Beiträge von Daywalker

    Spyderco Sharpmaker.


    Du musst wissen, dass der Schliff ja manuell aufgebracht wird und die Schneidfase dadurch leicht ballig geschliffen ist. D.h. Tools wie Lansky oder Sharpmaker arbeiten sich quasi erst mal an der "Schulter" der Schneidfase ab und weil man dann natürlich aus Gewohnheit nach einer gewissen Zeit aufhört, ist dann der Frust groß dass die Klinge nicht scharf geworden ist. Ist der Klassiker bei Sebenza-Neulingen ;)


    D.h. wenn man nicht sehr gut im Schleifen per Hand auf Steinen ist und dort mit einer balligen Schneidfase umgehen kann und solche Geräte wie eben Lansky und Sharpmaker benutzt, dann muss man anfangs halt Geduld haben und die Schultern der Schneidfase richtig runterarbeiten, damit der Schärfstein dann irgendwann auch wirklich an der Schneide unten ankommt. Ich habe darum für meinen Sharpmaker zusätzlich die Diamant-Stäbe, damit man zügig etwas Material runterbekommt. Nicht nur für mein Sebenza. Mit den mittelgroben Stäben die beim Sharpmaker dabei liegen schleift man sich einen Wolf.


    Viele Grüße,
    Stefan

    Ein Wahnsinnsteil. Passt alles schön von vorne bis hinten zusammen.


    Allerdings sieht das gar nicht nach Moku-Ti aus sondern eher nach echtem Mokume Gane (Messing, Kupfer, Silber)?


    Danke für diese Vorstellung :thumbup:

    Das könnte durchaus sein. Ich muss gestehen, dass ich mit Moku-Ti, TiMascus (ist glaube ich nur der Produktname bei Damasteel für Moku-Ti) und Mokume Gane noch etwas unsicher bin, was die Unterschiede anbelangt. Ich bin von Chris Reeve dahingehend verwöhnt, dass immer ein Kärtchen beiliegt auf dem die Zutaten stehen. ;) Auf jeden Fall Danke für den Hinweis, dem ich noch mal nachgehen werde.


    Stefan

    Hallo zusammen,


    weil's grad in einem anderen Faden hier kurzfristig etwas hitzig wurde, nun etwas zur Entspannung ;)


    Das hier vorgestellte Jens Anso "Bastid" hatte ich vor knapp 1 Jahr für einen guten Freund, der es gerade von einem US-Sammler gekauft hatte, für ihn fotografiert. Mir hat es schon damals beim Fotografieren unglaublich gut gefallen. Bei mir ist es so, daß mir das Fotografieren neben dem eigentlichen "befummeln" eines neuen Messers einen intensiven Zugang zu Diesem verschafft. Ich muss das Messer in verschiedene Positionen bringen, die Kamera richtig positionieren und den Bildausschnitt wählen. Mich für die Bilder mit den Details beschäftigen und hinterher die Bilder auf einem großen Monitor bearbeiten, wo jedes schlechte Detail gnadenlos offensichtlich wird. Das ist eigentlich bei jedem Neuzugang so, bis es danach entweder in die EDC-Schublade oder in die Vitrine wandert. Fast ein Ritual, möchte man sagen. HIer mit dem Unterschied, dass das Anso weder in die Schubalde noch in die Vitrine wanderte, sondern zum Paketdienst. :(


    Dieses "Bastid" hatte mich wie gesagt schon damals fasziniert. Mit ausgeklappter Klinge steht es da, wie ein sprungbereiter Panther. Strahlt Dynamik aus. Die am Griff verwendeten Materialen wie Titan, Moku-Ti und Lightning Strike Carbon machen es edel. Gleichzeitig sorgt die verwendete Materialstärke durchaus für eine gewisse Wuchtigkeit. Die nicht ganz so gewöhnliche Klingenform könnte durchaus an ein orientalisches Schwert erinnern und die Hand-Satinierung der Klinge verleiht ihr einen tollen Glanz. Ja. Ich gebe zu. Für mich ein toller Gesamtentwurf, in der für Anso typischen qualitativ hochwertigen Umsetzung.


    Als ich das Messer nach der Fotosession eingepackt und zu meinem Freund geschickt habe sagte ich, "wenn Du irgendwann mal in Erwägung ziehst dieses Messer abzugeben, dann ruf mich an." So kam es, dass dieser Moment nun tatächlich eintrat und jetzt ist es wieder bei mir. Dieses Mal allerdings um zu bleiben. :)


    Hier ein paar Bilder, die Euch hoffentlich gefallen.


