Beiträge von Daywalker

    Stefan, das ist ein Anfang!


    danach wird schlimmer :)))))

    Ja. Das sagen wir den Leuten auch immer, die ihr erstes Chris Reeve gekauft haben ;) Welcome to the sickness!


    Aber ich denke da bin ich relativ stabil. Vielleicht mal ein Zweites dazu. Vielleicht ein 111 mit CF Schale, oder so. Aber dann sollte es gut sein. Tolle Sammlung die Du da hast!


    Danke für Eure Kommentare. Freut mich immer, wenn's gefällt oder zumindest Diskussion anregt.


    Guten Rutsch!


    Stefan

    Hallo zusammen,


    kein großes review, sondern einfach mal kurz vorgestellt. Mein Neuzugang von Shirogorov.


    Um es vorweg zu nehmen, hier gibt es kompetentere Shirogorov Spezialisten, als mich. Z.B. Kollege asi. Zu Chris Reeve könnt Ihr mich alles fragen. Bei Shirogorov bin ich Neuling. Aber ich will mein Bestes versuchen.


    Wie die meisten hier wissen, ist Chris Reeve und vor allem das Sebenza mein Sammlungsschwerpunkt. Aber außerhalb dieses Schwerpunktes reizen mich auch immer mal wieder andere Marken. Verwöhnt von der hervorragenden Produktionsqualität bei Chris Reeve, tue ich mich schwer damit wenn Messer, für die ein durchaus stattlicher Preis aufgerufen wird, sagen wir halbherzig gefinished sind. Shirogorov eilt der Ruf voraus, ein traumhaftes fit & finish bei deren Messern hinzulegen und das machte mich neugierig. Der zweite Aspekt der mich neugierig gemacht hat ist, dass die Messer zwar mittlerweile nicht mehr ganz so schwierig zu bekommen sind, wie noch vor sagen wir 1 Jahr, man aber trotzdem noch meilenweit davon entfernt ist sie einfach mal eben so bei einem Händler kaufen zu können, wie z.B. ein Sebenza.


    Ein paar Parallelen kann man erkennen, zu Hinderer vor einigen Jahren. Ihr wisst schon. Eine noch nicht sehr bekannte Marke, sehr schwer an die Messer heranzukommen und eine clevere "Flüsterpropaganda" in den Foren sind alle Zutaten die es braucht, um eine Marke bzw. deren Messer zu hypen. Ähnlich habe ich Shirogorov noch vor 1, 2 Jahren wahrgenommen. Kaum zu bekommen. So gut wie kein offizielles Händlernetz in West-Europa und USA. Zu kaufen eigentlich nur über den Sekundärmarkt und aufgrund des oben angesprochenen Hypes und der Verknappung zu stattlichen Preisen. True North Knives hatte damals ab und zu mal einzelne Exemplare. Aber das war weit weg von einem strukturierten Händlernetz und irgendwann versiegte wohl auch deren Quelle.


    Man konnte die Messer von Shirogorov auch schlecht einordnen. Aufgrund der für die breite Messeröffentlichkeit wenigen zugänglichen Informationen, gingen die meisten schon davon aus, dass es irgendwie customs waren. Heute kann man die Produktlinien bei Shirogorov etwas besser ordnen und verstehen, weil sie inzwischen selbst eine klare Differenzierung vornehmen und ihre custom Messer mit dem Zusatz "Custom Division" versehen. Ganz aktuell habe ich irgendwo gelesen, dass sie das System weiter verfeinern wollen und es bei den production foldern mindestens 2 unterschiedliche Preis- und damit Qualitätsklassen geben wird. Vielleicht kann dazu einer der Experten etwas ergänzen.


    Das Shirogorov welches ich Euch hier vorstelle ist ein F95 und trägt den Zusatz "T" oder auch "T-Muster". Der inoffizielle nickname ist wohl "Turtle" :)


    Dieses Modell und genau in dieser Variante mit dem T-Muster war für mich, seit ich der noch jungen Marke begegnet, bin DAS Shirogorov. Das lag aber wohl nur daran, dass die ersten Shiros die mir im Netz begegnet sind eben dieses Muster hatten und es sonst nicht so wahnsinnig viele Varianten gab. Inzwischen gibt es eine deutlich größere Auswahl bei den Griffdesigns/-Materialien, neben Titan auch G10 und Carbon, sowie auch mehrere Modellreihen, die ich hier jetzt nicht alle aufzählen will. Als also die Idee reifte doch mal ein Shirogorov besitzen zu wollen, war immer klar dass es ein F95 T sein muss.


