Beiträge von Micha M.

    Übrigens: Ein Becker-Necker und ein CS Mini-Tac Skinner werden hier gerade günstig angeboten, außerdem auch sehr günstig ein CS-Braveheart, bei den Blauen gibt es für schlanke 30 ein Ganzstahl-CAT von TOPS. Also auch gute Auswahl zu günstigen Preisen bei den Gebrauchten!

    Das Messer finde ich deutlich schöner als die Scheide, ehrlich gesagt. Als Neck-Knife-Scheide hätte ich die auch zumindest in der Außenkontur symmetrisch gestaltet, glaube ich. Das wirkt insgesamt im Verhältnis zum Messer irgendwie nicht "dazugehörig".

    Ja, das Dämpfen des Prellschlags kenne ich von den etwas weicheren Ontario-Griffen, während die harten CS-Kraton-Griffe weniger dämpfen. Ich mag Gummigriffe auch, mein Sissipuukko M 95 und mein Kizlyar Stalker haben einen, auch das Forprene von ER ist ja ne Art Gummi. Der Gummigriff meines Blade-System Raptor XL ist noch ne Spur weicher als die anderen und läßt sich ebenfalls auf Fingerdruck ein wenig eindrücken. Das gibt eine wunderbar definierte Handlage, auch bei Nässe und/oder Kälte. Dieser weichere Gummigriff war auch eines der am positivsten bewerteten Features beim Al Mar Warrior. Für ein Haumesser finde ich die Idee ausgezeichnet - soweit ich weiß, hat ja z.B. auch das Lofty Wiseman Survival Tool, vom Handling her einem Khukri nicht unähnlich, einen relativ weichen Gummigriff. Ich hatte für einige Zeit auch ein Ontario Combat Survival Kukri mit dem erwähnten etwas weicheren Ontario-Kraton und fand das Handling sehr angenehm.
    Die Frage nach dem Scheuern hab ich auch nur wegen der Erfahrung mit manchen gummierten Werkzeuggriffen gestellt, die bei stärkerer Bewegung in der Handfläche gescheuert haben.


    Das mit der Form des Griffes sehe ich wie Du, ich werde mit den traditionellen Griffen auch nicht warm. Die Erfahrungen und Überlegungen beim damaligen Khukri- und Haumesser-Vergleichstest und der anschließende Meinungsaustausch mit Arne vom Khukurishop waren ja auch ein Anlaß für seine Entwicklung eines "Tactical Khukri" mit westlicher gestaltetem Griff. Ich hab dann auch das probiert (...und besitze mittlerweile eines...) und komme besser damit zurecht.

    Sieht richtig gut aus! Scheuert das Material beim Hacken? Ich empfehle aber bei den "Großen" ohnehin Handschuhe beim Benutzen...
    Die traditionellen Griffe sind für viele westliche Anwnder wirklich nicht unproblematisch, insbesondere die scharfkantigen bzw. spitzen Knäufe und der Griffring. Der macht zwar bei der originalen nepalesischen Handhaltung Sinn, ist aber bei westlicher Haltung zuweilen wirklich störend.


    Deine Lösung gefällt mir wirklich gut!

    Meine gewohnte Umgebung entspricht Deiner. Nach der Beschreibung der Tat kann ich mir durchaus auch den von Dir beschriebenen Täter vorstellen, aber auch nen Fixer auf Beschaffungs-Tour, auch der in jämmerlichem Zustand und - ohne jede Ironie - meines Mitgefühls gewiß.
    Aber es bleibt hier die eigentliche Tatbegehung mit dem Messer in der Hand, in einem Laden während der Öffnungszeiten, mit anwesenden Verkäuferinnen und Publikum. Beide Tätergruppen reagieren u.U. nicht immer rational beim Ertapptwerden, die Anzahl von Angriffen auf Verkaufspersonal oder Ladendetektive steigt seit Jahren.


    Das Gericht hat deutlich gemacht, daß es nicht auf eine konkrete Anwendungsabsicht zur Gewaltbegehung abstellt, es darauf aber auch nicht ankommt. Es hat weiter angemerkt, daß der Täter das Werkzeug bereits in seine NICHT sozialadäquate Tatplanung einbezogen hatte und man hier auch nicht von einem zufälligen und zusammenhanglosen oder sonstigen sozialadäquaten Mitführen ausgehen kann. Der Täter hat vorsätzlich zumindest eine Situation durch die Einbindung des Messers in seinen Tatplan herbeigeführt, die - durchaus auch ohne konkrete Absicht - ein erhöhtes Eskalationspotential birgt. Genau DAS will die Schärfungsnorm zusätzlich bestrafen - und das ist hier mit 6 Monaten für drei Taten doch wohl auch in nicht übertriebener Weise geschehen.


