Beiträge von Micha M.

    Balinzwerg hat zur rechtlichen Seite bei "Durchläufern" und zunächst mit zu geringem Wert durch den Frachtführer angemeldeten Sendungen schon alles Erforderliche gesagt.
    Drittlands-Importpreise kalkuliert man von Anfang an korrekt und rechnet die Steuern drauf. Als Endverbraucher kalkuliert man ja schließlich im Inland auch mit dem Bruttopreis einschl. Mehrwertsteuer.


    Was sonst hier lässig geäußert wurde, bewerten wir alle als Jux.


    Wer hier ernsthaft und dann noch möglichst konkret schreibt, welche ansonsten wahnsinnig teure Sendung da gerade bei ihm als "Durchläufer" unversteuert angekommen ist, zeigt nicht besonderes Einfuhrhandelstalent, sondern besondere Leichtfertigkeit / Dummheit im Kommunikationsverhalten :)

    Auch von mir ein herzliches Willkommen!


    Wie auch schon an Herrn Kerr Kompliment für die Entscheidung für so viel Transparenz und die Einbindung der TF-Mitglieder, die hier ja schon wichtige Anregungen und Erwägungen übermittelt haben.


    Ein paar Anmerkungen sind gerade per Mail herausgegangen!

    Mein ER Shrapnel hat übrigens eine Griffschraube, die mit einem normalen Schlitzschraubendreher gelöst werden kann. Genau der von Dir angesprochene Aspekt ist nämlich den ER-Leuten wichtig: einfache Möglichkeit zur Reinigung und Demontage. Bei einem aufgeschobenen Gummigriff wie bei ER kannst Du Sand - aber z.B. auch eingesickertes Blut, falls man das Messer (wie einige Kollegen von mir es tun) zur Jagd benutzt - einfach nach Abziehen des Griffs abspülen. Und die Haptik der Griffe punktet gerade bei Kälte und/oder Nässe, also z.B. Wassersport, Bergsteigen usw.


    Ich stimme Dir zu, es gibt fest aufgeschobene Kratongriffe, die man von der Klinge wegdrücken kann, wie z.B. beim Cold Steel Professional Hunter. Ich kann aber keines meiner Messer so gründlich und unkompliziert reinigen wie mein ER Shrapnel und Fulcrum C. Du hättest ein Messer aus einem rostträgen und gut nachschärfbaren Stahl, und der kastenförmige Querschnitt der Scheiden würde auch das dortige "Sandproblem" lösen. Ausspülen - fertig. Zudem hättest Du einen breiten und belastbaren Rücken am Messer für die von Dir angesprochenen Werkzeuganwendungen.


    Bei einem Eickhorn GTK hättest Du bei gleichem Gewicht 5 cm mehr Klingenlänge, aber auch 7 cm mehr Gesamtlänge. Allerdings würde das den Vorteil bieten, einen langen Wellenschliff sowie eine beidseitig geschärfte Klinge zur Verfügung zu haben - was zumindest viele Absetzer bei SE-Einheiten für das Notfallkappen von Seilen usw. sehr schätzen. Da wäre halt die Frage, ob die Größenklasse noch für Dich in Betracht kommt, während die angesprochenen ERs in der Größenklasse Deiner bisherigen Fixed liegen.


    Zu Deinen Anmerkungen zu den Kydex-Scheiden: BS baut geschraubte Scheiden mit ZUSÄTZLICHEN Montagelöchern (in denen dann keine Schrauben stecken...). Also mußt Du zum Anlaschen keine Schrauben mehr rausdrehen und kannst sie z.B. auch leicht gegen Verlust sichern. Sind die Schrauben richtig angezogen, dringt kein Sand zwischen sie und das Kydex.


    Wenn man Messer wie das Fällkniven S1 "verwirft" und doch einige Ansprüche an bestimmte Detailgestaltungen und die Leistung des Messers stellt, finde ich auch die von einigen Teilnehmern angesprochene Prüfung einer Custom-Fertigung DEINES Messers bedenkenswert. Rostträger Stahl, 12-14 cm Klingenlänge, genügend Klingenhöhe für schneidfreudige Anschliffwinkel, teilgeschärfter Rücken, dahinter "Arbeitsbereich", microverzahnte oder wellengeschliffene Rückenschneide, gutsitzende Schalen mit griffigen Grooves, meinetwegen noch ne Gummidichtung zwischen Schalen und Erl...Da geht doch alles...
    Und für den Fall, daß man wirklich einem angreifenden Bären nicht mehr entkommen kann, läßt sich die Telefonnummer der zu benachrichtigenden Hinterbliebenen in die Klinge eingravieren...

    Hier zwei Modelle, die ich Euch nicht vorenthalten will.