    Viele Grüße,
    Stefan


    Anso, Bastid, 01


    Anso, Bastid, 02


    Anso, Bastid, 03


    Anso, Bastid, 04


    Anso, Bastid, 05


    Anso, Bastid, 06


    Anso, Bastid, 07


    Anso, Bastid, 08


    Anso, Bastid, 09


    Anso, Bastid, 10


    Anso, Bastid, 11


    Anso, Bastid, 12


    Anso, Bastid, 13


    Anso, Bastid, 14

    Das klingt durchaus sehr schlüssig. Ich wundere mich darum um so mehr über die Aussage von Gianni/Lionsteel, die ich ja gefunden und zitiert hatte. Ich bin eigentlich sehr überzeugt davon, dass er zu den technischen Verfahren und deren Verwendung kompetent ist.


    Grüße,
    Stefan

    Hier mal wieder ein paar Updates.


    Tanto-Klinge


    Bisher war die Tanto-Klinge als "dealer exclusive" dem US Händler TNK (True North Knives) vorbehalten. Dieser hat dieses Exklusivitätsrecht nun quasi zurückgegeben und somit werden alle CRK Händler Sebenza 21 oder Umnumzaan mit Tanto-Klinge bei CRK ordern können. Ob es die Tanto- und auch die Insingoklinge ebenfalls im Inkosi geben wird, dazu ist noch nichts veröffentlicht.


    Inkosi


    Die ersten Varianten mit Inlays sind nun bestellbar bzw. werden gefertigt und zwar (dem eher robusten "Arbeitsmesser" - Design des Inkosi angemessen) zunächst mit dem gerade für EDC-Betrieb sehr beliebten Micarta. Hier gibt es dann auch gleich eine Neuheit. Neben dem bekannten "black cancas micarta" gibt es nun auch ein helles "natural canvas micarta". Wenn Ihr Euch das Inkosi auf der überarbeiteten CRK Homepage anschaut, könnt Ihr auf die Farbpunkte klicken und sehr dann entsprechende Bilder:


    http://www.chrisreeve.com/inkosi.html


    Geschmäcker sind ja verschieden und ob das helle Micarta gerade bei einem EDC sinnvoll ist, oder schnell "schmuddelig" wird (sorry, norddeutscher Slang ....), bleibt abzuwarten. Zumindest einmal vergrößert man die Auswahl und das ist ja positiv. Ob es auch alle Hölzer als Inlays beim Inkosi geben wird, muss man abwarten. Laut den Informationen von amethyst weiter oben klingt es ja zumindest so.


    Webshop


    Nachdem die Webseite grundsätzlich überarbeitet und modernisiert wurde, gibt es seit Neuestem auch einen Webshop:


    https://shop.chrisreeve.com/


    Aktuell findet man dort 3 Kategorien: Zubehör, Ersatzteile und Merchandising Artikel (T-Shirts, Baseball Caps).


    Messer sind so dort im Shop nicht zu bestellen. Wenn man sich die Messer allerdings außerhalb des Shops auf der Webseite in der Kategorie "Knives" anschaut und dort ein Modell anklickt, dann findet man unterhalb des Textes mit der Messerbeschreibung auch einen "Order" Button und es öffnet sich online ein Bestellformular. Dies ist schon mal ein kleiner Fortschritt, denn früher bekam man dieses Bestellformular als PDF zugemailt, musste es ausdrucken, ausfüllen und dann entweder scannen und als PDF wieder zurückmailen, oder es faxen. Warum man die Messer nicht gleich in den neuen Shop integriert hat kann ich mir nur mit einer Art Rücksichtnahme auf die CRK-Händlerschaft, vor allem auf die US-Händler, erklären, wo man keine zu direkte Konkurrenz zu deren Shops anbieten wollte. Man wird sehen.


    Dies ein paar Neuigkeiten.


    Viele Grüße,
    Stefan

    Also soweit mir bekannt ist handelt es sich beim Carbidizing sehr wohl um eine "härtung" der Oberfläche.
    Aber nicht wie beim Härten von Stahl durch die Gefügeumwandlung sonder eher durch auftragen einer kleinen seehr Harten Sicht aus Carbid. Daher auch Carbidizing.
    Das wird auch bei Titanklingen an der Schneide gemacht wei Titan ja bekanntlich zu weich ist für Stabile scharfe Schneiden. Deshalb wird wohl auf der Fase vorne Carbid "aufgeschweißt" um so eine Härtere Schneidfasenschicht zu bekommen..