    Mal ganz "unwissenschaftlich": Stell Dir vor, Deine Frau ist Verkäuferin in so einem Laden und erzählt Dir von Ladendiebstählen. Sie erzählt von armen Schweinen, die sich ihre nächste Pulle unter die Jacke schieben. Verboten, okay. Und sie erzählt Dir von einem, der gestern im Laden war und mit einem größeren Messer die Sicherungslabel von den Flaschen abhebeln wollte. Wirst Du Dir da NICHT denken: Was wär gewesen, wenn meine Frau den gerade beim Klauen ertappt hätte? Sie war in Gefahr, Gottseidank ist ihr nichts passiert!


    Hier die Strafe in angemessenem Rahmen zu erhöhen, erscheint mir daher durchaus richtig, auch wenn der Täter vielleicht ohnehin zu den Verlierern der Gesellschaft zählt und man ihm ansonsten eher helfen sollte.

    Ich hab Uhren-Fakes gesehen, die selbst Vertragshändler erst mal aufmachen mußten, um sie sicher zu klassifizieren. Und ich erinnere mich an ein Extrema-Ratio-Fake, bei dem selbst eingeschworene "Aficionados" nicht klar sagen konnten, ob es echt oder abgekupfert war. Übrigens hab ich auch schon Textil-Fakes gesehen, die von besserer Materialqualität waren als das Original :)
    Verschärft wird die Problematik natürlich dadurch, daß zuweilen ja auch Originale in den angesprochenen Billig-Ländern gefertigt werden und dann die Versuchung groß ist, entweder gleich noch ne inoffizielle Nachtschicht nachzulegen oder zumindest die Unterlagen zu verkaufen.
    Und auf Messen wird ja sowieso heftigst fotografiert, früher von Chinesen selbst, heute oft schon von angeheuerten Europäern, weil das weniger auffällt.


    Kann Olli nur zustimmen: EIN Indikator sind natürlich absolute Dumping-Preise gewerblicher Anbieter. Und glücklicherweise wird halt doch bei vielen Fakes noch an Details gespart oder geschludert....

    Imo wird die Entscheidung durchaus dem Einzelfall gerecht - und die Richter haben in ihrer grundsätzlichen Kritik an der Formulierung der Norm und der Uneindeutigkeit und Unterschiedlichkeit diverser Entscheidungen und Abhandlungen in der Literatur auch klar eingegrenzt, daß sie sich zu einer umfassenderen, allgemeineren Definition als der einer Einzelfallentscheidung aufgrund dieser Unzulänglichkeiten außerstande sehen.


    Stellen wir uns den Tatablauf vor: Der Täter hantiert unmittelbar BEI der Tatbegehung mit einem größeren Messer. Wie wäre denn der Eskalationsverlauf zu befürchten gewesen, wenn er dabei ertappt worden wäre? Hier die strafschärfende Norm anzuwenden, erscheint mir durchaus geboten.


    Bemerkenswert auch die Differenzierung, der Täter habe das Messer eben NICHT allein zu sozialadäquaten Zwecken mitgeführt, sondern zur Einbindung als Tatmittel in die Begehung einer Straftat. Soviel Augenmaß würde ich mir von Politikern wünschen, finde es aber nicht...

    Ich habe mittlerweile mehrere Klingen von Roman gesehen und in der Hand gehabt - und bin sehr angetan davon. Die Klingen wirken zuweilen urwüchsig, vielleicht archaisch - sollten aber in ihrer Leistungsfähigkeit, Funktionalität und durchdachter Gestaltung nicht unterschätzt werden.


    Die Klingen, die ich hier hatte, waren auf eine ursprüngliche Art und Weise schön, bei allem Unterschied zu genormter industrieller Hightech-Ware, aber auch zu den geschniegelten Messermachermodellen mit Griffschalen aus sonstwas für Viecher-Genitalien, ja, sie rochen sogar wunderbar nach Stahl und Schmiede :). Außerdem wirkten sie so unzerstörbar, wie ich es bislang nur bei den zentimeterdicken ebenfalls handgeschmiedeten Khukuri-Klingen aus meinem Haumesser-Test erlebt habe. Und Nägel durchtrennen sie schadlos sozusagen beiläufig.


