Beiträge von Micha M.

    Kleiner Nachtrag:
    Recht unbekannte Ganzstahlmesser sind auch die Extreme Mountain Hunter von Browning. Die wären für ein Tragen eines flachen Messers in einer Tasche auch sehr gut geeignet.


    Einen Blick wert sind auf jeden Fall aber auch das Ontario RAT 3 und das Fällkniven WM1, zwar keine Ganzstahlmesser, aber auch kompakte und sehr alltagstaugliche kleine Fixed.....

    Neben der handwerklich fabelhaften Arbeit überzeugt wieder mal die Praxisorientierung.
    Damit kann man einfach etwas anfangen!


    Sehr schöne Spitze übrigens, fast ungewöhnlich bei dieser Größe - aber funktional ausgezeichnet und toll anzuschauen.


    Die Lederscheide, die zwei unterschiedliche Tragehöhen gestattet, gefällt mir auch sehr gut!

    Meine Empfehlung bei der gewünschten Trageweise wäre das Buck. Die Scheide läßt sich an der Taschenwand entweder anheften oder mit nem Streifen Starkklett befestigen, bei dieser ziemlich statischen Trageweise wird beim Buck die leicht schwächere Scheide im Vergleich zum Izula ausgeglichen.


    Das Messer selbst bietet mit 3,5 Zoll Klingenlänge etwas mehr Länge als die 2,5 beim Izula, paßt aber immer noch prima in die Tasche und bleibt im 42a-Rahmen. Das Klingenmaterial, 420 HC, kriegt man auch als Ungeübter gut nachgeschärft - und sehr scharf. Das Messer ist - je nach Geschmack - in einer schwarzen oder blanken Ausgabe erhältlich, das Material ist rostträge und braucht keine Beschichtung (...was ja manche Anwender gerade für die Verarbeitung von Lebensmitteln vorziehen...), die Handlage ist prima - und bei all diesen Features ist das Ding preislich auch noch unschlagbar, bei manchen US-Händlern ist es für unter 24 Dollar zu kriegen....


    Wenn es eher der Izula-Griff und eine Hartscheide sein soll, wäre meine Empfehlung das Eskabar. Die Klinge ist ein wenig länger als beim Izula, die Form ist sehr alltagstauglich, das Messer mit seiner etwas volleren Spitze wirkt unaggressiv. Auch hier wird der Scheidennachteil - im Vergleich zum Izula - imo bei dieser statischen Trageweise neutralisiert. Ich hab selbst häufig eines dabei, mit ner Paracord-Wicklung am Griff.


    Im Grunde kann man aber im angesprochenen Bereich alle "Beispielmesser" sehr gut gebrauchen. Du solltest also einfach das nehmen, das Dir am besten gefällt.

    Maximale Gesamtlänge und Maximalpreis sind jedenfalls sehr wichtig für die weitere Beratung. Maximale Klingenlänge hast Du vorgegeben, mit dem vorgeschlagenen Messer hast Du auch eine gewisse Vorliebe für Ganzstahlmesser (ohne dickere Griffschalen jedenfalls) erklärt, was ja auch Sinn macht...


    Aber das Ding muß eben in die genannte Tasche passen und finanzierbar bleiben...


    Die anderen aufgeworfenen Fragen werden Dich vielleicht noch ein wenig überfordern, wenn Du Dich mit dem Thema noch nicht vertieft beschäftigt hast. Das kann man dann über eine Zwischenauswahl aus Vorschlägen klären.....


    Neben dem Suchtip mit dem Begriff EDC empfehle ich Dir aber zur Orientierung auf jeden Fall mal vorher den Blick in folgende Threads:


    "One Piece" - der Ganzstahl-Messer-Thread


    suche brauchbares neckknife


    Suche EDC-taugliches Klappmesser


    Schau Dir da mal einige Vorschläge an und sag uns, was Dir an bestimmten Modellen besonders gefällt oder so gar nicht gefällt, das lenkt die weitere Beratung dann in genauere Bahnen....


