Beiträge von Tony Lennartz

    @ ferret,
    aber da in dem von Dir beschriebenen Fall den Zivilisationsmenschen das Know - How des 18. Jahrhunderts fehlt, hieße das für die meisten und bereits nach wenigen Tagen:
    a) Zurück in die Steinzeit.
    b) Das große Sterben.

    Die Firma produziert nach
    den strengen ISO – Regeln und ist
    entsprechen zertifiziert. Zudem werden wirklich nur Teile „Made in Germany“
    verwendet. Der so erlangte Qualitätsstandard wird auch von ausländischen
    Märkten honoriert. In der Heimat des Konfuzius geht so etwas natürlich
    schneller und vor Allem billiger, d.h. die Gewinnspannen sind weitaus größer. Offensichtlich
    ist das etlichen Behörden und ausländischen Militärstellen piepegal, sie wollen
    nur das „Made in Germany“ und ich finde darauf können die „Eickhörner“ schon
    etwas stolz sein.

    Hi vulpecula,
    ich bin einer der beiden Mods in diesem Wilderness - Bereich. Kollege Ajax ist leider nur sporadisch hier aber ich bin sicher, auch in seinem Sinne zu argumentieren, wenn ich behaupte, dass ein entsprechender Thread begrüßenswert wäre. Hier sind doch viele User welche man wirklich nicht als Couch - Potatoes sehen sollte oder nur Sammler, sondern der größte Teil tummelt sich mehr oder minder da draussen herum, also handelt es sich dabei um die passende und interessierte Zielgruppe.
    Wenn Du einen derartigen Thread, evtl. mit Unterthemen, hier eröffnen würdest, hast Du meine volle Unterstützung. :thumbup:


    Bis denne,
    Tony

    bei den ganzen D 2 - Annahmen und (falschen) Prognosen wird imer die letztlich ausschlaggebende Wärmebehandlung übersehen oder totgeschwiegen aber darin letztlich liegt der entsprechende qualitative Unterschied. Bei meinen Knochen, - Holz - manchmal Blechhackereien benutze ich seit 4 Jahren ein und dasselbe Messer (D2) und habe noch nie einen Ausbruch festgestellt.

    Wer in D-land Fallen baut oder platziert übernimmt damit eine "Verkehrssicherungspflicht". Damit unterliegen z.B. spielende Kinder od. Nachbarskatz einem rechtlichen Schutz u. jede Oberflächlichkeit des "Trappers" kann bitterböse Folgen nach sich ziehen.

    Wie hilfreich und wichtig Seile und Schnüre sein können, wird jedem halbwegs
    erfahrenen Outdoorer geläufig sein. Es sind frustrierende Momente wenn man Seil
    oder Schnur benötigt, dann aber feststellt, dass entweder die restliche Länge nicht
    genügt oder dass man vorhandenes Seil anderen Zwecken zugedacht hat.
    Um derartigen Negativerkenntnissen den Schrecken zu nehmen, möchte ich hier
    einige problemlösende Möglichkeiten eigener und nativer Bushcraft –
    Erfahrungen
    aufzeigen.
    Die alternative Seilherstellung aus natürlichen Materialien der Umgebung ist nicht nur eine
    hilfreiche Fähigkeit um das Leben in der Wildnis gewaltig zu erleichtern sondern dient auch
    zur vielfältigen Gefahrenreduzierung oder der Nahrungsmittelbeschaffung. Die Palette
    der Nutzungsmöglichkeiten reicht vom Nähgarn bis zum Abschleppseil. Die
    unterschiedlichen Herstellungsmaterialien können aus der Umgebung beschafft
    werden.

    Ein einfaches Seil oder eine Schnur besteht aus zwei Strängen, damit nehmen der Umfang
    und die Zugfestigkeit zu. Die einzelnen Stränge werden an beiden Enden rechts – oder
    linksherum gezwirbelt. Je stärker die Stränge verdreht werden, je steiler bildet sich der
    Torsionwinkel (Steigung) und umso steifer wird das angestrebte Seil. Die Anzahl der
    Windungen pro Maßlänge hängt vom Durchmesser der Stränge ab. Für eine harte Schnur
    von vier Millimeter Stärke, sind zwei Umdrehungen pro Zentimeter und sechs Umdrehungen
    für eine Millimeterstärke empfehlenswert. Um Schwachpunkte in der
    Schnur zu vermeiden, fügt man an kritischen Stellen eine weitere Faser hinzu. Eine
    gleichmäßige Schnur sollte an beiden Enden geringere Querschnitte aufweisen, so
    können neue Fasern hinzugefügt werden, indem man sie entlang der verarbeiteten,
    vorhandenen Fasern und den Enden legt und mit einzwirbelt. Äußerlich störende
    Fasern werden über einem Feuer schonend abgesengt. Die Verwendung eines dritten
    Stranges erhöht die Belastbarkeit beinahe um das doppelte und verlängert die
    Haltbarkeit der Schnur. Die Herstellung kann man vereinfachen und
    beschleunigen, indem man die einzelnen Stränge auf dem Oberschenkel zwirbelt.
    Weitere Fasern werden zur Verstärkung und Verlängerung hinzugefügt, indem man
    sie einzeln mit einrollt. Der Zeitaufwand und die Sorgfalt sollten in vernünftiger
    Relation zur angestrebten Verwendung stehen. Ein schnell und grob hergestelltes
    Grasseil zum Bau einer Notunterkunft benötigt weitaus weniger Zeit als eine
    sehr sorgfältig hergestellte Bogensehne, Wenn man feine Sehnen – oder
    Pflanzenfasern verwendet, dauert die sorgfältige Herstellung einer tauglichen
    Angelschnur auch mehrere Tage.

