Beiträge von Daywalker

    Danke für das Feedback. Das freut mich immer, wenn's gut ankommt.


    Black Palm. Ja. Definitiv. Die Holz-Inlays haben alle einen gewissen Glanz und man kann nie ganz genau sagen, ob dieser Glanz nur vom Polieren oder von einer Art Versiegelung stammt. Das ist vermutlich auch von Holzart zu Holzart unterschiedlich. Aber das Black Palm ist definitiv stabilisiert. Es glänzt/reflektiert auch von allen am stärksten, was eine Herausforderung beim Fotografieren darstellt. Wirkt fast wie eine dicke Klarlackschicht.


    Ich bin noch dabei die Detailaufnahmen am Rechner aufzubereiten. Das dauert noch ein Weilchen, aber dann stelle ich die hier mit ein. Da sieht man es dann noch deutlicher.


    Grüsse,
    Stefan

    Hallo zusammen,


    von 1999 bis 2011 hat CRK jedes Jahr Sondereditionen aufgelegt, die sog. "Annual Sebenza". Diese Editionen wurden auf Basis des Regular Sebenza gefertigt. Das Regular Sebenza, vorläufer des Classic Sebenza und dem aktuellen Sebenza 21, gab es nur in der "plain Jane" Variante, also mit Standard-Titanschalen und mit Grafiken. Aber nicht mit Holz- oder Mammuteinlagen, wie später beim Classic und beim 21.


    Nur für die Annual Sebenza Editionen wurde das Regular mit Holz- und Mammut-Inlays versehen. Es gab i.d.R. nicht nur eine sondern mehrere Editionen innerhalb eines Jahres. Manchmal 2 oder 3. In manchen Jahren sogar 6 oder 7. Jede Edition bestand immer aus 30 large und 30 small Regular Sebenza mit den entsprechenden Inlays. Innerhalb dieser 60 Exemplare auch Einige mit Damastklingen. Die Zahl ist mir aber nicht bekannt. Es dürfte aber der deutlich kleinere Teil der 60 sein.


    Ich versuche schon länger mit einigen US CRK Freunden eine Liste alle Editionen und deren entsprechenden Inlay-Materialien zu erstellen. Aber man stellt immer wieder fest, dass man irgendeine Variante noch nicht auf dem Schirm hatte. Ohne Anspruch auf 100% Korrektheit schaut es so aus:



    1999: California Buckeye, Box Elder Burl
    2000: Desert Ironwood, African Blackwood
    2001: California Buckeye, Maple Burl, Desert Ironwood, Bocote
    2002: California Buckeye, Desert Ironwood
    2003: Curly Maple, Bocote, California Buckeye, Box Elder Burl, Redwood Burl, Maple Burl, Snakewood
    2004: California Buckeye, Maple Burl, Snakewood, Desert Ironwood
    2005: Snakewood, Desert Ironwood, Amboyna, Mammoth Ivory, Redwood Burl
    2006: Redwood Burl, Mammoth Ivory, California Buckeye, Snakewood, Box Elder Burl, Maka, Amboyna, Black Palm
    2007: Black Palm, American Plane, Mammoth Ivory, Amboyna, Walnut
    2008: Bubinga, Satinwood, Mammoth Ivory
    2009: Thuya, Box Elder Burl
    2010: Spalted Maple, Camphor
    2011: Wenge Wood w. 18K Gold and Argentium silver inlay


    Ich besitze 4 large Annual Sebenza, nämlich (von links nach rechts) Redwood, Spalted Maple, Black Palm und Amboyna:


    Regular, Annual Group, 01


    Regular, Annual Group, 02


    Regular, Annual Group, 03


    sowie ein small Annual Sebenza, mit Mammt Inlays und Damastklinge:


    Regular, Annual, Mammoth, Ladder, 04


    Später, beim Classic und 21er Sebenza gab es die Inlays immer nur in 2 Streifen auf der sog. presentation side und 1 Streifen auf der lockbar side. Hier beim Annual Sebenza kommt das eingelegte Material über die großflächigen Inlays natürlich noch viel besser zur Geltung. Auf der lockbar Seite hat's dann auch wieder den schmalen Streifen, wie beim Classic und beim 21. Hier zu sehen beim Spalted Maple:


    Regular, Annual, Spalted Maple, 02


    Die Annual Sebenza sind wunderbare Sebenza und heute unter Sammlern natürlich beliebt und gesucht. Dementsprechend verhalten sich auch die Preise.