    Kürzlich ist es mir mit tatkräftiger Unterstützung eines Freundes gelungen ein Neuexemplar zu bekommen. Um so mehr freut mich das, weil ich gehört habe dass das "T" Design wohl inzwischen discontinued wurde.


    Das F95 T ist ein production folder und kein custom. Wie oben beschrieben hat sich hier inzwischen der Nebel gelichtet und man kann klar identifizieren was custom und was production ist, was im Übrigen auch den Preisen im (für Käufer) positiven Sinne zuträglich ist. Die pendeln sich nämlich mit der nun eingekehrten Klarheit das es production, oder besser Kleinserien folder sind, auf einem angemessenen Niveau ein. Das immer noch nicht wirklich vorhandene Händlernetz und die nicht durchgängige Verfügbarkeit machen immer noch einen Preisaufschlag, der sich verflüchtigen wird wenn man denn einmal eine konstante Verfügbarkeit und ein Händlernetz auf die Beine stellt.


    Mein Messer ist wie man sehen kann eine Voll-Titan Version, mit einer kugelgelagerten Klinge aus M390 Stahl. Die Shiros werden i.d.R. mit den gängigen PM-Stählen wie Elmax oder S30V ausgeliefert, etwas seltener mit Klingen aus M390 oder S90V und ganz sporadisch auch mit noch seltener verwendeten Stählen wie Vanax.


    So. Jetzt erst einmal die Bilder und am Ende dann noch ein kleines Fazit.


    Shiro, F95T, 01



    Shiro, F95T, 02



    Shiro, F95T, 03



    Shiro, F95T, 04



    Shiro, F95T, 05



    Shiro, F95T, 06



    Shiro, F95T, 07



    Shiro, F95T, 08



    Shiro, F95T, 09



    Hier mal ein Vergleich mit meinem Hinderer XM-18 Spanto, welches ich ebenfalls liebe. Trotzdem ist es ein bisschen wie der Vergleich zwischen einem Chirurgen-Skalpel und einem Maulschlüssel :D


    Beide haben ihren Reiz. Die Ästhetik und Perfektion des Shiro und das Rustikale des Hinderer.


    Shiro, F95T, 10



    Shiro, F95T, 11




    Nun mein Fazit. In einem Wort? Fantastisch!


    Etwas differenzierter? Der beste Flipper den ich je in der Hand hatte (das haben sie einfach drauf). Perfektes fit & finish. Da sitzt jede Kante, jede Rundung. Absolut makellos. Das Finish der Titanschalen ist absolut gelungen. Es wirkt auf mich wie ein sehr feines stonewash oder sehr feines blasting. Optisch wirken die Griffschalen wie als wenn sie eine leichte Patina haben. Eine Art vintage look. Aber sie fassen sich glatt und weich an. Das Klingenfinish ist ebenfalls makellos. Auch der Klingenschliff, also die Schneidfase, ist ultra-fein und nicht wie bei manchen Messern mal etwas grobmotorisch ans Schleifband/-rad gehalten. Der Clip ist optisch ebenfalls ein Knaller und passt grandios zum Gesamt-Design. Überhaupt das Design. Es ist sehr schnörkellos, gradlinig und einfach extrem stimmig. Durch den Verzicht auf Design-Gimmicks und extrovertierte Optik ist es zeitlos und hat für mich ganz klar das Zeug zum Klassiker. Wer wie ich auf Sebenza und Shirogorov steht, mag für manche einen langweiligen Geschmack haben. Aber die Zeitlosigkeit eines Designs offenbart erst nach einigen Jahren seinen Wert. Das würde ich z.B. heute auch dem Strider SMF oder SNG attestieren. Alles Messer, die man in einigen Jahren noch als stimmig und passend bezeichnen wird.


    So. Fertig. Ich hoffe es hat gefallen und ich freue ich wie immer über Feedback, Fragen oder auch Ergänzungen.


    Viele Grüße,
    Stefan

    Man denke dabei nur an die Composite Klinge. Wenn da jetzt auf einmal 5 Serienmodelle mit so etwas auf den Mark kämen und die Fehlerquote damit recht hoch ist, dann würde das richtig Ärger geben. Schaut euch nur mal Samsung an, was die für ein Trouble mit ihrem Note 7 haben.

