Beiträge von Micha M.

    Ich wollte als Alternative zum großen Fox Forest 577 Pakka-Wood, das Bastian "Xpedition" mir besorgt hatte (...und mit dem ich sehr zufrieden bin...) auch noch ein etwas kleineres Exemplar als "Wander-Folder" - also als zivilen "Zweihänder" für den Privatgebrauch....


    Da ich die Bowie-Klinge des Fox Forest wirklich mag, habe ich mich wiederum für ein Messer dieser Baureihe entschieden, diesmal das etwas kleinere 576N, das "Militar Camping".....


    95 mm Klingenlänge statt der 110 des 577ers, und 190 g Gewicht statt der satten 330...



    Das Messer liegt übrigens wirklich gut in der Hand, das Kraton des Griffs ist ziemlich fest. Durch das große PE hat man vorn ein absolut stabiles Widerlager, man kann das Messer gut auch geschlossen umfassen. Das taugt also auch geschlossen ziemlich gut zum "Buffeln" :)


    Hier mal im Vergleich mit dem großen Bruder:



    Ist ein nettes "Wandermesser", sehr stabil, lediglich mit dem bei Backlocks häufiger anzutreffenden sehr geringen senkrechten Klingenspiel...


    Dabei nadelspitz....





    Der Haken an der Sache war, daß es sich nur schwer beschaffen ließ. Bastian "Xpedition" hatte wirlich eine Engelsgeduld dabei, es für mich zu besorgen. Auch an dieser Stelle meinen herzlichen Dank dafür! :thumbup:

    I wanted to add something important or impressive....but if someone like Roman "Juchten" gave You a 105 of 100 for this knife, I shouldn't try to outperform this....


    So I can't do more than to join in this: really excellent! :thumbup:

    Ja, und ich nehme die Gelegenheit gern wahr, Dir auch vor großem Publikum noch einem das Kompliment von Langgöns zu wiederholen, daß Du für das Taurus einen Griff mit einer wirklich bemerkenswert guten Ergonomie gestaltet hast :)


    Man merkt Euch beiden an, daß Ihr mit den Messern auch umgeht und alle Details nicht nur schön aussehen, sondern extrem praxisorientiert und durchdacht gestaltet sind :thumbup:

    Lass Dich nicht ärgern ;)


    Mein SEKII ist ja auch ein wenig "aufgebrezelt" mit seiner DLC-Beschichtung :)


    Und natürlich kaufen viele von uns bestimmte Messer nicht AUSSCHLIESSLICH aus funktionalen Erwägungen, sondern weil sie die Seltenheit eines Exemplars reizt....oder aus ähnlichen Gründen. Da bist Du auf Deiner Suche nach nummerngleichen Paaren absolut nicht allein :thumbup:


    Lassen wir Tonys und meinen Kommentar also nur unter dem Aspekt stehen, daß beide Messer ausgesprochen für den Gebrauch gemacht sind....das schätzt Du ja selbst auch an ihnen.

    Schade um die schöne WB....in die Vitrine zum Nummernvergleichen könnte man auch eines aus Dosenblech legen....und dem Schneidgut draußen ist es völlig wurscht, ob es mit der "Ölfunddrölfzig" oder der "Siebenundvierzigdingenskirchen" in Stücke geschnitten wird....


    Ist ein sehr schönes Gebrauchsmesser!


    Keine Ahnung, welche Nummern auf meinen stehen.....sind jedenfalls sehr gut zu gebrauchen :)


    Ausgezeichnet!


    Bemerkenswert, was Du an Messern mit Zeigefingerring nun schon gebaut hast.


    Schon Deine "Garfield's Kralle" hat ergonomisch im Vergleich mit einer ganzen Reihe von sehr etablierten Modellen ganz vorn mitgespielt, mit den beiden neuen modifizierten Modellen hast Du Deine Anwendungserfahrungen mit dem Ursprungsmodell einfließen lassen und noch mal nachgelegt....und jetzt das hier!


