Zeitlos schön und die pure Einladung zum praktischen Gebrauch!
Kann Deine Freude nachvollziehen (über die Freundlichkeit natürlich ebenso wie über das Messer selbst).
Hab kürzlich übrigens auch den Puma Skinner mit seiner sehr schönen Linienführung "angehimmelt" - das Ding könnte mich auch noch schwach machen.
Mal ganz un-"taktisch"??? Nun ja, wenn man sich anschaut, woraus einige heute legendäre Kampfmesser-Klassiker entstanden sind, meinetwegen das wünderschöne Randall Mod. 3 oder das SOG Recon Bowie, ist der Schritt ja nicht SOO groß...
Beiträge von Micha M.
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Hab das CrossHair hier auch schon mal erwähnt - mir gefällt es sehr gut. Kompakt, dabei aber eine wirksame, breite Klinge.
Auch die Auswahlmöglichkeiten hinsichtlich des Wellenschliffs finde ich positiv (Versionen glatt / beidseitige Teilwelle / glatte Hauptschneide und langer Wellenschliff am Rücken), da die Anwender da doch sehr unterschiedliche Vorlieben haben.
Interessant ist sicher auch die Auswahlmöglichkeit beim Finish, zusätzlich zur schwarzen Version gibt es ja noch mehrere Camo-Versionen.
Was dabei aber gar nicht "geht": Da wird das komplette Messer in Camo-Ausführung gestaltet, Griffe passend zur Klingenbeschichtung usw. - und dann kommt das Messer in eine einfarbige graue Kydexscheide, aus der dann oben der Camo-Griff rausragt.....Sieht aus wie gewollt und nicht gekonnt.
Trotzdem insgesamt "Daumen hoch" von mir für das Messer!Zum Preis: Mit Fracht und Steuern wird das dann bei diesem Preis bei inländischen rund 220 Euro liegen. In der schwarzen Version bleibt es dann dabei...kein Schnäppchen, aber erträglich. In der Camo-Version wird dann aber wohl noch mit der ganzen Versenderei und den Aufpreisen für Camo-Kydex ein runder Fuffi an Mehrkosten für die "fällige" Custom-Scheide mit Camo-Kydex kommen müssen. Da zwickt es dann schon ein wenig...
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Die Biegung ist bei normaler Haltung gegenläufig zu der eines "normalen" gekrümmten Säbels.
Sie entspricht eher der von Kopis und Falcata.Wo der Säbel im bogenförmigen Hieb also mit der gekrümmten Schneide MIT der gebogenen Bewegung durchs Schneidgut gleitet, zieht sich die Schneide des PKM sozusagen gegenläufig durch das Schneidgut.
Übrigens gestattet die Form und Länge des Griffs aber "bedarfsweise" auch ein Drehen in der Hand, um mit dem vorderen geschärften Teil des Rückens zu arbeiten wie mit einer Krummsäbelschneide.
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Die Erle unter den Standard-Griffen sind ja standardisiert. Das Fulcrum hat in einer ganzen Reihe von Tests schon Scherlasten von 150 kg ohne Bruch ertragen, also die Art von Belastung, wie sie auch bei korrekter Nutzung als Steighilfe eintritt. Bei Belastungsverteilung auf die gesamte Länge wurden weit höhere Lasten ohne Bruch ertragen.
Die Erle sind übrigens breiter als einige Griffe, die ich kenne. Pappt man auf so etwas links und rechts Schalen, ist es "unzerstörbarer Full Tang"- macht man nen Gummigriff drumrum, ist es eine "zerbrechliche Angel"....
Übrigens: Auch diverse Full-Tang-Erle sind unter den Schalen gebohrt (Tapered Tang).Ich habe meinen ERs bei realistischer manueller Belastung bislang keinerlei Schaden zufügen können.
