Beiträge von Micha M.

    Immer noch mein Lieblingsfolder.
    Hab jahrelang danach keine anderen mehr gekauft.
    Mail mich mal an, ich sende Dir einen ausführlichen Erfahrungsbericht.
    Bei Werksschliff muß man die von Revierler angesprochenen Abstriche bei einer 6 mm- Klinge mit ca. 20 mm Klingenhöhe schon machen, da läßt sich aber noch was herausholen.
    Die Handlage finde ich jedenfalls sehr ansprechend, insbesondere gefällt mir daran auch, daß das Messer geschlossen hervorragend einsetzbar ist, eben als Palmstick/Kubotan. Das wird bei vielen Designs wenig bedacht, bei Bram Frank finde ich so etwas allerdings auch. Klappt beim Nemesis wirklich bestens, auch in Verbindung mit den satten 225 g.
    Auch nach Jahren regelmäßigen Gebrauchs bei meinem kein Klingenspiel.
    Mehr im Bericht.

    Tolles Finish!
    Sehe den Sinn der Platte am Paracord auch als Ziehhilfe. Das Messer eignet sich ja bestens für Trageweise in der Hosen-/Jackentasche. Am "Schildchen" kann man doch bestens mit Ring- und kleinem Finger fassen, während Daumen und Zeigefinger am Griff ziehen.

    Pfeif mal auf Reputation!
    Es gibt schließlich nicht das Messer für JEDEN!
    Also mach am besten vor irgendwelchen grundlegenden Entscheidungen das, was ich auch meinen Beratungs-"Opfern" anrate bis auferlege:
    Schneid Dir mal aus dicker Pappe zu beiden Grundformen ne maßstabgerechte Schablone aus und geh ein wenig damit um. Du wirst selbst fühlen, was Dir am angenehmsten ist - und das ist dann richtig für Dich!
    Denk aber halt beim Umgang auch daran, wie sich das auch bei Belastung anfühlt, beim Schneiden, Drücken usw.
    Also mal ein wenig in der Hand bewegen bei lockerer Haltung und sozusagen mal "lauschen" :)

    Eiserner, ein perfektes Tactical: Die grünen Parierelemente begrenzen wirksam ein Abrutschen auf die Klinge oder Herausrutschen des Griffs nach vorn. Die Griffbohrungen ergeben ein sicheres Handling und erinnern ein wenig an die CRKT M-16 - Serie. Interessanter Ansatz, einen Folder mit einer Razel-Spitze auf den Markt zu bringen. Auch hier wieder Erinnerungen an das Becker Tac-Tool und die Graham Razel-Serie. Das bringt eine belastbare Spitze für den wirklich harten Kita-Einsatz. Auch die Farbwahl, ein cooles "Desert" kombiniert mit Grüntönen, ist absolut trendy.

    Das wär dann ähnlich dem Design von Chad Los Banos, etwa beim MPT oder beim Subcom...


    Im Grunde ist das ja einem SLCC/Microskeletty-Griff bis auf die gerade untere Kontur nicht unähnlich.


    Allerdings unterstützt die ergonomische Formung/Konturierung sowohl den Bedienkomfort als auch die Sicherheit des Handlings - und bei einer Einzelanfertigung von BS hat man ja zudem die Möglichkeit, sich das genau auf die eigenen Bedürfnisse einstellen zu lassen (haptisches Empfinden, Handgröße, Haltungsgewohnheiten usw.).


    Konkret führt die untere Kontur des Microskeletty-Griffs zu ähnlichen Ergebnissen wie die Formung des RB-Griffs bei Martins OR-Reihe: Man muß das Handgelenk nicht so weit dehnen, um die Spitze gerade nach vorn zu bekommen. Diese Arbeitshaltung finde ich ergonomisch sinnvoller.


    Wie stark soll denn der Griff gestaltet sein (Griffdicke)? Soll er beschalt werden, ober schwebt Dir eine Ganzstahlversion wie beim Neck Bowie vor? Je dünner der Griff werden soll, umso höher würde ich ihn wählen. Und je kürzer er werden soll, umso mehr würde ich auf Gestaltungen Wert legen, die ergonomisch günstig wirken.
    Wenn er schon die Hand nicht füllt, sollte DAS was in der Hand ist, wenigstens definiert drin liegen...