    Viele Grüße,
    Stefan


    Edit: Fehlerkorrektur. Die Auflage einer Edition war 60 Stk insgesamt. Davon 30 large und 30 small. NICHT jeweils 60.

    "erfunden" und "patentiert/geschützt" können zwei unterschiedliche Dinge sein. Ich denke markenrechtlich geschützt hat es Spyderco, bin mir aber sicher dass Jens Anso die Genehmigung hat es zu verbauen. Zumal es ja Kooperationsprojekte zwischen Anso und Spyderco gibt, bei denen Spyderco Anso Designs verwenden durfte. Das basiert also auf Gegenseitigkeit, würde ich meinen.


    Gruß,
    Stefan

    Hier mal wieder ein Anso. Auch ein älteres Design, aber eben zeitlos. Das zeichnet seine Entwürfe ja aus. Natürlich wieder die typischen "grooves". Ich weiß nicht ob man zu weit geht wenn man sagt er hat sie "erfunden". Aber ich glaube es ist nicht falsch zu sagen dass sie durch ihn in der Messerwelt bekannt geworden sind. Hier besonders schön, mit den Titanbacken und den (vermute ich) Micarta Schalen.


    Das Modell heißt Max Revolution:


    Anso,
    Max Revolution, 01


    Anso,
    Max Revolution, 02


    Anso,
    Max Revolution, 03


    Anso,
    Max Revolution, 04


    Anso,
    Max Revolution, 05


    Anso,
    Max Revolution, 06


    Anso,
    Max Revolution, 07



    Psychedelic brothers


    Anso,
    Max Revolution, 08


    Grüße,
    Stefan

    Weiß nicht ob ich's irgendwo schon mal gezeigt hatte. Aber da das Skirmish sowieso nicht nur für Benchmade-Fans ein "all-time-tactical-classic" ist, tun Bilder sicher nicht weh. Man sieht sie ja auch kaum noch auf dem Markt angeboten, was ja ein gutes Indiz für das Sammlerpotenzial dieses Entwurfes von Neil Blackwood ist.


    Mein Exemplar ist insofern besonders, als dass es von Jim Burke überarbeitet wurde. Jim hat diese Arbeiten vor vielen Jahren mal gemacht. Inzwischen gibt er sich mit so etwas sicher nicht mehr ab. :)


    Darum hier eine kleine Fotostrecke. Ich freue mich wenn's gefällt.


    Viele Grüße,
    Stefan


    BM 630 Skirmish, 01


    BM 630 Skirmish, 02


    BM 630 Skirmish, 05


    BM 630 Skirmish, 06


    BM 630 Skirmish, 07


    BM 630 Skirmish, 08


    BM 630 Skirmish, 09


    BM 630 Skirmish, 10


    BM 630 Skirmish, 11


    BM 630 Skirmish, 12



    Mit dem kleinen Brüderchen:


    BM 630 Skirmish, 15

    Das Turtle wurde übrigens nicht discontinued, sondern neu aufgelegt mit MRBS und Gewichtsreduktion.


    Geiles Teil. Perfekte Photos!

    Hm. Nee. Leider so nicht richtig. Es wurde sehr wohl discontinued und auch als "discontinued" z.B. bei Recon1 und anderen Händlern geführt und nun ganz neu wieder aufgelegt. Etwas merkwürdige Sache, die Shiro da gerade treibt. Auch andere Modelle wurden erst discontinued, waren dann eine kurze Zeit weg und kommen nun leicht abgewandelt/optimiert/whatever wieder heraus. Das versteht irgendwie keiner.


    Grüße,
    Stefan

    Hallo zusammen,


    letztes Jahr hat CRK einige Hölzer die sie für ihre Inlays bei Sebenza und Mnandi verwenden, aus dem Programm genommen. Diese sind:


    Cocobolo
    Snakewood
    Gabon Ebony
    Bocote


    Geblieben ist als Inlay-Holz das Box Elder Burl.


