker ausreichend gewesen. Es gab als keinen wirklich sinnhaften Grund für das Difensa ..... außer dass mich das Messer und die gute Verarbeitung (hier schließt sich dann doch wieder der Kreis zu Chris Reeve) angemacht haben. :love:


    Da bei mir jedes neue Messer erst einmal jungfräulich vor die Kamera muss, hier nun ein paar Bilder. Keine Praxiserfahrung, weil ganz neu. Einfach nur Bilder. Ich habe mich für die "Flat Dark Earth" Beschichtung und gegen die schwarze Beschichtung entschieden. Warum? Weil "all black" irgendwann einfach mal langweilig ist und etwas Abwechslung Spaß macht und weil die helle FDE Beschichtung angeblich nochmals widerstandsfähiger sein soll, als die schwarze Beschichtung. Fototechnisch nicht ganz einfach. Aber an der Scheide und dem Sebenza könnt Ihr sehen, dass Weißabgleich, Farbtemperatur usw. korrekt sind. Es kommt wirklich je nach Lichteinfall "champagner-gülden" daher. Die Griffschalen sind grünes Micarta. Weiter unten hab ich auch noch mal mein Sebenza mit Micarta Inlays daneben gelegt. Auf dem letzten Biöd kann man ganz gut erkennen, dass die beiden verwendeten Micarta sehr unterschiedlich sind, was die Struktur anbelangt.


    Viele Grüße,
    Stefan


    Spartan Blades Difensa, 01


    Spartan Blades Difensa, 02


    Spartan Blades Difensa, 03


    Spartan Blades Difensa, 04


    Spartan Blades Difensa, 05


    Spartan Blades Difensa, 06


    Spartan Blades Difensa, 08


    Spartan Blades Difensa, 09


    Spartan Blades Difensa, 11


    Spartan Blades Difensa, 10


    Kleine Korrektur. Spirograph Damast ist schon seit ein paar Jahren eingestellt. CRK hatte noch einen kleinen Restbestand an Lager und hatte daraus dann eine Klein-Auflage für den Händler TNK gemacht. Laut Neil wurden für ihn 18 small ud 25 large gefertigt.


    21, TNK flag, Spirograph L&S, 03


    21, TNK flag, Spirograph L&S, 06


    21, TNK flag, Spirograph L&S, 08


    Viele Grüße,
    Stefan

    Was Euch alles auffällt .... ;)


    Ich weiß gar nicht mehr wie und wann. Ich hab's irgendwann mal ausprobiert, weil ich den beigelegten Schlüssel so fummelig finde. Ich finde der Torx hat weniger Spiel und sitzt fester, als der beigelegte Imbus. Aber vielleicht besorge ich mir so einen schönen Dreher auch noch mal in 5/64 Zoll. Das ist nämlich die US Imbusgröße des beigelegten Sebenza Schlüssels.


    Stefan


    Glückwünsche !!!! :thumbup:


    Stefan

    Hallo Jens,


    ich bin da ganz bei Dir. Vor allem auch bei Deinem Schluss-Satz. Wir sollten einfach mal abwarten. Es ist momentan eine Gemenge-Lage, aus den beschriebenen personellen und Generationsveränderungen. Wir haben hier in Deutschland z.B. mit Robert/Sartools oder Frau Niedermaier/Selected Knives tadellose und engagierte CRK Vertretungen, die einen hervorragenden Service bieten und sich um ihre Kunden kümmern. Von daher bin ich da erst einmal ganz entspannt und schaue, was da so passiert.


    Viele Grüße,
    Stefan

    Genau Micha. Absolut Deiner Meinung.


    Und man merkt auch, dass der Sohnemann Reeve aus der Marketingecke kommt. Auf ein Mal werden Umfragen gemacht, über eine mögliche "Adventure Line" usw. Das sind neue Methoden, die ja erst mal nicht schlecht sein müssen. Dem Marketing müssen dann einfach auch Taten folgen und dann ist gut.