Zusätzlich zum Materialquerschnitt muß man auch die Materialwahl und Wärmebehandlung berücksichtigen: Böhler N 690 ist bei einer Härtung von 58 HRC ziemlich elastisch und längst nicht so spröde wie denkbare andere Materialien. Bei vielen Einsatzmessern hat sich gezeigt, daß Bruchprobleme häufiger aus Härtungsfehlern resultieren als aus einer unzureichenden Materialstärke oder Klingen-/Erlgeometrie. Beispiele sind Brüche bei einer Serie der Einsatzmesser des SEK NRW, bei Tests des Gerber Harsey Ranger oder z.B. auch beim SOG Team Leader in der Charge aus zu stark gehärtetem BG 42...
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Das Konzept des kurzen gebogenen Griffs und eines Zeigefingerlochs ist weder neu noch erhebt es Anspruch auf "Exklusivität"
Das mit dem "Abkupfern" sehe ich daher gelassen.
Hat Perrin das Design etwa von den fast gleich aussehenden "Postenklau"-Messern abgekupfert, die als Neuauflage z.B. CRKT Bear Claw oder S & W Badge Knife heißen? Auch Kiku Matsuda baut Messer in dieser Gestaltung.
Ich selbst hab bei der Mitgestaltung der "Operators Ring"-Serie für Blade-Systems die gleiche Gestaltung gewählt und umfangreich begründet, auch unter Hinweis auf bekannte Vorläufer der gleichen Gestaltungsart. Das läßt sich übrigens auf der HP von BS nachlesen, ist vielleicht eine ganz interessante Lektüre für Interessenten des neuen CS...Das neue Messer finde ich dementsprechend interessant, bei der Scheide hätte ich allerdings auch eindeutig eine Gestaltung vorgezogen, die schon beim Erfassen und Ziehen die Nutzung des Fingerlochs gestattet. Sowohl bei meinem Raptor OR als auch meinem OR Recurve Bowie von Blade-Systems hat sich diese Gestaltung bestens bewährt und läßt das Messer schon im Moment des Ergreifens stressfest in der Hand liegen und gestattet ein Ziehen IM Griffring....
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Viel politik-mainstream-freundliche Ideologie, wenig Vernunft, wenig Logik.
Nach dieser "Logik" wäre die olivgrüne Winkeltaschenlampe eine Massenvernichtungswaffe, die schmalen "Smersh"-Modelle von Spetsnaz mit schlanken und sehr schneidfreudigen blanken Klingen und ohne Parierelemente dafür aber lustige Wandermesser.
Die Schutzbeschichtung von Kohlenstoffstahlklingen ist ein "Killermerkmal", ein Kampf-Golok mit runder Spitze aber natürlich eindeutig ein Gartengerät. Unfug allerorten.Insgesamt der albern hilflose Versuch, realitätsferne ideologisch-politisch motivierte pseudotechnische Unterscheidung zwischen "guten" und "bösen" Gestaltungsmerkmalen mitzuspielen. Für mich auf einer Linie mit Tölle, der ja auch mit einem PRT-Rettungsmesser vor dem Innenausschuß geturnt hat und denen mit der markigen Frage, wer denn so etwas als Werkzeug mit sich führe, die naheliegende Antwort verschwiegen hat: z.B. das SEK Brandenburg, das er ja zumindest schon mal gesehen haben sollte.
Und bei allem dann ein Ausblenden (aus politischem Kalkül? aus Gefälligkeit gegenüber den Politikern? mangels Sachverstand?) der Tatsache, daß der weitaus überwiegende Teil von Straftaten dann frecherdings von gewalttätigen Menschen mit Messern begangen wird, die so gar nicht in die ersehnte Kategorisierung passen wollen: schnöden Billigzacheln, statistisch maximal tödlichen Steakmessern und dem Killertool schlechthin, dem Küchenmesser...
Wie so oft in der überbordenden Fülle juristischer Literatur: Viel Gelehrsamkeit, wenig Vernunft...
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Nette Sachen dabei, aber auch üble Nazi-Scheiße.
Da verlier ich die Lust auf den Kauf eines Molon Labe - Shirts, wenn die mir auch gern ein Waffen-SS Shirt oder Hemdchen mit Porträts von Mussolini oder Pinochet verkaufen würden.Es kostet immer wieder Überzeugungsarbeit, den Leuten beizubringen, daß man KEIN Freund derartiger Dinge ist, nur weil man kurze oder keine Haare hat und/oder gern in Springerstiefeln oder Camo-Klamotten rumläuft und dann auch noch bööööse Messer mag - da brauch ich geschäftstüchtige Lieferanten von Klamotten mit Altfaschisten-Portraits eher nicht...