    Neu ins Programm aufgenommen wurden dafür:


    Thuya
    Bog Oak (Mooreiche, die laut Auskunft von CRK aus der Lüneburger Heide stammt)
    Macassar Ebony (gab es früher schon mal im Programm, vor der obigen Gruppe an Hölzern, die jetzt discontinued wurden)
    Spalted Beech


    Wenn neue Hölzer für die Inlays ins Programm genommen werden dann dauert es immer ein Weilchen, bis die neuen Hölzer an Sebenza und Mnandi mit Damastklingen verbaut werden. Zuerst produziert man Sebenza und Mnandi ohne Damastklingen mit den neuen Hölzern, weil die den Grundbedarf decken und sich natürlich schneller verkaufen, als die teureren Exemplare mit Damastklingen. Da CRK in batches, also in kleinen Produktions-Chargen produziert, werden die Damast-Varianten erst gefertigt wenn eine gewisse Mindestanzahl von Händler- und Kundenbestellungen vorliegt. So dauerte es also noch einmal gute 3, 4 Monate nach Einführung der neuen Hölzer, bis nun gaaaaaanz langsam die ersten Mnandi und Sebenza mit Damastklingen zu den CRK Händlern "tröpfeln".


    Um meine Sebenza-Sammlung aktuell zu halten, musste ich nun also ran :)


    Wie gesagt sind sie noch sehr überschaubar und so hat nun ein Sebenza mit "Spalted Beech" Inlays als Erstes der neuen Hölzer den Weg zu mir gefunden. Spalted Beech ist nichts Anderes als gestockte Buche. Gestockt oder eben im Englischen "Spalted" meint eine auffällige Maserung und Färbung des Holzes aufgrund von Pilzen, die sich an dem Holz verlustieren (bzw. es futtern). Dadurch entstehen wie gesagt sehr schöne Farben und Muster. Ich gehe davon aus (weiß es aber nicht), dass diese Holzinlays stabilisiert sind. Denn wir Ihr auf den nachfolgenden Bildern sehen könnt, ist das Holz stellenweise etwas offenporig und die dunklen Stellen wirken teilweise wie "Narben".


    Wenn man sich Bilder zu Sebenza oder Mnandi Spalted Beech im Netz anschaut, dann bekommt man eine Idee über die enorme Bandbreite an Farben und Maserungen dieses Holzes. Man ist also gut beraten dort zu kaufen, wo im Shop die Messer zu sehen sind, die tatsächlich auf Lager sind und keine Beispielbilder oder Bilder von bereits verkauften Messern. Diese Lektion habe ich am Anfang meiner Sebenza-Sammlung schnell gelernt. Viele Spalted Beech Sebenza die man im Netz findet haben tendenziell hellere Farbtöne, als mein Exemplar. Bei manchen Exemplaren sind die Maserungen/Muster sehr symetrisch, so dass die Holz-Inlays ein bisschen ausschauen wie als wenn man verschiedene Holzlagen übereinandergelegt und zusammengepresst hat. Das spricht mich jetzt nicht so an und daher habe ich mich gefreut dieses Exemplar gefunden zu haben. Auf den ersten schnellen Blick schaut es fast aus wie Mammoth Bark. Aber nur auf den schnellen Blick ;)


    Beim Damastmuster handelt es sich übrigens um Basket Weave.


    Nun wie immer die Bilder.


    Viel Spaß.


    Stefan


    21, Spalted Beech, Basket Weave, 01



    21, Spalted Beech, Basket Weave, 02



    21, Spalted Beech, Basket Weave, 03



    21, Spalted Beech, Basket Weave, 04



    21, Spalted Beech, Basket Weave, 05



    21, Spalted Beech, Basket Weave, 06



    21, Spalted Beech, Basket Weave, 07


    21, Spalted Beech, Basket Weave, 08



    21, Spalted Beech, Basket Weave, 09


    21, Spalted Beech, Basket Weave, 10



    21, Spalted Beech, Basket Weave, 11

    Ja. Sehe ich auch so. Wie schon oben geschrieben, so etwas wie "inspected by:" und dann eine Unterschrift wäre nett. Oder von mir aus soll Tim Reeve alle unterschreiben. Irgendwie so etwas hätte Charme.


    Die Ledersteckscheide ist bei allen Sebenza mit Holz oder Elfenbein Inlays mit dabei. Egal ob mit Damastklinge oder ohne. Außerdem ist sie bei allen Sebenza mit Damastklinge grundsätzlich mit dabei, also dann auch bei Plain Jane (Standard-Titanschale) und bei Micarta Inlays, die ohne Damastklinge keine Lederscheide dabei haben. Beim Mnandi ist immer eine dabei, der obigen Logik folgend, weil es beim Mnandi ja ausschließlich Holz- und Elfenbein Inlays gibt. Keine Ahnung wie sie das beim Inkosi handhaben. Besitze keins.