    Es gibt in dem Bereich gewisse "Dauerbrenner" bei den Empfehlungen, z.B.:


    RAT/ESEE Izula
    KA-BAR Becker Necker
    KA-BAR Eskabar
    Buck Paklite Large Skinner
    Böker Perrin Neck Bowie
    TOPS FDX XL
    TOPS CAT 201
    TOPS Interceptor 330
    Reeve Professional Soldier
    Spartan Blades Enyo

    Wir haben ja an verschiedenen Stellen schon darüber gesprochen, sorry für die Wiederholung: Man hat ja in den letzten Jahren immer mal wieder in "unseren Kreisen" gehört, Leder wäre sozusagen komplett "out", es MÜSSE sozusagen unbedingt Kydex oder Cordura bzw. Materialmix sein. Das lag imo aber hauptsächlich daran, daß man das Gefühl haben mußte, die Serienhersteller von Lederscheiden hätten irgendwann so ungefähr am Ende des Ersten Weltkriegs das Denken und die Fortentwicklung eingestellt und ab da in puncto Verbesserung der Trage- und Befestigungsmöglichkeiten (...das ist so der Hauptpunkt...) das Feld den neuen Werkstoffen überlassen....


    Mittlerweile haben wir Beispiele im Custom-Bereich, z.B. diese Scheide hier oder einige Modelle von Siegfried, die mittels Scheiden aus ausgezeichnet robustem und optisch sehr ansprechendem Leder zeigen, daß das Material hochaktuell bleibt, wenn der Entwicklungsfortschritt angenommen und umgesetzt wird. Dann spielt Leder sogar einige Vorteile gegenüber Hartkunststoff aus, z.B. im Bereich der Geräuschdämpfung...


    Viele Serienhersteller vernachlässigen die Entwicklung guter Scheiden eben leider immer noch und greifen dann eben bequemerweise auf Fertiglösungen im Cordura-Bereich (MercWorx, Blackhawk, EagleTec usw.) zurück oder stellen nach mittlerweile bewährter Manier gutes Kydex bei...

    Eberhard: Au ja, ist ja jetzt Saison....guten Matjes weiß ich auch zu schätzen!
    Major: Nachdem ich ja bei Deinem Besuch in meiner Gegend letztes Mal kaum Zeit für einen telefonischen Gruß hatte (....grad böse Menschen gefangen...), ehrt mich Dein Angebot - da komm ich gern mal drauf zurück!

    .....ein lausiges Mittagessen in einem Restaurant, in dem man bis vor kurzer Zeit noch sehr ordentlich gekocht hat....


    Früher lag dort über allem ein altmodisch-rustikaler Duft von Tomatensauce, Oregano und Knoblauch - heute nur noch tödliche Langeweile. Kein Trost, daß ein Fehlen von Geschmack wenigstens kein schlechter Geschmack ist.


    Sozusagen buddhistische Pfifferlinge: Man ist sofort überzeugt, daß die Welt der Sinneswahrnehmungen nur eitel und leer ist.


    Und quasi eine "schweizer" Tomatensauce....nicht mit dem sprichwörtlich guten Service aufgetragen aber im Geschmack so neutral wie eben die Schweiz in der Politik....


    Ständig die Versuchung, den Kellner um ein wenig schwarzen Pfeffer zu bitten...und um Oregano,Basilikum, Knoblauch, Salz, ein wenig gehackten Panchetta für die Pilze, ein paar gehackte Schalotten und einen Ausweisungsbeschluß für den Koch....

    Ich seh das wie der Bootsmann.....Ist doch "vom Oppa"!
    Solltest Du jetzt nicht zur Rohstoffquelle für ein Wunschmesser degradieren, das mit dem Ausgangsmodell nur wenig zu tun hat.