    Weitere Erklärungen zu verwendbaren Materialien folgen.

    wenn der Eingeschneite das Auto nicht verlassen konnte weil angehäufter Schnee die Türen blockierten, so wird man diesen Hügel wohl zur Rettung entfernt haben. So weit so gut aber dann wäre am Schnee oberhalb der Tür eine Bruchkante zu sehen und die ist nicht da. Was soll dem Mann denn ernsthaft hinderlich gewesen sein?
    Zur Verbreitung einer Nachricht ist der gänzliche Wahrheitgehalt nicht von ernsthafter Relevanz. Ein Schreiber startet die Nachricht (bad news are good news) und dann erfolgt die automatische Verbreitung als wenn ein Kiesel in einen Teich geworfen wird. Weitere Recherchen kosten Manpower u. damit Geld also wird das geflissentlich unterlassen.

    @ (Faust ),


    deine Einstellung gegenüber dem Terminus "Survival" teile ich, wegen seiner Mißdeutungen und daraus resultierenden Etikettenschwindeleien, seit Jahren aber leider ist er unumgänglich geworden.
    Die Situation um die Restfeuchtigkeit von Leseholz ist nun mal Fakt. Die brauchbar trockenen Stücke findet man in der gewünschten Eigenschaft auch nicht an stehendem, toten Holz. Wenn man aber von Letzterem nimmt (mindestens anderthalb Meter über dem Boden), hat man reale Aussichten, nach einigen Tage der Trocknung zwischen Unter - u. Oberbekleidung, die halbwegs taugliche Trockenheit zu erreichen.
    Unser Europa ist klimatisch nun mal zu feucht.
    Da wirkliche Feuersteine nur in bestimmten Regionen vorzufinden sind, kann man alternativ Quarzit oder quartzhaltige Kiesel nehmen und davon mit Hilfe des Messerrückens Funken absorbieren.
    Das Material sucht man vorzugsweise in Bach - und Flußsedimenten oder in Wurzelkratern. Das ist wenig attraktiv und nach 10 Versuchen hat man evtl. Aua - Finger aber es geht.

    wenn man ich unseren Breiten, draußen gefundene Hölzer zum Feuerbohren verwenden möchte, dann funktioniert das nie sofort und unmittelbar. Es ist immer zuviel Feuchtigkeit darin enthalten. Es empfiehlt sich, die einzelnen Komponenten fertig zu schnitzen, um sie anschließend für mehrere Tage zwischen Hemd / Pullover und Jacke zu tragen. Das ist die einzige Chance um die Hölzer, ohne Feuer, einigermaßen zu trocknen. Wenn man die fertigen, trockenen Komponenten von Zuhause mitbringt, ist das Feuerbohren sicher ein interessanter Zeitvertreib aber in einer realen Survival - Situation muß man sich mit dem begnügen was man vorfindet und das ist nicht trocken genug.

    semaphore,
    deine Frage wird bereits eingangs erklärt aber hier noch einmal.
    a) Zum vorbeschriebenen Bowiemesser.
    Im Gegensatz zu üblichen Messergriffen ist der hintere Umfang dieses Griffes (Bowie)
    deutlich geringer, wodurch die kürzeren Ring - und Kleinfinger den Griff komplett umfassen
    können. Die gebogene Form des Griffstücks und der daraus resultierende Hakeneffekt
    wirken beim ziehenden Schnitt und beim Messerhieb sehr entlastend und erübrigen den
    festeren Zugriff von Daumen und Zeigefinger. Beim kräftigen Messerstoß erfahren
    Daumen und Zeigefinger die gleiche Entlastung, da der Bogen des Griffstückes in
    der Handwurzel feste Aufnahme findet.


    b) Outdoorer od. Bushcrafter.
    Hier ist ein rechtwinkelig zur Klingenachse konstruiertes Griffende von Vorteil.
    Im Gegensatz zu runden – od. schrägt verlaufenen Griffabschlüssen, lassen
    rechtwinkelige Griffenden auch effiziente Stöße u. Schläge, von Hand oder
    mittels Schlagwerkzeug zu.


    @Iluminat,
    Du hast die Sachlage genauestens erkannt.

    Ookami,
    es kommt auf die Widmung des Messers an. Das Zitat bezieht sich doch auf ein reines Outdoormesser od. Bushcrafter und diese vorgenannten Messertypen sind nun mal mit geraden Griffenden vielfältiger einsetzbar weil von dort noch in gerader Richtung zur Spitze durch Schlag od. Stoß der erforderliche Penetrationsdruck aufgebaut weren kann
    Das Bowiegriffstück hat doch einen gänzlich anderen Ursprung, Verwendungszweck u. Charakter. Lesen. lesen, lesen, bevor Äpfel mit Birnen verwechselt werden.