Beiträge von Micha M.

    Dieses Hawk ist primär zum Waffeneinsatz gestaltet. Es ist auch nicht wirklich zum Werfen gedacht, wie ebenfalls einige andere erklärtermaßen als CQC-Waffe gestaltete andere hochwertige Hawks. Das erklärt die Materialwahl. Es geht hier nicht um das Verdauen eines häufigen, harten Impacts, wie man ihn beim Holzhacken und insbesondere auch beim Werfen hat, sondern um eine relativ feine, scharfe, standfeste Schneide für den Einsatz gegen Weichziele.


    Warum man dann aber den Spike nicht ordentlich schärft, obwohl der - scharf - ein brauchbares Tool zum Durchdringen von ballistischem Weichschutz wäre, stumpf dazu aber nicht taugt, erschließt sich mir nicht. Auch ein anderer Aspekt bleibt zu beachten: das Gewicht. Das Ding wiegt fast 1,1 kg. Das vergleiche man im Handling mal mit den 780-830 g der Kampf-Hawks von RMJ Tactical, die dieselbe Reichweite bieten, oder den führigen unter 600 g eines extrem wendigen LaGana oder eines seiner Klone.


    Ich werde mit dem Sibert-Entwurf nicht warm und ziehe, wenn es schon berühmte Namen sein müssen, den wendigeren Emerson-Entwurf vor. Am besten komme ich noch mit dem leichten LaGana-Abkömling von CS klar, vor allem beim Werfen. Für den Werkzeugbereich habe ich ein mit Stahlstiel versehenes Modell, das aber noch immer deutlich leichter ist als dieses Hawk hier....

    Was soll es denn da zu erklären geben?
    Wir haben doch hier immer wieder gehört, daß es gewisse Absprachen zwischen Fernost-Messerherstellern und "Designverleihern" gebe....warum sollte man bösgläubigerweise denn nun davon ausgehen, daß das nicht zwischen Herstellern und "Namensverleihern" auch vielleicht so sein könnte?


    Und wessen Zweifel, das wenig befriedigende Ergebnis eines eventuell erfolgten Outsourcing eines Outsourcings könne man nun durch plakative Distanzierung und Empörung abschütteln, wären damit ausgeräumt? Leute, so funktioniert Politik, warum soll denn die Wirtschaft soviel heiligmäßiger sein? :)


    Und lasset uns an Titus 1:15 denken: Dem Reinen ist alles rein.... :)


    Außerdem: Wir mokieren uns hier über die Phantasie der China-Hersteller, bei denen alles, was vorn eine fette gestreifte Klinge hat, im Zweifel "Strider" heißt und alles, an dem ein Magnet kleben bleibt, natürlich aus S30V oder mindestens D2 besteht......und fressen derlei in blindem Vertrauen, daß luftig-lecker geschlagene Milchschwimmer bestimmt nicht fett machen, allerlei Kalorienbomben oder stopfen unsere lieben Kleinen im Vertrauen auf die Extraportion Milch im Milligrammbereich mit Zucker- und Fettgranaten voll.


    Ich fand halt nur erschreckend, daß es hier noch die Rechtfertigung gab, das sei doch eigentlich ein Schnapp.....zumindest das gezeigte Messer ist aber Murks, und bleibt auch jägergrün ebensolcher, dann eben jägergrüner Murks...


    Und BILLIG sind in Deutschland die Sanremo-Zachel eh nicht, wenn es auch zeitweise so klang, als werde erwartet, daß die dankbaren Kunden Dankeskerzen für die Gnade dieser sensationellen Erwerbsmöglichkeiten entzünden sollten....man kann ja gelegentlich unsere Inlandspreise mal mit denen von passionepericoltelli.com vergleichen, einem italienischen Händler mit höherem Umsatzsteuersatz als bei uns...