    Einen normal langen Griff kann man sehr gut auch ganz schlank und zierlich gestalten, bei einem Dreifingergriff würde ich mehr Höhe UND Konturierung vorziehen...

    Man könnte den Griff weiter unten an die Klinge setzen und oben Platz für ne Daumenrampe lassen. Liegt die Schneidenlinie höher, neigt das Messer nicht so zum Kanten, und das Auflegen des Daumens könnte die Geschichte weiter stabilisieren. Befürchte aber immer noch, daß ein derart zierlicher Griff nicht die gleiche sichere und belastbare Handlage erbringt wie ein höherer...

    Noch was für den Appetit: Hatte ein RD 9. Ist wirklich ultrastabil gewesen. Full Tang, Viertelzollstärke, 5160er Federstahl.
    Gehört wirklich zu den robustesten Messern, die ich kenne - bei sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.
    Auch nach der Materialumstellung auf 1095 durch die Ontario-Serienfertigung wird man da aber materialmäßig immer noch gut und geeignet bedient.
    Die Dinger sind nicht wirklich hübsch - aber auch nicht für die Vitrine gemacht, sondern ausgesprochen fürs Rannehmen.

    Es gibt ja auch REK-Techniken für Forward-Haltung. Die Überlegung dahinter ist, stark vereinfacht gesagt, die Verwendung von unten nach oben und von außen nach innen insbesondere in Situationen mit Umklammerung durch den Gegner, Bodenkampf und sonstige Situationen mit sehr geringer Entfernung zum Gegner.
    Darüber hinaus kann ich zumindest die Griffe meines OR-RB Recurve Bowie und meines Raptor OR-GG ebenso reverse halten und dann das Fingerloch für den kleinen Finger nutzen. Ich habe leider kein CPR und kann zu genau diesem Griff nichts Konkreteres beitragen.

    Die Fingermulden am dünnen Griff des Minimalist schützen bestimmt sicher vor einem Herausrutschen des Messers nach vorn. Allerdings liegt die Schneidenlinie erheblich unter der Griffunterkante in den Mulden. Schneidest Du Härteres, kann sich leicht die Tendenz zum Wegkanten ergeben. Der Griff ist zu niedrig und auch insgesamt zu zierlich, um das - selbst mit Fingermulden bzw. den Stegen dazwischen - wirklich gut aufzuhalten. Man müßte ihn dann schon in erheblicher Stärke auslegen - und das ist bei Neckknife-Trageweise eher suboptimal...
    Bei insgesamt größerer Ausführung hätte ich absolut nix gegen diese Griffform, aber so hab ich die geschilderten Befürchtungen.
    Einen höheren Griff kann man flacher auslegen, selbst das Kanten eines sehr flachen höheren Griffs in der Hand kann man gut kontrollieren. Wenn es um Gewichtsersparnis geht, könnte man einen höheren Griff imo besser skelettieren, als einen insgesamt zu kleinen zu wählen...
    Bei unveränderter Gestaltung würde ich daher bei einem wirklich allroundtauglichen Messer eher für das Microskeletty als für einen Minimalist-Griff tendieren.


    Allerdings könnte ich mir durchaus vorstellen, wie ein rahmenförmiger Griff mit ausgeprägten unteren Fingermulden aussehen könnte - sozusagen eine Kombination beider Formen. Also sozusagen einer Erhöhung des Minimalist-Griffs mit Skelettierung zur Gewichtsersparnis...Das wäre auch eine interessante Option...

    Ich will das Messer hier nicht "per Definition" als Fälschung brandmarken, habe aber auch selbst zumindest solche Zweifel an der Echtheit, daß ICH es selbst nicht kaufen würde.
    Die Fixierung des Clips mit drei Schrauben ist authentisch, dafür sind die Farbkontraste bei den beschichteten Schrauben und dem Clip im Vergleich zum Rahmen untypisch. Außerdem fehlt es dem Messer an der Zusatzverriegelung. Okay, möglicherweise kann ER bei einer Sonderversion darauf verzichtet haben. Zusätzlich hätte man dann aber auch gleich auf die kleine Konterschraube zur Achsschraube verzichtet.
    Auch die Verpackung sieht für mich irgendwie glatter und "billiger" aus, als ich es von ER kenne.
    Insgesamt wirkt das Messer, als hätte man es nicht nur kleiner, sondern auch gleich billiger bauen wollen als das Ausgangsmodell.
    Das sind alles nur subjektive Eindrücke, letztlich wird vielleicht ER Aufklärung bringen...
    Trotzdem finde ich den Austausch hier legitim, denn Fakes - ob dieses konkret eins ist oder nicht - haben heute teilweise wirklich eine derart hohe Ähnlichkeit zum Original erlangt, daß man sonst auf den ersten Blick und ohne Detailprüfung selbst als Messerfreund mächtig reinfallen kann...