    Na. Mal wieder einen rausgehauen?


    Der KAI Konzern, mit ZT und Kershaw ist DIE Firma mit der meisten Erfahrung mit Composite Klingen. Haben das mit Kershaw schon vor ZT gemacht. Es gab nur 1 einziges Problem bei einem Modell mit Composite Klinge und das war beim 0777 und auch nur deshalb, weil man versuchen wollte einen Damaststahl und einen Monostahl in der composite Klinge zu verbinden. Bis dahin waren es immer 2 Monostähle und da sind nie Probleme aufgetaucht. Die beherrschen das Verfahren mit 2 Monostählen blind.


    Dass sie kaum Modelle damit herausbringen liegt sicher daran, dass es optisch interessant ist, aber sicher bei den Praxiseigenschaften keine Vorteile hat. Ist ja keine Konstruktion wo man einen harten Stahl für die Schneide in einen weicheren Stahl einbettet, um Schnitthaltigkeit und Zähigkeit zu kombinieren. Das hätte einen praktischen Nutzen. Aber die composite Klinge hat Keinen und darum ist es wie mit Damastklingen. 90% der User reicht ein Monostahl, insbesondere in Zeiten wo pulvermetallurgische Hochleistungsstähle bezahlbar geworden sind. Damastklingen sind dann eben eher für Sammler und Ästheten. Aber den Aufpreis dafür ist eben auch nur diese kleinere Gruppe bereit zu bezahlen. Mit der composite Klinge haben sie gezeigt wie es geht. Damals war es eine Innovation. Beweisen, dass sie es können, müsen sie nicht mehr. Es heute noch zu machen, für ein paar Sondermodelle, ist vermutlich betriebswirtschaftlich nicht attraktiv. Dann lieber eine Klingenformvariante und ein paar annodisierte Kleinteile. Von der Marge her sicher viel spannender, als eine composite Klinge. Aber mit Problemen hat das nichts zu tun. Und was das Samsung Akku Thema damit zu tun hat erschließt sich mir überhaupt nicht.


    Grüße,
    Stefan

    Hallo zusammen,


    grad bisschen wenig los hier. Ich peppe mal mit ein paar Bildern auf ;)


    Beim Sebenza gibt es 2 Arten von "Graphics", also in die Griffschale gefräste Designs. UG = Unique Graphics und CGG = Computer Generated Graphics. Erstere, wie der Name schon andeutet, "unique". Also Einzelstücke. Diese werden von Lisa, einer Mitarbeiterin bei CRK, manuell mit einer Fräsmaschine in die Griffschale der "presentation side" gearbeitet. Hier steckt also in jedem UG eine immer neue kreative Leistung. Die CGG, der Begriff "Computer" in den 3 Buchstaben deutet es hier an, werden 1 Mal am Computer erstellt, daraus das Programm für die Fräsmaschine geschrieben und dann sind diese Designs beliebig oft reproduzierbar. Hier erfolgt die kreative Leistung also 1 Mal.


    Welche sind "besser"? UG oder CGG? Kann man so nicht sagen, weil es hier um persönlichen Geschmack geht. "Besser" im Sinne von Wertstabilität oder gar Wertzuwachs? Im ersten Gedanken könnte man meinen die UG, weil eben Einzelstücke, sind wertbeständiger oder steigern gar ihren Wert. Stimmt nicht. Obwohl alles Einzelstücke und jedes Design mit einer manuell bedienten Fräsmaschine erstellt und im Verkaufspreis darum auch teurer als die CGG, steigern sie im Vergleich zu den CGG nicht zwingend ihren Wert (von einem individuellen Wert für den Besitzer oder Kaufinteressenten einmal abgesehen, der genau DIESES Design unbedingt haben will).


