Ich denke die machen das bei Großabnehmern, die diese Regalsysteme haben, wo möglichst alle Produkte in diesen Blisterverpackungen a la Baumarkt aufgehängt werden und sofort jeder Kunde den Inhalt erkennen kann. Eben bei so großen Ketten wie Walmart oder eben den weltweiten US Kasernen. Da kommen dann schon Mengen zusammen und diese "Extra-Wurst" wird gebraten. Weder Walmart noch die US Kasernen führen das komplette BM Sortiment, sondern ausgewählte Artikel.
Beiträge von Daywalker
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Ich meine das auch schon gesehen zu haben, in einer Commissary einer US Kaserne.
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Ist ja kein Inlay Sebenza. Die lockbar Seite ist einfach standard blasted.
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Hey, erstmal wieder vielen Dank für die tollen Bilder. Hast du zufällig auch ein Bild von der Lock Seite?
Nein. Hab ich nicht gemacht. Ist halt Sebenza Standard.
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Servus zusammen,
das Sebenza 25 wollte ich mir nie kaufen. So viel zum Einhalten von Grundsätzen

Aber der Reihe nach. Das 25 wurde Mitte 2012 angekündigt und kurz danach eingeführt. Der Name, also die Fortführung der Nummerierung vom Sebenza 21 zum Sebenza 25 suggerierte, dass es eine Weiterentwicklung des 21 war. Wild ging es damals zu, in den Foren. Die bevorstehende Götterdämmerung des 21 wurde von Vielen ausgerufen. Die Diskussionen um die technischen Unterschiede zwischen 21 und 25 wurden zum Teil emotional geführt. Diese Unterschiede möchte ich hier jetzt nicht in aller Ausführlichkeit auflisten. Der technisch wesentliche Unterschied liegt darin, dass das 25 kein bushing mehr besitzt. Also die Hülse beim 21, in der die Pivotschraube sitzt und die dafür sorgt, dass beim Anziehen der Pivotschraube nicht die Klinge stärker zwischen die Titanschalen geklemmt wird, sondern nur die Hülse.
Die Wirkung ist bekannt. Egal wie fest oder lose die Pivotschraube angezogen ist, der Klingengang beim Sebenza 21 ist immer gleich. Eben das, was als "hydraulic feeling" bekannt geworden ist. Das bushing des 21 ist für mich eine fantastische technische Lösung und seitens der technischen Spezifikationen DAS feature, welches DAS Sebenza ausmacht. Das erklärt auch, warum mich das 25 nie interessiert hat. Eben weil es kein bushing hat und damit für mich "kein richtiges Sebenza" sein konnte. Und darum hat es mich damals so geärgert, dass man dieses für mich eigenständige Modell Sebenza 25 genannt hatte.
Bei CRK hat man dann erkannt, dass das wohl in der Tat marketingtechnisch aber auch hinsichtlich eines verständlichen Modellprogramms sub-optimal war und hat dann, nachdem man noch ein paar Kleinigkeiten am 25 geändert/weiterentwickelt hat, Mitte 2016 das Sebenza 25 discontinued und das Inkosi angekündigt und eingeführt.
Das, was ich an dem bushing liebe, hat Manche gestört. Manch einer möchte den Klingengang über das Lösen/Anziehen der Pivotschraube exakt nach seinen Bedürfnissen einstellen können. Eher fester, oder leichter. Manche möchten, dass die Klinge beim Zurückklappen in den Griff von allein (also durch die Schwerkraft) in den Griff fällt. Möchten die Klinge vielleicht aufflippen. Das kann man beim 25 und beim Inkosi eben individuell einstellen.
Von daher war ich dann, als das 25 eingestellt und das Inkosi eingeführt wurde, sozusagen "wieder im Reinen" mit CRK
Denn nun kam mit dem Inkosi das eigenständige Modell und das Sebenza 21 hatte wieder seinen Status als DAS Sebenza zurück.Warum hab ich dann nun trotzdem ein 25 gekauft und in meine Sammlung genommen? Nun. Irgendwie gehört es ja schon in die Modellfamilie und in die Historie des Sebenza hinein und weil es ja oft so ist, dass man erst viel später auf den Trichter kommt und dann womöglich langwierig am Sekundärmarkt suchen muss, hab ich mir dann jetzt noch ein Exemplar gesichert.