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Mensch, ich hatte schon ein schlechtes Gewissen und war Tony - bei allem Verständis - schon ein wenig gram wegen dieser Art von Thread. Rainer "redled", der ja auch zuweilen schon auf dieser "Klaviatur" gespielt hat, hab ich auch schon mal deshalb aufgezogen.
Nun sehe ich aber, daß es anscheinend nen ganzen Haufen Mitstreiter mit perversem Vergnügen an dieser "Neugier-Streckbank" gibt.Natürlich liegt Ihr mit Euren Mutmaßungen alle ganz falsch:
Aus Rücksichtnahme auf Fachleute wie Körting und Fograscher hat das Messer natürlich eine Klingenlänge von unter 12 cm - weil Messer wie das Martin Rampage, das Spyderco Civilian oder der Russell Sting selbstverständlich völlig ungefährlich und sozialverträglich sind, während ein fünfzölliges Pfadfindermesser natürlich selbst den Meßdiener zum "Boyscout des Grauens" macht....
Unter Berücksichtigung der absolut realistischen und fairen Lagebeurteilung unserer "Verteidigungsexperten" von den rotgrünen Verursachern bis hin zu Herrn Jung (nach dessen Sichtweise vermutlich Hartz IV ein "arbeitslosigkeitsähnlicher Zustand" ist, oder eine "arbeitskraftpotentialerhaltende Maßnahme") hat das Messer eine spezielle Spitze für Bundeswehr-Einsätze: Man kann niemanden damit verletzen, und das Anpressen erzeugte einen Stempelaufdruck mit einem Schadenersatz- und Asylantrags-Formular.
Um das neue Messer in das gewohnte Niveau der Anpassung einzelner Ausrüstungsgegenstände in ein Gesamtkonzept organisch einzufügen, läßt sich die Scheide selbstverständlich an keinem anderen Bekleidungs- und Ausrüstungsgegenstand befestigen - es sei denn, die Einsatzkraft verwendet selbstbeschaffte Adaptermaterialen (...wir verhandeln gerade mit Tchibo, weil die herausragende Erfahrungen in der Versorgung von Einsatzkräften mit Aufklärungsoptik und Sonnenbrillen haben!...)
Im Hinblick auf die von öffentlichen Beschaffern zuweilen (...und das ist KEIN Scherz!...) geäußerte Auffassung, ein Einsatzmesser sehe an SE-Kräften zu martialisch aus (die als modisches Accessoire zum Nomex-Strampler natürlich eine ganz friedvertige MP5SD tragen), ist das Messer erstens wahlweise in einem diskriminierungsgeschützten Pink oder in "Fundi-Lila" zu beziehen, zweitens ist anstelle der bööösen Schneide ein Puffer-Wulst aus Öko-Hanf vorgesehen.
Aufgrund beeindruckender Anregungen aus einem "benachbarten Medium" ist die Klinge natürlich in Pottwalsperma gehärtet, der Griff ist mit Maulwurfs-Penisknochen beschalt, was allerdings die Griffgröße auf den feingliedrigeren Anwender zuschneidet....Außerdem ist in einer Vortasche der Scheide ein Tütchen Blumensamen beigefügt, um das Messer problemlos als Gartengerät besprechen zu können, wenn Ausführungen über die Verwendung als Einsatzmesser eventuell unerwünscht sein sollten.
Eine Sonderedition enthält aus dem gleichen Grund gärtnerische Weisheiten wie "Kakteen vor dem Essen schälen, sonst werden sie beim Kacken quälen".Sonst noch Fragen???
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Aaaahhh! Endlich!
Zur Erklärung: Auf meinem Bildschirm - oder in meinem Auge..oder meiner Farbwahrnehmung, sei's drum - kommt der abgebildete Stiefel so herüber, als sei das glatte Material so beige/sandfarben und das Gewebe wirklich zart schweinchenrosa. DAHER die ganze Ulkerei über Schweine im Weltall und das Tragen als CSD-Ooooordner

Seid nicht böse, aber ein rosa Einsatzstiefel hatte eben was Belustigendes für mich.