    Bei den CGG kann eine Wertsteigerung durchaus erfolgen und das liegt daran, dass die Motive genau definiert sind und kein CGG Motiv ewig produziert wird. Irgendwann wird jedes CGG Motiv discontinued und somit sind sie für den Sammler zu erfassen und man kann anhand der Angebote eines Motivs nachvollziehen, ob es oft angeboten wird oder selten und wie sich die Nachfrage verhält. D.h. bei den CGG können die Sammler-Mechanismen funktionieren. Bei den UG Einzelstücken nicht. Wenn ein CGG Motiv also discontinued wird, steigt irgendwann ein paar Jahre später die Nachfrage unter den Sammlern. Gibt es dieses CGG Motiv auch noch nur auf einem Sebenza einer früheren Generation, z.B. beim Regular Sebenza, addieren sich hier 2 Sammlermerkmale. Einige Beispiele für heute sehr gesuchte CGG Designs, die es nur beim Regular Sebenza gab sind z.B. das "Native American", das "Vines", das "Meteor Shower" oder 2 besonders bei den Amis sehr gesuchte Motive, "In god we trust" oder "New York Skyline" mit den beiden Türmen des World Trade Center optisch abgesetzt und als Erinnerung an 09/11.


    Hier mal 2 Messer mit CGG Designs aus meiner Sammlung. Zuerst das "Vines". Es ist ein small Regular Sebenza:


    Regular, CGG Vines, 01



    Regular, CGG Vines, 02



    Regular, CGG Vines, 03



    Regular, CGG Vines, 05




    Dies ist ein large Regular "Meteor Shower":


    Regular, CGG Meteor Shower, 04



    Regular, CGG Meteor Shower, 05



    Regular, CGG Meteor Shower, 06



    Regular, CGG Meteor Shower, 08




    Dies ist ein CGG Motiv auf einem aktuellen Sebenza, einem small 21. Das Motiv heißt "Gold Leaf" und wurde Anfang diesen Jahres discontinued. Wird also nicht mehr hergestellt:


    21, CGG Gold Leaf, small, 02



    21, CGG Gold Leaf, small, 03



    21, CGG Gold Leaf, small, 04



    21, CGG Gold Leaf, small, 06




    Das nächste Exemplar ist ein bisschen was aus beiden Welten. Irgendwie UG, unique, weil speziell für eine klar begrenzte definierte Auflage gemacht. Aber dann doch kein Einzelstück. Es wurden davon 25 large 21 und 18 small 21 gefertigt und zwar exclusiv für den Händler True North Knives (TNK), mit einer Klinge aus einem Restbestand des nicht mehr verwendeten Spirograph Damast:


    21, TNK flag, Spirograph L&S, 03



    21, TNK flag, Spirograph L&S, 04



    21, TNK flag, spirograph, 05



    21, TNK flag, spirograph, 08




    Bei den Unique Graphics gibt es natürlich auch wunderbare Sachen. Hier ein large 21 in der Ausführung "silver contrast", mit einem blutroten eingelegten Almandine Cabochon. Zwischen 2001 und 2014 wurde jeden Monat ein Motiv aus Lisa's Unique Graphics sozusagen zum "Motiv des Monats" gewählt. Diese Messer tragen dann den Zusatz "Lisa's Pick" auf der Box und auf der Birthcard. Dieses hier ist "Lisa's Pick" vom August 2013:


    21, UG Silver Contrast, Almandine, 02



    21, UG Silver Contrast, Almandine, 03



    21, UG Silver Contrast, Almandine, 04



    21, UG Silver Contrast, Almandine, 05




    Und zum Schluss noch einmal ein large Regular Unique Graphic, mit Bronze Spirograph Damast, wo man die vollen Fähigkeiten von Lisa bewundern kann:


    Regular, UG Spirograph, 03



    Regular, UG Spirograph, 04



    Regular, UG Spirograph, 09



    Regular, UG Spirograph, 10



    Regular, UG Spirograph, 12



    Regular, UG Spirograph, 17




    So. Ich hoffe es hat etwas Spaß gemacht. Eure Router haben sich vom Bilder-Tsunami wieder erholt und irgendwelche Datenguthaben von Smartphones sind verbraucht :D


    Viele Grüße,
    Stefan

    Also soviel ich weis läuft der Division sehr wohl über lager...


    also zumindest meiner tuts ?(


    Grüße


    Ihr habt völlig Recht. Danke für die Korrektur. Ich hab nicht genau genug hingeschaut. Wenn man das Messer vor einen hellen Hintergrund hält und zwischen den Griffschalen zur Klingenachse schaut, dann sieht man die Lagertaschen, die im Durchmesser für washer viel zu klein wären. In den technischen Daten bei einigen US Shops kann man es auch nachlesen "blade rides on ball bearings".


    Ich korrigiere es oben.