    Grüße
    Daniel

    Hm....
    ich glaube Du hast nicht ganz Recht ..... aber auch nicht ganz Unrecht. Ich verstehe es so: Ein Aufbringen einer Schicht auf eine Oberfläche (wie die des lockbars) ist ja genau genommen keine Härtung der originalen Oberfläche. Denn deren Molekularstruktur verändert sich dabei nicht (wesentlich).


    Zunächst hier mal das Originalzitat von Gianni, von Lionsteel, den ich in Sachen Messerproduktion für äußerst kompetent halte. Man beachte den vorletzten Absatz:


    "There are several companies that Carbidize the lock faces. You can do it on the lockbar or on blade lock face. A special machine lets you to put a thin layer of Tungsten Carbide over the face.
    Paul Gillespie in 1998, that in that time he was the owner of CRKT, introduced to my company this technical in order to be used it in a knife that I produced for them.


    The only purpose of it is to increase the surface roughness. In this way it is more difficult that the lockbar inadvertently could be unlocked.


    You can do it in all Titanium or Stainless steel liner-lock and Frame-lock.


    It is important to point out that Tungsten Carbide is a thin layer and so it is not able to prevent that the lock part of the blade could crush the Titanium lockbar or Liner.


    Nowadays we “carbidize” all the Liner-lock and Frame-lock of our LionSteel production. We have “Carbidize” knives that we have produced for CRKT, Spyderco, Remington, AG Russel, Xikar, and others US brand."


    In einem anderen englischen Beitrag steht, dass die Karbide zwar sehr hart sind, aber dadurch auf einer Schneidfase so etwas wie Micro-Serrations entstehen. Das bringt bei einer Messerklinge (weil oben angesprochen) auch Nachteile mit sich: Push cuts sind sehr schwierig, weil diese Micro-Serrations das Schneidgut beim push cut "zerrupfen". Man bringt die Karbide bei einer Schneidfase nur einseitig auf und muss beim Schärfen darauf achten dass man die Seite der Schneidfase ohne Karbidschicht schleift, sonst entsorgt man die Karbide sehr schnell und außerdem bekommt man eine carburized Klinge nie so rasiermesserscharf, wie eine Klinge ohne Karbidbeschichtung.


    Von daher würde ich es so formulieren: Die Karbide sind in der Tat sehr hart und bilden eine rauere Oberfläche. Eine Härung des lockbar selbst, wie beim carburizing, entsteht jedoch nicht. Das würde auch zum vorletzten Absatz des Zitates von Gianni passen.


    Viele Grüße,
    Stefan



    Hallo zusammen,


    immer mal wieder stolpert man über diese beiden Begriffe im Zusammenhang primär mit frame lock foldern, teilweise auch bei liner lock foldern. Oft wird mit diesen Begriffen um sich geworfen, ohne genau zu wissen welcher Begriff was meint. Mich hat's interessiert und darum hier mal meine - einfachen - Erkenntnisse dazu. Gern dürfen die Spezialisten aus Techniker- bzw. Messermacherkreisen ergänzen.


    Die beiden Begriffe beschreiben zwei technisch unterschiedliche Verfahren, um eine metallische Oberfläche zu behandeln. Im Kontext mit Titan frame lock foldern wird bei manchen Herstellern das eine oder andere Verfahren angewendet, um den Lockbar im Kontaktbereich zur Klingenwurzel zu behandeln.


    Carburizing ist eine Wärmebehandlung, also Erhitzen und Abkühlen, in deren Folge sich Kohlenstoffmoleküle im Metall verschieben und wenn es richtig funktioniert, dann hat das eine härtere Oberfläche zur Folge. Angewendet wird dieses Verfahren u.a. von Chris Reeve, Rick Hinderer oder Tom Mayo, um einige Hersteller/Macher exemplarisch zu nennen.