Sebenza 25 gab es mit Damastklinge nur als CGG (Computer Generated Graphic) und zwar mit den 3 Damastmustern (Basket Weave, Raindrop und Ladder). Dabei wird das Muster der Damastklinge auf der Titanschale der Präsentationsseite des Messers wiederholt bzw. wieder aufgenommen. Als ich es ausgepackt habe war sehr positiv überrascht, über die fast schwarze Damastklinge. Früher, als Devin Thomas (Haus- und Hof-Damastlieferant bei CRK) noch einen non-stainless Damast geschmiedet hat und auch noch eine gewisse Zeit nach Einführung des stainless Damast, wurden die Damastklingen beschichtet (coated). Darum sahen sie früher fast schwarz aus. Später hat man das dann nicht mehr gemacht und seitdem schauen die Damastklingen eher grau/anthrazit aus. Insofern freut mich der look bei diesem Exemplar sehr.
Sebenza 25 wurden alle standardmäßig mit beidseitigem Daumenpin ausgestattet, was mir grundsätzlich gut gefällt. Denn für mein Empfinden bringt es zusätzliche Symetrie in die Optik. Die etwas wuchtigere Klinge des 25/Inkosi kennt Ihr ja. Schade finde ich, dass man den frei rotierenden Lanyard Pin vom 21 nicht verwendet hat. Ich finde das ist ein kleines technisches und optisches Schmankerl. Insgesamt gefällt mir die erhöhte Position des Lanyard beim 25 nicht so gut. Aber das ist ja wie immer Geschmackssache.
Trotz gemischter Gefühle aufgrund des Werdegangs des 25 und abgesehen davon, dass das 21 mit seinen Vorläufern Classic und Regular für mich DAS Sebenza darstellen, freue ich mich ein 25 nun in meiner Sammlung zu haben. Hier nun wie immer ein paar Bilder.
Viele Grüße,
Stefan -
Noch nie gesehen. Graviert? Und dann in die Lauffläche des Washers hinein? ..... Hm .....
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Bin froh,dass ich zumindest ein One-Piece-Reeve habe; das geb ich auch nicht her...
Das würde ich auch nicht tun. -
Hallo zusammen,
hier mein neuester Zugang aus der One Piece Knife Reihe, das "Aviator". Es ist gleichzeitig nun mein bisher ältestes CRK. Es wurde 1992 hergestellt. Vor 25 Jahren! Es ist auch deshalb besonders, weil es noch ein nummeriertes Exemplar ist und weil es die sog. "Hex Cap", also die eckige Schraubkappe trägt.
Beides, die Nummerierung und die Verwendung der eckigen Kappe wurden zeitnah nach dem Umzug von Südafrika und der Aufnahme der Produktion in den USA eingestellt. Dass es darüber hinaus auch noch im mint Zustand daherkommt, macht die Freude um so größer. Denn gerade die lackierten One Piece Knife sind doch recht empfindlich für Abrieb der Lackierung, meistens am Griff und/oder der Kappe, selbst bei unbenutzten Exemplaren. Einfach von der Lagerung, vom Transport und der Handhabung über die Jahre gibt es oft kleine blanke Stellen.
Ich hab mit CRK auch über die schwarze Lackierung gesprochen. Denn meistens begegnen uns One Piece Knife in dem typischen grau/anthrazit Farbton. CRK hat mir bestätigt, dass die Farben in der Tat über die Jahre geschwankt haben, gerade bei den älteren Exemplaren. Manchmal einfach durch unterschiedliche Chargen des Verwendeten Lackes, aber auch durch unterschiedliche Techniken beim Auftragen, durch verschiedene Mitarbeiter.
Hier ganz gut im Vergleich zu sehen, zwischen dem 1992er Aviator, einem 2001er Tanto I und einem (
2004er Sable IV) 2009er Mountaineer I:Und hier noch zum Abschluss ein aktuelles Gruppenbild meiner OPK Familie:
Viele Grüße,
Stefan -
Sehr interessant. Wusste ich gar nicht. Danke für's zeigen! ..... Würde super zu meinem Messer passen

Stefan
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Hallo zusammen,
ich wurde ja gebeten hier noch Bilder von der Messerscheide und In-Hand-Bilder nachzureichen, was ich hiermit tun möchte.
Die Scheide ist eine Art "Hybrid-Scheide". Die Rückseite besteht aus innen ledergefüttertem Kydex und die Frontseite aus naß angepasstem Walkleder. So wollte ich die universellen Befestigungs-/Tragemöglichkeiten des Teklok mit der Optik einer Lederscheide verbinden. Ich denke das ist dem Macher der Scheide sehr gut gelungen. Meistens trage ich das Messer an einer Maxpedition Umhängetasche, wie Ihr weiter unten sehen werdet. Darum eben auch der Wunsch nach dem Teklok. Ganz unten dann noch 2 In-Hand-Bilder.