    Gruß,
    Stefan


    Danke Daniel, magst Du etwas zum "Reloader" schreiben? Vielleicht mit einem Bild? Brous Blades wird hier ja nicht so oft besprochen. Würde mich freuen wenn hier andere auch etwas zu ihren Erfahrungen mit Brous Blades Modellen, egal ob "Division" oder andere, schreiben.


    Grüße,
    Stefan

    Hallo zusammen,


    kurze Vorstellung des Brous Blades "Division" Flipper. Ich hatte ihn ja schon in meinem kleinen Video mit den großen foldern dabei. Hier nun eine kleine Fotostrecke.


    Brous Blades (Jason Brous) ist wenn man so will ein Kleinserienhersteller. So weit ich das locker beobachtet habe, bringt er ein Modell heraus und macht ein Auflage von i.d.R. 500 Stück. Wenn die abverkauft sind, dann ist das Modell auch discontinued. Ob er die Modelle doch später mal wieder auflegt kann ich nicht zuverlässig beurteilen. So eng folge ich diesem Hersteller nicht. Aber so aus dem Augenwinkel heraus beobachtet denke ich, er hält sich an diese Stückzahlen und die Modelle werden nicht wieder aufgelegt. Wenn ich sehe wie er immer wieder mit neuen Modellen bei den Händlern auftaucht, dann scheint es ihm an Kreativität nicht zu mangeln und dann muss man auch keine ausgelaufenen Modelle wieder auflegen.


    Was seine Modelle eint und das gefällt mir auch an dem "Division", ist das für meinen Geschmack sehr dynamische Design. Bei manchen Modellen spitzt er dieses Thema im wahrsten Sinne noch mehr zu, als beim "Division" und ich finde das mutig und gleichzeitig haben seine folder einen gewissen Wiedererkennungswert. Oft gibt es die Modelle in "all black" Varianten und mit satinierten Klingen und dann eben passender heller hardware bei Linern, Clip und Schrauben. Ich persönlich finde die komplett schwarzen Varianten noch etwas passender zum forschen und etwas "bösen" Auftritt. So nach dem Motto: "Wenn schon böse, dann richtig böse." X(


    Der Materialmix ist eigentlich so gut wie immer gleich. Carbon auf Titanlinern und eine Klinge aus D2. Entgegen dem seit einigen Jahren anhaltenden Trend mit frame lock Konstruktionen, baut er seine folder immer noch als liner lock. Von manchen Modellen gibt es auch eine "Mini" Version. So auch hier beim "Division". Meistens und das trifft nicht nur für Brous Blades zu, finde ich dass man den "Mini"-Ableitungen von full size foldern genau Dieses meist auch ansieht. Die Proportionen wirken meist bei der full size Version richtiger. Mit der liner lock Konstruktion sorgt er bei seinen großen foldern dafür, dass das Gewicht trotz der Größe im Rahmen bleibt. Wenn man zwischen die Griffschalen schaut sieht man auch beim "Division", dass die Liner auch noch Aussparungen haben. Dann noch Griffschalen aus Carbon und eine Klinge, die zwar groß ist und in der Draufsicht oben eine massive Materialstärke anbietet, jedoch durch die starke Verjüngung hin zur Spitze, einer großen Aussparung und dem Hohlschliff vermutlich nicht mehr wiegt als die Klinge eines Sebenza. So entsteht insgesamt ein großer, mächtiger, aber doch dafür recht leichter folder. 5,73 oz sind so um die 162 Gramm.


    Wo wir grad bei den Daten sind. Die Klingenlänge beträgt 4,37", also ca. 11,1cm und die Gesamtlänge ausgeklappt beträgt 9,8", also knapp 25cm.


    Außerordentlich zur Gesamtoptik beitragen tun die CF Griffschalen, die nicht einfach nur platt draufgenagelt sind, sondern in 3D gearbeitet werden. Das macht vom optischen Eindruck, aber auch bzgl. der Ergonomie Welten aus, zu üblichen flachen CF-Schalen.