    Wunderbarer Thread, hätte man kaum besser erfinden können....geht halt nix über Realsatire! :thumbup:


    Ein Mingren, das kein Sanrenmu ist (sondern nur so ausschaut), das wiederum kein Benchmade ist (sondern zuweilen nur so ausschaut)....aber alle sind wahrscheinlich über alle Anleihen informiert, haben sich wahnsinnig lieb und rülpsen im Chor nach einem Becherchen Rosenschnaps.


    Möglicherweise wird jetzt Herr Mingren in China erschossen, weil seine Messer so ausschauen wie Sanrenmu (...so unter sich kennen die Herrschaften bei allem Lächeln zuweilen kein Pardon...), nur Herr Benchmade kann blöderweise keinen erschießen lassen, keine Giftspritze in USA für Abkupfern...Aber ist ja NATÜRLICH auch keins....Aber lassen wir das mal offen, sicher sind sich ja alle wunderbar einig und bescheren uns in dieser Eintracht für immerhin 40 Euro ein Messer, das eben weder ein Sanrenmu noch ein Benchmade ist...aber leider auch nix Gescheites offenbar.


    Verkrüppelte Washer, eher Klingenhumpeln als Klingengang, irgendwelche Weichmetallstifte in den Schraubenlöchern, die scheinbar nur den optischen Eindruck einer Schraube vermitteln sollen, beim ersten Losschrauben aber zergehen wie Schmelzkäse.....Da befürchtet man ja, daß das mit dem lediglich optischen Ersteindruck schlimmstenfalls für das ganze Gerät gelten könnte.....


    Ich erinnere mich an lustige Preisfindungsspielchen hier, die ich seinerzeit schon bedenklich fand....Und etwa in der Art muß ja auch die Preisbildung für dieses Hochleistungsgerät stattgefunden haben in China....40 Ocken! Leute, Himmel, wenn ich Eure Kommentare lese, müßt Ihr eindeutig zuviel Kohle haben. 40 Euro für so ein Ding sind doch nicht billig!!


    Für 40 Euro krieg ich im Direktimport ein CRKT M16, deutlich günstiger noch einen RAT-1 Folder, nen Gerber Gator-Folder oder ein Kershaw Junkyard-Dog. Teils auch in China gemacht...aber sowas hab ich bei diesen Modellen noch nicht erleben müssen...

    Wie hast Du denn das Schild von der Scheide abbekommen??



    Nee, im Ernst, wenn ich mir überlege, wie oft ich schon fluchend und suchend über Waldboden oder durch Einsatzfahrzeuge gekrochen bin, um Ausrüstung wiederzufinden, ist das gar keine so schlechte Sache, mal statt Megatacticalcamo was in "Straßenwärter" zu haben....

    In Deinem Lieblingsszenario brauchst Du gar keine.
    Mit erdrückender statistischer Wahrscheinlichkeit wirst Du zu den Zombies zählen und Deine Nahrung mit den Zähnen aus Deinen Nachbarn reißen, die Rollen für die überlebenden Helden sind leider alle schon mit amerikanischen Schauspielern besetzt, auch der Weg über die Besetzungscouch ist wohl nicht wirklich eine Alternative...
    Für Chipstüten und Erfrischungsgetränke empfiehlt sich ein SAK, dann hat man zumindest virtuell eine lange Überlebenschance.
    Ist es wirklich die "Endzeit", ist eindeutig die wichtigste Klinge die des Korkenziehers, denn mit einer noch verkorkten Flasche Tignanello in den Tiefspüler des Schicksals zu fahren, wäre zweifellos eine Vergeudung....

    Ein neues "Juchten-Messer" und ein Kleidchen für das "Mountain-Man"....