    Ein Freund von mir in Nordamerika hatte eben gerade so ein unerfreuliches Erlebnis mit dem neuen CRK customer service. Er hatte ein neues Sebenza 25 mit der ganzseitigen Carbonschale bekommen (KnifeArt excusive) und die Klinge war leicht aus der Mitte. Normalerweise für jeden CRK Fan ein no go und so auch eigentlich früher nie durch die Endkontrolle gegangen. Sie haben ihm geantwortet, dass dies bei der Carbonschale technisch bedingt nie ganz ausgeschlossen sei, man das zwar korrigieren kann, die Klinge aber durchaus wieder wandern kann. Das hat einfach mit dem Materialmix Titan auf einer, Carbon auf der anderen Seite, zu tun. So weit, so gut. Da hat er schon mal scharf die Luft eingezogen, aber nix gesagt. Dann bekam er ein neues 21 mit Inlays und an einer Stelle hinten am Messer lief der Radius der abgeschrägten Kannte am Ende etwas schief aus. Okay. Man musste schon genau hinsehen. Aber gut. Antwort von CRK: "its into our specs".


    Das sind halt jetzt die Dinge die in der Szene besprochen werden und wo alle sagen, "Einzelfälle? Oder läuft da grad etwas anders als früher?". Mal sehen.


    Ich hab allerdings auch kritisch mit ihm diskutiert und ihm gesagt, dass meiner Meinung nach die US CRK Käufer den "lifetime spa service" von CRK missbrauchen. Verkäufer nehmen ein stark gebrauchtes CRK und schicken es zum spa service, um es dann zu verkaufen. Käufer, die vielleicht an einem gekauften Messer einen Kratzer finden, schicken es ebenfalls zum spa service und lassen es wieder wie neu machen. Die ursprüngliche Intention von Chris Reeve war ja, seinen Kunden ein möglichst perfektes Messer an die Hand zu geben, welches sie ein leben lang zuverlässig benutzen können. Um dies zu gewährleisten hat er den "lifetime spa service" ins Leben gerufen. Ich vermute, wissen kann ich es natürlich nicht, seine Idee war nicht einen Wertsteigerungsservice für Käufer und Verkäufer ins Leben zu rufen ..... Die US-Käufer haben es aber dazu gemacht. Jetzt ist vielleicht ein Manager am Ruder, der auch ein bisschen mehr noch die betriebswirtschaftlichen Daten im Blick hat und nicht mehr alles für lau machen möchte. Man weiß es nicht. Denn natürlich sind das Einzelfälle und erst die Zukunft wird zeigen ob die Philophie sagen wir "moderat angepasst" wurde.


    Grüße,
    Stefan

    Hallo zusammen,


    Micha hat in einem Punkt sehr Recht. CRK ist ein Kleinserienhersteller und muss sich auf wenige Modelle konzentrieren. Anders geht es nicht. Diese wurden und werden mit den Jahren sehr behutsam verfeinert. Das Sebenza (wie uch das Mnandi) ist ausgereift und Maschinen und Mitarbeiter sind sicher bei CRK geblieben (außer Heather). Von daher kann man weiter produzieren. Aber einen Aspekt möchte ich in die Diskussion geben. Die ganzen Punkte müssen wir gesagt in ein Gesamtkonzept, in eine Philosophie eingebunden und gelebt werden. Vor allem vom Kopf des Unternehmens vorgelebt werden. Das Thema mit dem stinkenden Fisch .....


    Diese Punkte, wenig Modell-Fluktuation, behutsame Evolution der Modelle, hohe Fertigungsqualität und Endkontrolle, gepaart mit der entsprechende Philosophie die sich auch in der Endkontrolle und im after sales service niederschlägt. So wird ja erst ein sauberes und wie man sehen kann erfolgreiches Konzept daraus. Der letzte Punkt der das Thema abrundet ist die strenge Preiskontrolle. CRK kosten in dem jeweiligen Markt überall das Gleiche. Kein "Straßenpreis". Nix Rabatt. Wer das unterläuft ist Dealer gewesen. Punkt. All das zusammen und eben auch nur so zusammen, macht die gute Wertstabilität der CRK Messer aus.


    Dies ist ein nicht zu unterschätzender Punkt und diese Philosphie hat Chris gelebt. Nun wird man sehen, Maschinenpark hin oder her, ob die handelnden Personen diese Philosophie weiterleben. Wird das nicht passieren, werden sich Dinge einschleichen. In der Endkontrolle mal einen Blick weniger werfen. Bei der einen oder anderen leichten Abweichung am Messer, die früher sofort in der Endkontrolle zum Herausziehen und neu machen/korrigieren geführt hat, einfach mal sagen "its into our specs" und raus damit. Bei Kundenserviceanfragen einfach mal antworten "das fällt nicht unter unseren Spa-Service". Usw. Diese Dinge müssen nicht passieren, werden aber passieren, wenn die bisherige Philosophie als Ganzes so nicht mehr weitergelebt wird.