Die schwarze Version sieht zumindest für den leichten urbanen Einsatz gar nicht schlecht aus. -
Vielleicht ist ja die Farbwiedergabe nicht ganz korrekt, oder mein Farbsehen irgendwie aus der Spur...aber MIR erscheint es immer noch so, als sei allenfalls der Lederanteil irgendwie sandfarben, der Gewebeteil aber eindeutig rosa.
Mit allem Respekt vor irgendwelchen Wüstenhelden - aber als Einsatzstiefel in UNSEREN Breiten ist das doch eine Lachnummer.
Für die Älteren unter uns wehmütige Erinnerungen an fröhliches Fernsehen der Kindertage:
„Wer zeigt unsere Lieblingsshow / Und wo lacht man vor Glück / Wer macht Trauerklöße wieder froh? / Na, unser bester Freund: Schweinchen Dick“Meinetwegen kann die NASA die Dinger auch noch einführen - dann eben auch noch "Schweine im Weltall"...
Einzige für mich denkbare "Einsatzlage" in Deutschland: Ooooordnungskraft beim CSD in Köln...
Zum Relaxen und als Freizeitschuh zu entsprechenden Klamotten mag das tragen, wer will, in einem Einsatz bei uns wäre das gelächterauslösend.
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Ich will keine schweinefußfarbenen Stiefel, auch keine mit einer Sohle, die für das Übereinanderschlagen der Beine bei einer Besprechung mehr Mut erfordert als für einen Arschtritt.
Ansonsten schöner Schnitt, aber eher was für die Buddelkiste oder zum Chillen als für (meinen) praktischen Gebrauch.
Aber jeder Jeck is anders
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Das sieht hervorragend aus!
Respekt vor der Mühe und Geduld.
Phantastisch zu sehen, was das Material an Möglichkeiten hergibt, wenn man bereit ist, diesen Aufwand zu treiben. -
Ist doch klar: ein Tippfehler. Du hast natürlich recht, es ist ein Knüppel. Daher ist es natürlich auch ein PFOSTENklau

Tatsächlich ist der Titel ein wenig irreführend, in Annapurnas - korrektem! - Sinne: Uns fallen da ja sicher die gleichen Messer ein, zumindest einige, vom FS über den Sleeve Dagger bis zum Suppressor von Extrema Ratio. Die entsprechende Einschätzung teile ich...
Nun kann man MIR zutrauen, etwas auszuknobeln, das lediglich Löcher in Leute macht und sonst nix - Tony steht aber sicher für mehr "Bandbreite" :). Und Ajax ist viel zu sachlich und technisch orientiert, um sich bei einem "taktischen" Messer so einzuengen.
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Hallo, Serge!
Gelassenheit und Überblick entscheiden den Kampf ebenso wie die richtige Hardware!

Wenn Tony, Ajax und ich uns zusammentun, wird das Ergebnis vermutlich eher kein Santoku werden, obwohl wir beim gemeinsamen "Arbeitsessen" viel Vergnügen hatten - nicht zuletzt durch die von mir ins Gefecht geführte "kulinarische Einfrau-Spezialeinheit".
Bei ein wenig Bedacht ist das Ergebnis doch eingrenzbar: ein - zumindest vom Anspruch her - in allen Outdoor- und Einsatzsituationen als Tool nutzbares Messer (...wofür mindestens Tony "bürgt"...), das auch als Backup und Blankwaffe ernstzunehmen ist (...sozusagen im Kernbereich meiner bescheidenen Bemühungen) und das in einer technisch ausgereiften und stringenten Konzeption mit Unterstützung eines professionellen Konstrukteurs (...nichts anderes ist Ajax...) umgesetzt wird.