Viel Spaß & Grüße,
Stefan
Torsionsdamast & Mooreiche, 11
Torsionsdamast & Mooreiche, 12
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Torsionsdamast & Mooreiche, 17 -
Ob Pacific, GB oder Neil Roberts - alle diese Modelle liegen, beim GB in beiden Klingenlängen, einfach bestens in der Hand und machen einen sehr guten Job. Haptik und Ergonomie der Messer sind für militärische Einsatzmesser mit Hartgriffen sozusagen "Referenz", Harseys Handschrift wird für mich bei allen Modellen, die ich schon einmal in die Finger bekommen habe, stets in der Haptik und Ergonomie besonders deutlich.
Gilt übrigens auch für das Spartan Blades "Difensa". Das hat er einfach drauf.
Gruß,
Stefan -
Neben meinem Hauptthema "Sebenza" interessieren mich auch Chris Reeve fixed blades. Natürlich dabei ganz vorn die One Piece Knife. Aber auch die neueren Militär-Messer haben ihren Reiz, besonders wenn es sich um Exemplare aus besonderen Editionen handelt.
Das Neil Roberts Warrior Knife wurde 2004 eingeführt und 2010 wieder eingestellt. Der Grund dafür, ein Messer nach einem Soldaten zu benennen, lag darin das Petty Officer First Class Neil Roberts der erste Navy Seal war, der in Afghanistan im Kampf gegen Taliban und Al-Qaida gefallen war. Das ganze spielte sich ab während der Mission "Annaconda", in 2002. Ganz unten nach den Bildern hänge ich noch 2, 3 links an, wo man Infos dazu finden kann.
Eine nummerierte Auflage von 184 Exemplaren war dem Kauf durch Mitglieder der Seals vorbehalten. Die unnummerierten Messer wurden über die CRK Händler vertrieben und von jedem verkauften Exemplar gingen 20 Dollar an einen Ausbildungs-Fond für den Sohn von Neil Roberts.
Oben auf der Klinge findet man neben dem Namen "Neil Roberts" die Abkürzungen "BUD/S" und "class 184". "BUD/S" steht für "Basic Underwater Demolition/SEAL" und "184" ist die Nummer der Klasse seines Seal Ausbildungs-Lehrgangs.
Das Messer ist aus S30V hergestellt, trägt Micarta-Griffschalen und hat eine Gesamtlänge von 11.5" und eine Klingenlänge von 6". Es kommt mit einer Spec Ops "Combat Master" Scheide, die man immer noch kaufen kann und die für viele 6" fixed blades unterschiedlichster Hersteller passt.
http://www.specopsbrand.com/kn…r-knife-sheath-short.html
Ich hab zuerst gedacht, dass das Neil Roberts Knife entweder aus der Familie des Yarborough/Green Beret Knife oder des Pacific stammt. Aber beides stimmt nicht. Optisch, wenn man sich den Griff und den Bereich des guard und des choil ansieht, ist es in jedem Fall näher am Pacific, als am Green Beret. Aber die Klinge ist dann doch sehr anders. Eine gestreckte Recurve-Klinge, im Gegensatz zur unten an der Schneide gradlinigen und insgesamt etwas bulligeren Bowie-Klinge des Pacific. Somit ist das Neil Roberst Knife durchaus ein eigenständiges Modell in der Familie der CRK Militärmesser.
Hier nun ein paar Bilder:
(Der Vorbesitzer hatte die Spec Ops Scheide mit Militärfarben etwas individualisiert. Gefällt mir aber gut.)
So. Wie eingangs versprochen hier noch ein paar links zur Operation "Anaconda".
Sehr neutral/sachlich:
https://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Anaconda
Amerikanisch und damit sehr patriotisch:
http://blog.uspatriottactical.…c-roberts-uncommon-valor/
und als Gegenpol dazu ein Artikel, der sich sehr kritisch aber trotzdem differenziert mit den Seals, insbesondere dem berühmten Seal Team 6, auseinandersetzt:
http://www.nachdenkseiten.de/?p=36945
Wie immer gilt: Viele Infos im Netz sind nicht zu verifizieren und ganz besonders nicht, wenn es sich um Informationen zu geheimen Kommando-Operationen und deren beteiligten Einheiten handelt. Darum sollte man jede dieser Infos, egal ob eher patriotisch angehaucht oder eher kritisch, mit Distanz aufnehmen. Aber interessant zu lesen ist es allemal, denke ich.