    Das "Division" ist ein Flipper und flippen tut es hervorragend. Die Klinge läuft nicht wie zuerst irrtümlich angenommen auf washern (Danke für die Hinweise), sondern auf Kugellagern. Die wie oben beschriebene verhältnismäßig leichte Klinge in Verbindung mit einem nicht zu strammen sondern ziemlich perfekten Detend unterstützen zudem ein federleichtes Öffnen der Klinge aus jeder Position heraus. Ich weiß nicht ob die Kombination Flipper mit liner lock häufig gewählt wird. In den letzten Jahren des strammen Aufschwungs der Flipper und der Titan frame locks ist mir eigentlich meistens genau diese Kombination über den Weg gelaufen. Die Kombination Flipper mit liner lock eher weniger. Bei einem Flipper wird die Klinge ja mit deutlich höherer Energie in die Verriegelung geworden, als wenn man eine Klinge mit dem Daumenpin oder Spyderhole normal öffnet. Der gegenüber einem frame lock lockbar viel schmalere liner beim liner lock verbeisst sich dadurch etwas mehr mit der Klingenwurzel. Man kann den liner immer noch normal mit dem Daumen entriegeln, aber man merkt doch etwas mehr Widerstand. Also ein bisschen "sticky", wie es heute gern heißt. Vielleicht gibt sich das auch im Gebrauch, denn viel Material liegt da ja nicht aneinander an.


    Der Gesamteindruck zur Verarbeitung ist hervorragend. Wir sprechen hier über einen folder der preislich in der großen Variante mit der acid wash Klingenausführung bei 409 US Dollar liegt. Also die Preisregion in der sich heute viel Konkurrenz tummelt. Ich muss sagen für das Geld bekommt man einen hervorragenden, großen und sehr gut verarbeiteten Flipper, dessen Design sich abhebt von der Masse.


    Dies die Infos zum Messer und meine Eindrücke. Hier natürlich wie immer noch die Bilder.


    Viele Grüße,
    Stefan


    Brous Blades Division, 01



    Brous Blades Division, 02



    Brous Blades Division, 03



    Brous Blades Division, 04



    Brous Blades Division, 05



    Brous Blades Division, 06



    Brous Blades Division, 07



    Brous Blades Division, 08



    Brous Blades Division, 09

    Für meine großen Hände passt die Ergonomie des small Sebenza, wie auch aller anderen folder dieser mittleren Größe, die über Daumenpin zu öffnen sind, einfach nicht. Da muss ich meinen Daumen irgendwie zu stark anwinkeln, um die Klinge zu öffnen und die übrigen Finger wissen dann auch nicht so recht wohin oder drücken noch blöd gegen den lockbar, was natürlich kontraproduktiv ist. Den gleichen Effekt konnte ich kürzlich mit einem mittelgroßen Haslauer feststellen, welches darum dann auch wieder gehen durfte.


    Bei kompakten Flippern ist das Thema so nicht vorhanden, weil sie anders gehalten und geöffnet werden. Aber bei "Daumenpin-Öffnern" habe ich diese Lektion jetzt für mich gelernt :)


    Das ist sicher eine sehr individuelle Geschichte und bei manch Anderen mag das besser funktionieren. Ich bleibe daher beim large.


    Stefan

    Hallo zusammen,


    hab mal spontan ein kleines Video von den 3 großen Jungs bei mir im Stall gemacht. Ich weiß schon. In Zeiten von Medford & Co. ist "big" relativ geworden. Aber für mein Sortiment sind es schon recht große Brocken und dabei trotzdem noch ästhetisch. Aber auch das ist ja relativ ;)


    Benchmade Skirmish
    Zero Tolerance 0600 R.J.Martin und
    Brous Blades Division Flipper


    sind die drei.


    https://youtu.be/jVjnIpgKFco


    Viele Grüße,
    Stefan

    Klingenstahl.


    "S" steht für S30V. "V" (ist kein "Y") steht für S35V. Meines Wissens nach wurde vor dem "S" für S30V keine Indikation für den Klingenstahl aufgebracht. Also nicht bei BG42 und nicht bei ATS34 Klingen.


    1996 erfolgte der Wechsel von ATS34 auf BG42. Ungefähr Januar 2002 dann auf S30V und ungefähr Januar 2011 auf S35V.


    Das von Dir erwähnte "C" auf der Klinge Deines Classic kann ich nicht erklären. Das "Classic" Sebenza wurde gebaut von 2000 bis 2008. Es dürfte demnach nur wenige Classic mit BG42 geben, weil eben kurz nach dem Produktionsstart des Classic schon der Wechsel auf S30V kam.


    Die Insingo Klinge gab es in S30V und hat dann genauso den Wechsel auf S35V mitgemacht.


    Viele Grüße,
    Stefan