    Klasse, das ist sehr gut geworden :thumbup:

    Wunderbar! :thumbup:


    Insgesamt war ich auch in Langgöns SEHR von Deinen Messern beeindruckt - und habe die Diskussion wirklich genossen!


    Hier den Entstehungsprozeß und ein weiteres ausgezeichnetes Exemplar zu sehen, ist ein zusätzliches Vergnügen!


    Man merkt Deinen Messern einfach an, daß Du auch mit ihnen umgehst - alle Details sind ausgezeichnet durchdacht und für den praktischen Gebrauch gemacht.


    Marvellous!


    I was very impressed from Your knives when I saw them in Langgöns - and have really enjoyed the professional discussion!


    To see the genesis of another outstanding knife is an additional pleasure.


    Looking at Your knives, one can feel that You use them, handle knives - any detail is perfectly elaborated and made for practical use.

    Durch das Abfallen kommt man mit dem Handballen tiefer auf den Griff, insgesamt bringt das einen ähnlichen Effekt wie ein insgesamt geneigter/gebogener Griff: das gestattet eine weniger durchgebogene Handgelenkshaltung.
    Das ist beim Hacken eine ziemliche Erleichterung.


    Vergleiche das mal mit der Handposition (Winkel) bei einem Khukri.


    Ähnlich arbeitet Erik M. beim Griff des Taurus, ebenfalls ergonomisch sehr stimmig.
    Weiteres berühmtes Beispiel sind einige Messer von Elishewitz, Szabo usw.....
    Sehr interessant gelöst hat das auch Lofty Wiseman bei seinem Tool...


    Neben der "besseren" Griffneigung bringt die Formgebung des Griffs durch Markus/Roman noch den Vorteil, daß man den Griff beim Hacken nach vorn gleiten und nur noch mit den vorderen Fingern um den Knauf umfassen kann. Auch das geht auch mit Khukris recht gut. So schwingt das Messer mit noch mehr Vorderlast und Tempo der Spitze, der Impact geht nicht so ins Gelenk....

    Die Formgebung ergibt sich doch weitgehend aus der Aufgabenstellung und den Maß-Limits.


    Bei der Aufgabenstellung der Bladesports-Contests ist auffällig, daß die erste Disziplin, das "schwere Hacken", die Formgebung insgesamt weitgehend prägt. Bei einem mehr schneidlastigen Contest wären ganz andere Gewichtungen und Formen möglich. Messer für reine Seilschneide-Wettbewerbe sehen entsprechend auch mal ganz anders aus als die stumpfnasigen Hacker...Zudem ist keine Aufgabe dabei, die eine Spitze erfordert, also z.B. ein Penetrations-Wettbewerb...es muß ja keine Autotür sein :)


    Will ich bei vorgegebenen 10x2 Zoll möglichst viel Masse erreichen (für den Impact beim Hacken), gleichzeitig dann auch noch möglichst viel Vorderlast, bleibt fast nur die hier häufig auftretende stumpfnasige Rechteckform der Klinge, klar: nutze ich den ganzen zulässigen Rahmen des Umrisses, bringe ich eben auch viel Masse unter. Verdickungen nach vorn wären unzulässig.


    Eine Bolo- oder Khukriform würde natürlich ebenfalls große Vorderlast bringen, allerdings insgesamt weniger Masse.


    Andererseits muß man noch in der Lage sein, mit dem Messer relativ subtile Aufgaben zu erledigen, z.B. das Treffen der Bälle oder das Halmspalten am Ende des Contests. Das limitiert für Teilnehmer, die nicht den Oberarmumfang von Roman haben, anderseits bei aller erwünschten Masse für den Impact beim Hacken dann auch irgendwo wieder die maximal vernünftige Gesamtmasse. Ich halte es nicht für einen Zufall, daß sie bei vielen Contest-Messern bei rund 800 g wiegt. Mein Blade-Systems Ursus hatte dieses Gewicht, ließ sich noch sehr gezielt führen, hatte aber deutlich mehr Impact als z.B. ein mehr als 200 g leichteres Becker BK9.