Viele Grüße,
Stefan
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Inkosi kommt zur Blade Show (Juni) mit Insingo Klinge.
Gruß,
Stefan -
Ich würde es vielleicht so angehen und erst einmal die Chronologie des Sebenza darstellen und dann kleinere technische Änderungen, wie z.B. Änderungen bei den Washern im Nachgang auflisten. Das ist vielleicht gerade für Leute die sich neu für das Sebenza interessieren etwas übersichtlicher. Nur ein Vorschlag. Dein Thema und Du entscheidest wie Du vorgehen möchtest.
Modellentwicklung ..... und dabei alles konsequent weggelassen, was kein Sebenza ist. Also weder Mnandi, noch Umnumzaan und auch kein Inkosi. Auch wenn Letzteres öfters versucht wird es als Weiterentwicklung des Sebenza darzustellen, ist es aufgrund wesentlicher technischer Unterschiede ein eigenständiges Modell. Das Umfaan hingegen gehört in die Sebenza Historie, auch wenn es einen eigenen Namen hatte.
Was die Modellentwicklung des Sebenza für viele unübersichtlich macht ist, dass die Evolutionsstufen sich nicht alle "hart" abgelöst haben. P-Sebenza und Original Sebenza liefen parallel und Regular und Classic haben sich um Jahre überlappt.
H Sebenza: 1989
P Sebenza Large: 1991 - 1995
P Sebenza Small: 1993 - 1995
Original Sebenza Large: 1991 - 1996
Original Sebenza Small: 1993 - 1996
Regular Sebenza Large: 1996 - 2008
Regular Sebenza Small: 1996 - 2008
Umfaan: 1997 - 2002
Classic Sebenza Large und Small: 2000 - 2008
Sebenza 21 Large und Small: 2008
Sebenza 25: Angekündigt Mitte 2012 und dann irgendwann Ende 2012/Anfang 2013 in Produktion gegangen. Mitte 2016 eingestellt.
Stahl:
Die ersten Sebenza, bis ca. 1996, Klinge aus ATS-34
Wechsel auf BG-42, ungefähr Oktober 1996
Wechsel auf S30V, ungefähr Januar 2002
Wechsel auf S35VN ungefähr Januar 2011
Die Einführung des "Idaho Made" Schriftzuges müsste ich recherchieren. Ich hab ein Mammut Sebenza "pre Idaho Made stamp", also ohne den Schriftzug und das trägt ein Baudatum 01.09.2009.
Man muss bei solchen Fragen wie z.B. wann dieser Schriftzug entfallen ist wissen, dass man sie oft nicht exakt beantworten kann. Oft sind es Perioden von mehreren Monaten oder gern mal ein Jahr, in dem ein Wechsel stattfindet. CRK war ein sehr kleiner Hersteller und ist heute ein kleiner Hersteller. Nicht zu vergleichen mit Benchmade Spyderco & Co.
CRK produziert in Badges und wenn dann mal Chargen von Titan scales produziert wurden und auf Lager liegen, dann schmeisst die keiner weg, nur weil Chris Reeve sagt wir machen jetzt den Schriftzug "Idaho Made" drauf. Dann werden die Restbestände noch aufgebraucht.
Die sog. "Birthcard" die wir kennen, mit den Daten der Messer, gibt mit seinem dort eingetragenen Datum an, wann das Messer zusammengebaut und fertiggestellt wurde. Das heißt aber nicht, dass nicht einige Bauteile älter und Einige Jünger sein können. Ein gutes Beispiel sind die besagten Titan-Schalen. Die haben innen einen Code eingefräst, der aussagt wann die Schale gefertgigt wurde.
A bedeutet gefertigt im ersten Quartal (Januar, Februar oder März)
B bedeutet gefertigt im zweiten Quartal (April, Mai oder Juni)
C bedeutet gefertigt im dritten Quartal (Juli, August oder September)
D bedeutet gefertigt im vierten Quartal (Oktober, November oder Dezember)
Die Zahl dazu gibt das Jahr an. A99 also erstes Quartal 1999. B03 = zweites Quartal 2003, usw.
Viele Leute sind irritiert, wenn sie ihr Sebenza das erste Mal zerlegen und dann feststellen, dass die beiden Titanschalen unterschiedliche Produktions-Codes aufweisen. Das macht aber nichts, weil durch die extrem geringen Fertigungstoleranzen bei CRK eine Sebenza 21 Griffschale aus dem ersten Quartal 2010 völlig unproblematisch mit einer Schale aus dem vierten Quartal 2012 zu einem Messer verbaut werden kann.
