Beiträge von Micha M.

    Ihr seid einfach süß! :)


    Dann wollen wir aber auch einen Video-Nachweis, daß Thomas vor der Arbeit alle rituellen Waschungen ausgeführt und vor jedem Produktionsgang mindestens drei Tage kein Schweinefleisch gegessen hat - außerdem ne Quittung vom letzten Messebesuch und von der Beichte (und ein Attest vom Dalai Lama, daß Ihr immer ganz artig wart...).


    Das ist putzig: "Ich will nen Kuli, mit dem man auch einem auf die Omme buffeln kann - aber da darf nix Böses drauf stehen!"


    Erinnert fatal an Politiker-"Logik" :)


    Aber es ehrt Euch, daß Ihr auch das möglich macht.

    Weil es keinen gibt, in dem das steht :)


    Die Sache mit dem Dolchschliff kann man nirgends normiert nachlesen, das hat sich ledglich aus der Begutachtungspraxis so herausgebildet.


    Es gibt bei Hieb- und Stoßwaffen kein im Gesetzestext normiertes technisches Gestaltungskriterium, sondern nur die Zweckbestimmung des Einsatzes gegen Menschen.


    Die Bejahung dieser Zweckbestimmung aus der Gestaltung einer Dolchklinge abzuleiten, hat sich durch die Begutachtungspraxis so ergeben - natürlich mit im Einzelfall sinnwidrigen Ergebnissen wie dem angesprochenen GAR NICHT als Waffe bestimmten beidseitig scharfen Kappmesser usw.


    Ich kenne aber leider auch keine Einzelentscheidung, die ein Messer so oder so klassifiziert, das eine Beilschneide oder auf dem Rücken partielle Welle aufweist...

    Finde ich wirklich schwierig.


    Im Spitzenbereich spielt die Länge des Rückenanschliffs wirklich gar keine Rolle. Da gibt es Einstufungen von Messern mit einer ledigklich auf den ersten 1 bis 2 cm des Rückens scharfen Rückenschneide.


    Komplizierter finde ich es, wenn ein begrenzter Bereich auf dem Rücken geschärft ist, z.B. mit Wellenschliff oder einer Beilschneide. Das sind ja eindeutig Werkzeugfunktionen, andererseits verliert das Messer damit seinen "durchgehenden Rücken", der ja z.B. bei ansonsten verbotenen Springmessern Legalitätsvoraussetzung ist.


    Nur von der Verwendung her ist die ganze Sache ja eh absurd: So verlangen viele "Absetzer" polizeilicher oder militärischer SEen zweischneidige Messer - und zwar ausdrücklich NICHT als Waffe, sondern für ein Notfall-Freischneiden in beide Richtungen. Also kann man selbst bei einem durchgehend rückenscharfen Messer NICHT sagen, es sei zu NICHTS anderem gut als zur Verwendung als Waffe.


    Rein rechtliche Unterscheidung bleibt schließlich die "Hersteller-Zweckbestimmung" des Messers zum Einwirken auf Menschen -oder eben nicht.


    Aber zumindest im Spitzenbereich hat sich durchgesetzt: Was beidseitig geschliffen ist, wird als Waffe eingestuft.


    Mir ist aber keine Einzelentscheidung bekannt, die sich auf ein Messer mit Rückensäge oder Beilschneide oder eben partieller Welle auf dem Klingenrücken bezieht. Dann ebenfalls faktisch "automatisch" auf eine Waffen-Zweckbestimmung zu verweisen, erschiene mir absurd. Aber eben faktisch leider nicht unmöglich....

    Hatte das CS eben nur als Beispiel für das Gewicht einer 18-Zoll-Machete mit ca. 2mm Klingenstärke im Vergleich zu einer mit 4 mm benannt. Das waren dann eben die 450 im Vergleich zu ca. 650.


    Scheide: Sehe ich wie Du :)

    Kickback: Ging auch nur ums Gewicht :)


    Scheide: Würde da kein Kydex nehmen. Geht weit über seinen Kostenrahmen.
    Man kann aber auch schauen, ne Gewebescheide für ne andere 18-Zoll-Machete zu kaufen, z.B. CS oder Ontario

    Mal davon abgesehen, daß Basti ja NICHT damit geworben hat, wie günstig man die bei ihm bekommt, ist der Vorschlag doch auch keinesfalls abwegig:
    Das Messer hat eine deutlich höhere Klinge als die Messer, die der Threadstarter vorher genutzt hat. Durch den hohen Anschliff ist das Messer auch sehr schneidfreudig. Außerdem robustes Full-Tang.
    In die Größenklasse paßt es auch noch, in die Preisklasse allemal.
    Neuerdings kann man - zumindest bei Basti - ja da sogar zwischen Kydex und Leder wählen.