    Viele Grüße,
    Stefan

    Hallo Marco,


    Ich hab's heute Abend abfotografiert. Brauche dann immer ein paar Tage, um die Bilder am Rechner zu bearbeiten. Dann stelle ich es hier vor.


    Nein. Mein vorletzes Sebenza EDC war ein KnifeArt, mit Carbonschale (hat jetzt Jens). Danach habe ich eins mit Micarta Inlays gekauft. Wenn mich das mal langweilt, probiere ich vielleicht mal Holz.

    Die Box gefällt mir besser als die zweite Generation, aber eine Birthcard ohne Unterschrift versteh ich nicht hat ja dann nur ein begrenzen Zweck.

    warum?


    Die Birthcards haben einzig den Zweck die Daten des Messers zu dokumentieren. CRK nimmt jedes ihrer Messer lebenslang zum Service entgegen. Dazu braucht man diese Karten nicht. Wenn man ein Messer hinschickt und mitteilt, dass man die Karte nicht mehr hat (oder es am Sekundärmarkt gekauft hat und der Vorbesitzer die Karte verloren hat), dann stellen sie eine neue Karte aus. Da steht dann "re-issued" drauf und sie wird mit dem aktuellen Datum versehen. CRK kann ja nicht mehr feststellen, wann das Messer gebaut wurde. Als Echtheitsnachweis ist eine Karte ohne Unterschrift nicht wirksamer, als mit. Denn mit den heutigen Möglichkeiten von Photoshop & Co. und guten Druckern, bekommt jeder halbwegs begabte Mensch mit genügend krimineller Energie die Karten auch mit der Unterschrift von Chris hin. Ist ja kein Wasserzeichen im Papier der Karte.


    Grüße,

    Hallo zusammen,


    weiß nicht wer von Euch in der letzten Zeit ein CRK gekauft hat, welches auch erst in den letzten Monaten produziert wurde. CRK hat vor gut einem halben Jahr die Boxen umgestellt. Ist jetzt die 3. Generation. Viele werden die Box der ersten Generation kennen.
    Eine längliche Schachtel, wo das Messer einfach ins blaue Tuch eingewickelt drin lag. Der Imbusschlüssel war mit einem Streifen
    Klebeband oben innen in den Deckel geklebt und der Papierkram, manchmal ja auch die Ledersteckscheide, lag irgendwie lose in der Box. War nicht ganz optimal, weil die Papiere, insbesondere die wichtige "Birthcard" mit den Daten des Messers, meistens halb rund gebogen wieder aus der Boxkamen. Einfach weil sie nicht wirklich gut hineinpassten.


    In der zweiten Generation machte man es besser. Die Boxen waren flach und fast quadratisch. Innen hatte es eine Art "Schaumstoff-Klotz", mit Aussparungen für das Messer, die Schmiere und für den Imbusschlüssel. Papiere, Ledersteckscheide und das gefaltete blaue Tuch lagen einfach oben drauf. Die Verbesserung zur ersten Generation war die Aussparung für das Messer im Schaumstoff, womit das Messer sicher gehalten wurde und sich auch beim Versand nicht von der Stelle bewegen konnte. Bisschen nervig war, dass die Box in der Höhe sehr knapp gehalten war, so dass man kaum in der Lage war den Schaumstoffklotz mit dem Messer, plus Papieren, Lederscheide und vor allem mit dem blauen gefalteten Tuch zerstörungsfrei wieder in der Box zu verstauen. Darum war diese Box bei den CRK Freunden nicht sehr beliebt.


    Die 3. und neueste Generation zeige ich Euch nun hier. Die Schachtel ist wesentlich großzügiger und der Karton dicker und stabiler, als bei der Gen. 2 Box. Der Aufkleber mit den Daten ist aufgrund des größeren Platzangebotes auch größer und besser lesbar.


    New
    CRK Box, 1


    Nimmt man den Deckel runter, zeigt sich zuerst eine Art Faltblatt aus dünner Pappe, welches wenn man es aufklappt rechts und links Taschen für die Papiere und den Aufkleber hat.