    Wie ich oben sagte. Anne hat das alles miterlebt und mit aufgebaut. Sie wird das wissen. Es ist eine Frage wie weit sie den neuen Manager dahingehend führen und kontrollieren wird, bzw. ihm freie Hand lässt. Wir werden es erleben. Sicher nicht in den nächsten Wochen, aber vielleicht in ein paar Monaten.


    Heather ist gegangen/wurde gegangen, weil sie sich von Anfang an mit dem neuen Manager nicht verstanden hat. Und noch zum Thema "Chris Reeve feiner Kerl" und so. Leider hatte ich nie das Vergnügen ihn mal auf einer Messe persönlich zu treffen und ich bin mir sicher, dass er dort immer als "netter Onkel", bodenständig usw. aufgetreten ist. Ich bin aber auch überzeugt davon, dass gerade wenn man diese bedingungslose Qualitätsphilophie in einem Betrieb als Inhaber konsequent durchsetzen möchte, dann wird man vermutlich und gerade mit amerikanischen MItarbeitern, nicht nur der "nette Onkel" sein. Heather selbst hat in dem Kontext gesagt "mit Chris zu arbeiten war weiß Gott nicht immer einfach ...... aber ich wünschte er würde zurückkehren". Der erste Teil dieses Satzes spricht für sich. Der Zweite allerdings auch .....


    Viele Grüße,
    Stefan

    Da hast Du auf jeden Fall einen Punkt. Man darf hoffen, dass Anne Reeve da ein kritisches Auge darauf hat. Chris hat mit ihr das Unternehmen aufgebaut und ich bin mir sehr sicher, dass ihr sehr bewusst ist welche Faktoren den bisherigen Erfolg ausgemacht haben.


    Viele Grüße,
    Stefan

    Ohh, ohh, ohh das wird teuer :D


    hoffentlich wird es kleiner wie das Large Sebenza.

    Stimmt. Bedeutet für mich höchstwahrscheinlich 4 Large Sebenza mit den neuen Holz-Inlays und Damastklingen. :D


    Boah immer dieses Holz! :rolleyes: Damit kann ich persönlich überhaupt nix anfangen. Das Einstampfen von Mammut und co. ist ein riesen Verlust. Carbon Inlays waren ja schon ein guter Anfang aber da sollte mal was erfrischendes kommen, wenn es um Inlays geht...

    Z.B. "Gummibärchen-Inlays" ? :D :D


    Ernsthaft. Das ist natürlich immer Geschmackssache und das Schöne ist ja, man muss sie nicht kaufen. Aber die Kombination aus edlem Naturmaterial Holz und dem technischen, eher kühlen Material Titan finden offenbar viele Sebenza-Käufer (einschließlich mir) sehr reizvoll. Darüber hinaus, es gibt Micarta-Inlays, Carbon-Inlays, Voll-Carbon Schale, plain Titan, Holzeinlagen. Dazu gibt es die CGG, also die Computer Generated Graphics und die UG (Unique Graphics). Dann noch 2 Klingenformen (Insingo und die Standard-Klingenform) und es gibt 3 Damastklingenvarianten. Ich finde das ehrlich gesagt für einen Kleinserienhersteller höchst bemerkenswert. Ich kenne kein Top-Seller Produkt von den großen Herstellern (Beispiel Spyderco Military oder Benchmade Griptilian), welches in dieser Vielfalt bestellbar ist. Gibt immer jemanden für den dann immer noch nichts dabei ist. Aber das muss man als CRK dann wohl verkraften können und wird es auch.


    Mir fällt auch wenig ein was man da machen könnte, ohne ins völlig Exotische abzudriften. G10 vielleicht. Finde ich jetzt für Inlays beim Sebenza nicht wirklich sexy. Es muss ja auch ein Material sein, welches für dieses Verbauen in Inlays geeignet ist. Also sowohl fertigungstechnisch beherrschbar als auch später im täglichen Gebrauch absolut zuverlässig. Da darf nix aufquellen wenn es feucht wird. Sich nicht verziehen bei Klima-/Temperaturveränderungen, nicht abreiben, auffasern, usw. Was willste denn außer den stabilisierten Hölzern, Micarta und Carbon da machen? Und es gibt ja Leute die so etwas customizen können. D.h. da kann sich dann jeder austoben wie er möchte.