    Wo ist also das Problem? :)

    Buckshot: Praktisches Beispiel: Mein jagender Kumpel macht sehr viel Revierpflege, baut Ansitze, haut aber auch Gestrüpp weg, entastet usw.


    Der hat für Strauchwerk, Brombeerranken usw. ne dünne Machete im Auto, geht es um Entasten mit dicken Ästen, um Zurichten von Stangenholz usw. für den Ansitzbau, verwendet er aber ein kürzeres, schwereres Khukri.


    Was Kopfgeist schneiden will, also Gesträuch, Nesseln, Buschwerk usw., hat Umfang, bietet aber wenig Widerstand - im Gegenteil, das Zeug ist elastisch. Und man will ja auch nicht jede Nessel einzeln "umhacken", sondern möglichst ein ganzes Stück im Halbrund ummähen, sozusagen.


    Also braucht er doch kein Teil mit massig "Impact", sondern etwas, mit dem er ne Zeitlang schwingen kann, das gut schneidet und trennt und eine gute "Wirkungsfläche" hat (oder Mähbreite, oder wie auch immer man das da nennen will :) ).


    Außerdem: Hack mal Dornenranken weit genug unten, um wirklich sauber zu machen - mit einer zu kurzen Klinge kommst Du erstens mit der Hand öfter mal in die Ranken, zweitens ist es sch...unbequem.


    Und im Garten kann man doch bestens mit differenzierter Ausrüstung arbeiten, Du mußt das Zeug ja nicht erst kilometerweit irgendwo hinschleppen.


    'N Gertel, das Du angesprochen hast, ist ein ausgezeichnetes Werkzeug für die Forstarbeit,z.B. für das Entasten. Das wirst Du auch bei vielen Landwirten und Forstarbeitern wiederfinden.


    Übrigens - zu Spalten mit Haumesser oder Handbeil: Klar, Kaminholz wird man doch wohl eher mit der Axt machen :). Andererseits gibt es durchaus Anwender, die z.B. im Camp-Bereich oder beim Ansitzbau mit einem geeigneten Haumesser bequemer klarkommen als mit nem kleinen Beil. Das muß man jeweils für sich herausfinden, denke ich. Ich hab viel Spaltversuche mit Khukris gemacht, aber auch mit schweren Camp-Knives wie dem Marine Raider oder dem Becker BK9. Frag mal BFG, was der so über die Hackeigenschaften seines "geliebten" BK denkt :) ...und ich geb meins auch nicht mehr her :)

    Nur mal so zum Vergleich: Ne Cold Steel Latin Machete mit 18 Zoll Klingenlänge wiegt netto ca. 450 g, das Walther-Teil ca. 650 g.
    Zur Wiederholung: Beim Roden dünnerer, flexibler Vegetation kommt es auf Schnelligkeit und Schärfe an, nicht auf Aufprallwucht wie beim Holzspalten.


    Ich hab bei umfangreichen Vergleichstests mit Haumessern auch schon mal mit 800g-Messern gerodet - das ist, als würde man einen Hammer durchs Gebüsch schwingen.
    Ich LIEBE große, schwere Haumesser und Camp Knives - aber wenn man eine MACHETE will, sollte man eine wählen, die den Job einer MACHETE gut macht, nicht so aussieht und in Wirklichkeit ein verkapptes Haumesser ist.


    Vor allem nicht etwas in der Länge einer Machete und mit der Masse eines Haumessers - denn die Länge der Klinge bringt ja vorn dann auch Fliehkraft und Schwung. Schwingt doch mal stundenlang einhändig ein Katana, ohne das Gegengewicht des langen Katana-Griffs....


    Und wenn schon was in Richtung "Hybrid", dann etwas wirklich Gekonntes - meinetwegen ein Golok, z.B. das von Condor.....

    Wenn es in der Hand zu Dir "sprechen" soll (was ich sehr gut verstehe!!), versuch mal, probeweise ein Eickhorn "Hunter" in die Finger zu bekommen. Die Handlage hat mittlerweile eine ganze Reihe von Leuten, denen ich das Messer gezeigt habe, sofort angesprochen und überzeugt.
    Ist zwar kein spezieller "Bushcrafter", ich kann mir aber kaum was vorstellen, was Du in dem Bereich dann eher nicht machen könntest....