    Carbidizing ist ein Verfahren mit dem Tungsten-Carbide auf eine Metalloberfläche aufgebracht werden. Gianni, vom italienischen Hersteller Lionsteel hat dazu mal in einem US Forum erklärt, dass Lionsteel dieses Verfahren von CRKT übernommen hat und sowohl bei eigenen Produkten als auch teilweise für Messer anwendet, die sie für andere Marken produzieren. Er hat dazu auch geschrieben, dass Carbidizing keinerlei Schutzfunktion für die darunter liegenden Metalloberfläche hat, also keine Härtung der Oberfläche bewirkt, sondern ausschließlich dazu gedacht ist die Oberfläche quasi "aufzurauhen/griffiger zu machen", so dass sich die Verbindung lockbar/Klingenwurzel weniger leicht versehentlich lösen lässt.


    In einem Interview wurde Chris Reeve gefragt was er von diesem Verfahren bei frame lock foldern hält und er hat dabei deutlich gemacht, dass für das zuverlässige Funktionieren eines frame lock / integral lock folders (sicheres Verriegeln und sauberes, leichtes Entriegeln) der Winkel zwischen lockbar und Klingenwurzel und die entsprechende Präzision bei der Fertigung der Bauteile mit exakt diesem Winkel, der maßgebliche Faktor ist.


    Hier das Interview (der Typ leitet das Thema etwas langatmig aber dafür für uns non-native english speaker gut verständlich ein. Das Interview mit Chris Reeve kommt dann so in etwa ab Minute 4):


    https://www.youtube.com/watch?v=SugQvHSOq5Y&app=desktop


    Das war's schon.


    Viele Grüße,
    Stefan

    Hallo zusammen,


    freut mich, dass dieser thread wieder Aufmerksamkeit bekommt und noch ein paar Chris Reeve OPK Fans auf die Bühne treten. Immer her mit Euren Bildern! :)


    Da trifft es sich gut, dass meine kleine OPK Familie Zuwachs bekommen hat. Über einen netten Forumskollegen hier konnte ich ein Mountaineer I erwerben.


    Mountaineer I, 01


    Mountaineer I, 02


    Das Mountaineer I ist vermutlich das kleinste One Piece Knife der Reihe. Ich denke da ist dann auch die Grenze erreicht, wo der Hohlgriff mit Schraubkappe noch Sinn macht. Noch kleiner und man müsste den Griff auch im Durchmesser verkleinern, damit das Messer noch proportioniert aussieht und dann passt wohl nur noch ein Bleistift rein :D


    So aber geht es noch gut und die Proportionen stimmen noch. Das Gruppenbild muss natürlich auch aktualisiert werden und da sieht man dann auch im direkten Vergleich, wie zierlich das Mountaineer I ist:


    OPK, group 2


    Viele Grüße,
    Stefan

    Da schließe ich mich dem Andy zu 100% an.


    Das Sebenza ist mit seinen Komponenten rund herum um die Klingenachse, also dem bushing und den washern so konzipiert, dass das Schmiermittel sich möglichst lange darin hält. Darum hat man eben grease und kein oil gewählt und die washer sind nicht zur gewichtsreduzierung perforiert ;) sondern damit die Aussparungen Fett quasi einlagern und sukzessive abgeben können. Ob es nun das Original CRK Fett sein muss, sei dahingestellt. Andererseits kommt man mit solch einer Tube ziemlich lange aus, auch wenn man des Messer regelmäßig reinigt. Da bin ich dann eher so unterwegs, dass ich das Original verwende. Kann man ja bei den allseits bekannten CRK Händlern bestellen und wer sich ein Sebenza leistet, hat vielleicht auch die paar Euro für das Originalfett übrig. :)


    Grüße,
    Stefan


    Edit: Bzgl. des Oberflächenfinish wird sehr gern mit scotch brite gearbeitet. Ergibt dann eine sehr feine Oberfläche und auch der Farbton verändert sich deutlich. Hier ganz gut zu sehen:


    https://www.youtube.com/watch?v=g5prNqY1drA

    Spyderco Gayle Bradley, 1 oder 2


    Kompakt. Schlank und mit CPM-M4 Klinge absolut top ausgestattet. Liner lock. Geringe Aussparung für den Daumen beim Entriegeln, was von Gayle Bradley bewusst so entworfen wurde, um unbeabsichtigtes Entriegeln zu verhindern, z.B. wenn man mit Handschuhen mit dem Messer arbeitet. Gibt auch ein Spyderco Video, wo er das erläutert. Muss man ausprobieren, ob's einem liegt. Ich hatte mal den ersten Gayle Bradley folder (der insgesamt 1 Zentimeter kürzer ist, als der Nachfolger) und finde, dass es ein geniales und sehr schlankes Messer ist.