Die Klingen tragen ab der Verwendung des Klingenstahls S30V auch eine Markierung. S = S30V. V = S35VN. BG42 und ATS34 Klingen tragen keine Markierung.
Die Tanto-Klinge war viele Jahre eine "dealer exclusive" Variante für den US Händler TNK (True North Knives). Ich weiß nicht wann damit begonnen wurde. Erst vor wenigen Monaten wurde diese Exklusivität aufgehoben und alle CRK Händler können Sebenza (und Umnumzaan) mit Tanto-Klinge bei CRK bestellen.
Die Insingo Klinge wurde 2010 gemeinsam von den Connelly Brüdern mit Chris Reeve entwickelt. Die beiden Brüder betreiben den Shop KnifeArt und haben ebenfalls ein "dealer exclusive" für sich allein, nämlich das Sebenza mit der Voll-Carbon Schale.
Die Rockwell-Härte wurde Mitte 2013 auf 59-60 angehoben. Unglücklicherweise hatte man bei CRK vergessen dies auf den Birthcards zu ändern. Das wurde dann erst so ein gutes Jahr später korrigiert. Anne Reeve hat sich dafür mal in einem US Forum entschuldigt.
Hilft das?
Viele Grüße,
Stefan -
Moin!
Geschliffen mit 200er, 400er und 600er Papier.
Hab die Zeit für's Ätzen nicht exakt gestoppt. Schätze so 20 bis 30 Minuten.
Ja. Nach dem Ätzen war war ein deutlicher "Grauschleier" auf der Klinge. Darum ging es dann noch mal mit 600er Papier vorsichtig drüber.
Beim Rostfreien Damast hat er Damasteel und Bahlbach. Also zugekauft. Beim nicht rostfreien Damast (meistens bei den Küchenmessern genommen) weiß ich es nicht. Hab aber in seiner Riesen-Werkstatt nix gesehen, was auf Selbstschmieden hindeutet.
Grüße,
Stefan -
Vielen Dank für die freundlichen Kommentare!
In-Hand-Bilder liefere ich gern nach. Messer ist grad beim Scheidenbauer.
Grüße,
Stefan -
Hallo zusammen,
letzte Woche war ich zusammen mit einem Freund zu einem 2-tägigen Messerbaukurs beim österreichischen Messermacher Richard Kappeller, in Salzburg. Hier möchte ich mein mit Unterstützung des Profis gebautes erstes Messer gern herzeigen. In der Bastelecke des Forums habe ich etwas über den Kurs geschrieben und viele Bilder des Entstehungsprozesses gepostet. Falls es Euch interessiert:
Messerbaukurs bei Richard Kappeller (viele Bilder!)
Hier nun ausschließlich Bilder des fertigen Messers. Ich habe das Messer vor dem Kurs gezeichnet. Es ist also mein eigener Entwurf. Bzgl. des Materials hatte ich mich im Vorwege bereits für rostfreien Bahlbach Torsionsdamast entschieden und wollte die Griffschalen eigentlich aus Wüsteneisenholz machen. Da habe ich mich dann aber vor Ort spontan zu stabilisierter Mooreiche umentschieden.
Das Messer hat ungefähr eine Gesamtlänge von 24, 25cm. Die Klingenlänge beträgt, je nach Messpunkt an der Griffschale so ca. 11 - 12cm. Der untere Griffbereich, bis zu dem Punkt wo der "Aufschwung" dann nach ganz hinten zum Griffende beginnt, hat ungefähr 10cm, so dass ich alle 4 umschließenden Finger bequem unterbringe. Dass der Griff durch den Aufschwung oben dann noch mal ein Stück länger ist, ist wichtig für die Optik. Zusätzlich bekommt man noch etwas Unterstützung unter den Handballen. Aber das ist eher ein zufälliger Nebeneffekt.
Beim Entwurf würde ich nicht ganz so weit gehen zu sagen "function follows form". Halbwegs als Messer funktionieren sollte es am Ende doch.
Aber ich würde sagen dass das Design absolut führend war beim Entwerfen und die Funktion untergeordnet. Ich wollte einen dynamischen Entwurf, mit geschwungenen Linien zeichnen und ich habe ganz bewusst auf "optische Störungen" wie z.B. ein Fangriemenloch hinten oder Jimpings auf dem Klingenrücken verzichtet. Die falsche Schneide sollte den optischen Eindruck verfeinern, die Eleganz steigern. Wären die rein funktionalen Aspekte im Vordergrund gestanden, hätte ich das sicher weggelassen, damit man z.B. eine scharfe Kante für den Einsatz eines firesticks hat. Aber wie gesagt. Diese Aspekte waren zu Gunsten eines eleganten Entwurfes untergeordnet. Als eyecatcher habe ich dann die Mosaikpins gewählt, mit den Kupfer-Innenrörchen.Okay. Los geht's. Freue mich auf Euer Feedback.