    Waas?


    Chris Reeve ist raus?
    Wer unterschreibt dann mein Zerti?

    Ich denke er wurde 1 Woche eingeschlossen und hat vorsorglich mal 10.000 Zertifikate blanko unterschrieben. Dann durfte er raus. :D



    Gibt es denn auch Gerüchte, wie groß das Large Inkosi sein wird?

    Ja. Aber eben nur Gerüchte. Die specs werden sicher erst zur Blade Show veröffentlicht. Es heißt, dass die vielfache Nachfrage nach einem "Medium-Sebenza" nach wie vor nicht bedient wird. D.h. es wird sich auf Größenniveau Sebenza 25/Large 21 bewegen, mit kleiner Abweichung vielleicht.


    Interessant sind ja auch die mit dieser Information verbundenen Folgen. Gesichert ist natürlich, dass damit das Sebenza 25 eingestellt ist. Das Inkosi hat ja ein paar kleinere Abweichungen zum Sebenza 25, die gemeinhin als Verbesserung gesehen werden. Somit ist das Besser des Guten Feind und ein Large Inkosi somit der "Killer" für das 25.


    Der Umstand dass man 4 neue Hölzer bei den Inlays jetzt einführt, bedeutet auch dass das Sebenza 21 zumindest noch eine Weile weiter produziert wird. Es gab ja auch Leute die meinten, dass wenn es vom Inkosi Large und Small geben wird, Large und Small 21 auslaufen. Das scheint wohl nicht so zu sein. Zumindest nicht jetzt. Aber bei den Modellgenerationen des Sebenza gab es schon immer Überlappungen von meist mehreren Jahren.


    Heather O'Donnell, für mich und viele langjährige CRK Fans DAS (virtuelle) Gesicht des CRK Customer Service, ist übrigens entlassen worden. Viele CRK Fans sind ziemlich entsetzt darüber, denn sie hat mit Chris und Anne viele Jahre zusammengearbeitet, hat unheimlich viel Know How über die CRK-Produkte und konnte auch Fragen zu älteren Modellen beantworten. Anne Reeve hat nach Chris' Ausstieg einen Manager eingestellt und der gemeinsame Sohn macht nun das Marketing.


    U.a. hat man in USA eine Marktumfrage bei CRK-Fans zum Thema "Vorschläge für eine neue Adventure Line bei CRK" gemacht und tüftelt dort wohl intensiv an 1 oder 2 Produkten, mit denen man das wachsende "Bear Grylls Outdoor Survival Segment" bedienen möchte. Auch ein Thema, welches von der CRK-Gemeinde gespalten beäugt wird.


    Mir persönlich sind über US CRK-Freunde 2 aktuelle Vorgänge bekannt, wo der CRK Customer Service nicht mehr mit der früher gewohnten und berühmten Qualität gearbeitet hat. Da spielen momentan ganz viele Themen ineinander und hinter den Kulissen läuft einiges ab. Ich halte mich mit einer Beurteilung zurück, denn dafür ist es viel zu früh. Zahlreiche Unternehmen haben Generationenwechsel durchlaufen. Meist kann man diesem Thema ja auch naturbedingt bei Inhabergeführten Unternehmen nicht aus dem Weg gehen ..... und das bedeutet dann entweder Familienmitglieder/Kinder übernehmen, oder externe Manager werden geholt. Da kann man auch nicht zuverlässig prognostizieren, was da besser oder schlechter ist. Das hängt von den handelnden Personen ab. Solche Übergangsphasen sollte man Unternehmen auch zugestehen und einfach mal schauen, was dabei herauskommt.


    Viele Grüße,
    Stefan

    Zur bevorstehenden Blade Show bekanntgegeben:


    Large Inkosi kommt.


    4 neue Hölzer für die Inlays: Thuya Burl, Spalted Beech, Macassar Ebony, Bog Oak.



    Box Elder Burl bleibt wohl im Programm. Cocobolo, Snakewood, Gabon Ebony und Bocote raus.



