Beiträge von Tony Lennartz

    Das PARA-I habe ich als ein leichtes und leistungsfähiges Zweitmesser entwickelt.
    Mit nur 49 g Nettogewicht ist es sensationell leicht. Bereits in der Testphase
    beeindruckte das Messer anerkannte Experten und trainierte Anwender als
    hochwertiges Notfallmesser, welches als Neckknife oder unauffällig, als
    verdecktes, taktisches Backup-Messer geführt werden kann. Die optimale Kompaktheit,
    die Leichtbauweise und die solide Belastbarkeit sind klare Vorteile dieses
    vielseitigen Messers. Das PARA-I entspricht als Neck– oder Backup–Knife, den
    hohen Ansprüchen und Bedürfnissen professioneller Anwender und gehört in die
    1st. Line of Gear.


    Stahl: 1.4110
    Gewicht: 49 g
    Klinge: 8,4 cm
    Gesamtlänge: 18 cm
    Preis: 85,- € inkl. Kydex - Messerscheide.
    Para-1.jpg Para-1-Scheide.jpg

    Vor Jahren war ich einige Wochen lang in Nordschweden (um Kiruna, Gällivare usw.) unterwegs.
    Wir waren nur in der Pampa und hatten häufig regnerisches Wetter. Jeder war mit einem US - bzw.
    Bw - Poncho ausgerüstet, der schützte unterwegs vor Regen. Wenn man die Kapuze
    mit der Zugkordel umwickelte diente der Poncho auch als Tarp. Paarweise
    zusammengeknöpft wurden die Ponchos als Zelte aufgespannt. Dabei ist wohl
    darauf zu achten, dass die Druckknopfnaht nicht genau auf dem First des Zeltes
    liegt sondern um eine Handbreit zur windabgewandten Seite versetzt wird. Wir
    sparten dadurch einiges an Gewicht und hatten für alle Einsatzbereiche
    taugliche Anwendungsmöglichkeiten welche uns weder ein Biwaksack oder ein Tarp
    noch ein Zelt geboten hätten aber das sollte vor einer Reise in allen Varianten
    geübt werden. Ich reise heute immer noch auf diese Weise und habe noch nichts
    Besseres gefunden aber mittlerweile beherrsche ich die Anwendungen auch im
    Dunkeln oder im Stress von Sturm u. Regen.

    Ein Tarp halte ich fürüberflüssig, da ein Poncho das voll ersetzt u. noch zusätzlich den mobilen

    Wetterschutz bietet. Wir sind oberhalb der Baumgrenze von schwerem Gewitter mit
    Wolkenbruch gesegnet worden. Dabei haben wir uns auf die liegenden Rucksäcke
    gesetzt und die Ponchos übergeworfen. Wir blieben trocken u. die Rucksäcke
    ebenfalls, das wäre mit Tarps ein "no go" gewesen. Wenn man sich für einen
    Poncho entscheiden sollte, dann bitte keinesfalls Neuware welche als "Bw -
    Ponchos" angeboten wird ohne eingehende Prüfung kaufen. Die Teile
    entsprechen meistens nicht dem Original und sind beinahe alle zu schmal, da
    fehlen an der Schmalseite komplette 20 cm. Die Gebrauchten sind gut und
    richtig, sie messen 220 x 160 cm u. diese Abmessungen sind auch nötig, also
    bitte nachmessen u. ggf. liegen lassen.
    4xReflektoren.jpgDackelgarage.jpgPonchobett.jpgPoncho-Camp-2.jpgPoncho-Lodge-1.JPGPoncho-Trage.jpgReflektoren.jpg

    ich stelle leider immer wieder fest, dass u. Anderem auch irreführende, fehlerhafte Beschreibungen von wohlklingendem Nonsens im überwiegenden Teil der Survival - Literatur zu finden sind. Das zwingt doch logischerweise den Verdacht auf, dass von Autorenseite heftig abgeschrieben wurde, denn wenn sie manche beschriebenen Dinge selbst probiert hätten, würden weniger romantische Survival - Märchen geschrieben.

    bei Eickhorn kosten die geschlossenen Griffschalen m. W. 42,- €. Wenn diese auch nicht im Shop aufgeführt sind, so sind sie doch dort erhältlich.

    Bitte nichts mißverstehen, es liegt mir fern Jan da etwas abzusprechen, habe lediglich persönl. Erfahrungen eingebracht. Weil ein Band über mehr Auflagefläche als eine Schnur verfügt haftet es i.d.R. auch besser während eine Schnur schneller durchrutscht wenn der Drehwiederstand des Drillholzes durch Druck von oben erhöht wird. Habe aus Mangel eines Riemens auch schon meine Cordura - Hundeleine verwendet weil sie besser funktionierte als der obligatorische Schnürsenkel.

    während des 2. Irakkrieges wurden von westlichen Einsatzkräften auffallend viele Bajonette abgebrochen. Untersuchungen ergaben, dass die Bajonette vielfach als Hebekwerhzeuge im Häuserkampf verwendet wurden. Daraufhin fertigte und lieferte die Fa. Eickhorn Ltd. Bajonette welche, bei seitlicher Hebelbelastung, bis zu 30 % unbeschadet nachgeben.