Grüße,
Stefan
Torsionsdamast & Mooreiche, 01
Torsionsdamast & Mooreiche, 02
Torsionsdamast & Mooreiche, 03
Torsionsdamast & Mooreiche, 04
Torsionsdamast & Mooreiche, 05
Torsionsdamast & Mooreiche, 06
Torsionsdamast & Mooreiche, 07
Torsionsdamast & Mooreiche, 08
Torsionsdamast & Mooreiche, 09 -
Wenn ich es richtig verstanden habe, kommen die Messer dann in einen Anlaßofen, um das Gefüge im Stahl wieder nach dem Härten etwas zu entspannen. Das wurde dann mit einem programmierten Ofen so erledigt, dass es automatisch am nächsten Morgen so losging, dass die Messer dann zum Kursbeginn des zweiten Tages um 9:00h fertig für die nächsten Arbeitsschritte bereit liegen. Damit sind wir dann in den zweiten Tag gestartet:
Dann, mal wieder, ne Runde Schleifen

Ich hatte mich ursprünglich bei den Griffschalen für Wüsteneisenholz entschieden (habt Ihr sicher eingangs auf der Zeichnung gelesen), mich aber dann vor Ort spontan für stabilisierte Mooreiche umentschieden. Hier hat Richard dann 2 Stücke von einem Klotz abgesägt:
Die Mosaikpins, die ich mir ausgesucht hatte, hab ich dann ebenfalls zugesägt. Klinge ein bisschen schützen, die beiden Mooreiche Griffschalen mit der Bandsäge grob aussägen und dann am Bandschleifer in die Grundform bringen:
Griffschalen und Mosaikpins mit dem Messer verkleben und ca. 15 Minuten aushärten lassen (2-Komponenten-Kleber):
Jetzt wird die Einheit aus Stahl und Griffschalen am Bandschleifer miteinander plan verschliffen, Die Griffschalen auf das gewünschte Maß, gebracht und dabei die gewünschten Konturen der Griffschalen herausgearbeitet. Dies ist der zweite Fertigungsschritt, den der Meister am Bandschleifer übernimmt. Denn hier mal kurz zu stark gedrückt, schief gehalten und futsch ist das Griffmaterial unwiederbringlich. Davon abgesehen macht er das wieder mit seiner unglaublichen Präzision locker aus der Hüfte, dreht das Messer gleichmäßig und schnell in allen möglichen Positionen an den Bandschleifer, schaut drauf, setzt wieder an und am Ende ist das Messer in seiner Grundform fertig. Das kann man selbst nur versemmeln und darum habe ich das gern dem Richard überlassen und bewundernd zugesehen.
Jetzt ...... der geneigte Leser ahnt es ...... mal wieder ne Runde schleifen
Der Griff bekommt seinen Feinschliff und die Riefen die der Bandschleier im Holz hinterlässt werden egalisiert:Schaut schon recht passabel aus, oder?
Die Rundung am guard noch etwas bearbeiten:
Klebeband von der Klinge entfernen und ....... genau. Schleifen. Klinge, falsche Schneide, alles noch mal fein verschleifen. Alle Riefen die der Bandschleifer am Erl hinterlassen hat, müssen natürlich weg. Dann werden die Mooreiche Griffschalen mit einem Lack, den man mit einem kleinen Pinsel aufträgt, versiegelt, damit sie beim folgenden Ätzen geschützt sind und nicht beschädigt werden:
Jetzt sind die Damast-Messer bereit zum Ätzen:
Nach dem Ätzen:
Mit irgend so einem Zeugs aus einer Sprühdose werden sie eingeschäumt. Damit wird wohl der vor dem Ätzen auf die Griffschalen aufgetragene Schutzlack wieder entfernt:
Ja und weil wir lange nicht mehr geschliffen haben .....
Wird jetzt noch einmal mit ganz feinem Schleifpapier Hand angelegt, um den "Grauschleier" zu entfernen und das Damastmuster herauszuarbeiten. Richard macht dann die Schneidfase am Bandschleifer und seine Mitarbeiter mit Schleifsteinen freihändig den Feinschliff und dann ist alles fertig:Ich habe mein Messer inzwischen zu Hause abfotografiert und stelle es Euch im Bereich "Feststehende Messer" mit ordentlichen Bildern vor. Schaut da doch noch mal vorbei:
Erstes Selbsgebautes ..... oder besser, mit Unterstützung vom Profi Selbstgebautes.