    ..... und was sonst noch so geflüstert wird:



    Chris und Anne Reeve sind geschieden. Anne Reeve hat die Firma übernommen. Chris ist raus.
    ....... sagt mein Friseur ...... und der kennt sich aus. ;)



    Stefan

    .......


    Ich tendiere ja bekanntlich dazu mein Messer etwas öfter zu reinigen als es vielleicht nötig wäre, .........

    Nee. Echt jetzt ? :D


    Washer auf nem Riemen abziehen ist halt so eine Sache und wird immer gern diskutiert. Ich sag's mal so: Bronze ist nicht ultra-hart und mal eben ein hunderstel-Millimeter zu viel runter und Klingenspiel ist angesagt ... Abgetragenes Material wieder draufmachen ist schwierig ..... Bei CRK werden ja in der Endmontage die Washer abgezogen, das Messer wieder zusammengesetzt, Klingengang und Spiel geprüft, wieder zerlegt, Washer wieder ein bisschen abgezogen. Kann man in dem bekannten Video sehr gut sehen. Da ist echtes Fingerspitzengefühl gefragt. Nur. Wenn's bei denen mal ein Tick zu viel ist greifen die in die Schublade, nehmen einen neuen Washer und los geht das Ganze von vorn. Unsereiner hat dann einen ziemlichen Aufwand. Darum sei zumindest angeraten mit dieser Methode äußerst vorsichtig umzugehen.


    Grüße,
    Stefan

    Meins durfte jetzt auch mal in die Reinigung. Gemäß "birthcard" wurde es im März 2013 gebaut. Ich hab's zwar erst vor wenige Monaten neu beim Händler gekauft, aber es lag wohl bereits eine Weile dort auf Lager. Nach dem Auseinandernehmen stellte sich heraus, dass außer ein paar stecknadelkopf großen kleinen schwarzen Pünktchen aus Fett und Flusen das Messer weitestgehend trocken gelaufen ist.


    Bild 5.jpg


    Bild 7.jpg


    Das hatte dem geschmeidigen Klingenlauf vor dem Reinigen keinen Abbruch getan und die Tatsache, dass es nach dem Reinigen und Fetten genauso geschmeidig läuft (aber nicht geschmeidiger, wie man vermuten könnte) unterstützt einige Sebenza Nutzer bei deren These, dass die Sebenza genauso gut trocken laufen können. Auf lange Sicht mag dann der Verschleiss an den Bronze-Washern irgendwann vielleicht zunehmen. Aber wann das eintreten würde kann ich nicht abschätzen. Was lernen wir daraus? Schmieren wird überbewertet, zumindest was ein Sebenza anbelangt. ;)


    Hier die eingefrästen Produktionsdaten der Titanschalen:


    Bild 6.jpg


    Das "C" bedeutet dass sie im 3. Quartal des Jahres hergestellt wurden (A = Januar, Februar, März. B = April, Mai, Juni. C = Juli, August, September. D = Oktober, November, Dezember)
    Die Zahl "12" steht für 2012. Somit ist das auch schlüssig mit dem Geburtstag März 2013. Es kann auch vorkommen, dass die Titanschalen unterschiedliche Daten tragen. Also aus Chargen stammen die länger als 3 Monate auseinanderliegen.


    Grüße,
    Stefan

    Servus zuammen,


    nach dem ganzen bling bling der letzten beiden Vorstellungen heute mal wieder (fast) Basiskost :)


    Die Chris Reeve Freunde nennen das Standard-Sebenza mit den gestrahlten Titanschalen "plain Jane". Finde ich ganz orginell und durchaus passend. Obwohl ich nun einige Sebenza mit tollen Inlays und Grafiken besitze, fasziniert mich eine plain Jane mit Damastklinge immer wieder. Einfach eine wunderbare Kombination aus den "Arbeiter-Griffschalen" aus schlichtem und unverziertem Titan und der "Adelsklinge" aus Damast, wenn man mir diese Bildsprache erlauben möchte. Nichts lenkt den Blick von der Klinge ab.