    Eine der Klingen - über die Mirtin, der nun ihr stolzer Besitzer ist, noch detailliert berichten wird - hat mich besonders beeindruckt, sie hat, zusammen mit dem "Rambo-Haumesser" aus einer früheren Vorstellung, zu meiner Darstellung von Roman in der kleinen Geschichte über King ChriBos Safari nicht unwesentlich beigetragen.


    Eine weitere Klinge, für deren Fertigung Roman diverse Probemodelle geschmiedet und sich auch ansonsten aus reiner Freundlichkeit und gemeinsamem Interesse ganz unzeitgemäße und unglaubliche Mühe gegeben hat, ist mittlerweile an Martin von BS weitergegangen, der sie mit Schalen versehen wird. Ich freue mich darauf, dieses Messer nach Fertigstellung hier vorstellen zu können. Die Stoppeln von der so obligatorischen wie erfolgreichen Unterarm-Rasur erinnern mich daran, wie scharf er den Viertelzöller in reiner Handarbeit geschliffen hat :)


    Über das Fachsimpeln über diese Klinge habe ich auch Roman mailweise ein wenig kennenlernen dürfen - und das war und ist mir eine ausgesprochene Freude. Sicher ist er weder in allem "Mainstream" noch völlig Kind unserer Zeit - und das gefällt mir besonders, weil es eben auch zum Teil für mich selbst so gilt. Sein Engagement im gemeinsamen Interessenbereich find ich beispielhaft, seine freundliche Gefälligkeit beeindruckend.


    Ich kann mir vorstellen, wie er wieder an seiner Esse steht oder abends auf einen Schluck mit der Grünen Fee flirtet - und stoße auf die Entfernung mit einem Lagavulin mit ihm an, Bootsmann und Mirtin sicher auch mit etwas nach Gusto :)


    Bootsmann: Viel Spaß mit dem zierlichen Neck-Knife, schicker Zehnzöller, erinnert von der Klingenform her ein wenig an einige traditionelle übergroße spanische Navaja-Klappmesser...
    Mirtin: Schon einen Panzer geknackt mit unserer gemeinsamen Bekannten?

    Find ich auch völlig in Ordnung. Paßt in die "Gesamtlinie" (siehe TCFM), fügt sich von der Aussage her in die Firmenzielrichtung und klingt erheblich sachlicher und weniger blutrünstig (und auch nicht so unfreiwillig komisch) wie der ursprüngliche Entwurf. Die Dinger sollen ja wirklich als maximal robuste Gebrauchsmesser den Worst Case noch mal herumreißen, sozusagen. Ob das durch Aufhebeln einer Autotür zur Unfallrettung oder Rettung des sonst im Grillfeuer verbrutzelnden Charolais-Steaks besteht - oder schlimmstenfalls der rechtlich angemessenen Verteidigung von Leib und Leben :) - hängt ja von der Situation ab....Wird also der "Philosophie" eines ultrarobusten Gebrauchs- und Einsatzmessers gut gerecht.

    Eine Bitte in die Runde, ohne jemandem die Möglichkeit zur konstruktiven Kritik nehmen zu wollen!
    Aber ich denke wirklich, Tim hat den Inhalt der Kritik verstanden.
    Wollen wir nicht lieber versuchen, ein paar Namensvorschläge in die Runde zu werfen?


    Denkbar wär doch z.B. ein Bezug auf den Firmennamen, wie hier ja schon vorgeschlagen, also z.B. etwas mit


    "Urban Crusade", "Modern Crusade" oder so.


    Oder eine Orientierung an der unterschiedlichen Größe und entsprechende Abstufung: "Squire", "Knight", "Lionheart"
    (Knappe, Ritter, Löwenherz)


    Oder etwas mit einem Bezug auf den "heutigen Ritter", also "Current Knight", "Modern Knight" "Today's Knight"...


    Wenn es nicht reicht, drei verschiedene Namen zu finden, kann man doch auch zur Not die Sache mit der Ziffernfolge fortsetzen, wie gehabt.


    Möglichkeiten gibt es da doch viele!

    Wenn Du die Namen selbst festlegen kannst, das noch nicht endgültig passiert ist und Du relativ problemlos die Zustimmung des Machers einholen kannst, würde ich das nicht so lassen.
    Sorry, Klartext nur wegen der Notwendigkeit zur Entscheidungsfindung: das klingt billig, unseriös und ungeschickt.