Tja. Das war es. Wenn man so etwas zum ersten Mal macht, dann hat man ein paar Erwartungen und gleichzeitig auch ein paar Unbekannte. So nach dem Motto "mit was ich wohl wieder nach Hause komme?" und "vermutlich sieht mein selbstgebautes Messer aus wie aus dem Werkkundeunterricht damals in der Schule. So von wegen Laubsägearbeiten und so."
Aber weit gefehlt. Richard bekommt es hin, dass wirklich jeder Teilnehmer mit einem Messer nach Hause fährt, dass sich sehen lassen kann und wo man durchaus stolz drauf sein darf. Natürlich. Bei einigen kriegsentscheidenden Fertigungsschritten legt Richard selbst Hand an. Ist das gut? Und ob! Da würden die meisten Kursteilnehmer wohl grandios scheitern und dann gibt es Frust, man muss vielleicht noch einmal von vorn beginnen, was ja auch eine erneute Zahlung für das vergeigte Material nach sich zieht, usw. Das ist schon in Ordnung so.
Der 2-tätige Kurs war perfekt organisiert und man merkt, dass sich hier die Prozesse eingespielt haben. Dadurch kein Stress. Alle Teilnehmer arbeiten ruhig und konzentriert und Richard und seine beiden Mitarbeiter halten alles in Schwung und sehen mit geübtem Auge, wo gerade Unterstützung nötig ist. Meinem Freund und mir hat es einen Riesenspaß gemacht und wir sind beide doch ziemlich stolz auf die beiden Messer, die wir mit nach Hause gebracht haben. Der Gedanke das zu wiederholen, ob noch einmal mit einem weiteren fixed oder gar mit einem folder, hat sich sofort festgesetzt.
Ich hoffe es hat Euch etwas Spaß gemacht und ich freue mich auf Euer Feedback, hier zum Kursbericht und gern auch in dem separaten thread mit den Messerbildern.
Viele Grüße,
Stefan -
Hallo zusammen,
gemeinsam mit einem Freund war ich letzte Woche zu einem 2-tägigen Messerbaukurs in Salzburg, bei Richard Kappeller. Wer sich mal die Homepage von Richard anschaut stellt schnell fest, dass hier ein echter Meister seines Fachs am Werk ist. Nicht umsonst hat er glaube ich 2015 und 2016 bei der Leserwahl im Messer Magazin in der Kategorie "fixed" den ersten Platz belegt. Die Kurse findet man ebenfalls auf seiner Homepage und sie werden über's Jahr verteilt sehr oft angeboten. Ich denke 2, 3 Mal pro Monat, so dass man einen passenden Termin finden kann. Kurse für den Bau eines Folders werden auch angeboten, gehen dann über 3 Tage und sind naturgemäß etwas teurer. Aber da dies unser erster Anlauf für ein selbstgebautes Messer war, haben wir uns zunächst einmal an das Thema "fixed" herangewagt.
Wenn man den Termin gefunden und gebucht hat, muss man im Vorwege nicht viel mehr tun als sich Gedanken zu "seinem" Entwurf zu machen und den zu Papier zu bringen. Richard steht natürlich vor dem Kurs bereit, telefonisch oder per Mail zu unterstützen. Z.B. um Materialfragen zu besprechen oder auch aufzuzeigen welche Maße beim Entwurf nicht überschritten werden sollten (z.B. eine bestimmte Länge, die dann seine Härteöfen nicht mehr hergeben). Sicher kann man auch mit einer Skizze zum Kurs anreisen und die dann mit seiner Unterstützung finalisieren. Bei mir war es so dass ich eine fertige Zeichnung meines Entwurfes dabei hatte und zusätzlich Selbige bereits auf eine Pappschablone geklebt und ausgeschnitten hatte.
So jetzt nehme ich Euch mal mit auf eine kleine Bilderreise in die Werkstatt.