    Im Uhrzeigersinn: Juchten "Duke", Blade-Systems "Max", Al Mar "SOF Attack" und Paragon "Harley Battle Bowie"


    Hohoho, im Münsterland schneit es jetzt auch mörderlich - da kommt sogar Heini Klötenkötter mit seinem Trecker ins Schliddern


    Natürlich hast Du trotzdem recht: Ich werd wohl langsam senil, bin aber zuweilen nicht unnett - und hab ein schönes scharfes Messer am Rollator :)

    Peace, Leute! Wir haben uns schon alle richtig verstanden, denke ich. Sind ja auch alle schon groß und auch keine Chorknaben :)


    Außerdem ist doch jetzt sowieso Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen angesagt - ist doch bald Weihnachten.


    Foto0228.jpg


    Euch allen also eine interessante und friedliche Adventszeit :)

    Stimmt, Igel, das Messer sieht schon ziemlich wild aus - nicht so nett und harmlos wie Dein Trident Persian mit seinen höllischen Serrations :)
    Nein, mal Spaß beiseite: Das Trident Persian ist ebenfalls eines DER Messer, die mir sofort einfallen, wenn ich an den angesprochenen Eindruck mancher Gestaltungen denke. Ein tolles Messer!!
    Ähnlicher Eindruck: Camillus Cuda (Terzuola-Design) in der Custom-Version von Jens Anso, Extrema Ratio Suppressor, Spyderco Civilian oder Blade-Systems Raptor XL...

    Wird nicht nötig werden, Moonknight.
    Außerdem finde ich es nicht nur zulässig, sondern auch nicht unsympathisch, die Dinge immer wieder auf den Boden der Realität zurückzuholen und an ihrem praktischen Nutzen eher zu messen als an Optik und Nimbus :)


    Kiku Matsuda legt sich mit seinen Modellen - soweit ich weiß bzw. nachvollziehen kann - nicht auf einen bestimmten Anwendungsstil fest. Seine Modelle decken die Bedürfnisse verschiedener Stile ab: Von den sehr großen Messern, die für Stile wie die von Mike Everyman oder James Keating günstig sind, über lange schlanke Klingen für Techniken wie etwa die von James Williams über Reverse-Edge-Klingen für Techniken von Southnarc oder andere P'Kal-Spezialisten bis hin zu sehr kleinen Klingen und Messern mit Zweifingergriffen und/oder Zeigefingerlöchern, wie man sie bei Perrin findet. Außerdem natürlich mittlerweile Karambits und andere Messer, die sich für FMA sehr gut machen.


    Jetzt weiß ich sehr gut, daß Leute wie MacYoung - den ich ansonsten für durchaus realistisch halte - die Auffassung vertreten, Reversehaltungen seien nicht wirklich "kampftauglich" - weiß aber auch, daß Leute wie Floro oder Dionaldo oder - um nicht so weit zu gehen - mein Freund Ama-ebi mich mit genau dieser Haltung zerlegen würden wie ein japanischer Spitzenkoch sein Sashimi...


    Das Aggressive Talon ist imo insbesondere für Schlitztechniken und einen sehr schnellen, beweglichen Kampfstil ausgerichtet. Jaaaa, ich weiß, daß Adepten des militärischen Messerkampfes erwidern werden, daß die schnellste finale Wirkung nur durch tiefe Stiche erzielt wird. Okay...aber anderseits vertreten Profis wie Michael Rüppel aka Krav 1999 mit langjähriger professioneller Erfahrung einen Stil, der trotzdem auf Beweglichkeit zur Vermeidung eigener schwerwiegender Verletzung und auf Schnitte zur Erzielung einer in der Verhältnismäßigkeit zu dosierenden gegnerischen Handlungsunfähigkeit setzt.