    Eine interessante Frage wäre, ob man mit einem leichteren, besonders gut hackenden Messer nicht ggf. im gesamten weiteren Wettbewerb soviel Vorteile hätte, daß man einen leichten Zeitverlust beim Hacken verschmerzen kann. Bei meinen umfangreichen Vergleichstests mit Haumessern haben nicht immer die schwersten Khukris am besten gehackt. Außerdem kennen viele Veteranen noch eine alte Geschichte mit Busse-Messern und einem KA-BAR Cutlass, das sich da gar nicht so schlecht geschlagen hat.


    Beim Hacken spricht für mich allerdings das Argument dagegen, daß mein Ursus mit seinen 800 g wirklich alle leichteren Messer locker "abgehängt" hat, man also schon mit einem schweren Messer mit gutem Schliff und hackgeeigneter Klingengeometrie eben die "Zusatzpower" des größeren Impacts hat.


    Insgesamt spricht für mich dagegen, daß es in dem Bereich ja mittlerweile eine "Evolution" und "natürliche Auslese" durch die Erfahrungen extrem kundiger Anwender gegeben hat: mit dem Ergebnis, daß die Messer für diese Aufgabenstellung (eben nicht für reines Seilschneiden oder andere Aufgabenkombinationen) so aussehen, wie wir sie jetzt vorfinden....


    Ich gebe es zu: Ich mag das Reglement nicht wirklich, insbesondere eben die Aufgabenstellung, die aufgrund EINER Teilaufgabe weitgebend die Formgebung beeinflußt. Mir wäre ein Regelwerk lieber, das im Ergebnis Messer "erfordern" würde, die wieder mehr nach einem großen Camp Knife oder Allrounder oder Fighter mit Zehnzollklinge ausschauen. Dann würden dort auch Messer auftauchen, wie man sie als Freund solcher großen Camp Knives tatsächlich auch mitführt, mit Chancen, damit eben wirklich auch in einem Vergleichstest "gut abzuschneiden".....

    Ich weiß noch nicht, ob ich dieses Herangehen für bewundernswert mutig oder ein wenig naiv halten soll - und warte gespannt auf das Ergebnis. Wird das was, werde ich jedenfalls nicht mit Lob sparen wollen und dürfen!


    Momentan erinnert mich die Fragestellung an: Ich hab bei Jane's ein Bild der Nimitz gesehen, die bau ich mir nach...Was genau sind eigentlich diese "Reaktoren" - und wie feilt man einen Rettungsring?


    Wenn ich allerdings daran denke, was für tolle Messer wir hier schon von jungen Leuten sehen durften, die während ihrer Forumszeit mit dem Messerbau begonnen haben, halte ich NICHTS mehr für unmöglich.

    Mal Spaß beiseite: Die psychologische Wirkung einer "untaktischen" Farbgebung ist wirklich interessant. Mit dieser blauen Scheide paßt das Messer wunderbar z.B. zu Jeans, und das Gebrauchsmesser sieht man darin wohl mit viel höherer Sozialakzeptanz als bei konventionell-schwarzem Kydex.


    Gerade auch deshalb war ja auch zum WAVES-MFS von Anfang an in der Diskussion um beizustellende Kydexholster meine Anregung, diese auch bewußt in "untaktischen" Farben anzubieten, um den "zivilen" Charakter des Tools zu unterstreichen und diesbezüglich keine Irrtümer aufkommen zu lassen....

    Danke, Tamer! Das tut richtig gut zu sehen, daß solche hochwertigen Messer eben NICHT nur in Vitrinen schlummern.


    Die ausgezeichnete Handlage des Taurus durfte ich ja in Langgöns auch schon bewundern. Kann mir dann auch gut vorstellen, daß man das Messer beim Hacken nur mit den voderen Fingern unmittelbar vor dem Knauf ausgezeichnet umfassen kann und gut unter Kontrolle behält.


    Schöner Bericht, hoffentlich zeigst Du uns noch mehr Bilder aus der Anwendung des Taurus!!