Die Kritik nehmen wir also gelassen, "woanders" - wir beide wissen, wo - hättest Du Dir vermutlich ölfunddrölfzigtausend Punkte, Vierteilung und das Herausreißen der virtuellen Zunge eingefangen :), außerdem hab ich Verständnis für Deine Wißbegier und Ungeduld und mag potentiell diesen unbefriedigten Spannungsbogen auch nicht so sehr.
Diese Gelassenheit hebt uns ab...
Tony ist momentan noch im Hinblick auf die angepeilte professionell/kommerzielle Umsetzung des Projekts gebunden und darf noch nicht "Roß und Reiter" nennen - ich kann aber verstehen, daß er zumindest mal durch eine kleine Erinnerung/Ankündigung ein wenig Druck ablassen wollte. Wir alle haben viel Begeisterung und Engagement in das Projekt gesteckt und sind jetzt "zappelig", was die weitere Umsetzung angeht.
Also verzeih uns das Vorpreschen und hab - mit uns - ein wenig Geduld. Mit den Ergebnissen der Proto-Erprobung werden wir auch einen bebilderten Ausblick auf das fertige Messer liefern können, denke ich. Nimm also Tony's Posting als ein - vielleicht nicht ganz geduldiges - Lebenszeichen des hier bereits angekündigten Projekts.
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Ja, das mit der Krümmung kann ich nachvollziehen. Das ist ja genau der Grund, warum in einem von uns zitierten Artikel über das Al Mar Warrior (das ja aussieht wie ein kleiner "Krummsäbel") die Meinung vertreten wird, eigentlich sei die Klinge "falsch herum" gekrümmt. Sie läuft ja nach oben. Wenn Du den Arm streckst und dann auf Deine Hand schaust, würde ein gerade in der Hand gehaltener gerader Stab etwa diagonal nach oben deuten, also etwa 45 Grad. Willst Du diesen Winkel auf Null reduzieren - für eine ganz geraden Stich bei einem Jab nach vorn - mußt Du bei einem ganz gerade gestalteten Messer das Handgelenk ziemlich weit nach vorn durchbiegen. Oder Du stichst mit angewinkeltem Arm, dann hast Du aber weniger Reichweite.
Ist die Klinge nach oben gekrümmt, kannst Du sie für einen geraden Stich nur schwer nach vorn bringen, Du stichst also dann eher bogenförmig - hast aber dafür den Vorteil, daß die Schneide sehr günstig für bogenförmige, fließende Schnitte liegt und die Klinge wie von selbst diesen Schwüngen folgt.
Ich hab das mit einem großen Warrior ausprobiert und war fasziniert davon, daß der wie von selbst in diesen Bögen "läuft" - bei der Größe und dem Gewicht, immerhin mehr als ein Pfund.Wir wollen hier auch die Persian-Form als Fighter keineswegs verwerfen. Ama-Ebi hat einen tollen Persian-Fighter (mit dem Warrior), aktuell haben wir etwas in ähnlicher Art in Vorbereitung :), gemeinsam mit Michl "kmk".
Für einen geraden Stich ist aber die Biegung in die andere Richtung vorteilhaft, sowohl forward als auch reverse. Läßt man die Klinge gerade, kann man auch den Griff biegen oder abwinkeln. Extremes Beispiel für das Abwinkeln ist z.B. Lacy Szabo mit seinem UUK. Martin von BS und ich haben ähnlich auch mit der OR-Serie experimentiert.
Gemäßigter wird der Griff aber auch bei vielen anderen Fightern mit gerader Klinge entweder gebogen oder gewinkelt, z.B. bei Elishewitz, aber auch den ganzen Randall 1-7 "Abkömmlingen", von CS Military Classic bis SOG Agency...Unterschiede ergeben sich allerdings hinsichtlich der "Achsverschiebung" zwischen der Mitte der Kraftlinien - der Unterarmachse - und der Klingenspitze. Liegt die ZU hoch oder tief zur Kraftlinien-Mittelachse, droht ein Abkippen der Spitze nach oben oder unten beim Stich, wenn Widerstand zu überwinden ist. Diesen Aspekt hat mir Tony noch einmal sehr verständlich erklärt, ich bin froh über seine sofort einleuchtenden Ausführungen. Daher hatte ich die erwähnten Bedenken beim Durchstich einer Westeneinlage.