    Das neue Messer wird "Taiga" heißen. Es verbindet Gestaltungselmente nordischer und russischer Messer mit Klingen-Details wie bei japanischen Aikuchi. Ich wollte schon lange eine Art Aikuchi mit einer etwas höheren Klinge, war jedoch auf der Suche nach einem besseren Handschutz. Ähnlich ging es mir bei einigen Puukko aus Skandinavien, bei denen meist ebenfalls ein glatter unkonturierter Griff ohne Handschutz in die Klinge übergeht.....
    Mit Goblins Unterstützung in einer Chat-Arbeitssitzung war die Klinge rasch entworfen....
    Beim Griff habe ich mich schließlich für etwas entschieden, das man weder bei Aikuchi noch Puukko findet, dafür aber bei manchen russischen Messern und natürlich auch bei einigen legendären US-Jagdmessern: einen konturierten Lederscheibengriff. Natürlich war aber der Grund vor allem die ausgezeichnete Erfahrung, die ich mit Romans konturiertem Lederscheibengriff bei meinem "M1" gemacht habe :) Randall-Anleihe war dann ein Herumziehen der Fingermulden bis auf eine Seite des Griffs.


    Das Ergebnis steht dafür: Das Messer liegt in der Hand wie ein Maßhandschuh, dafür hat Roman mit geduldiger Akribie und offenbar einer Mikrometer-Einstellung an seinen Rundfeilen gesorgt :)...Auch ansonsten entspricht das Messer der Gestaltungsdiskussion exakt...Komischerweise war meine eigene Vorstellung, abseits der Bemaßung, mehr "Aikuchi-lastig", das jetzige Ergebnis gefällt mir aber ausgezeichnet :thumbup:



    Ein paar Maße:
    Klingenlänge 115 mm
    Klingenhöhe 34 mm
    Klingenstärke 6 mm
    Grifflänge 112 mm
    Griffhöhe 34 / 30 mm
    Griffstärke 17 mm
    Gewicht 290 / 390 g
    Balancepunkt: unter Zeigefinger


    Das Messer ist so flach, daß ich es in den großen Taschen meiner geliebten Kongo-Hosen bequem tragen kann (schon ausprobiert).
    Die Scheide hat mich ebenfalls umgehauen: Sie hält das Messer sicher, läßt aber soviel vom Griff frei, wie ich es zum raschen Ergreifen mag. Materialstärke, Farbe und Maserung passen wunderbar zum Messer...


    Insgesamt kann ich mir das "Taiga" auch an diesen zähen Kerlen vorstellen, die ständig draußen in Gegenden unterwegs sind, in denen man sich nur aussuchen kann, sich von den Mücken fressen oder den Hintern abfrieren zu lassen :)


    Vielen Dank, Roman, für Deine Geduld (mit mir und meinen oftmals sicher enervierend detaillierten Vorstellungen beim Entwerfen eines Messers) und für Dein Geschick, das mir ein wunderschönes neues Messer beschert hat, das mich hoffentlich noch bei vielen Wanderungen begleitet!


    Übrigens macht sich das "Taiga" ausgezeichnet im "Familienkreis" meiner Juchten-Messer:



    Natürlich werde ich das "Taiga" auch in Romans Bilderthread vorstellen, möchte da aber warten, bis mir Dienst und Wetter ein paar Tageslichtbilder gestatten :)


    Auf dem oberen Bild findet Ihr auch die neue Scheide für mein "Mountain Man". Man sollte Schußwesten aus dem Leder machen :) Ausgezeichnet stabil, für Generationen gemacht....Auf der Rückseite ist eine breite Gürtelschlaufe, die auch ein Verkanten zum Diagonaltragen zulassen wird.

    Na ja, für ein Neckie wär es ziemlich dick und mit 166 g netto auch reichlich schwer...


    Aber es liegt wirklich sehr gut in der Hand, nicht nur aus funktionaler Sicht, sondern einfach ein "richtiges" und angenehmes Gefühl, das Messer in der Hand zu haben.