    das Gerber hat einen großen Namen und ist top - verarbeitet. That`s it in punct Survival und mehr ist da nicht, denn
    1. die Gewichtsverteilung ist mit dem relativ schweren Knauf kontraproduktiv und Messerhiebe sind alles andere als effizient und zum "trommeln" hat man in Survival - Situationen meistens keine Zeit.
    2. Die Serrations sind genau dort eingebracht wo der Messernutzer z.B. beim Stockschneiden die meiste Kraft einbringen kann, leider verhindern die Serrations das gehörig.
    3. Das schräge, kantige Griffende gestattet weder der Hand noch einem Schlagholz einen genauen Treffer, meistens rutscht es auf die festhaltende Hand, das heißt dann "Aua"! Sorry aber für Survival - Anwendungen wäre mir dann ein normales Fleischermesser genehmer.

    der querschnittsrunde Griff erfordert bei Messerhieb - und Hackarbeiten immer einen wesentlich festeren Zugriff als andere Griffvarianten. Ansonsten tendiert die auftreffende Klinge schnell u. leicht zum verkanten. Entaste einen Weihnachtsbaum zur Hälfte mit einem runden Messergriff, die andere Häfte mit gleicher Klingenlänge u. normalem Griff, dann wird der Unterschied schnell spürbar. Wenn der Griff nicht "rollen" soll muß man entsprechend fester zupacken. Auch wenn man ein solches Messer im Dunkeln od. unter Wasser führt weiß man nie so hundertprozentig wo denn nun die Schärfe steht. Ob man sich so etwas antun soll?

    RealShadow,
    dein Beitrag geht runter wie Öl und ich finde es großartig, dass Du deine Kinder in deine Waldaktivitäten einbeziehst. Zur Technik: Deine Schlinge würde vom Wind aus der Facon gebracht und nicht funktionieren. Wenn die Schlinge gut positioniert ist, nimmt man am besten 2 brusthohe, schlange Stöcke und schneidet in Höhe der vertikalen Schlingenmitte jeweils eine Spange in die Stöcke (wie eine antike Wäscheklammer) dann arretiert man die Schlinge in diesen Einschnitten und der Wind kann nichts mehr anrichten. Dabei macht es sich besser wenn die Spange eines Stabes zur entgegengesetzten Richtung steht als die andere. so kann das Beutetier von beiden Seiten kommen u. deine Falle wirkt auch. Das "Spring" - System hat auch gravierende Nachteile. Die Elastizität nimmt über Nacht gewaltig ab und die Spannung reicht nur noch zur Strangulation. Besser ist ein konstantes Gewicht hochzuhängen u. als Energiegeber mit der Schlinge zu verbinden. Den Erdanker zu schnitzen ist an sich unnötige Arbeit, da jeder Strauch oder Baum ion der unteren Rinde genug Halt für den Trigger bietet. Das spart Zeit und zieht nich unbeabsichtigt (bei hoher Zugkraft) den Erdanker heraus. Bitte, ich möchte Dir nicht zu nahe treten aber ich halte die Korrewktur für sinnvoll, da dieser Thread auch sicher von Leuten gelesen wird die Gleiches einmal probieren möchten. Dass diese Art des Beutemachens absolut strafbar und tierquälerisch ist sei hier nochmal erwähnt aber im "übergesetzlichen Notstand" bekommt man damit volle Töpfe.

    ...wenn das Köderholz kürzer wäre, käme vom Fallholz mehr Gewicht nach unten weil es mehr im vorderen u. schwereren Bereich wirksam würde aber die hängende Wurzel hält ja zudem noch beim Aufprall das Fallholz in unplanmä0iger Höhe zurück. Wenn das obere Stützkolz ab der Auflagekerbe 2x so lang ist, wird die Installation etwas schwieriger aber die Falle wirkt schneller. Je kürzen dieser Hebel ist, je länger dauert der Ablauf u. damit ist die willkommene Beute auf und davon. Das Verhalten der potenziellen Beutetiere zu studieren ist mindestens ebenso wichtig wie die Installation einer Falle. :thumbup:
    Hau rein,
    Tony

    Hi RealShadow,
    deine Falle hast Du sehr akribisch vorbereitet und diese Mühe u. Sorgfalt wird meistens unterschätzt wenn es an die praktische Durchführung geht. Allerdings funktioniert die Konstellation von Fallenmechanismus und Fallholz hier nicht wie angedacht. Das Köderholz ist um die Hälfte zu lang u. das Fallholz sollte in 90° -Winkel zur Fallenkontruktion stehen. Zusätzlich ist zu Dem Hammer (=Fallholz) noch ein Amboß erforderlich, damit erhöht sich die Effizienz, Die Wahrscheinlichkeit eines schnellen Todes wird dadurch höher. Dieser Fallentyp ist in seinen angestammten Gegenden nur für Raupzeug also Predatoren verwendet worden. Nager oder Federwild kann man wohl mit dem Fallentyp erlegen aber dann sollte dazu an Stelle einer Beköderrung ein "Spanntrigger" verwendet werden und die Sache klappt.

    @ Micha,
    und ich hatte deinen Kommentar sehr sorgfältig und nachhaltig gelesen. Aus rechtlichen Gründen verfügt die Fehlschärfe über keine Schneide, die dortige, obere Fläche ist aber lediglich 1mm stark.


    @ faulkner
    das Messer kannst Du bei mir bestellen und in 2 Wochen haben.