Das mach ich übrigens nicht, weil ich es so geil fände, Westen zu perforieren. Ich teste dabei gleichzeitig die Einwirkungsmöglichkeiten (und - anders herum - die Schutzmöglichkeiten der Westen!) und erkunde, wie sich ein Messer beim Durchdringen eines Mediums mit immer gleichem Widerstand vergleichsweise verhält.
Jedenfalls ist auch dort das PKM NICHT mit dem Griff nach unten abgekippt, vielmehr ist die Spitze - auch aufgrund der vorderen Rückenschneide - sehr gut und gleichmäßig eingedrungen.
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Wer sich dafür interessiert, muß Arne direkt ansprechen - wie erwähnt.
Wir haben ja mit einer "Vermarktung" nichts zu tun, sondern haben den Entwurf nur aus Interesse am Thema und für UNSER PKM ausgeknobelt, Arne kann das aber völlig frei verwenden.
Durch die Handarbeit und Einzelfertigung bei TKS sind natürlich individuellen Wünschen Tür und Tor geöffnet. Andere Größen, Krümmungswinkel oder Griffenden sollten sich problemlos einrichten lassen.
Für unsere beiden Exemplare ist die Größenorientierung - wie erläutert - eben mehr im Hinblick auf die klassischen Vorbilder erfolgt, man kann sich aber problemlos diese Konzeption auch mit z.B. 8-10 Zoll Klingenlänge vorstellen, wir haben ja auch auf ein klassisches achtzölliges Modell und die zehnzöllige Klinge der Replika hingewiesen. Uns hat die Reichweite gereizt, zumal das Messer auch bei der hier vorgestellten Länge sehr schnell und führig bleibt.
Der Krümmungswinkel ist für einen geraden Stich KEIN Problem, eher im Gegenteil: Du mußt das Handgelenk längst nicht so weit nach vorn biegen, um die Klinge genau in Verlängerung des Unterarms in "Deutrichtung" nach vorn zu bringen. Die Klingenkrümmung hat die gleiche Wirkung wie ein geneigter Griff.Nochmal: Buch- nein! Projekte, Entwicklungen, Tests - intensive Verschriftung als Grundlage für Meinungsaustausch. Kostenlos zugänglich für alle, ideale Grundlage für weitere Diskussionen und damit auch weiteres Lernen für mich. Schnell und direkt neue Gedanken und Anregungen. Und möglich ohne jeden kommerziellen Aspekt, wirtschaftliche Rücksichtnahmen, Gewinnstreben usw.
Ich bin durch die Konzeptionen und ihre Berichte schon mit den unterschiedlichsten Leuten in einen direkten Meinungs- und Erfahrungsaustausch gekommen. Sammler, Kampfkünstler, Anwendungsprofis wie Personenschützer oder SE-ler, Messermacher wie Mike Perrin, Szabo, Derespina - nicht zuletzt Thomas "Nothelfer" und Martin von BS. Was will ich mehr?
Heine, hättest Du irgendeinen Buchautor angeschrieben, um seine Meinung zu DEINEM Messer in die Entwicklung einzubeziehen? So ist das aus dem Austausch hier im Forum erwachsen - und ich habe z.B. durch Deine Griffgestaltung wieder interessante Anregungen bekommen. -
Die Modifikation dürfte kein Problem sein, sinnvoll finde ich sie auch, gerade auch wegen der Länge des PKM. Und mit einer unterstützenden Hand hinter dem Knauf zu arbeiten, dürfte auch nicht notwendig sein.