    Grüße,
    Stefan

    Hallo zusammen,


    ich versuch's mal. Zunächst würde ich Chili77 beipflichten. Die Marketingabteilungen der Messerhersteller oder die US Messershops (weiß nicht wer zuerst damit um's Eck gekommen ist), haben Begriffe zur Segmentierung ins Leben gerufen, hinter denen leider keine verbindlichen und für den Käufer nachvollziehbaren Kriterien stehen. Dazu gehört "Semi Custom" genauso, wie "Mid Tech". Auch Letzteres ist nicht definiert.


    Wenn man den Begriff "Custom" so definiert, dass es ein Einzelstück ist (egal ob nach Vorgaben eines Kunden oder nach eigenen Ideen des Machers), dann gibt es aus der frühen Südafrika-Zeit von Chris Reeve einige Customs. Also echte Einzelstücke. Bei Chris Reeve sind die aber weniger aus der Absicht heraus entstanden Customs für Kunden zu bauen, sondern meist waren es Chris' Experimente, um Technologien wie z.B. Verschlussmechanismen bei Messern auszuprobieren und weiterzuentwickeln. Irgendwann haben dann süfafrikanische Freunde und oder Sammler ihm die Stücke abgekauft und so tauchen sie vereinzelt heute immer mal wieder auf und werden für stattliche Summen gehandelt. Da Chris Reeve eher jemand war der technisch an das Thema Messer herangegangen ist, um den für ihn perfekten folder oder das für ihn beste fixed zu entwickeln, kann man diese Einzelstücke heute auch als Prototypen bezeichnen und weniger als Customs zum kommerziellen Zweck.


    Er hat früher auch oft Einzelstücke gemacht, als Homage an Messermacher von denen er gelernt und sich etwas abgeschaut hat, oder die ihn inspiriert haben.


    1984 hat er dann mit der "One Piece Knife" Serie begonnen seine Vorstellungen von einem Outdoor/Survival Messer umzusetzen und die Exemplare die in Südafrika entstanden sind, sind alle komplett handgefertigt.


    1989 ging es dann in die USA, nach Idaho.


    Irgendwann hat er dann "seinen" folder entwickelt und begonnen ihn in Serie zu fertigen. Bei den ersten Serien waren die Sebenza komplett handgefertigt. Wenn wir obige Definition von Custom anwenden, dann sind das bereits keine Custom mehr, sondern Kleinserie. Nur eben handgemacht. Diese komplett handgefertigten Sebenza heißen "H-Sebenza" und sie wurden von 1989 bis 1991 hergestellt.


    Ab 1991 hat Chris Reeve begonnen das Sebenza nicht mehr komplett per Hand, sondern mit Maschinen herzustellen. Wobei hier damals immer noch ein recht hoher Anteil Handarbeit dabei war. Man geht davon aus, dass zu dieser Zeit die Klingen noch von Chris selbst geschliffen wurden. Diese Sebenza nennen sich "P-Sebenza". 1993 kam das erste Small "P-Sebenza" dazu.


    Auch in 1991 begann die Produktion des "Original" Sebenza. Dies kann man vom Design der Klinge und des Griffes als Vorläufer des "Classic" und des "21" bezeichnen. Auch hier noch ein hoher Anteil Handarbeit am Messer. Die "Original" Sebenza wurden bis 1996 gefertigt und irgendwann in diesem Jahr fand der Wechsel beim Klingenstahl statt, vom bis dato verwendeten ATS34 zum BG42.


    In 1996 erschien das "Regular" Sebenza. Dieses Jahr und Model würde ich mal als den Meilenstein zur deutlich gesteigerten maschinellen Fertigung bezeichnen. Seitdem ist der Anteil Handarbeit beim Sebenza reduziert auf die Endmontage, in Verbindung mit dem sauberen Einstellen/Nachjustieren des Messers, dem Aufbringen der Schneidfase und der Endkontrolle. Bei den "Unique Graphics" natürlich die per Hand gefrästen Grafiken. So wird auch heute noch gefertigt.


    Also. Customs im Sinne von Einzelstücken in den ganz frühen Jahren. Ein hoher Anteil Handarbeit bis ca. 1996. Von dort bis heute ein Restanteil Handarbeit wie oben beschrieben.


    Hilft das etwas?


    Viele Grüße,
    Stefan