    Wer wäre ich, mich da aufzuschwingen und zu sagen: Das taugt nichts.


    Wählt man einen Stil, der bogenförmige Schnitte favorisiert, macht das Aggressive Talon jedenfalls Sinn: Es schlitzt wie ein Hawkbill, ermöglicht aber durch die scharfe Rückenschneide auch Backcuts im Rückschwung oder z.B. Jabs mit der Rückenschneide.


    Man muß das nicht als eigenen Stil wählen, aber stimmig ist es schon, finde ich...

    Sehr schönes Stück!
    Kiku Matsuda bietet ja die Backup-Serie mittlerweile sowohl mit verschiedenen Klingenstärken als auch -längen an.
    Das Messer - mit einer Klinge irgendwo zwischen 110 und 140 mm Länge - könnte mich auch noch schwach machen.


    In diesem Preissegment eher bedauerlich finde ich - sozusagen als farblicher Purist - den Kontrast zwischen Schalenmaterial und Scheide. Das geht schöner :)


    Wenn ich mir anschaue, was Steve in letzter Zeit an Schätzen vorstellt, wird er vermutlich irgendwann verhungert inmitten von Perlen der Messermacherkunst aufgefunden...Vielleicht gibt im Oliver "Moonknight" ne Scheibe Salami ab.


    Wieder mal ein tolles Ding, Stefano!

    Nur ganz kurz:
    Ich finde Matsuda immer noch anregend. Innovation kann bei einem so seit Jahrtausenden und global behandelten Thema zwangsläufig kaum noch in GÄNZLICH neuen Gestaltungen bestehen, außer vielleicht besonders exotischen neuen Folderverschlüssen, sondern in interessanten und anregenden neuen Nuancen. MIR reicht da schon, z.B. Messer mit Zeigefingerlöchern eben nicht nur - wie bewährt - mit kurzen Klingen zu gestalten, sondern auch mal mit einer siebenzölligen. Das habe zumindest ICH erstmals bei Matsuda gesehen. Auch seine Klingenformen sind in ihrer Vielfalt und den jeweiligen Formen sehr anregend. Man muß nicht alles mögen, es muß auch nicht jeder Matsuda mögen. MIR bringt ein Blick auf die Modellpalette jedenfalls zuweilen mal eine neue Idee oder zumindest eine Anregung.


    Rechtliche Basics:
    Es gibt Messer mit Werkzeugcharakter und ohne Einschränkungen. Es gibt welche mit Werkzeugcharakter aber einer - ansonsten unsystematischen - Tragebeschränkung nach § 42a WaffG. Dazu zählen z.B. einschneidige Einhand-Folder (usw.) oder auch "normale" Fixed über 12 cm Klingenlänge. UNBEACHTLICH der Klingenlänge unterliegen auch Messer der Tragebeschränkung, die den rechtlichen Charakter einer Hieb- und Stoßwaffe haben. Diese Messer - wie alle "normalen" Hieb- und Stoßwaffen - sind KEINE verbotenen Waffen. Nicht jeder Dolch oder jedes Schwert - und auch nicht das Aggressive Talon - ist nur wegen der Waffeneigenschaft dann auch "verbotene Waffe". Ausschließlich die Gegenstände, die den Eigenschaftenkatalog der entsprechenden Anlage zum Waffengesetz als "verbotene Waffe" erfüllen, sind auch verboten, und zwar sowohl hinsichtlich Besitz als auch hinsichtlich Führen. Selbst dort gibt es allerdings bestimmte Ausnahmetatbestände, z.B. für bestimmte Berufsgruppen usw. Bei den Messern sind das insbesondere die Faustmesser, Butterfly-Messer und OTFs (Frontspringer).


    Das Durcheinanderwerfen von Begriffen, insbesondere rechtlich präzise belegten Begriffen wie "verbotene Waffe" oder auch putzige Neuschöpfungen wie bitterpöse "Trageabsicht" sind nicht zielführend.


    Ansonsten kann ich auch mit ruppiger Argumentation gut leben und bin hier keinem böse, so lange es um die Sache geht und nicht in persönliche Anmache oder sachfremde Pöbelei ausartet. Also ruhig Blut miteinander - wer stänkert, kriegt eins mit der Kubaton-Salami :)