    New
    CRK Box, 2


    New
    CRK Box, 3


    Ihr seht auf dem Bild oben auch die neue "Birthcard". Sie enthält nun mehr vorgedruckte Bestandteile, wohingegen die bisherige Birthcard ja fast komplett von Hand ausgefüllt wurde. Natürlich trägt sie auch nicht mehr die Unterschrift von Chris, der ja nicht mehr im Unternehmen ist. Insgesamt ist so natürlich ein bisschen Charme verlorengegangen und ich hätte es begrüßt, wenn weiterhin eine
    Unterschrift draufgewesen wäre. Entweder als eine Art "Freigabe-Unterschrift" nach der Endkontrolle, oder von demjehnigen der/die die Endmontage gemacht hat.


    Das Faltblatt für den Papierkram ist auch nett gemacht. Innen enthält es rechts und links Infos zum "Manufacturing Quality Award", der jährlich auf der Blade Show in Atlanta vergeben wird und den CRK sage und schreibe 14 Mal bekommen hat, davon 2003 bis 2013 ohne Unterbrechung.


    New
    CRK Box, 4


    Das Innenleben der Box ist gut aufgeteilt. Das Messer liegt nun wieder wie bei der ersten Boxen-Generation ins blaue Pflegetuch eingewickelt in der Box, kann sich aber innerhalb der Box nicht mehr hin- und herbewegen, wie das in der alten Box der Fall war.
    Grease und Imbus liegen in einem Tütchen separat.


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    CRK Box, 5


    Am Schluss muss man dann nur noch das Messer aus dem Tuch wickeln und sich freuen :)


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    CRK Box, 6


    New
    CRK Box, 7


    Viele Grüße,
    Stefan

    Jetzt lasst doch mal dieses Thema "benutzen vs. nicht benutzen" hier daußen. Das ist doch eine Grundsatzdiskussion, die nichts mit dem hier vorgestellten Messer im Besonderen zu tun hat. Außerdem, die Welt ist selten schwarz/weiß, wie Ihr eigentlich wissen solltet. Ich habe 3, 4 Messer die ich natürlich benutze. Darunter mein large 21 Insingo und ein Mnandi Snakewood/Damast als Büromesser. Aber deshalb muss ich ja nicht alle Messer benutzen und damit auch entwerten.


    Zum Spyderhole. Da ich früher auch diverse Spyderco hatte (Military, Para2, Domino .....) ..... und auch benutzt habe ;) bin ich der Meinung dass es kaum bessere Öffnungshilfen bei Einhand-Foldern gibt (Flipper außen vor). Das "Loch" passt immer und funktioniert immer. Egal ob große/kleine Hände, lange/kurze ode schmale/breite Finger. Es lässt sich auch mit Handschuhen zuverlässig bedienen, was man nicht von jedem Daumenpin behaupten kann. Leider schränkt es die Designmöglichkeiten bei der Klingenform etwas ein, weil man das Loch eben in der Klinge unterbringen muss. Genau das hat Anso hier meiner Meinung nach sehr gut gelöst, ohne "Buckel" in der Klinge.



    Griffschale. Sagte ich ja. Ziemlich "psychodelisch" :) Ich hatte auch schon überlegt z.B. eine scale aus Lightning Strike CF machen zu lassen. Ist ja alles kein Akt. Aber dann habe mich entschieden es erst mal so zu belassen, wie der Macher es gebaut hat.



    Viele Grüße,
    Stefan

    Hallo zusammen, hier mal etwas, was man fast schon als "vintage Anso" bezeichnen könnte. Weiß nicht genau wann er das Rock Lobster gebaut hat, aber ist schon ein Weilchen her


    Das Design wurde dann später auch an Spyderco lizensiert, aber diese beiden Messer kann man nicht ernsthaft vergleichen.


    Wenn man das Rock Lobster zum ersten Mal sieht, dann ist es vermutlich für die Meisten keine Liebe auf den ersten Blick. Ich persönlich finde, es ist ein fantastischer Entwurf. Hier sieht man ganz deutlich, dass Jens Anso ja nicht als Hobby-Messermacher begonnen und sich dann zum Profi entwickelt hat. Er ist gelernter Industrie-Designer und kommt immer zuerst über das Gesamt-Design, anstatt über Gedanken wie "was soll das Messer können?" "Was soll mit dem Messer gemacht werden?". Am Ende kommen dann trotzdem immer hoch-funktionale Messer heraus, die jeder Messer-Aufgabenstellung gewachsen sind. Aber bei ihm würde nie gelten "form follows function". Das sieht man an seinen frühen Werken wie diesem Rock Lobster, besonders. Aber natürlich bei den aktuellen Modellen ebenso.