    Kürzlich wurde mir von einem Sammlerfreund dieses Sebenz mit "Dot Matrix" Damast angeboten und ich habe zugegriffen. Wie fast alle Damastklingen (außer von besonderen Editionen) stammt auch dieser Damast von dem CRK Haus- und Hoflieferanten Devon Thomas und ist rostfrei. Es gab eine Übergangsphase von ein paar Jahren, in denen man auch den rostfreien Damast mit einer Beschichtung (coating) versehen hat, was eigentlich nur bei den vorhergehenden nicht rostfreien Damaststählen notwendig war. Aus dieser Zeit stammt auch dieser Dot Matrix Damast. Auch wenn technisch nicht mehr notwendig finde ich es schade, dass diese Beschichtung nicht mehr gemacht wird. Sie sorgt nämlich dafür, dass die beschichteten Klingen im Gegensatz zu den heutigen unbeschichteten Damastklingen dunkler und akzentuierter wirken. Mir gefällt das sehr.


    Von den Kollegen im US Chris Reeve Forum - und dort sind einige hervorragend informierte Leute unterwegs - habe ich bei der Vorstellung gesagt bekommen, dass Devin Thomas ein Stück dieses Dot Matrix Damast als Vorschlag an Chris Reeve gegeben hat und zum Ausprobieren nur 2 Sebenza damit ausgestattet wurden. Ein Small Cocobolo und dieses large plain Sebenza hier. Danach wurde wohl entschieden dieses Damastmuster nicht in das Sortiment aufzunehmen. Ich hab heute den Kundenservice bei CRK angemailt um diese Information zu verifizieren. Aber wenn das stimmt, dann ist dies ein ziemlich seltenes Exemplar.


    Wie auch immer. Mir gefällt das Muster sehr gut und ich finde es schade, dass es nicht den Weg in das Sortiment geschafft hat.


    Darüber hinaus ist dieses Sebenza ein "pre Idaho stamp". Es hat also noch nicht den heutigen "Idaho Made" Schriftzug auf der Lockbar-Griffschale, den nicht nur ich überflüssig finde.


    Hier nun wie immer die Bilder, weiter unten zusammen mit der ersten Damast plain Jane in meiner Sammlung, mit Basket Weave Damastklinge.


    Viele Grüße,
    Stefan


    21, Plain Titanium, Dot Matrix, 01


    21, Plain Titanium, Dot Matrix, 02


    21, Plain Titanium, Dot Matrix, 03


    21, Plain Titanium, Dot Matrix, 04


    21, Plain Titanium, Dot Matrix, 05


    21, Plain Titanium, Dot Matrix, 06


    21, Plain Titanium, Dot Matrix, 07


    21, Plain Titanium, Dot Matrix, 08


    21, Plain Titanium, Dot Matrix, 09


    21, Plain Titanium, Dot Matrix, 10


    21, Plain Titanium, Dot Matrix, 11


    21, Plain Titanium, Dot Matrix, 12

    Ich würde mir an deiner Stelle überlegen für dieses Prachtstück eine extra Vitrine in der auch die Holzbox Platz findet zu kaufen, mit ner schönen kleinen Beleuchtung drüber.
    Vielleicht sogar nen kleinen Drehteller, wenn ich´s mir recht überlege ist meine Idee wirklich genial, das musst du machen :D :D :D !!

    Drehteller ....... :huh: Jetzt wo Du es sagst. Am besten den Drehteller auf einem kleinen Altar? Der Esstisch im Wohnzimmer kann eigentlich raus. Muss nur kurz noch ein paar Dinge mit dem Scheidungsanwalt regeln. :D

    Hallo zusammen,


    Danke für's Feedback.


    @ Iceman, geht doch .... :D ;)


    @ Neonaffe, meine Hausratversicherung sagt "gern nehmen wir ein paar Extra-Taler von Dir."


    @ Solution,


    lustig. Ich hab diese Diskussion gerade gestern mit einem Messerfreund in Canada geführt, der auch hin und her ist, ob er nun Messer sammeln oder benutzen soll. Ich finde diese Diskussion eigentlich überflüssig. Wenn man ehrlich ist, dann ist das Sammeln ein Spleen. Leute sammeln Überraschungseier, Briefmarken, Whiskey, Briefmarken, Modelleisenbahnen, whatever. Da liegt der Reiz darin, sich für ein Thema zu interessieren, sich vielleicht ein Sammlungsziel zu geben und sich zu freuen wenn man dem näher kommt oder es sogar erreicht. Dem "Jagen" nach noch fehlenden Stücken. Dem Austausch mit gleichgesinnten und sicher auch - wer soll das verneinen - auch ein bisschen Stolz beim Herzeigen. Das sind also Aspekte, die über das reine technische Interesse an Messern und deren Gebrauch hinausgehen. Viel Kopf-Kino. Innere Befriedigung. Ausgleich und Entspannung zum Job. So etwas.