    Schon das Gehampel, bis der Piratensäbel aus der Scheide war....Ich kann diese Sorte Scheiden überhaupt nicht leiden, umständlich, ständig in Gefahr, die Riemchen abzuschneiden....
    Mit dem Gerät selbst kann man ausschließlich in Handschuhen arbeiten, weil die Griffschlitze sonst scheuern.
    Ist was in der "Tradition" der British Special Forces Jungle Machete oder des Wiseman Tool, denke ich.
    Nicht WIRKLICH ne Machete. Beim Roden von Ranken usw. sind diese kurzen Modelle wirklich nachteilig.

    Auf den Punkt mit der Klingenlänge hatte ich Ende November im Thread über das Messer auch schon hingewiesen :)


    Na ja, das mit der Bedienungsanleitung kann man ja vielleicht verschmerzen, die wichtigste Anleitung:


    This (A) is the good end, that (B) is the bad end


    ist ja glücklicherweise bei den meisten Messern modellübergreifend übereinstimmend :)

    Das finde ich auch gar nicht so einfach - da Du mit dem Bravo 1, dem F1, dem RAT 3 usw. ja schon ne ganze Reihe sehr profilierter Bushcrafter "durch" hast.


    Welchen Unterschied zu diesen Messern suchst Du denn, kannst Du das eingrenzen? Du hast ja Klingenstärken von 3 bis 5,5 mm erprobt, Micarta-, Kraton- und Kunststoffgriffe, Klingenlängen zwischen achtkomma...und elfeinhalb cm, also eigentlich so ziemlich alles Sinnvolle in der von Dir vorgegebenen Größenklasse...


    WAS soll denn konkret anders sein?


    Natürlich fällt mir noch das GEK-EDC ein, bei den Customs vielleicht Bootsmanns Bushcrafter - ansonsten bei dem Preisrahmen aber natürlich auch ein genau auf Deine Wünsche hin gestaltetes Messer von Martin von BS....

    Schau vielleicht auch noch mal in diesen Thread, auch dort werden die Wirkungsprinzipien von Macheten noch einmal nachvollziehbar erläutert:


    Kopfkino -Eickhorn Machete


    Kann Frank nur zustimmen. Man muß eben genau wissen, ob man wirklich eine Machete haben will oder ein großes, schweres Haumesser. Danach richten sich dann alle weiteren Überlegungen zu Gewicht, Länge und Klingenstärke.

    Wenn ich das richtig verstehe, wird das Teil einfach vom Jäger hochgehalten, die Sau stirbt dann vor Schreck am Infarkt...


    Den Vorteil geringerer Materialmitführung sehe ich allerdings da wieder nicht - das Messer ist zu speziell, um es als Allrounder einzusetzen, also benötige ich es als reines Aufbruchwerkzeug zusätzlich zu einem normalen Jagdmesser. Wo ist also der Vorteil gegenüber einem stabilen Allrounder, mit dem man bei genügender Stabilität und ein wenig Können ebenfalls ein Schloß bewältigt?


    Nachschärfen einer derartig geformten Klinge ist dabei vermutlich der reine Horror - und bei 440C halte ich die Aussage mit "100 aufgebrochenen Sauen" für - gelinde gesagt - sehr "mutig"...


    Das von Fred "Zingzong" angesprochene Messer hab ich hier auch gesehen, finde es aber blöderweise nicht wieder.


    Hat da noch jemand den passenden Link parat??

    Tja, nach so nem Lob von einem hervorragenden Profi kann man eigentlich nur noch ein "+1" dahintersetzen und sich ebenfalls an dem Messer freuen. Trifft voll auch meinen Geschmack!


    Finde ebenfalls Deine "Entwicklung" in relativ kurzer Zeit beachtlich, die an den hier vorgestellten Messern deutlich wird. Das macht echt gespannt auf alle weiteren Vorstellungen!

    Bin auf jeden Fall mal gespannt, was Du über das Telefon berichten kannst.
    Ich bring die Verkäufer auch immer zur Verzweiflung, wenn ich dieses ganze überflüssige Gedöns nicht haben will - und dafür am liebsten ein feuerverzinktes Gehäuse :)
    Hab mal geschafft, selbst ein mordsstabiles altes Siemens Outdoor-Handy kaputtzukriegen.....bin blöderweise mit dem Auto drübergefahren.....
    Jedenfalls scheint es heute einfacher, so ein Schickimickiding zu kriegen, vorzugsweise vergoldet, das mehr Rechenleistung hat als die NASA-Computer - aber kein wirklich robustes Gerät, das auch mal Feuchtigkeit abkriegen oder auf den Bürgersteig fallen kann...