Ich war froh, daß sie am Proto noch nicht dran war (:) ), an einem endgültigen Modell kan ich sie mir aber gut vorstellen.Noch ein Wort zu den Bildern: Ich bemerke ja auf Videos waffenloser Messerabwehr auch immer kritisch die getreckten Arme der Messerangreifer, die eine gute seitliche Abwehr erleichtern. Wir haben hier bei den Demo-Bildern auch die Arme meist lang beim Angriff gegen das PKM. Das ist allerdings auch bei einer gedachten Auseinandersetzung zwischen Kontrahenten, die BEIDE eine Klingenwaffe haben - also etwas in Richtung des "Degenduells", das allerdings in der Realität weit seltener vorkommt als eine Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Waffen. Nähert man sich einer Waffe wie dem PKM an mit seiner Schärfe und Reichweite, gleichzeitig aber ohne Möglichkeit der Gefahrenreduzierung durch "Unterlaufen" eines gefährlichen Bereichs (wie bei Stangenwaffen), ist man fast automatisch auf mehr Distanz bedacht als z.B. bei einem Messereinsatz gegen einen Angreifer mit einer Schlagwaffe oder in einer sehr engen Situation. Einem nicht mit einer Klingenwaffe bewaffneten Ziel gegenüber würde ich also eher den Arm NICHT so strecken, die Einwirkungsmöglichkeiten wie bei Eberhards seitlichem Einwirken mit dem PKM auf einigen Bildern wären für eine entsprechende waffenlose Abwehr also weit schlechter.
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Posting 9:
Exkurs: Gab es ein Fairbairn Cobra?
Fairbairn war bekanntlich Mitentwickler des legendären Fairbairn-Sykes-Dolches, eines westlichen Formen entsprechenden Kampfmessers. Man muß sehen, daß das Fairbairn-Sykes neben technischer Leistungsfähigkeit (ausschließlich im Combat-Bereich) deutlich auch unter den Aspekten konzipiert worden war, in Kriegszeiten ein herkömmliches, relativ leicht in Großserie zu fertigendes und in der Produktion relativ preisgünstiges Modell anzubieten, mit dem die Einsatzkraft bereits mit einigen schnell zu vermittelnden Basics wirksam agieren können sollte. Das ist gelungen.
Nach dem, was ich über seine Lebensgeschichte gelesen habe, ist seine Messerausbildung aber neben basisbildender europäischer militärischer Schulung dann vor allem durch asiatische Ausbilder in seiner Zeit in Hong Kong erfolgt.
In den früher 50ern wurde er Polizei- und Militärausbilder in Zypern.
Soweit ist das alles verbürgt..Angeblich soll er dort eine komplette Umbesinnung vorgenommen haben, sozusagen nach 50 Jahren Erfahrung, und als letztes Messermodell das "Cobra" entwickelt haben, angeblich als "Anti-Riot-Knife".
Bilder davon sind im Netz selten zu finden, Angaben dazu sind vor allem von einem Amerikaner namens Cassidy verbreitet, der ein Escrima-Adept gewesen und angeblich auch an einer Vermarktung der Konzeption interessiert gewesen sein soll. Es gibt daher auch kritische Stimmen , die davon ausgehen, Cassidy habe die ganze Sache nur erfunden. Zudem kursieren auch in Gestaltungsdetails und Maßen voneinander abweichende Daten. Wir haben zum Datenvergleich die Angaben von macdonaldarms.com herangezogen, einem ziemlich seriös wirkenden Anbieter eines angeblich völlig authentischen Replikats.
Mir sind beim ersten Umgang mit unserem PKM spontane Zweifel an der Geschichte mit "Fairbairns letztem Entwurf" gekommen - nicht aus Zweifel an der Möglichkeit, daß er aufgrund seiner asiatischen Messerkampfschulung selbst von der Leistungsfähigkeit eines solchen Modells überzeugt gewesen sein könnte (überzeugt hat uns das ja auch....), sondern daran, daß er so etwas für eine offizielle Truppenverwendung in einer europäischen Armee angeboten hätte, in den doch etwas engstirnigeren frühen 50ern....
Und dann kommt eine im Westen sehr ungewohnte Form, deren Potentialausschöpfung schon ein wenig Zusatzausbildung erfordern würde und deren offizielle Beschaffung doch recht fraglich gewesen wäre? Trotzdem kann es natürlich sein - Fairbairn war schon ziemlich alt, vielleicht wollte er einfach das für ihn beste Konzept so darlegen, unbeachtlich eines möglichen kommerziellen Erfolgs im offiziellen Beschaffungsbereich.