    Natürlich trage und benutze ich Messer auch gern und weil ich es blöd finde, Sebenza und Mnandi in die Vitrine zu stellen und nicht zu wissen wie sie sich in der Praxis schlagen, habe ich ein Large Sebenza mit Micarta-Einlagen und Insingo-Klinge und ein Mnandi als EDC. Ersteres ist der Nachfolger vom CF Sebenza, welches Jens von mir hat. Das war vorher mein EDC. Von daher, ich bekomme beides ganz gut hin: Chris Reeve Messer benutzen (aber dafür reichen mir ein Seb und ein Mnandi. Dafür brauche ich nicht zehn Messer) und sammeln.


    Wert. Wie gesagt. Der Wert dieses Messers setzt sich aus der Exklusivität der geringen Stückzahl und dem ideellen Wert für einen Chris Reeve Sammler zusammen. Nur die geringe Auflage von 21 Stück allein und der wunderschöne Damast rechtfertigen nicht den Preis ...... den, sollte ich es mal verkaufen wollen, hier in Deutschland niemand zahlen würde. :D


    Stefan

    Servus zusammen,


    dies ist sozusagen der "heilige Gral" für meine kleine Chris Reeve Sammlung und ich bin ziemlich happy, dass ich es beschaffen konnte. Das "21st Anniversary Sebenza" war auch für Chris Reeve und sein Team ein spezielles Projekt, wie Anne Reeve mir schrieb. Das Projekt wurde aufgesetzt, um das 21-jährige Business-Jubiläum zu zelebrieren. Ende 1983 hat Chris Reeve seinen normalen Job beendet um sich dem Messerbau als ausschließlichen Job zu widmen. So gilt der Januar 1984 als Geburtstdatum für CRK, Chris Reeve Knives, damals noch in seiner Heimat Südafrika. 1989 ging es dann in die USA, nach Boise im Bundestaat Idaho.


    Man könnte jetzt vermuten dass sie das 21-jährige Jubiläum gewählt haben, um passend dazu das Sebenza 21 in dieses Jubiläum einzubauen, was sicher orginell gewesen wäre. Dieser Zusammenhang entsteht aber erst aus heutigem Rückblick heraus. Denn für das Jubiläums-Projekt wurde in 2005, also 21 Jahre nach der Firmengründung, das Classic Sebenza ausgewählt. Das Sebenza 21 wurde erst 3 Jahre später, in 2008 eingeführt. Nun hatte das Classic Sebenza quasi das Sebenza 21 vorausgenommen, denn die Unterschiede zwischen den beiden Messern sind marginal. So kann man heute also auch die Verbindung zwischen dem 21-jährigem Jubiläum und dem Sebenza 21 herstellen. Ausschlaggebend für das Jubiläum nach 21 Jahren war aber eine Tradition aus Chris' Herkunftsland Südafrika, wo man den 21-jährigen Geburtstag eines jungen Mannes feiert, als den vollständigen Eintritt in das Erwachsensein und dies mit einer großen Feier zelebriert. Chris und Anne haben diese Tradition einfach auf die erfolgreiche Entwicklung ihrer Messerherstellung übertragen und das 21-jährige Bestehen zum Anlass genommen eine besondere Edition aufzulegen.


    Im Sommer 2005 wurden die 21 (natürlich) Exemplare dieses besonderen Classic Sebenza gefertigt. Bereits das Beiwerk zum Messer ist anders und deutlich umfangreicher, als bei einem normalen Sebenza (oder Mnandi). Wie Ihr auf den nachfolgenden Bildern sehen könnt, sind 2 Boxen dabei, auf die ich weiter unten noch einmal eingehe. Wichtiger ist die deutlich umfangreicher Dokumentation, die dem Jubiläums-Sebenza beiliegt. Das geht mit einem Umschlag für die Dokumentation los, auf dem sich die Seriennummer und die Gesamtauflage befinden und geht weiter, über ein großes Faltblatt im Gegensatz der sonst üblichen kleinen "Geburtsurkunde" mit den üblichen Daten zum Messer, wie das Modell, die Materialzutaten und das Herstellungsdatum.