    Mach einen neuen Griff an die Klinge (...oder lass das eben machen...), vielleicht gönn der Klinge halt eine kleine "Auffrischung" - aber alleinfalls im Finish, ohne Änderungen an Form. Länge oder Schliff...


    Was Du konkret anders an einem Messer haben möchtest, suche Dir bei einem anderen Stück - dieser Wunsch nach ganz bestimmten kleinen Unterschieden zu etwas, das man bereits besitzt, treibt uns doch fast alle um und läßt uns entweder mal ein neues Serienmodell kaufen, ein Custom genau nach den Wunschvorstellungen bauen lassen (...sei beruhigt, es bleibt spannend, die Vorlieben variieren mit der Zeit, es wird dann auch trotz des aktuell perfekten Messers auf Dauer nicht langweilig....) oder - die beneidenswerten handwerklich geschickten Mitstreiter hier in der Runde - selbst etwas nach den eigenen Wunschvorstellungen in Angriff nehmen...


    Gerade hier wird sich niemand wundern, wenn Du außer "Oppas Messer" noch das eine oder andere ansammelst :)

    Gerade habe ich den neuen Newsletter von Dirk bekommen, in dem er ankündigt, sich aktuell aus dem Messer-Business zurückzuziehen und seine neuen Schwerpunkte auf Lehre und Literatur in den Kampfkünsten zu legen.


    Weder geschäftlich noch privat mit ihm verbunden, sehe ich diesen Schritt mit Bedauern und hoffe darauf, daß diese Umorientierung eine befristete ist und er uns, aus dem Potential auch der neuen Schwerpunkte schöpfend, irgendwann wieder so bemerkenswerte Messer wie das LLC verfügbar macht.


    Eine Antwort auf die Nachricht war mir ein Bedürfnis, nicht als Nachruf, sondern als Zwischenbilanz:


    ...Das LLC, das Du auf den Weg gebracht hast, ist ein außerordentlich gutes und interessantes Messer, einer der wenigen wirklich tauglichen SV-Folder und ein Musterbeispiel für die Verwendungsbreite eines Folders in geöffnetem und vor allem auch in geschlossenem Zustand.


    Auch wenn ich erst ziemlich spät zu diesem Messer gefunden habe und noch immer - natürlich auch wegen der Erprobungen und der angestrebten Bandbreite der Nutzungserfahrungen - auch andere Folder wie das ER Nemesis in diesem Bereich führe, bleibt das LLC eines der "Referenzmodelle" für die Berücksichtigung abgestufter Einsatzmöglichkeiten, insbesondere auch für die Nutzung des geschlossenen Folders für niederschwelligere Techniken, und für die ergonomischen Vorteile des gebogenen/geneigten Griffs.


    In diesem Bereich hast Du dazu beigetragen, etwas verfügbar zu machen, das als Beispiel auch die Gestaltung künftiger Modelle beeinflussen wird - zumindest, soweit ich daran Anteil haben kann.


    Natürlich hatte ich daher auf weitere Modelle, Ideen, Kooperationen gehofft, nicht viele, aber bemerkenswerte. Daher finde ich Deinen Rückzug aus diesem Bereich immer noch sehr schade (....und hoffe, nicht nur insgeheim, daß die wechselnden Weltläufe unserer Wege Dich doch noch irgendwann zu solchen Projekten zurückführen und die jetzige Zeit der Lehre dann umso "ertragreicher" auch in neue Hardware einfließt...)....


    Dieses Lob hat Dirk aber auch "coram publico" absolut verdient, und ich wünsche ihm auch hier in unserer Runde viel Erfolg bei den neu gesetzten Schwerpunkten.

    Ein Rold aus D2 kostet weniger als ein KM 3000, sogar deutlich weniger als ein 4000.
    Ein Epicenter mit Titanrahmen kostet weniger als ein Provocator.
    Das Steel Mariner kostet nicht einmal ein Viertel des Preises eines SEK, beide sind aus 440C....
    Das GTK in Kydex kostet soviel wie der Kressler Integral Subhilt Fighter.