    Kein Detail ist dem Zufall überlassen. Das Messer wirkt wie aus einem Guss, wenn es mit aufgeklappter Klinge dasteht. Minimalistisch, reduziert, was den Stil angeht. Die geschwungenen Linien erzeugen Eleganz und eine optische Leichtigkeit. Obwohl es ein großes Messer ist, wie Ihr unten noch sehen werdet.


    Die "psychodelischen G10 scales" würde man heute vermutlich eher durch Exemplare aus feinem lightning strike CF ersetzen. Vielleicht hat er ja auch was geraucht, als er das Messer gebaut hat. Wer weiß? :D


    Wie immer bei Anso, ist die Funktion perfekt. Klingenspiel oder eine außermittige Klinge habe ich bei einem Anso noch nie gesehen. Da er bei den Titan Scales und Linern immer zu gesunder Materialstärke neigt, hat man auch hier ein überaus solides Gefühl beim Umgang mit dem Messer.


    Anso, Rock Lobster, 01


    Anso, Rock Lobster, 02


    Anso, Rock Lobster, 03


    Anso, Rock Lobster, 04


    Anso, Rock Lobster, 05


    Anso, Rock Lobster, 06


    Anso, Rock Lobster, 07



    Das Rock Lobster ist nicht wirklich ein kleines Messer, wie man hier im Vergleich mit einem Large 21 Sebenza sehen kann. Anso schafft es immer, exterm viel Klinge in einem Griff unterzubringen:


    Anso, Rock Lobster, 08


    Anso, Rock Lobster, 09



    So fertig. Feedback wie immer willkommen.


    Viele Grüße,
    Stefan

    Hallo zusammen,


    nachdem ich hier kürzlich mein erstes Shirogorov, das F95 T, vorgestellt habe, hat mir ein Freund zwei seiner Shiros für eine Foto-Session und zum Befummeln zugeschickt. Nachdem mich das F95 T so sehr begeistert hatte, konnte ich nun zwei weitere Modelle aus dem Hause Shirogorov kennenlernen und das war natürlich für mich als Shiro-Neuling eine tolle Gelegenheit, für die ich sehr dankbar bin.


    Es geht um die Modelle 111 und F3. Interessanterweise sind beide Shiros im gleichen Ballkleid zum Tanz erschienen, nämlich mit Carbon-Beplankung. Flipper sind es beide und die Klingen laufen in beiden Messern auf Kugellagern. Aber es gibt auch ein paar Unterschiede.


    Zunächst einmal ist das 111 das größere Messer. Ein stattliches Messer, mit glaube ich über 4 Zoll Klingenlänge (ich muss gestehen dass ich vergessen habe zu messen, bevor ich ihm die Messer zurückgeschickt habe ..... ;( ). Wobei das F3 auch kein kleiner Gentleman Folder ist, sondern in der Größenklasse eines Large Sebenza spielt. Trotz der Größe wirkt das 111 keinesfalls plump. Das bekannt gradlinige und schnörkellose Design der Shiros tut hier ein Übriges und das 111 wirkt elegant und spannungsgeladen, wie ein spungbereiter Gepard.


    Shiro 111 CF, 01


    Shiro 111 CF, 02


    Shiro 111 CF, 03


    Shiro 111 CF, 04


    Shiro 111 CF, 05



    Das F3 ist ebenfalls eine elegante Erscheinung, wirkt etwas weniger gestreckt, aber ebenfalls wohlproportioniert und ästhetisch.


    Shiro F3 CF, 01


    Shiro F3 CF, 02


    Shiro F3 CF, 03


    Shiro F3 CF, 04


    Shiro F3 CF, 05



    Konstruktiv gibt es einen deutlichen Unterschied zwischen den Messern, der auf den schnellen ersten Blick nicht sofort ersichtlich ist. Die Fachleute hier werden es schon auf den Bildern gesehen haben. Beim 111 fehlen die Titanliner unter den CF-Schalen, die beim F3 sichtbar sind.