    Hier gibt es einige Ausführungen zum Jubiläum und zur Geschichte rund herum um die Chris Reeve Messer, zur Auswanderung von Südafrika nach Idaho und ausführliche Informationen zu den Materialzutaten für dieses Projekt. Wie z.B. zum speziell für diese Edition von Gary House geschmiedeten "Zebra Mosaic" Damast, den hinten im üblichen Griffschalenloch eingelegten "Idaho Star" Halbedelstein (gehört wohl zur Familie der Almadine und ist somit ein Eisen-Aluminium Silikat), den hinten eingesetzten kleinen Diamanten oder den ledernen Lanyard, mit einem Bead aus Büffelhorn. Außerdem wird beschrieben wer an den besonderen Grafiken beteiligt war, die dieses Jubiläums-Sebenza zieren und auf die ich weiter unten noch eingehe.


    Classic, 21st Anniversary, Zebra, 01



    Classic, 21st Anniversary, Zebra, 02



    Classic, 21st Anniversary, Zebra, 03



    Classic, 21st Anniversary, Zebra, 04



    Wie weiter oben angedeutet, gehören 2 Schachteln zum Lieferumfang. Eine davon (die mit den Labeln) enthält das Sebenza. Die Andere eine Präsentationsschatulle aus schwerem Cocobolo-Holz.


    Classic, 21st Anniversary, Zebra, 05



    Die Lockbar-Griffseite enthält eine Gravur/Fräsung die noch einmal den Zeitraum des Jubiläums beschreibt.


    Classic, 21st Anniversary, Zebra, 07



    Nun zum Messer. Der von Gary House geschmiedete Zebra Mosaic Damast ist hier natürlich der ganz besondere Hinkucker. Kombiniert mit den Grafiken und Einlagen wird ein Gesamtkunstwerk daraus.


    Classic, 21st Anniversary, Zebra, 06


    Classic, 21st Anniversary, Zebra, 08


    Die Linien des Zebra-Musters schimmern je nach Lichteinfall und Blickwinkel mal eher weiß, mal gelblich/golden und mal grau.


    Classic, 21st Anniversary, Zebra, 09



    Classic, 21st Anniversary, Zebra, 10



    Classic, 21st Anniversary, Zebra, 11



    Classic, 21st Anniversary, Zebra, 12



    Classic, 21st Anniversary, Zebra, 13



    Classic, 21st Anniversary, Zebra, 14



    Classic, 21st Anniversary, Zebra, 15



    Noch mal zum Thema "Gesamtkunstwerk". Es beginnt also vorn an der Klinge mit dem afrikanischen Motiv beim Zebra-Damast, geht weiter in der ersten Grafik der Griffschale, einem Zulu-Speer, der hinten auf den Diamanten zeigt, welcher die Stadt Boise im eingefrästen Grundriss des States Idaho repräsentiert, wo Chris Reeve mit seiner Familie aus Südafrika kommend hin eingewandert ist und seine Firma aufgebaut hat. Wie ich finde ist so die Reise der Reeve's wunderbar ausgedrückt.


    Classic, 21st Anniversary, Zebra, 16



    Hier wie gesagt der eingefräste Grundriss von Idaho, mit dem Diamanten an der Stelle wo sich die Stadt Boise befindet und dem eingelegten Idaho Star, den es nur in Idaho und in einem weiteren US Bundesstaat gibt.


    Classic, 21st Anniversary, Zebra, 17



    Hier zum Abschluss noch der Leder-Lanyard mit dem Bead aus Büffelhorn.


    Classic, 21st Anniversary, Zebra, 18



    Das war es mal wieder. Ich bin sehr stolz dieses Stück in meiner Sammlung zu haben und ich habe selten ein Jubiläums-Messer gesehen, welches persönliche Meilensteine im Leben des Messermachers so perfekt mit den bei CRK üblichen Bordmitteln aus Klingenstahl, Grafiken und Inlays aufnimmt und in den Entwurf des Messers integriert. Natürlich ist der ideelle Wert dieses Messers wohl nur für einen Chris Reeve Sammler gegeben, neben der Exklusivität dass es nur 21 Exemplare davon weltweit gibt.


    Viele Grüße,
    Stefan