Außerdem muß man bedenken, daß die Formenvielfalt auch truppenverwendeter Messer auch im WK II nicht nur auf „Mainstream“ festgelegt war – man denke an das ja ebenfalls dem Entwicklerduo zugeschriebene Smatchet oder Klingenwaffen wie den Sleeve Dagger oder die kleinen Agentendolche mit dreieckigen Klingen aus amerikanischer Verwendung.
Zudem haben in dieser Zeit durch die Einbindung ethnischer Truppenteile – z.B. der nepalesischen Gurkhas in der Armee der Kolonialmacht Großbritannien – auch die von ihnen jeweils (traditionell) favorisierten für den Westler exotischen Klingenformen Bekanntheit und ihren Einzug in das internationale „Arsenal“ erlangt – man denke an heutige moderne Militärkukris, wie z.B. von Extrema Ratio.
So wäre die Aufnahme einer anfangs exotisch wirkenden Klingenform in den westlich-militärischen Formenkreis also zumindest nicht „systemwidrig“...
Jedenfalls uns war es nicht möglich, durch Netrecherchen die Sache „aufzuklären“.
Was soll’s??
Das Kuku Macan ist ja eine im indonesischen Bereich seit Jahrhunderten bekannte und bewährte Kampfklingenform, insbesondere hat uns ja die eigene praktische Erprobung des von uns erarbeiteten Modells auch überzeugt. Unbenommen ist also die Eignung für den Kampfbereich, ob mit oder ohne Fairbairns "Segen" durch einen eigenen, von ihm vorgenommenen ähnlichen Versuch.
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Posting 8:
Zusammenfassung und Ausblick:
Das PKM ist ein sehr interessantes Messer für Kampfkunst-Interessierte. Es führt sich mit der Leichtigkeit eines schlanken Dolches – bei der Reichweite einer kompakten Machete. Seine Form ergibt technisch sehr interessante und vorteilhafte Anwendungsmöglichkeiten, die Wirkung in Hieb und Stich ist dabei ausgezeichnet, die Penetrationsleistung entspricht einem schlanken Dagger bei drastisch größerer Reichweite, die Hiebwirkung nützt satte 12 Zoll Klingenlänge bei bekannt wirksamer Hawkbill-Form.
Der bei den beiden Protos festgestellte Optimierungsbedarf des Griffs wird bei künftigen Modellen problemlos zu berücksichtigen sein, da wird die jetzt schon sehr gute Balance ebenfalls noch weiter optimieren. Durch die Parallelanwendung beider Prototypen war es auch sofort möglich, das – zumindest unseren individuellen Wünschen entsprechende – Idealgewicht von rund 400 g für das endgültige Modell festzulegen.
Das Messer ist beileibe kein EDC, sein „Arbeitsbereich“ werden das Kampfkunst-Studium und die „Home Defense“ sein. Es liegt in seiner Gestaltung zwischen den klassischen Kuku-Macan-Modellen, zu denen wir Angaben gefunden haben, und den wenigen und teilweise widersprüchlichen Informationen zum „sagenhaften“ Fairbairn-Cobra. Wir hätten unser Ergebnis, unser „Crossover“-Modell des PKM, gern mit seinem Lösungsansatz verglichen, das war aber außer Darstellungs- und Datenabgleich nicht möglich. Es wäre interessant gewesen, ist aber nicht ausschlaggebend: Wir haben uns selbst am Thema versucht und sind mit dem Resultat zufrieden.
Eberhard und ich werden uns jeweils ein PKM nach den Ergebnissen unserer Erprobung von Arnes TKS anfertigen lassen.
Arne wird – soweit er uns das mitgeteilt hat – auch anderen Interessierten die Möglichkeit geben, ein PKM fertigen zu lassen. Mit einer kommerziellen Fortsetzung haben Eberhard und ich nichts zu tun, würden uns aber natürlich freuen, wenn die Entwicklungsarbeit auch anderen Anwendern zugute kommt. An einem Erfahrungsaustausch wären wir natürlich sehr interessiert!
Was mir persönlich noch bleibt, ist ein aufrichtiger Dank an Eberhard und Arne für die sehr angenehme, spannende und für mich lehrreiche Kooperation.