    Schlechteres Preis-Leistungs-Verhältnis bei Böker?


    Von der Preisseite her wohl nicht.


    Und qualitativ?


    Nach endlosen immer wiederkehrenden Beschwerden über den Schliff der Eickhorns bei Auslieferung, den negativen Anmerkungen über Schalenüberstände usw. sehe ich da im Einzelfall nicht automatisch einen Vorsprung der Fertigung "Made in Germany".


    Da sehe ich bei den Importmessern im Böker-Vertrieb mehr am Preis auszusetzen, da läßt sich Böker den bequemen Inlandskauf bei einigen Modellen wirklich gut bezahlen, und der Händlerpreis liegt da häufiger noch über dem Endkunden-VK bei US-Online-Händlern, vom Böker Endkunden-VK mal ganz abgesehen...

    Das setzt rechtmäßiges Vorgehen der Obrigkeit voraus :)


    1973 haben die Panzer der Obristen in Athen auf den Plätzen gestanden, auf denen auch heute demonstriert wird.


    Waren da die Militärdiktatoren "unbescholten" oder die Bürger, die demonstriert haben, auch gegen Panzer und Tränengas? :)

    Nikko, schreib bei Gelegenheit mal was zur Stabilität des Zytel-Griffs beim Blackhawk, bitte!
    Ist ja die Frage, ob der Mehrpreis für den Alurahmen der neuen Modellvarianten bei einem derart gestalteten Griff sein "muss" (...oder sollte...) oder das Zytel die Sache stabil und verwindungsfrei löst....

    Ja, natürlich.....Roman und ich, bärbeißige, bärtige Glatzköpfe im Doppelpack,, sozusagen als Statler und Waldorf des TF in einer festen Rubrik.....das könnte Euch so passen....Mir tut nur der arme Sack leid, der die viereinhalbtausend Beiträge nach den angeblich erhaltenswerten "Perlen der TF-Diskussion" durchflöhen müßte.....der wär dann wohl echt geschädigt...

    Vorschlag für das Nachfolgemodell:


    Schalen wahlweise aus Öko-Fairtrade-Baumwoll-Micarta mit Kunstleder/Holzscheide von Birkenstock - oder ...noch raffinierter....aus Hanf-Micarta mit eingebautem MP3-Player mit Songs von Peter Tosh (Legalize it, Bush Doctor) und ökotaktischer Friedenseinsatzscheide aus Jutecordura mit Vortasche zum Unterbringen von Ersthelfermaterial (für den Friedenseinsatz) wie Heftpflastern im Prilblumendesign.


    Endlich mal ein Messer, das ungeteilte Zustimmung auch bei den ansonsten eingefleischten Messergegnern finden wird, selbst bei Zehnzollklinge....


    Zur Unterstützung der fraktionenübergreifenden Akzeptanz dann mit einem netten Begleittext wie:


    "Dieses traditionelle Bekleidungszubehör südosteuropäischer und orientalischer Kulturkreise dient ausschließlich friedfertigen und segensreichen Zwecken der selbstlosen internationalen Unterstützung von Freiheit und Nächstenliebe. Es wurde von einem Team von sieben Entwicklerinnen in einem basisdemokratischen Gestaltungsprozeß im Rosa-Luxemburg-Kulturzentrum in Marzahn entwickelt und wird im Rahmen der Völkerfreundschaft numehr global, jedoch unter Vermeidung der verwerflichen Aspekte der Globalisierung, angeboten. Mit der nadelfeinen Spitze des Messers lassen sich alle beim Brunnen- und Schulbau erforderlichen feinsten Arbeiten problemlos ausführen, schädliche Verwendung ist jedoch nicht möglich, weil diese ja verboten ist..."