    Zuerst mal ein G10-"Letter Opener" mit immerhin siebenzölliger Klinge, viertelzollstark, zwei Zoll hoch. Das reicht schon für ziemlich große und auch für sehr böse Briefe :)
    Die Briefe damit schon im Treppenhaus auf dem Weg vom Briefkasten zur Wohnungstür öffnen sollte man nur bei sehr gefestigter Nachbarschaft...





    Richtig umgehauen haben mich aber die Bilder des folgenden Messers.
    Der "Ringed Fighter" hat eine viertelzollstarke siebenzöllige Klinge aus 154CM und ein Parierelement, das mich an meine eigenen bescheidenen Versuche mit meinem "Tiger" erinnert.





    Imo ein absolutes Sahneteilchen :thumbup:

    1. Waffenrechtliche Einordnung: Das Civilian ist keine verbotene Waffe nach WaffG, ist aufgrund der eindeutigen und speziellen Zweckbestimmung wohl als Hieb- und Stoßwaffe zu bewerten und unterliegt aufgrund der Waffeneigenschaft UND der Eigenschaft als Einhand-Klappmesser den Tragebeschränkungen nach 42a WaffG.


    2. Einfuhrverbote bestehen lediglich für VERBOTENE WAFFEN nach WaffG, also z.B. für Faustmesser und Balisongs, NICHT allgemein für Hieb- und Stoßwaffen. Die Einfuhr ist daher möglich.


    3. Abgabenhöhe:


    Bemessungsgrundlage für den Zoll ist der zu zahlende Preis einschließlich der Beförderungskosten bis zur EU-Grenze, bei Post-/Paketdienstsendungen ist "Verbringungsort" in die EU der Bestimmungsort, also wird nicht aufgeteilt. Das nennt sich dann "Zollwert" und ist auch bei den Postsendungs-Freimengen mit "Wert" der Sendung gemeint.


    Bis 22 Euro werden KEINE Einfuhrabgaben (Zoll und EUST, also Mehrwertsteuer) erhoben.
    Bei Postsendungen bis 150 Euro Zollwert werden nur 19 v.H. EUSt erhoben.


    Über 150 Euro Zollwert werden bei Messern zunächst 8,5 v.H. Zoll auf Rechnungspreis EINSCHLIESSLICH Portokosten erhoben, dieser Betrag wird dann Bemessungsgrundlage für die EUST, von ihm werden nochmals 19 v.H. berechnet.


    siehe auch: http://www.zoll.de/c0_reise_und_post/b0_…dung/index.html

    Ist wirklich nichts Neues - und auch nicht der "Stein der Weisen". Ich selbst trage eigentlich vorzugsweise die Messer separat. So kann man z.B. auch mit der anderen Hand ein Messer erreichen, falls auf einer Seite der Platz nicht ausreicht oder sonstige Hinderungen vorliegen. Ich habe eigentlich häufiger entweder ein Multitool oder eine Lampentasche auf den großen Scheiden "draufgesattelt".


    Der Vorzug beim "Piggy Back" ist dagegen, halt sozusagen auf einen Griff ein Set für den gesamten Anwendungsbereich an den Gürtel oder die sonstige Ausrüstung machen zu können. Und Tradition haben diese Sets ja auch - ob bei mitteleuropäischen Jagdmessern (gr. Jagdmesser und Nicker oder Klappmesser), skandinavischen Messern, US-Custom-Modellen oder asiatischen traditionellen "Zusammenstellungen".

    Interessanter und launig berichteter Vergleichsgebrauch !


    Man muß natürlich sehen, daß ein halbes Pfund mehr Gewicht und 4 cm mehr Länge schon einen gewissen Vorteil "im Ring" bringen. Für vergleichsweise sehr leichte 350 g hat sich das Sax aber richtig gut geschlagen!

    Es ist immer wieder eine Freude, Bilder aus Deiner Sammlung zu sehen.
    Das weltweit nachgebaute Mark I ist für mich das absolute "Urbild" des Boot-Knifes!

    In den sehr interessanten Threads über die Military-Line von Andrew Jordan und die Beimesser-Suche zum Bark River Bravo 1 ist ein "Beimesser" zu einem größeren Messer ja aktuell schon thematisiert worden. Gerade bei großen Camp Knives und Jagdmessern ist das Beistellen eines kleineren Messers ja sehr häufig, oft werden Sets im Production-Bereich ja schon komplett angeboten, viele Messermacher entwerfen ebenfalls entsprechende 2er Sets, z.B. Trace Rinaldi, der zur Custom-Version seines Armageddon ja auch ein kleineres Fixed mit anbietet.


    Ich habe hier einmal ein paar "Piggy Backs" zusammengestellt. Die Scheiden der großen Messer (Becker BK 9 und Ontario Marine Raider Bowie) sind von Kytac hergestellt worden. Das Aufschlaufen eines anderen Messers ist schnell und simpel gemacht. Bei der Scheide des BK 9 hat Werner mir zwei Querriegel aus Kydex quer angebracht. Schon nach Lösen einer Schraube kann so ein Riegel an einer Seite angehoben werden, die mit jeder normalen Gürtelschlaufe aufschiebbare Messerscheide (...oder Magazintasche, oder Multitooltasche, oder...) sitzt nach Befestigen des Riegels bombenfest.