    Zur Klingenstärke: Es gibt ja wirklich eine Riesenmenge von kleineren Messern mit relativ schlanken Klingen bis etwa 4 mm Stärke. Messer wie Bob und "kleiner Bruder" Bobbi wollen sich da ja gerade durch ihre Massivität, den "fetten" Look und meinetwegen auch das satte In-Hand-Gefühl abheben. Sicher also nicht das "Messer für alle" (...wie auch kein anderes :)....) aber doch für die "Viertelzoll-Freunde" mal ein interessanter Vorschlag für ein etwas ziviler ausschauendes massives EDC....
    Mir gefällt das kleine Ding jedenfalls...

    Hier mal was eigentlich Naheliegendes: Krudo RAW, ne Art von Karambit-Warrior...


    http://www.youtube.com/watch?v=e2Iy7amPUHo


    Gefällt mir :)...aber leider ist Krudos Preisgestaltung da im Wege....



    Camillus Les Stroud....in Farbe uuuuund bunt :)


    http://www.youtube.com/watch?v=JNFF7FGsiQ8


    Condor....


    http://www.youtube.com/watch?v=uxG2ABpgPy8


    LionSteel Ti Spine....für mich zuviel Blinkblink :)


    http://www.youtube.com/watch?v=THyOyu0ds7E


    Cuma Battle Cleaver, so ne Art taktisches Nakiri :)


    http://www.youtube.com/watch?v=S6ACWivVvtY


    Combative Edge


    http://www.youtube.com/watch?v=S6ACWivVvtY

    Natürlich würde ich Dir zuerst auch ein Custom von BS empfehlen wollen :)
    Die dortige OR-Linie durfte ich ja mitgestalten und bin von jedem Gestaltungsdetail überzeugt - insbesondere liefern die Messer auf Wunsch auch eine Außenkontur die alternativ zur Nutzung des Zeigefingerrings auch ein äußeres Umfassen für Alltagsschneidarbeiten zuläßt. Und die Klingenform und -länge kann man dann eben nach Gusto festlegen...


    Ansonsten bietet sich natürlich ein LaGriffe von Perrin an, vor allem in den Semi-Custom-Versionen oder als LaGriffe-Bowie, wie man sie bezahlbar z.B. bei Coutellerie-Tourangelle.com bekommt.


    Ist Dir das zu klein, kommt natürlich auch noch ein Cold Steel Point Guard in Betracht. Das Messer wird wohl ab 2013 nicht mehr von CS produziert, ist aber noch bei vielen Händlern zu bekommen....


    Neben dem bereits angesprochenen Spyderco Swick kommt übrigens vielleicht auch noch das Spyderco Caspian Salt in Betracht, falls Dir das nicht zu groß ist.


    Nicht ganz so stark gebogen wie das Bear Claw ist übrigens das S&W Badge Knife, falls eine Hawkbill-Klinge mit moderaterem Bogen vielleicht auch in Betracht kommt..

    Bin gespannt auf das fertige Messer! Wird bestimmt auch spannend, es einmal neben ein Roselli oder ein Strömeng zu legen!! :thumbup:


    Bitte. "liefere" doch auch ein paar Daten dazu, kennst doch Deine Pappenheimer :)

    CRKT beginnt selbst bei den 8 cm des "Heiho"-Folders und steigert das dann bislang auf knapp unter 10 beim "Hissatsu"-Folder...


    Natürlich ist auch eine sehr durchstichstarke 8cm-Klinge eine gute Sache - aber lieber wären mir bei einem Fixed da schon die 10, die ich immer noch gut verdeckt tragen kann. Umso mehr Platz hat man einfach für den möglichst moderaten Anstieg der vorderen Schneide, der ja diese Leistung mit ausmacht.....


    Würde ich so etwas für mich als Einzelstück entwerfen, wären wir aber wieder bei den gut viereinhalb Zoll, wie wir sie auch bei dem neuen Modell wiederfinden - weil ich eben Messer dieser Größe noch immer diskret unterbringen kann...