    Du hast doch hier umfangreiche Threads im Trident (:) )-Unterforum - warum sammelst Du in einem nicht mal Namensvorschläge? Macht wenig eigene Arbeit, nutzt die Kreativität der anderen Mitglieder. Schlimmer als die jetzigen Vorschläge kann's kaum werden, falls nicht jemand so sinnige Sachen wie "Schoolshooter's Dream" oder "Königspudel-Slicer" vorschlägt...

    Sehr schön! Bei diesen schönen Motiven "verzeiht" man auch gern den dadurch etwas verspielten Eindruck. Besonders der Skull mit der Maske hat es mir angetan. Sehr ansprechendes Gestaltungsdetail: die Daumenauflage!

    ...um mal den Appetit weiter anzufachen: Das Messer kommt auch bei FMA-Größen wohl ganz gut an, siehe:


    http://www.rayfloro.com/?p=31


    Gut, ein paar Messer von der Insel sehen eindeutig so aus, als hätte man nach der Teepause das Finish vergessen, oder - wenn ich an das urwüchsige Armee-Survivalmesser denke - Wilhelm der Eroberer hätte so was noch persönlich im Gürtel getragen...aber das Ding gefällt mir auch schon längere Zeit. Wenn man nicht gleich das sprichwörtliche "Geschick" der Araber für Soldatisches mit erwerben muß...


    mareshal, sei so nett und poste oder mail doch mal das Ergebnis einer Anfrage zu Frachtkosten usw....

    Das Review gefällt mir ausgesprochen, sehr informativ und bestens lesbar!
    Das Messer ist durchaus interessant, erhellend wäre eigentlich mal ein Vergleichsgebrauch von Izula, Professional Soldier, Becker Necker und Perrin Neck Bowie...

    Roman, ich hab es natürlich geahnt....Machst Du die durch sanfte Konturierung eines Brückenpfeilers??
    Bist aber selbstverständlich genau am klassischen Vorbild. 10 Zoll waren sozusagen Mindestlänge, üblich eher 12. Heutzutage sind die 22 Unzen des modernen Marine Raiders schon den meisten Anwendern deutlich zu schwer, ich selbst mag das Messer sehr.
    Sehr schöne und noch bezahlbare große Bowies findet man übrigens bei mineralmountain.com :)


    Die Form gibt natürlich heftig Vorderlast und damit Schwung und Auftreffenergie, allerdings ein wenig zu Lasten schnelleren Umlenkens. Mein Marine Raider handhabt sich fast wie ein Bolo oder ein Khukri. Außerdem bringt die Form bei einem längeren ziehenden Schnitt einen ähnlich günstigen Andruckwinkel der Schneide wie beim Recurve, der Einstich wird schon im ersten Klingendrittel maximal breit, und das heißt schnell: breiter als 50 mm....ähnlich wie beim Raptor XL...

    Das Becker gibt's bei Knifetom.net derzeit für inländisch schlanke 44 Euro...In der Preisgruppe von Neck Angel und Professional Soldier kannst Du Dir aber natürlich auch bequem was "auf Maß" anfertigen lassen. Größe, Griffwinkel usw. bei einem Neck Knife unterliegen ja stark individuellen Vorlieben.
    Würde halt auch was in Ganzmetall oder mit sehr flachem Griff wählen, damit es nicht so aufträgt. Schau doch auch mal bei den kleinen TOPS-Modellen, z.B. beim CAT oder anderen entsprechend kleinen Messern...
    Da ZU lange Neckies zum Pendeln und dazu neigen, entweder unten oder oben bei ungünstigen Positionen abzustehen oder unten aufzusetzen und dann oben abzustehen (z.B. beim Sitzen) wäre imo ein kürzerer Griff nicht schlecht.
    Wie wär denn etwas in der Art eines MPT ohne Schalen, oder ein BS Microskeletty oder etwas in der Art der CPR-Modelle von BS (aber mit "normaler" Schneide)?

    Das ist eine Version des Marine Raider Bowie, das von verschiedenen Herstellern gebaut wurde und aktuell von Ontario hergestellt wird. In der Ontario-Version hat es eine Zehnzoll-Klinge und 22 Unzen (625g) Nettogewicht. Ich hab in meinen Vergleichstests kein besseres gerades Serienmesser fürs Hacken gefunden. Von Ontario wird es allerdings nicht blank, sondern in 1095 mit Beschichtung angeboten...