    Hier mal ein paar Beispiele für solche Zusammenstellungen:


    Zuerst mal ein Becker BK 9 mit einem CRKT Russell Sting, sozusagen "Combat Piggy Back!" :)



    Dann eines mit dem gleichen Becker und einem Winchester Skinner, sozusagen der komplett schwarzen Variante eines Sharpfinger, als "Hunting Piggy Back". So kann man sich aussuchen, ob man das Schloß brechen oder "ringen" will :)



    Natürlich kann man ebenso schnell eine Foldertasche befestigen, hier mit einem Gerber Applegate Combat Folder. Die Kombi mit einem Folder mag nicht die klassische "Piggy Back" - Kombi sein, praktisch ist sie allerdings schon!



    Zuletzt ein Marine Raider Bowie mit einem Fox U.T.K., befestigt mit Paracord. Auch das sitzt fest und läßt sich in kurzer Zeit ohne Werkzeug anbringen bzw. demontieren.



    Die Gürtelmontage des Marine Raiders mit der BHB-Gürtelspange ist übrigens eine vorläufige Lösung und wird baldmöglichst auf eine Corduraschlaufe umgestellt. Das reduziert das Risiko, mit der langen Scheide am Gürtel zu "hebeln". Mit einem Paracord-Beinriemen ist allerdings bis jetzt nie was passiert...


    Was kombiniert Ihr denn so???

    Passend zum ersten frühlingshaften Tag ist gar allerliebstes Gartengerät bei mir angekommen.


    Für den Thymian ein Gärtner Silver Trident....oder so ähnlich...



    Wegen der kurzen Garzeiten der Fischgerichte, für die wir ihn gern verwenden, kann zeitsparend mit diesem speziellen Gärtnermesser beidseitig geerntet werden.


    Für den Rosmarin hab ich mir die Fox-Gartenhippe ausgesucht. Natürlich hat sie keine martialischen Tigerstripes, sondern das wunderhübsche Streifenmuster der Bromelienart Vriesea splendens:



    Rosmarin wirkt ja belebend und kann ganz schön frech werden, gegebenenfalls bedient er sich sogar sogenannter "Rosmarin-Spießchen", zu denen Ama-Ebi sicher Erhellendes erzählen könnte...

    Das Ding ist wirklich grenzwertig, finde ich. Man könnte sogar auf den Gedanken kommen, daß es sich um ein Messer mit quer zur Klinge angebrachtem Griff handelt, nicht um ein Beil. Da es zwei Spitzen und keine Beilschneide hat und sich beide Spitzen eher nicht zum Hebeln eignen, sehe ich auch wenig bis keinen Werkzeugnutzen. Für mich ist das zumindest eindeutig eine Waffe nach WaffG, die Bezeichnung "Breeching Tool" sehe ich da eher als kleinen Scherz des Herstellers. Schneiden überall, dünn ausgezogene Spitzen überall - Aufbrechwerkzeug "geht anders". Sieht man es als "Faustmesser" im angesprochenen Sinne wäre es darüber hinaus auch noch eine verbotene Waffe und damit noch deutlich "schlimmer" als ein Tomahawk (Besitz strafbar, Führen strafbar!).

    Gerade von einem feinen Kumpel eingetauscht, angesichts des Gegenwerts des Tauschobjekts aber eher geschenkt bekommen:


    Hill Knives M-005 mit Paracord-Griff


    Nach ausdrücklichem Hinweis auf das krasse Mißverhältnis der beiden Objekte und geäußerten Zweifeln an Gemütsverfassung oder Geisteszustand hab ich mich nicht weiter gewehrt.


    Auf diesem Wege aber auf jeden Fall nochmals vielen Dank für diese Großzügigkeit!



    Drehe das Bild einmal um 90 Grad, so daß das Messer liegt. Durch die senkrechte Abbildung wirkt die Klinge optisch imo etwas kürzer. Sowohl beim Vergleich mit der üblichen Grifflänge als auch mit der Gürtelbreite (des als Ausrüstungsgegenstand ja relativ genormten Lochkoppels) kommt man auf 7 bis 7,5 Zoll. Vergleiche einmal das dann liegende Messer proportional mit Abbildungen sechs- und siebenzölliger Randall-Modelle.


    Ansonsten vielleicht mal den "Knifecollector" anmailen - der wird das vermutlich auf einen Blick bestimmen können....

    Die Gürtel waren meist zwei Zoll breit, je nach Ausführung zwischen 50 und 55 mm. Der Griff ist üblicherweise 5 Zoll lang, die Klinge hat ca das Anderthalbfache der Grifflänge, etwas weniger.
    Also kommt 7 Zoll hin.