"Werkstatt" ist schon fast tiefgestapelt. Richard's Werkstatt befindet sich in einem Gewerbegebiet von Salzburg und ist äußerst großzügig gehalten. Wir waren übrigens 13 Kursteilnehmer. Aber die konnten dort locker untergebracht werden, ohne dass man sich auf die Füsse tritt, wie Ihr sehen werdet. Neben Richard unterstützen übrigens 2 Mitarbeiter, so dass insgesamt 3 Helfer zur Verfügung stehen, den Kursteilnehmern mit Rat und Tat unter die Arme zu greifen. Kann also nix schiefgehen

Hier sieht man die linke Hälfte des ersten Teils der Werkstatt, mit Werkbänken, hinten links der Bereich mit den Härteöfen und wo Damastmesser geätzt werden. Hinter dem Holz verkleideten Pfeiler die 3 Bandschleifer, mit Absauganlage:
Vorderer Teil des selben Raumes:
Härteöfen und "Ätzbereich":
Bandschleifer:
Weiß nicht, wie diese Maschine heißt. Damit kann man die Oberfläche von Rohlingen oder Griffschalen planen:
Hier der zweite, noch größere Teil der Werkstatt, u.a. mit einem Gravurarbeitsplatz, einem Goldschmiedearbeitsplatz und einer großen Holzzuschneidemaschine. Rechts seht Ihr einen Teil der Treppe hoch zu einer kleinen Gallerie:
Auf dieser Gallerie stehen 2 Vitrinen mit fertigen Messern, Kaffemaschine usw.
Jetzt aber an die Arbeit. Um 9:00h ging der Kurs los, mit einer Begrüßung, gegenseitiger Vorstellung und einer Einführung zu den Materialien und zu den Maschinen. Danach wurde es dann ernst. Hier mein Arbeitsplatz. Jeder hat dort bereits eine Box stehen, mit Schleifpapier, Schleifklötzchen, Feilen usw. Die Handschuhe hatte ich mir selbst mitgebracht. Dort seht Ihr auch meine mitgebrachte Zeichnung plus Schablone:
Nachdem ich den Flachstahl-Rohling mit dem von mir gewünschten Torsionsdamast vom Richard bekommen hatte, wurde der Grundriss des Messer mit Hilfe der Schablone übertragen:
Dann ging es an die Bandsäge, zum groben Ausschneiden der Kontur:
Jetzt die beiden Bohrungen für die Pins setzen:
und am Bandschleifer etwas genauer in die beabsichtigte Form bringen, das nach der Bandsäge überall noch etwas Material übersteht. Schaut dann so aus:
Jetzt wird das erste Mal mit Schleifpapier etwas Hand angelegt ...... Es bleibt nicht bei diesem ersten Mal

Die Mitte für den Klingenschliff wird angerissen und der Flachschliff sowie die von mir gewünschte falsche Schneide werden angezeichnet:
Bis hierhin haben die Teilnehmer die Arbeitsschritte unter Anleitung und Rat von Richard und seinen Mitarbeitern selbst durchgeführt. Nun folgt mit dem freihändigen Schleifen des Flachschliffes und bei meinem Messer zusätzlich die falsche Schneide, der erste Arbeitsschritt den Richard mit all seiner Erfahrung und Routine übernimmt, weil hier die Chance für die Kursteilnehmer recht hoch ist, alles zu vergeigen

Da staunt der Laie, wie der Richard das mal eben so lässig aus der Hüfte schüttelt, mit einer Präzision, die ich mir so kaum vorstellen kann:
So schaut es dann aus:
Der erste Tag ist fast rum. Richard und seine Mitarbeiter machen das so routiniert, dass der Zeitplan voll aufgeht und alle Teilnehmer Ihr Messer für das Härten fertig haben. Jetzt ist es so um 16:30h herum:
So sieht es dann nach dem Härten aus:
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Ich hab's jetzt nicht so mit Herrn Strider, sondern eher mit Herrn Reeve, wie manche hier wissen

Was ich traurig finde ist das Gewese, dass dieser Herr um sich entfacht. Wenn man mitbekommt (oben schon angesprochen), wie ruhig und unaufgeregt ein Hinderer sein Business hochgezogen hat, wie bescheiden ein Chris Reeve aufgetreten ist, dann wird einem bei dem Strider statement nur übel. Wenn man dann im USN liest, wie sein Gefolge versucht die Scherben zusammenzufegen und der Fan-Gemeinde etwas Orientierung hinsichtlich der Zukunft von Strider Knives zu geben, dann wird deutlich wie rücksichtslos diese Kommunikation von Herrn Strider auch gegenüber seinen Weggefährten, Mitarbeitern und Partnern ist. Aber eigentlich fügt es sich ja nur ins bekannte Bild. Manche können eben nur so.
Die Messer haben ihre Fan-Gemeinde und das soll mir Recht sein. Es lebe die Vielfalt. Der Typ ist verzichtbar.
Grüße,
Stefan





























