    Shiro F3 CF, 08


    Das F3 ist ein klassischer Linerlock, wohingegen das 111 ein sog. "Nested Linerlock" ist. D.h. beim 111 fehlen Titanliner unter den CF-Schalen und der Liner der die Klinge verriegelt, ist innen direkt an der CF-Schale angeschlagen. Eine Konstruktion, die Zero Tolerance bereits mit seinen ZT 0777 und 0454 auf den Markt gebracht hatte und die auch bei Herrn Marfione und seiner Firma Microtech nicht ganz unbeliebt ist.


    Wenn man die beiden Messer auf dem nächsten Bild anschaut fällt auf, dass die Klinge beim 111 eleganter integriert wirkt, als das beim F3 der Fall ist, wo es im vorderen Bereich etwas zerklüftet ausschaut:


    Shiro F3 CF, 09


    Im Betrieb ist hier zwischen F3 und 111 kein Unterschied der Konstruktionen spürbar. Beide verriegeln zuverlässig und spielfrei und beide sind butterweich zu entriegeln. Die hohe Fertigungsqualität und das Arbeiten mit sehr geringen Toleranzen ermöglicht es Shirogorov, alle Verriegelungsmechanismen sauber zu konstruieren und makellos in der Fertigung umzusetzen.


    Was noch? Beide Modelle haben schicke backspacer aus Titan. Beim F3 vom Design her etwas konventioneller und etwas massiver:


    Shiro F3 CF, 06


    Beim 111 etwas extravaganter, filigraner und auch länger:


    Shiro 111 CF, 06


    Der backspacer ist beim 111 weit um das hintere Griffende herumgezogen und begegnet sich fast mit der Klingenspitze. Was hier auf dem Makros ausschaut wie "massig Platz", ist in Natura ein haar-dünner Spalt zwischen Klingenspitze und backspacer. Mehr als 1mm ist das nicht. Auch daran erkennt man wieder die geringen Toleranzen bei Shirogorov und die hohe Fertigungspräzision.


    Shiro 111 CF, 07


    Hier noch mal beide Messer in Rückenansicht nebeneinander:


    Shiro F3 CF, 07



    Beide Messer haben keinen 08/15 Clip, sondern edle Titan-Clips. Beim 111 noch einen Tick schöner, weil die typische "Shiro-Schlitzschraube" verbaut wird. Beim F3 halten 2 konventionelle Inbusschrauben den Clip. Dafür scheint mir der Clip des F3 funktional besser zu sein. Ich habe die Messer vor dem Fotografieren noch einmal mit einem CRK Tuch abgewischt und dabei ziehe ich das Tuch auch unter dem Clip durch. Der Clip des 111 wollte das Tuch kaum wieder freigeben. Die Spannung scheint hoch zu sein und eine Vertiefung in der CF-Schale unter der Clipspitze sorgen dafür, dass der Clip ziemlich stark "klammert" :P


    Shiro F3 CF, 10


    Zum Abschluss noch einmal Paar-Posing:


    Shiro F3 CF, 12


    Shiro F3 CF, 11


    So. Fertig. Wie immer wenn man zwei Messer zusammen vorstellt, noch dazu wenn sie aus dem gleichen Stall kommen und sich ähnlich sind, die Frage "welches gefällt mir besser?".


    Schwierig. Beide haben ein zeitloses, gradliniges und stilsicheres Design. Beide sind qualitativ und funktional absolut top. Ich denke für die Vitrine ist das 111 das etwas extravagantere Messer. Als EDC würde ich vermutlich das F3 bevorzugen, weil die Größe mehr als ausreichend ist und es durch die konventionelle Linerlock Konstruktion womöglich noch einen Tick stabiler ist, als das 111.


    Viele Grüße,
    Stefan

    Okay. Über die pathetischen Ausflüge der Amis mag man schmunzeln. Aber das Teil ist ne todsichere Anlage. Es heißt dass man bei CRK nun jährlich neue CGG designs herausbringt und die Vorherigen dann discontinued. Dazu ist es noch das erste Sebenza mit Laser-Gravur, anstatt der sonst üblichen Fräsungen. Ich werd's kaufen. :D

    Die CRK fixed Pacific und Green Beret werden zukünftig auch ohne serrations zu haben sein, was viele Freunde der Marke und Interessenten, die durch die serrations bisher vom Kauf abgehalten wurden, freut.
    :thumbup: